Inhalte: Wochen 13 bis 16

- Woche 13 Linux-Grundlagen (B3, A6, LF9)
- Woche 14 Betrieb und Ueberwachung (A8, A5, LF11)
- Woche 15 Serviceanfragen bearbeiten (A1, A2, A5, LF6)
- Woche 16 Vorbereitung auf Teil 1 (C3, C4, A10, LF2, LF5)

12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten,
2 Lernzielkontrollen und eine Probepruefung Teil 1 (90 Minuten,
100 Punkte, eine durchgehende Fallsituation). Alle Rechenbeispiele
nachgerechnet.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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Florian Wilde
2026-10-05 06:33:31 +02:00
co-authored by Claude Opus 5.5
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id: "13.1"
titel: Einen Linux-Server grundlegend einrichten und absichern
woche: 13
block: system
ziel: Du richtest auf dem Testhost einen Linux-Server ein, sicherst den Fernzugang ab, stellst einen Webserver als Dienst bereit und weist nach, dass nur erreichbar ist, was erreichbar sein soll.
zeitrahmen: 6 Stunden
rahmenplan: [B3, A6, B1, A5]
lernfeld: LF9
material:
- Testhost aus Praxisaufgabe 9.1 und ein Installationsabbild von Debian oder Ubuntu Server
- Ein eigener Rechner mit SSH-Client
- Checkliste „Linux-Server grundlegend einrichten"
kriterien:
- Die VM ist nach Handout V3 geplant und dokumentiert
- Es gibt einen persönlichen Benutzer mit sudo-Recht, gearbeitet wird nicht als root
- Die Anmeldung per SSH geht nur mit Schlüssel, root kann sich nicht direkt anmelden – nachgewiesen durch einen fehlschlagenden Versuch
- Automatische Sicherheitsupdates sind eingerichtet
- Die Firewall lässt nur SSH und HTTP zu, ss -tlnp bestätigt, dass nichts Unerwartetes lauscht
- nginx läuft als Dienst, startet nach einem Neustart von selbst und liefert eine eigene Testseite aus
- Ein absichtlich herbeigeführter Fehler in der nginx-Konfiguration wurde mit journalctl gefunden und behoben
---
## Auftrag
1. **Planen und installieren:** VM nach Handout V3 planen, Debian oder Ubuntu Server
installieren, nur das Grundsystem und den SSH-Server auswählen.
2. **Benutzer:** persönlichen Benutzer anlegen und in die Gruppe `sudo` aufnehmen.
3. **Schlüssel:** Schlüsselpaar auf deinem Rechner erzeugen, öffentlichen Schlüssel
hinterlegen, Anmeldung testen.
4. **SSH absichern:** root-Anmeldung und Passwort-Anmeldung abschalten. Zweite Sitzung offen
lassen und testen, bevor du die erste schließt.
5. **Aktualisieren:** alle Updates einspielen, automatische Sicherheitsupdates einrichten.
6. **Firewall:** nur SSH und HTTP freigeben, mit `ss -tlnp` gegenprüfen.
7. **Webserver:** nginx installieren, eine eigene Testseite unter `/var/www/html` ablegen,
Neustart des Servers, prüfen, ob die Seite wieder da ist.
8. **Fehlersuche üben:** Baue einen Tippfehler in die nginx-Konfiguration ein, starte nginx neu,
finde die Ursache mit `systemctl status` und `journalctl`, behebe sie. Halte die Meldung fest.
## Worauf es ankommt
Der Nachweis, dass die root-Anmeldung und die Anmeldung per Passwort **scheitern**, gehört
dazu. Eine Einstellung in der Konfigurationsdatei ist erst dann wirksam, wenn der Dienst sie
geladen hat – und das zeigt nur der Versuch.
## Zeit
Sechs Stunden. Wenn du dich ausgesperrt hast, kommst du über die Konsole des Hypervisors
wieder hinein – genau dafür gibt es sie.
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id: "14.1"
titel: Eine Überwachung für drei Systeme einrichten
woche: 14
block: system
ziel: Du richtest für drei Systeme der Testumgebung eine Überwachung mit begründeten Schwellwerten ein, legst fest, wer bei welchem Alarm was tut, und weist mit einem absichtlich herbeigeführten Ausfall nach, dass der Alarm ankommt.
zeitrahmen: 6 Stunden
rahmenplan: [A8, A5, B3]
lernfeld: LF11
material:
- Zugang zum Überwachungssystem des Betriebs oder eine Test-Installation (z. B. Checkmk, Zabbix oder Uptime Kuma)
- Testserver aus den Praxisaufgaben 9.1 und 13.1 sowie ein Testclient
- Ein Postfach oder Kanal, an den Alarme gehen dürfen
kriterien:
- Für jedes System sind mindestens vier Prüfungen eingerichtet, darunter Erreichbarkeit und Plattenplatz
- Jede Prüfung hat Schwellen für Warnung und kritisch, mit Begründung
- Für jeden kritischen Alarm ist eine Handlung und ein Empfänger festgelegt
- Ein absichtlicher Ausfall (Dienst gestoppt) hat einen Alarm ausgelöst, die Zeit bis zum Eingang ist gemessen
- Nach Behebung meldet die Überwachung die Entwarnung
- Es ist beschrieben, wie auffällt, dass die Überwachung selbst ausgefallen ist
- Die Einrichtung ist dokumentiert
---
## Auftrag
1. **Auswählen:** Nimm den Windows-Testserver, den Linux-Server und einen Testclient.
