Ausschliesslich Zeilenenden. Nachgewiesen mit "git diff --cached --ignore-cr-at-eol": Der Diff ist leer, es hat sich kein Zeichen Inhalt geaendert. Deshalb ein eigener Commit: 7448 geaenderte Zeilen in einem Commit mit echten Aenderungen zu verstecken, macht die Historie an dieser Stelle unlesbar. So laesst er sich beim Durchsehen ueberspringen. Refs #26
8.9 KiB
Schema-Wünsche aus Etappe 5 „Behörde“
Das Schema wurde nicht angefasst. Was beim Bauen des Sozialhilfemoduls gefehlt hat, steht hier — nach Dringlichkeit sortiert, jeweils mit dem Behelf, der jetzt an seiner Stelle steht.
1. Heimkostenmonat: Kostenseite und Deckungsseite überschneiden sich — wichtig
Dieselbe Sache wie Punkt 1 in docs/schema-wuensche/dashboard.md, hier aus
Sicht des Moduls, das die Gegenüberstellung baut.
Das Problem. pflegeEigenanteilCent heißt „einrichtungseinheitlicher
Eigenanteil". Der ist definitionsgemäß schon um die Pauschale der
Pflegekasse nach § 43 Abs. 2 SGB XI gekürzt. Steht in derselben Zeile
zusätzlich pflegekasseCent als Deckung, wird dasselbe Geld zweimal
gezählt — die Deckungslücke fällt um die Pauschale zu klein aus, bei
Pflegegrad 3 um 1.319 Euro im Monat.
Was ich entschieden habe. Dieses Modul rechnet in der Lesart
EIGENANTEIL_NETTO (siehe Kopfkommentar in
src/lib/sozialhilfe/heimkosten.ts):
Bedarf = pflegeEigenanteil (netto, wie auf der Heimrechnung)
+ unterkunftVerpflegung + investitionskosten
+ ausbildungsumlage + zusatzleistungen
+ barbetrag + bekleidungspauschale
Deckung = leistungszuschlag + rente + sonstigeEinkuenfte
+ sozialhilfe + eigenmittel
Deckungslücke = Bedarf − Deckung
pflegekasseCent zählt nicht als Deckung. Der Wert wird als
pflegekasseNachrichtlichCent mitgeführt und angezeigt; ist er ungleich
null, gibt heimkostenAuswerten() einen Hinweis aus, der die
Doppelzählung erklärt. Das Formular belegt das Feld nicht mehr vor.
leistungszuschlagCent zählt dagegen sehr wohl als Deckung: Der
Zuschlag nach § 43c SGB XI mindert den Eigenanteil erst danach und steht
auf der Heimrechnung als eigene Abzugsposition.
Die Alternative — durchgängig den Bruttosatz erfassen — ist als Lesart
PFLEGESATZ_BRUTTO implementiert und getestet: Bei konsistenter Erfassung
kommen beide Lesarten auf dieselbe Deckungslücke. Benutzt wird sie in der
Oberfläche nicht, weil das Schema keinen Ort hat, um die Wahl zu
speichern.
Wunsch, in dieser Reihenfolge:
- Den Kommentar am Feld schärfen, damit die Lesart im Schema steht und nicht nur hier:
/// NETTO: der einrichtungseinheitliche Eigenanteil, wie er auf der
/// Heimrechnung steht - bereits um § 43 Abs. 2 SGB XI gekuerzt, noch
/// nicht um den Leistungszuschlag. pflegekasseCent zaehlt deshalb NICHT
/// als Deckung, sondern nur nachrichtlich.
pflegeEigenanteilCent BigInt @default(0)
- Wenn beide Lesarten gebraucht werden, ein Feld dafür — sonst muss jedes Modul raten, was in der Zeile steht:
enum Kostenlesart {
EIGENANTEIL_NETTO
PFLEGESATZ_BRUTTO
}
lesart Kostenlesart @default(EIGENANTEIL_NETTO)
- Alternativ ein
heimrechnungGesamtCent, das schlicht den Rechnungsbetrag trägt; die Aufteilung wäre dann nur noch informativ und die Summe könnte gegen sie geprüft werden.
Verabredung bis dahin: Wer Heimkostenmonat schreibt — dieses Modul,
das Dashboard, ein Import — trägt als pflegeEigenanteilCent den Netto-
Eigenanteil ein und lässt pflegekasseCent auf 0.
2. Nachforderung.checklistenSchluessel — wichtig
/// Stabiler Schluessel aus src/lib/sozialhilfe/checkliste.ts.
/// Verhindert Dubletten beim erneuten Uebernehmen der Standardunterlagen.
checklistenSchluessel String?
@@unique([antragId, checklistenSchluessel])
Warum: ausCheckliste: Boolean merkt sich nur dass eine Zeile aus der
Checkliste kam, nicht welche Position. Um beim zweiten Aufruf des Panels
nicht dieselbe Unterlage noch einmal anzulegen, vergleicht
nochNichtUebernommen() derzeit über die Bezeichnung (kleingeschrieben,
getrimmt). Das reicht, solange niemand die Bezeichnung ändert — tut er es,
entsteht beim nächsten Übernehmen eine Dublette.
Behelf: Vergleich über die Bezeichnung in
src/lib/sozialhilfe/checkliste.ts und in checklisteUebernehmen().
