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Florian Wilde e7006c894e feat: Konten, Kassenbuch, Vermoegen und die beiden Pflicht-PDFs
Etappe 4. Aus diesen Daten entstehen das Vermoegensverzeichnis nach
§ 1835 BGB und die Rechnungslegung nach §§ 1859, 1865 BGB - beides geht
ans Betreuungsgericht, beides ohne dass eine Zahl abgetippt wird.

Betreuungsjahr n laeuft von bestellungAm + (n-1) Jahre bis
bestellungAm + n Jahre - 1 Tag. Bei Bestellung am 29. Februar endet Jahr
1 am 27.02. und Jahr 2 beginnt am 28.02.: lueckenlos und ohne
Ueberschneidung, per Test abgesichert.

Rechenprobe der Rechnungslegung: Der Anfangsbestand ist der juengste
Saldostand bis zum VORTAG des Zeitraumbeginns - ein Saldostand gilt als
Bestand am Tagesende, sonst zaehlte der erste Tag doppelt. Geht die
Probe nicht auf, wird die Differenz im PDF ausgewiesen und jeder
fehlende Saldostand namentlich benannt. Nie geglaettet: eine still
korrigierte Rechnungslegung ist gegenueber dem Gericht wertlos.

Posten ohne Wertstand zum Stichtag erscheinen als Luecke, nicht als
0,00 EUR - und Werte aus der Zukunft werden nie herangezogen. Konten
kommen ueber ihren Saldostand ins Verzeichnis; Vermoegensposten der Art
KONTO werden dort uebersprungen, sonst stuende das Geld doppelt drin.

Der CSV- und CAMT-Import raet KEINE Kategorien, sondern bucht alles auf
"Sonstige". Eine falsch geratene Kategorie faellt in der Jahresuebersicht
niemandem auf und verfaelscht den Bericht. Fremdwaehrung wird abgelehnt
statt umgerechnet. Der XML-Leser weist DOCTYPE ab (XXE).

68 Tests, darunter echte IBAN-Pruefziffern und die Rundung: es darf
nirgends ein Cent verschwinden.

Etappe: 4
Phase: Geld
2026-08-22 06:21:45 +02:00

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Schema-Wünsche aus Etappe 4 „Geld“

Beim Bau des Finanzmoduls sind Stellen aufgefallen, an denen das Datenmodell etwas anders aussehen müsste. prisma/schema.prisma wurde nicht angefasst. Sortiert nach Dringlichkeit.


1. Umbuchungen kennen ihr Gegenkonto nicht

Modell: Buchung

Eine Umbuchung zwischen zwei eigenen Konten – Giro aufs Sparbuch – lässt sich derzeit nur als zwei getrennte Buchungen abbilden. Im Modell fehlt die Angabe, wohin das Geld gegangen ist. Für die Rechenprobe ist das folgenlos (Umbuchungen sind weder Einnahme noch Ausgabe und werden herausgerechnet), für den Nutzer aber unbequem: Er muss zweimal erfassen, und niemand prüft, ob beide Seiten zusammenpassen.

model Buchung {
  gegenkontoId String?
  gegenkonto   Konto?  @relation("Umbuchungsgegenkonto", fields: [gegenkontoId], references: [id], onDelete: SetNull)
}

Damit ließe sich eine Umbuchung als eine Zeile erfassen und beim Bilden der Kontostände auf beiden Seiten berücksichtigen.


2. Dublettenschutz greift nicht bei Buchungen ohne Konto

Modell: Buchung, @@unique([kontoId, importReferenz])

In PostgreSQL ist NULL nie gleich NULL. Die zusammengesetzte Eindeutigkeit schützt deshalb nur, solange kontoId gesetzt ist. Bei einem Import ohne Konto – derzeit über die Oberfläche nicht möglich, aber im Modell erlaubt – könnte derselbe Umsatz beliebig oft angelegt werden.