2. **Prüfungen festlegen:** Was muss je System überwacht werden? Nutze die Übersicht aus Handout
S9 als Ausgangspunkt, aber übernimm sie nicht blind – ein Client braucht anderes als ein
Server.
3. **Schwellen begründen:** Schreib zu jeder Schwelle einen Satz, warum sie dort liegt.
4. **Handlungen festlegen:** Wer bekommt welchen Alarm, und was tut er dann? Ein Alarm ohne
Handlung ist keiner.
5. **Einrichten** im Überwachungssystem.
6. **Testen:** Stoppe einen überwachten Dienst. Miss die Zeit, bis der Alarm ankommt. Starte den
Dienst wieder und prüfe die Entwarnung.
7. **Die Überwachung überwachen:** Beschreibe, woran ihr merkt, dass das Überwachungssystem
selbst ausgefallen ist.
## Worauf es ankommt
Weniger ist mehr. Zwanzig Prüfungen je System sehen gründlich aus und erzeugen nach einer
Woche so viele Meldungen, dass niemand mehr hinschaut. Gesucht sind die Prüfungen, bei denen
ein Alarm tatsächlich bedeutet: Jetzt muss jemand etwas tun.
## Zeit
Sechs Stunden. Vor dem Test kurz ankündigen, dass gleich ein Alarm kommt – sonst sucht jemand
anderes die Ursache.
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id: "15.1"
titel: Eine Woche im ersten Level
woche: 15
block: arbeitsalltag
ziel: Du übernimmst unter Aufsicht den ersten Level im Ticketsystem, ordnest jedes Ticket nach Art und Priorität ein, erkennst ein wiederkehrendes Problem und schreibst zwei Wissensartikel.
zeitrahmen: Montag bis Donnerstag, jeweils vormittags
rahmenplan: [A1, A2, A5, A7]
lernfeld: LF6
material:
- Zugang zum Ticketsystem mit Bearbeitungsrecht im ersten Level
- Prioritätenmatrix und Zielzeiten des Betriebs (oder die aus Handout A11)
- Zugang zur Wissensdatenbank
kriterien:
- Mindestens 15 Tickets sind nach Art (Störung, Serviceanfrage) und Priorität eingeordnet, jeweils mit einem Satz Begründung
- Die Einordnungen sind mit dem Ausbilder abgeglichen, Abweichungen besprochen
- Jede Eskalation an den zweiten Level enthält alle Angaben, sodass keine Rückfrage nötig war
- Die Nutzer wurden bei längerer Bearbeitung von sich aus über den Stand informiert
- Mindestens ein wiederkehrendes Muster ist als Problem mit verknüpften Tickets angelegt
- Zwei Wissensartikel nach dem Aufbau aus Handout A12 liegen in der Wissensdatenbank
---
## Auftrag
An vier Vormittagen bist du der erste Ansprechpartner für neue Tickets – der Ausbilder oder ein
Kollege aus dem zweiten Level sitzt daneben oder ist erreichbar.
1. **Annehmen:** Jedes neue Ticket lesen, bei Bedarf beim Melder nachfragen, bis die Angaben
aus Handout A1 vollständig sind.
2. **Einordnen:** Art und Priorität festlegen und in einem Satz begründen.
3. **Lösen oder eskalieren:** Was du lösen kannst, löst du. Was nicht, gibst du vollständig an
den zweiten Level weiter.
4. **Informieren:** Melde dich bei Nutzern, deren Ticket länger dauert, bevor sie nachfragen.
5. **Muster erkennen:** Sammle Tickets, die sich ähneln. Lege für ein Muster ein Problem an.
6. **Aufschreiben:** Für zwei Lösungen, die du in dieser Woche gebraucht hast, schreibst du einen
Wissensartikel.
7. **Abgleichen:** Am Ende jedes Vormittags gehst du deine Einordnungen mit dem Ausbilder durch.
## Worauf es ankommt
Die Begründung der Priorität ist wichtiger als die Priorität selbst. Wer begründen kann, warum
der Bildschirm der Geschäftsführung nach dem Lagerdrucker kommt, hat das Prinzip verstanden – und
kann es dem Geschäftsführer auch erklären.
