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betreuungs-cockpit/scripts/wiederherstellung.sh
T
Florian Wilde 3833a9dd8f docs: README, Datenschutztexte, Dockerfile und Sicherungsskripte
Damit ist Etappe 1 abgeschlossen und betriebsfertig dokumentiert.

README mit beiden Betriebswegen. Docker Compose auf eigenem Server ist
der Hauptweg; Vercel und Neon sind vollstaendig beschrieben, aber mit
einer klaren Begruendung, warum ich davon abrate: beide Anbieter sind
US-Unternehmen und unterliegen auch bei EU-Region potenziell dem
CLOUD-Act. Bei Gesundheitsdaten einer nicht entscheidungsfaehigen Person
ist das eine Abwaegung, die man bewusst treffen muss.

Reverse-Proxy-Beispiele fuer Caddy, nginx und Traefik - der Proxy selbst
ist nicht Teil des Compose-Setups, weil er auf dem Zielserver schon
steht. Die Datenbank hat keine Portfreigabe.

Sicherung: pg_dump schreibt direkt in die Verschluesselung, der Klartext
landet nie auf der Platte. Danach eine Selbstpruefung - laesst sich die
Datei nicht wieder entschluesseln, endet der Lauf mit Fehler statt mit
einem stillen Scheinerfolg. Der jeweils erste Stand eines Monats bleibt
dauerhaft stehen.

Die README sagt ausdruecklich, was das Backup NICHT enthaelt: den
Schluessel ENC_KEY_V1 und die Dateien im Objektspeicher. Dazu eine
Anleitung, die Wiederherstellung einmal im Jahr zu ueben - mit dem
letzten Schritt, in der Anwendung nachzusehen, ob die Diagnosen im
Klartext erscheinen. Erst dann stimmt nicht nur die Datenbank, sondern
auch der Schluessel.

Verarbeitungsverzeichnis und Datenschutzhinweise als ausfuellbare
Textbausteine. Die Hinweise sind in einfacher Sprache geschrieben - sie
sollen der betreuten Person vorgelesen werden koennen. Die Seite
/datenschutz liest denselben Text aus docs/, damit es nicht zwei
Fassungen gibt, die auseinanderlaufen.

Dockerfile in drei Stufen mit Tesseract, deutschen Sprachdaten und
poppler-utils. Zeitzone Europe/Berlin ist gesetzt - ohne sie rechnet der
Server in UTC und verschiebt Fristen um einen Tag.

Etappe: 1
Phase: Fundament
2026-08-22 02:35:08 +02:00

101 lines
3.5 KiB
Bash

#!/bin/sh
# =============================================================================
# Sicherung zurueckspielen
# =============================================================================
#
# docker compose exec sicherung /bin/sh /wiederherstellung.sh /backups/cockpit_2026-08-22_0315.dump.enc
#
# Das Skript spielt eine verschluesselte Sicherung zurueck. Es fragt
# ausdruecklich nach, weil dabei der aktuelle Datenbestand ueberschrieben
# wird.
#
# ZWEI DINGE, DIE MAN VORHER WISSEN MUSS:
#
# 1. Die Sicherung enthaelt die anwendungsseitig verschluesselten Felder,
# aber NICHT den Schluessel. Ohne den passenden ENC_KEY_Vn aus der .env
# bleiben Diagnosen, IBANs, Versicherungsnummern und Notizen unlesbar -
# die Datenbank ist dann zwar da, aber halb blind.
#
# 2. Ein Backup, das nie zurueckgespielt wurde, ist kein Backup. Probiere
# das hier einmal im Jahr auf einer Testdatenbank aus, bevor du es im
# Ernstfall zum ersten Mal brauchst. Siehe README, Abschnitt
# "Wiederherstellung ueben".
# =============================================================================
set -eu
DATEI="${1:-}"
if [ -z "$DATEI" ]; then
echo "Aufruf: $0 <pfad-zur-sicherung.dump.enc>" >&2
echo "" >&2
echo "Vorhandene Sicherungen:" >&2
ls -lh "${SICHERUNG_ZIEL:-/backups}"/cockpit_*.dump.enc 2>/dev/null >&2 || echo " keine gefunden" >&2
exit 1
fi
if [ ! -f "$DATEI" ]; then
echo "FEHLER: $DATEI gibt es nicht." >&2
exit 1
fi
if [ -z "${SICHERUNG_PASSWORT:-}" ]; then
echo "FEHLER: SICHERUNG_PASSWORT ist nicht gesetzt." >&2
exit 1
fi
# --- Pruefsumme -------------------------------------------------------------
if [ -f "$DATEI.sha256" ]; then
echo "Pruefsumme wird geprueft ..."
if sha256sum -c "$DATEI.sha256" >/dev/null 2>&1; then
echo " in Ordnung."
else
echo "FEHLER: Die Pruefsumme stimmt nicht. Die Datei ist beschaedigt." >&2
exit 1
fi
else
echo "WARNUNG: Keine Pruefsummendatei gefunden - es wird ungeprueft fortgefahren."
fi
# --- Sicherheitsabfrage ------------------------------------------------------
echo ""
echo "Es wird zurueckgespielt nach:"
echo " Datenbank: ${PGDATABASE:-?} auf ${PGHOST:-?}"
echo " Aus Datei: $DATEI"
echo ""
echo "DER AKTUELLE DATENBESTAND WIRD DABEI UEBERSCHRIEBEN."
echo ""
if [ "${SICHERUNG_OHNE_RUECKFRAGE:-}" != "ja" ]; then
printf "Zum Fortfahren bitte JA eingeben: "
read -r antwort
if [ "$antwort" != "JA" ]; then
echo "Abgebrochen."
exit 1
fi
fi
# --- Zurueckspielen ----------------------------------------------------------
echo ""
echo "$(date -Iseconds) Wiederherstellung beginnt ..."
# --clean --if-exists raeumt vorhandene Objekte ab, bevor sie neu angelegt
# werden. --no-owner, weil der Eigentuemer auf einem anderen Server anders
# heissen kann.
openssl enc -d -aes-256-cbc -pbkdf2 -iter 200000 \
-pass env:SICHERUNG_PASSWORT -in "$DATEI" \
| pg_restore --clean --if-exists --no-owner --no-privileges \
--dbname="${PGDATABASE:-postgres}" --exit-on-error
echo "$(date -Iseconds) Wiederherstellung abgeschlossen."
echo ""
echo "Naechste Schritte:"
echo " 1. Die SQL-Skripte erneut ausfuehren (Volltextsuche und Audit-Schutz):"
echo " docker compose exec app npm run db:sql"
echo " 2. Pruefen, ob ENC_KEY_V1 in der .env zu diesem Bestand passt -"
echo " ohne den richtigen Schluessel bleiben die verschluesselten"
echo " Felder unlesbar."
echo " 3. In der Anwendung eine betreute Person oeffnen und nachsehen, ob"
echo " die Diagnosen im Klartext erscheinen. Erst dann ist die"
echo " Wiederherstellung wirklich gelungen."