Zwei mögliche Auswege:

  • kontoId bei Buchungen mit importReferenz verpflichtend machen (Prüfung in der Anwendung, Constraint im Schema nicht ausdrückbar), oder
  • eine partielle Eindeutigkeit über Roh-SQL ergänzen:
CREATE UNIQUE INDEX buchung_import_ohne_konto
  ON buchung (betreute_id, import_referenz)
  WHERE konto_id IS NULL AND import_referenz IS NOT NULL;

Die Anwendung erzwingt derzeit ein Konto beim Import; der Schutz hängt also allein an der Oberfläche.


3. Saldostand und Wertstand haben keinen Papierkorb

Modelle: Saldostand, Wertstand

Beide Modelle haben kein geloeschtAm. Löschen ist damit endgültig – im Gegensatz zu allem anderen im System. Das ist an dieser Stelle besonders unangenehm: Wird ein Wertstand entfernt, lässt sich eine bereits beim Gericht eingereichte Vermögensübersicht nicht mehr nachbilden. Die Oberfläche warnt deshalb ausdrücklich davor, aber ein Papierkorb wäre die bessere Absicherung.

model Saldostand {
  geloeschtAm DateTime?
}

model Wertstand {
  geloeschtAm DateTime?
}

Nebenwirkung, die dabei zu bedenken ist: die bestehenden @@unique([kontoId, stichtag]) bzw. @@unique([vermoegenspostenId, stichtag]) würden dann auch gelöschte Einträge blockieren. Sie müssten auf partielle Indizes mit WHERE geloescht_am IS NULL umgestellt werden.


4. Wer hat den Stand erfasst?

Modelle: Saldostand, Wertstand

Beide tragen nur erstelltAm, keinen Verweis auf den Benutzer. Bei mehreren Betreuern oder Mitlesern mit Schreibrecht steht im Datensatz selbst nicht, wer die Zahl eingetragen hat. Das Audit-Log beantwortet die Frage, aber nur über eine gesonderte Recherche.

erstelltVonId String?
erstelltVon   User?   @relation(fields: [erstelltVonId], references: [id], onDelete: SetNull)

5. Indizes für die Auswertungen

Modelle: Buchung, Saldostand

Die Berichte lesen Buchungen fast immer entweder nach Konto und Zeitraum oder gefiltert auf fehlende Belege. Dafür gibt es bisher keine passenden Indizes:

model Buchung {
  @@index([kontoId, datum])
  @@index([betreuteId, belegId])
}

Bei den erwarteten Datenmengen (einige tausend Buchungen je betreuter Person) ist das noch nicht spürbar; bei einem Import mehrerer Jahre Kontoauszüge wird es das.


6. Fremdwährung wird abgelehnt, nicht abgebildet

Modelle: Konto, Buchung, Saldostand, Wertstand

Es gibt kein Währungsfeld. Alle Beträge sind Euro-Cent. Der CSV- und CAMT-Import überspringt deshalb Zeilen in fremder Währung und meldet das dem Nutzer, statt umzurechnen – ein umgerechneter Betrag im Kassenbuch wäre in der Rechnungslegung eine Behauptung ohne Beleg.

Das ist als bewusste Entscheidung dokumentiert und kein Wunsch nach einem Währungsfeld. Es steht hier nur, damit die Einschränkung nicht später für ein Versehen gehalten wird.


7. Der Betrag einer Buchung sollte positiv sein

Modell: Buchung.betragCent

Fachlich ist der Betrag immer positiv; die Richtung steht in richtung. Ein negativer Betrag bei richtung = AUSGABE würde die Vorzeichen zweimal drehen und die Summen still verfälschen. Die Anwendung prüft das beim Speichern (betragFeld({ nurPositiv: true })), in der Datenbank ist es nicht abgesichert. Ein Check-Constraint über Roh-SQL wäre die Ergänzung:

ALTER TABLE buchung ADD CONSTRAINT buchung_betrag_positiv CHECK (betrag_cent > 0);

Vor einer solchen Migration müssten Altdaten geprüft werden.