## Zeit
Vier Vormittage. Nachmittags laufen die übrigen Inhalte der Woche.
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id: "16.1"
titel: Drei Arbeitsplätze nach Ergonomie und Energie bewerten
woche: 16
block: hardware
ziel: Du prüfst drei Bildschirmarbeitsplätze auf ergonomische Mängel, misst ihren Stromverbrauch, rechnest die Jahreskosten hoch und legst eine begründete Empfehlung mit Kosten vor.
zeitrahmen: 5 Stunden
rahmenplan: [C3, C4, A3, A2]
lernfeld: LF2
material:
- Checkliste „Bildschirmarbeitsplatz prüfen"
- Eine Energiemessgerät-Steckdose
- Maßband
- Aktueller Strompreis des Betriebs (bei der Buchhaltung erfragen)
kriterien:
- An drei Arbeitsplätzen ist die Checkliste vollständig abgearbeitet, Mängel sind mit Foto oder Maß belegt
- Die Nutzer wurden nach Beschwerden gefragt, ihre Antworten sind festgehalten
- Der Verbrauch ist im Betrieb und im Leerlauf gemessen, nicht aus dem Datenblatt übernommen
- Die Jahreskosten sind nach der Formel aus Handout H5 nachvollziehbar berechnet
- Für jeden Mangel ist eine Maßnahme mit Kosten oder Aufwand vorgeschlagen
- Sofort behebbare Mängel (Bildschirmhöhe, Ausrichtung, Energiesparplan) sind mit Einverständnis der Nutzer behoben
---
## Auftrag
1. **Auswählen:** Drei Arbeitsplätze in verschiedenen Abteilungen, mit dem Einverständnis der
Personen, die dort arbeiten.
2. **Prüfen:** Checkliste abarbeiten, Maße nehmen, Mängel fotografieren.
3. **Fragen:** Haben die Nutzer Beschwerden – Nacken, Augen, Rücken, Handgelenke?
4. **Messen:** Mit der Messsteckdose Rechner und Bildschirme im Betrieb und im Leerlauf messen,
außerdem nach Feierabend, falls sie nicht ausgeschaltet werden.
5. **Rechnen:** Jahreskosten je Arbeitsplatz und hochgerechnet auf alle gleichartigen
Arbeitsplätze im Betrieb.
6. **Beheben, was sofort geht:** Bildschirm einstellen, Arbeitsplatz drehen, Energiesparplan
setzen.
7. **Empfehlen:** Was bleibt, mit Maßnahme, Kosten und Nutzen – auf einer Seite.
## Worauf es ankommt
Die Messung zählt, nicht das Datenblatt. Ein Rechner, der laut Hersteller 15 Watt im Leerlauf
braucht, kann mit einem schlecht eingestellten Energiesparplan das Dreifache aufnehmen. Und:
Die Aufgabe ist eine gute Übung für Teil 1 der Abschlussprüfung, in dem Ergonomie und
Energiekosten regelmäßig vorkommen.
## Zeit
Fünf Stunden. Die Messung nach Feierabend kann über Nacht laufen.
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id: 10-linux-server-einrichten
titel: Linux-Server grundlegend einrichten
block: system
worum: >-
Die Reihenfolge schützt vor dem Aussperren: erst der Benutzer, dann der
Schlüssel, dann testen, dann erst die Passwort-Anmeldung abschalten.
rahmenplan: [B3, A6]
lernfeld: LF9
mit_ticket: true
gruppen:
- id: vorbereiten
titel: Vorbereiten
schritte:
- id: v1
text: Zweck, Name, IP-Adresse und Verantwortlicher festgelegt
- id: v2
text: Konsolenzugang über den Hypervisor geprüft – der Notausgang, falls SSH nicht mehr geht
- id: durchfuehren
titel: Durchführen
schritte:
- id: d1
text: Grundsystem mit SSH-Server installiert, nichts Unnötiges ausgewählt
- id: d2
text: Alle Updates eingespielt, automatische Sicherheitsupdates eingerichtet
- id: d3
text: Persönlicher Benutzer angelegt und in die Gruppe sudo aufgenommen
- id: d4
text: Öffentlicher SSH-Schlüssel hinterlegt, Anmeldung mit Schlüssel getestet
- id: d5
text: In sshd_config root-Anmeldung und Passwort-Anmeldung abgeschaltet, Dienst neu geladen
- id: d6
text: In einer zweiten Sitzung erfolgreich angemeldet, bevor die erste geschlossen wurde
- id: d7
text: Firewall eingerichtet, nur benötigte Dienste freigegeben
- id: d8
text: Zeitzone und Zeitsynchronisation geprüft
- id: pruefen
titel: Prüfen
schritte:
- id: p1
text: Anmeldung als root per SSH schlägt fehl
- id: p2
text: Anmeldung per Passwort schlägt fehl
- id: p3
text: ss -tlnp zeigt nur die erwarteten Dienste
- id: p4
text: Nach einem Neustart laufen alle Dienste wieder
- id: abschliessen
titel: Abschließen
schritte:
- id: a1
text: Server in Sicherung und Überwachung aufgenommen
- id: a2
text: Dokumentation mit Name, Adresse, Diensten und Zugängen abgelegt
- id: a3
text: Ticket geschlossen mit tatsächlichem Aufwand
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id: 11-aenderung-durchfuehren
titel: Änderung planen und durchführen
block: arbeitsalltag
worum: >-
Jede Änderung an einem laufenden System ist ein Risiko. Die Liste sorgt
dafür, dass vorher feststeht, wie man zurückkommt – nicht erst, wenn es
nötig wird.