3. Rückkaufswert am Vertrag — wichtig
model Vertrag {
// ...
rueckkaufswertCent BigInt?
rueckkaufswertStichtag DateTime? @db.Date
}
Warum: Die Bewertungsansicht stellt Vermögensposten und Verträge
nebeneinander. Ein Vermögensposten trägt seinen Wert über Wertstand,
ein Vertrag hat gar kein Wertfeld — nur beitragCent, und das ist die
Prämie, nicht der Wert. Verträge erscheinen deshalb ohne Betrag, und die
Summe „verwertbar“ ist unvollständig, solange nicht zu jeder Versicherung
zusätzlich ein Vermögensposten angelegt wurde.
Für das Sozialhilfeverfahren ist genau dieser Wert der entscheidende: Der Träger fragt nach Rückkaufswerten, nicht nach Versicherungssummen.
Behelf: Die Bewertungsansicht zeigt nur Verträge, die überhaupt einen
Wert haben können (MIT_RUECKKAUFSWERT aus
src/lib/vertraege/konstanten.ts), und markiert sie mit „Wert noch nicht
ermittelt“. Wer den Betrag braucht, legt zusätzlich einen
Vermoegensposten mit vertragId und einem Wertstand an — dann wird der
Vertrag in der Liste ausgeblendet, damit die Summe nicht doppelt zählt.
4. Bescheid.rechtsbehelfsbelehrungVorhanden — mittel
/// Ausdrueckliche Einschaetzung, nicht aus der Fristlaenge abgeleitet.
rechtsbehelfsbelehrungVorhanden Boolean @default(true)
rechtsbehelfsbelehrungBemerkung String?
Warum: Ob die Jahresfrist des § 66 Abs. 2 SGG gilt, ist eine bewusste
Einschätzung mit Begründung („die Belehrung nennt die falsche Behörde“).
Derzeit wird sie aus rechtsbehelfsfristMonate === 12 zurückgeschlossen —
das trägt, verliert aber die Begründung, und die bräuchte man genau dann,
wenn man sich im Widerspruchsverfahren darauf beruft.
Behelf: belehrungZuMonaten() in
src/lib/sozialhilfe/rechtsbehelf.ts. Die Begründung gehört bis auf
Weiteres in notizenVerschluesselt.
5. Bescheid.widerspruchFristId → Frist — mittel
widerspruchFristId String? @unique
widerspruchFrist Frist? @relation(fields: [widerspruchFristId], references: [id], onDelete: SetNull)
Warum: Die angelegte Frist „Widerspruch möglich bis“ wird derzeit über
Frist.systemSchluessel = "sozialhilfe-widerspruch-<bescheidId>" gefunden.
Das funktioniert (@@unique([betreuteId, systemSchluessel]) trägt es), ist
aber eine Verknüpfung über eine zusammengesetzte Zeichenkette. Ein echter
Fremdschlüssel wäre sauberer und ließe die Frist beim Löschen des Bescheids
mitziehen. Dasselbe gilt für
"sozialhilfe-nachforderung-<nachforderungId>".
Behelf: systemSchluessel mit festem Präfix, upsert statt create.
6. Heimkostenmonat — Feld für die tatsächliche Zahlung — mittel
/// Was tatsaechlich vom Konto ging - fuer den Abgleich mit dem Bescheid.
gezahltCent BigInt?
gezahltAm DateTime? @db.Date
rechnungsnummer String?
Warum: Die Gegenüberstellung rechnet Bedarf gegen Deckung. Was tatsächlich abgebucht wurde, steht nirgends — und genau die Differenz zwischen „laut Bescheid“ und „tatsächlich abgebucht“ ist der Anlass, beim Träger nachzufragen.
Behelf: bemerkung.
7. Heimkostenmonat.abwesenheitsminderungCent — klein
/// Tatsaechliche Minderung laut Heimrechnung, nicht die Schaetzung.
abwesenheitsminderungCent BigInt @default(0)
Warum: abwesenheitstage ist da, die Wirkung schätzt
abwesenheitSchaetzen() nach dem Rahmenvertrag (drei Karenztage, danach
25 % auf Pflegeanteil sowie Unterkunft und Verpflegung). Was die
Einrichtung wirklich abgezogen hat, steht auf der Rechnung und ließe sich
nicht festhalten.
Behelf: Die Schätzung wird ausdrücklich als Schätzung ausgewiesen und neben die erfasste Lücke gestellt, nicht in sie hineingerechnet.
8. Leistung.wiederholungsfristMonat/-tag — klein
/// Fuer jaehrlich zu wiederholende Antraege: Stichtag im Jahr.
antragsschlussMonat Int?
antragsschlussTag Int?
Warum: jaehrlichNeuBeantragen: Boolean sagt, dass wiederholt werden
muss, nicht bis wann. Beim Landespflegegeld ist der 31.12. eine
Ausschlussfrist — daraus ließe sich automatisch eine Frist ableiten,
statt sie von Hand anzulegen.
Behelf: antragsschluss als Text im Katalog
(src/lib/sozialhilfe/leistungskatalog.ts) und ein Hinweis in der
Oberfläche. Die Fristableitung übernimmt pflichtfristenAbleiten() mit
landespflegegeld-<jahr> (siehe docs/SCHNITTSTELLEN.md).
9. Nachforderung.notizenVerschluesselt — klein
Warum: erlaeuterung und begruendungNichtVorhanden liegen im
Klartext. Beides ist meist harmlos („Grundbuchauszug beim Amtsgericht
angefordert“), kann aber Gesundheits- oder Vermögensangaben enthalten
(„Rückkaufswert 12.480 Euro, Police verpfändet“). Wäre mindestens die
Begründung verschlüsselt, wäre das konsequenter zum Rest des Schemas.
Behelf: keiner. Die Felder werden benutzt, wie sie sind. Falls sie
verschlüsselt werden sollen, gehört Nachforderung in
VERSCHLUESSELTE_FELDER in src/lib/crypto/feld.ts.