rahmenplan: [A5, A8, A1]
lernfeld: LF6
mit_ticket: true
gruppen:
- id: vorbereiten
titel: Vorbereiten
schritte:
- id: v1
text: Änderung beschrieben – was, warum, welche Systeme und Nutzer betroffen sind
- id: v2
text: Risiko eingeschätzt und Art der Änderung festgelegt (Standard, normal, Notfall)
- id: v3
text: Rückweg geplant und, wo möglich, vorher getestet
- id: v4
text: Aktuelle Sicherung oder Snapshot der betroffenen Systeme vorhanden
- id: v5
text: Freigabe durch die zuständige Person eingeholt
- id: v6
text: Zeitpunkt festgelegt und den Betroffenen angekündigt
- id: durchfuehren
titel: Durchführen
schritte:
- id: d1
text: Änderung nach Plan umgesetzt, Abweichungen sofort notiert
- id: d2
text: Bei unerwartetem Verhalten nach festgelegter Zeit abgebrochen und Rückweg genutzt
- id: pruefen
titel: Prüfen
schritte:
- id: p1
text: Ziel der Änderung erreicht und nachgewiesen
- id: p2
text: Betroffene Dienste funktionieren, Stichprobe bei einem Nutzer
- id: p3
text: Überwachung zeigt keine neuen Auffälligkeiten
- id: abschliessen
titel: Abschließen
schritte:
- id: a1
text: Dokumentation und Netzplan bzw. Konfigurationsübersicht aktualisiert
- id: a2
text: Snapshots aus der Änderung entfernt
- id: a3
text: Abschluss den Betroffenen mitgeteilt
- id: a4
text: Ticket geschlossen mit Ergebnis, Abweichungen und tatsächlichem Aufwand
@@ -0,0 +1,61 @@
id: 12-bildschirmarbeitsplatz-pruefen
titel: Bildschirmarbeitsplatz prüfen
block: hardware
worum: >-
Gemessen wird an der Person, die dort arbeitet, nicht am Möbelkatalog. Erst
einstellen lassen, dann prüfen – viele Mängel sind nur falsch eingestellte
Möbel.
rahmenplan: [C3, C4]
lernfeld: LF2
mit_ticket: false
gruppen:
- id: vorbereiten
titel: Vorbereiten
schritte:
- id: v1
text: Termin mit der Person vereinbart, die dort arbeitet, und Zweck erklärt
- id: v2
text: Nach Beschwerden gefragt – Nacken, Augen, Rücken, Handgelenke
- id: durchfuehren
titel: Durchführen
schritte:
- id: d1
text: Oberste Bildschirmzeile auf oder knapp unter Augenhöhe
- id: d2
text: Abstand zum Bildschirm etwa eine Armlänge
- id: d3
text: Blickrichtung parallel zum Fenster, keine Spiegelungen oder Blendung
- id: d4
text: Hauptbildschirm direkt vor dem Körper, zwei Bildschirme gleich hoch
- id: d5
text: Füße flach auf dem Boden, Oberschenkel etwa waagerecht
- id: d6
text: Unterarme bei lockeren Schultern etwa waagerecht auf Tischhöhe
- id: d7
text: Tastatur und Maus vor dem Körper, Maus direkt neben der Tastatur
- id: d8
text: Notebook nur mit externem Bildschirm, Tastatur und Maus im Dauerbetrieb
- id: d9
text: Energiesparplan aktiv, Bildschirm schaltet bei Abwesenheit ab
- id: d10
text: Kabel geordnet, keine Stolperfallen, keine Mehrfachsteckdosen hintereinander
- id: pruefen
titel: Prüfen
schritte:
- id: p1
text: Mängel mit Foto oder Maß belegt
- id: p2
text: Mit der Person besprochen, ob die Einstellungen nach der Änderung angenehm sind
- id: abschliessen
titel: Abschließen
schritte:
- id: a1
text: Sofort behebbare Mängel behoben
- id: a2
text: Bleibende Mängel mit Vorschlag an die zuständige Stelle gemeldet
- id: a3
text: Auf die Angebotsvorsorge für die Augen hingewiesen, falls Beschwerden bestehen
+137
View File
@@ -538,3 +538,140 @@
Reaktionszeit, Wiederherstellungszeit und Verfügbarkeit. 99,9 Prozent Reaktionszeit, Wiederherstellungszeit und Verfügbarkeit. 99,9 Prozent
Verfügbarkeit erlauben knapp neun Stunden Ausfall im Jahr. Verfügbarkeit erlauben knapp neun Stunden Ausfall im Jahr.
siehe_auch: [RTO] siehe_auch: [RTO]
# --- Woche 13: Linux-Grundlagen --------------------------------------------
- begriff: SSH
steht_fuer: Secure Shell
erklaerung: >-
Ein verschlüsselter Fernzugang zur Kommandozeile eines Rechners, üblich für
Linux-Server und Netzwerkgeräte. Sicher betrieben wird er mit Schlüsseln statt
Passwörtern.
- begriff: sudo
erklaerung: >-
Ein Befehl, mit dem ein berechtigter Benutzer unter Linux einen einzelnen
Befehl mit Administratorrechten ausführt. Jeder Aufruf wird protokolliert.
- begriff: systemd
formen: [systemctl, journalctl]
erklaerung: >-
Der Dienst, der auf den meisten Linux-Systemen alle anderen Dienste startet und
verwaltet. Mit systemctl steuert man Dienste, mit journalctl liest man ihre
Protokolle.
# --- Woche 14: Betrieb und Überwachung -------------------------------------
- begriff: NTP
steht_fuer: Network Time Protocol
erklaerung: >-
Das Verfahren, mit dem Rechner ihre Uhrzeit über das Netz abgleichen. Ohne
übereinstimmende Uhren lassen sich Protokolle nicht vergleichen, und die
Anmeldung im Active Directory scheitert.
siehe_auch: [Kerberos]
- begriff: Kerberos
erklaerung: >-
Das Anmeldeverfahren im Active Directory. Es arbeitet mit zeitlich begrenzten
Tickets und lässt nur eine kleine Abweichung der Uhren zu, standardmäßig fünf
Minuten.
siehe_auch: [NTP, Active Directory]
- begriff: Patchday
erklaerung: >-
Der feste Termin, an dem Microsoft Sicherheitsupdates veröffentlicht – der
zweite Dienstag jedes Monats. Viele Betriebe richten ihren Update-Takt danach
aus.
siehe_auch: [End of Life]
- begriff: End of Life
formen: [End-of-Life, EOL]
erklaerung: >-
Der Zeitpunkt, ab dem ein Hersteller für ein Produkt keine Sicherheitsupdates
mehr liefert. Neue Lücken bleiben danach offen, das Produkt muss ersetzt werden.
siehe_auch: [Patchday]
# --- Woche 15: Serviceanfragen ---------------------------------------------
- begriff: ITIL
erklaerung: >-
Das verbreitetste Rahmenwerk für IT-Servicemanagement. Es beschreibt unter
anderem, wie Störungen, Serviceanfragen, Probleme und Änderungen
unterschieden und bearbeitet werden.
- begriff: Serviceanfrage
formen: [Serviceanfragen, Service Request]
erklaerung: >-
Die Bitte um eine vorgesehene Standardleistung, ohne dass etwas kaputt ist –
etwa ein neues Konto, eine Software aus dem Katalog oder ein Zugriffsrecht.
siehe_auch: [ITIL, Workaround]
- begriff: Workaround
formen: [Workarounds, Umgehungslösung]
erklaerung: >-
Eine Umgehung, mit der Nutzer weiterarbeiten können, obwohl die eigentliche
Ursache einer Störung noch nicht beseitigt ist.
siehe_auch: [ITIL]
- begriff: Eskalation
formen: [eskalieren, eskaliert]
erklaerung: >-
Die Weitergabe eines Tickets – funktional an eine Stelle mit mehr Fachwissen
oder hierarchisch an die Führungsebene, wenn Fristen oder Entscheidungen es
verlangen.
siehe_auch: [SLA]
# --- Woche 16: Vorbereitung auf Teil 1 -------------------------------------
- begriff: Arbeitsstättenverordnung
steht_fuer: ArbStättV
formen: [ArbStättV]
erklaerung: >-
Die Verordnung, die Anforderungen an Arbeitsstätten festlegt. Ihr Anhang Nr. 6
regelt die Bildschirmarbeitsplätze und hat 2016 die Bildschirmarbeitsverordnung
abgelöst.
siehe_auch: [Gefährdungsbeurteilung]
- begriff: Gefährdungsbeurteilung
formen: [Gefährdungsbeurteilungen]
erklaerung: >-
Die Pflicht des Arbeitgebers nach dem Arbeitsschutzgesetz, die Gefährdungen
an jedem Arbeitsplatz zu ermitteln und Maßnahmen dagegen festzulegen – auch
für Bildschirmarbeit.
siehe_auch: [Arbeitsstättenverordnung]
- begriff: DIN 66399
erklaerung: >-
Die Norm für die Vernichtung von Datenträgern. Sie unterscheidet drei
Schutzklassen und sieben Sicherheitsstufen; für personenbezogene Daten wird in
der Regel mindestens Stufe 3 angesetzt.
siehe_auch: [ElektroG, personenbezogene Daten]
- begriff: ElektroG
steht_fuer: Elektro- und Elektronikgerätegesetz
erklaerung: >-
Das Gesetz, das Rücknahme und Verwertung von Elektrogeräten regelt. Alte
Rechner, Bildschirme und Drucker gehören über Rücknahmestellen oder
zertifizierte Entsorger in die Verwertung, nicht in den Restmüll.
siehe_auch: [DIN 66399]
- begriff: Pseudocode
erklaerung: >-
Die Beschreibung eines Ablaufs in strukturierter Umgangssprache mit festen
Schlüsselwörtern wie WENN, SOLANGE und FÜR. Er ist an keine Programmiersprache
gebunden.
siehe_auch: [Struktogramm, Schreibtischtest]
- begriff: Struktogramm
formen: [Struktogramme, Nassi-Shneiderman-Diagramm]
erklaerung: >-
Die zeichnerische Darstellung eines Ablaufs als ineinander geschachtelte
Kästen für Folge, Verzweigung und Schleife, nach Nassi und Shneiderman.
siehe_auch: [Pseudocode]
- begriff: Schreibtischtest
formen: [Schreibtischtests]
erklaerung: >-
Das Durchspielen eines Algorithmus von Hand mit Beispielwerten, wobei nach jedem
Schritt die Werte aller Variablen in einer Tabelle festgehalten werden.
siehe_auch: [Pseudocode]
@@ -0,0 +1,65 @@
---
id: A10
titel: Störung, Anfrage, Problem, Änderung – vier Arten von Tickets
block: arbeitsalltag
woche: 15
worum: Nicht jedes Ticket ist eine Störung. Wer Störung, Serviceanfrage, Problem und Änderung auseinanderhält, löst schneller und lernt aus Wiederholungen.
rahmenplan: [A1, A5, A8]
lernfeld: LF6
merksatz: Die Störung wird behoben, das Problem wird gelöst. Jede Änderung wird geplant, freigegeben und hat einen Rückweg.
karten:
- frage: Was ist der Unterschied zwischen einer Störung (Incident) und einem Problem?
antwort: Eine Störung ist eine einzelne ungeplante Unterbrechung oder Beeinträchtigung – Ziel ist, den Nutzer schnell wieder arbeiten zu lassen. Ein Problem ist die Ursache hinter einer oder mehreren Störungen – Ziel ist, sie dauerhaft zu beseitigen.
- frage: Was ist eine Serviceanfrage (Service Request)?
antwort: Eine Bitte um eine vorgesehene Standardleistung, ohne dass etwas kaputt ist – etwa ein neues Konto, eine Softwareinstallation aus dem Katalog oder ein zurückgesetztes Passwort.
- frage: Was ist ein Workaround?
antwort: Eine Umgehungslösung, mit der der Nutzer weiterarbeiten kann, obwohl die eigentliche Ursache noch nicht beseitigt ist – etwa ein anderer Drucker, solange der Treiberfehler besteht.
- frage: Welche drei Arten von Änderungen unterscheidet man?
antwort: Standardänderungen sind vorab genehmigt, risikoarm und laufen nach festem Ablauf. Normale Änderungen werden einzeln geprüft und freigegeben. Notfalländerungen sind eilig und werden mit verkürzter Freigabe umgesetzt und nachträglich dokumentiert.
---
## Das Wesentliche
- **Störung (Incident):** Etwas funktioniert nicht oder schlechter als vorgesehen. Ziel ist,
den Betrieb **schnell** wiederherzustellen – notfalls mit einem Workaround.
- **Serviceanfrage (Service Request):** Nichts ist kaputt, jemand braucht eine vorgesehene
Leistung: neues Konto, Software, Zugriff, Gerät. Solche Anfragen laufen nach festen Abläufen
und lassen sich oft vorab genehmigen.
- **Problem:** die Ursache hinter einer oder mehreren Störungen. Drei Tickets mit „Outlook hängt
morgens" sind drei Störungen und vermutlich ein Problem. Ziel ist, die Ursache **dauerhaft**
zu beseitigen.
- **Bekannter Fehler (Known Error):** ein Problem mit bekannter Ursache und dokumentiertem
Workaround, dessen endgültige Lösung noch aussteht. Gehört in die Wissensdatenbank.
- **Änderung (Change):** alles, was an Systemen verändert wird. Jede Änderung hat ein Risiko –
deshalb wird sie beschrieben, bewertet, freigegeben, angekündigt und hat einen Rückweg.
- **Drei Arten von Änderungen:** Standard (vorab genehmigt, festgelegter Ablauf, etwa Arbeitsplatz
einrichten), normal (einzeln prüfen und freigeben), Notfall (sofort, Freigabe verkürzt,
Dokumentation danach).
- **Die Störung schließt man, wenn der Nutzer wieder arbeiten kann** – nicht erst, wenn die
Ursache gefunden ist. Die Ursache verfolgt man im Problem weiter.
- **Begriffe nach ITIL**, dem verbreitetsten Rahmenwerk für IT-Servicemanagement. Man muss es
nicht vollständig einführen, um von seinen Begriffen zu profitieren.
## Übersicht
| Ticket | Art | Ziel |
|---|---|---|
| „Ich kann nicht drucken" | Störung | Nutzer wieder arbeitsfähig machen |
| „Ich brauche Zugriff auf die Ablage Einkauf" | Serviceanfrage | Leistung nach festem Ablauf erbringen |
| Zum fünften Mal diese Woche hängt der Druckserver | Problem | Ursache finden und beseitigen |
| Druckserver bekommt neuen Treiber | Änderung | geplant, freigegeben, mit Rückweg umsetzen |
## Prüfungsfrage
**Frage:** Im Laufe einer Woche gehen sieben Tickets ein, dass die Verbindung zum
Warenwirtschaftssystem morgens zwischen 8 und 9 Uhr abbricht. Beschreiben Sie, wie Sie mit
diesen Tickets umgehen.
**Antwort:** Jedes Ticket ist zunächst eine Störung, die möglichst schnell behoben wird – etwa
durch einen Neustart der Anwendung oder einen Workaround wie das Arbeiten über eine andere
Verbindung. Weil sich die Störungen zur selben Zeit wiederholen, wird ein Problem angelegt und
mit den sieben Störungen verknüpft. Im Problem wird die Ursache gesucht, z. B. ein zeitgesteuerter
Vorgang wie eine Sicherung oder Anmeldespitzen am Morgen. Bis zur Lösung wird der Workaround als
bekannter Fehler in der Wissensdatenbank dokumentiert, damit der Support weitere Meldungen
schnell bedienen kann. Die endgültige Behebung – etwa die Verlegung der Sicherung – wird als
Änderung geplant, freigegeben und umgesetzt; danach wird das Problem geschlossen.
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---
id: A11
titel: Priorisieren und eskalieren – was zuerst, und wer übernimmt
block: arbeitsalltag
woche: 15
worum: Wer immer das lauteste Ticket zuerst bearbeitet, lässt die wichtigen liegen. Die Priorität ergibt sich aus Auswirkung und Dringlichkeit – nicht aus der Lautstärke.
rahmenplan: [A1, A2, A7]
lernfeld: LF6
merksatz: Priorität = Auswirkung × Dringlichkeit. Eskalieren ist keine Niederlage, sondern ein vereinbarter Weg.
karten:
- frage: Woraus ergibt sich die Priorität eines Tickets?
antwort: Aus der Auswirkung (wie viele Nutzer, wie wichtige Abläufe sind betroffen) und der Dringlichkeit (wie schnell entsteht Schaden, gibt es eine Umgehung). Beides wird eingestuft und in einer Matrix zur Priorität verknüpft.
- frage: Was ist der Unterschied zwischen funktionaler und hierarchischer Eskalation?
antwort: Funktional wird ein Ticket an eine Stelle mit mehr Fachwissen weitergegeben, etwa vom ersten an den zweiten Level. Hierarchisch wird die Führungsebene einbezogen, etwa wenn eine Frist zu reißen droht oder Ressourcen fehlen.
- frage: Was unterscheidet die Reaktionszeit von der Lösungszeit in einem SLA?
antwort: Die Reaktionszeit ist die Zeit bis zur ersten qualifizierten Rückmeldung an den Nutzer, die Lösungszeit die Zeit bis zur Wiederherstellung des Betriebs.
---
## Das Wesentliche
- **Auswirkung:** Wie viele sind betroffen, und wie wichtig ist, was nicht geht? Ein einzelner
Nutzer ist gering, eine Abteilung mittel, der ganze Betrieb oder ein Kernprozess hoch.
- **Dringlichkeit:** Wie schnell entsteht Schaden? Kann gar nicht gearbeitet werden, nur
eingeschränkt, oder gibt es eine Umgehung?
- **Priorität aus beidem**, nicht aus Gefühl, Lautstärke oder Rang des Anrufers. Der Drucker der
Geschäftsführung ist eine Störung mit geringer Auswirkung; die Kasse im Lager, an der zwanzig
Lieferungen hängen, nicht.
- **Prioritäten dürfen sich ändern.** Kommt heraus, dass mehr Nutzer betroffen sind, wird
hochgestuft – und das im Ticket vermerkt.
- **Level:** Der erste Level nimmt an, erfasst, löst Bekanntes. Der zweite Level bearbeitet, was
Fachwissen braucht. Der dritte Level sind Spezialisten oder der Hersteller.
- **Funktional eskalieren**, wenn das eigene Wissen nicht reicht – rechtzeitig, mit vollständigem
Ticket. **Hierarchisch eskalieren**, wenn eine Frist zu reißen droht oder Entscheidungen
nötig sind, die man selbst nicht treffen darf.
- **SLA:** Vereinbarte Reaktions- und Lösungszeiten je Priorität. Die Uhr läuft ab Eingang, nicht
ab dem Moment, in dem man das Ticket öffnet.
- **Den Nutzer informieren**, auch wenn es nichts Neues gibt. Ein Nutzer, der weiß, dass jemand
dran ist, ruft nicht dreimal an.
## Übersicht
| Auswirkung ↓ / Dringlichkeit → | hoch | mittel | gering |
|---|---|---|---|
| **hoch** | P1 kritisch | P2 hoch | P3 mittel |
| **mittel** | P2 hoch | P3 mittel | P4 gering |
| **gering** | P3 mittel | P4 gering | P4 gering |
Beispiel für Zielzeiten: P1 Reaktion 15 Minuten, Lösung 4 Stunden · P2 1 Stunde / 1 Arbeitstag ·
P3 4 Stunden / 3 Arbeitstage · P4 1 Arbeitstag / nach Absprache.
## Prüfungsfrage
**Frage:** Gleichzeitig gehen drei Tickets ein: (a) Der Geschäftsführer kann an seinem zweiten
Bildschirm nichts sehen. (b) Im Lager kann niemand Lieferscheine drucken, der LKW wartet.
(c) Eine Mitarbeiterin bittet um Installation eines neuen PDF-Programms. Priorisieren Sie mit
Begründung.
**Antwort:** (b) zuerst – hohe Auswirkung, weil ein Kernprozess (Versand) für alle im Lager
steht, und hohe Dringlichkeit, weil der wartende LKW unmittelbar Kosten verursacht: P1. (a) danach
– geringe Auswirkung (ein Nutzer, ein Teil seines Arbeitsplatzes) und mittlere Dringlichkeit, weil
er mit einem Bildschirm weiterarbeiten kann: P4, auch wenn der Melder ranghoch ist; eine kurze
Rückmeldung mit Zeitangabe ist trotzdem angebracht. (c) ist keine Störung, sondern eine
Serviceanfrage, die nach dem vorgesehenen Ablauf (Freigabe, Softwarekatalog) erledigt wird.
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id: A12
titel: Wissen festhalten – ein Wissensartikel, der wirklich hilft
block: arbeitsalltag
woche: 15
worum: Jede Störung, die zum zweiten Mal gelöst wird, hätte ein Wissensartikel beim ersten Mal verhindert. Gute Artikel sind kurz, auffindbar und aktuell.
rahmenplan: [A5, C5, A1]
lernfeld: LF6
merksatz: Symptom so, wie der Nutzer es sagt. Ursache, Lösung in Schritten, Gültigkeit, Stand. Wer etwas zum zweiten Mal löst, schreibt es auf.
karten:
- frage: Welche Teile gehören in einen Wissensartikel?
antwort: Das Symptom in den Worten des Nutzers samt Fehlermeldung, die Ursache, die Lösung in nummerierten Schritten, für welche Systeme und Versionen sie gilt, sowie Verfasser und Datum des letzten Stands.
- frage: Warum formuliert man das Symptom in den Worten des Nutzers?
antwort: Weil danach gesucht wird. Wer „Outlook fragt ständig nach dem Passwort" sucht, findet keinen Artikel mit dem Titel „Probleme mit der modernen Authentifizierung".
---
## Das Wesentliche
- **Wann schreiben?** Wer eine Lösung zum zweiten Mal braucht, schreibt sie auf. Bei jeder
Störung mit unklarer Ursache, sobald sie gefunden ist.
- **Titel = Symptom.** So, wie der Nutzer es am Telefon sagt, mit der Fehlermeldung im Wortlaut.
Danach wird gesucht.
- **Aufbau:** Symptom, betroffene Systeme und Versionen, Ursache, Lösung in nummerierten Schritten,
ggf. Workaround, Verfasser und Datum.
- **Eine Lösung, ein Artikel.** Ein Artikel „Alles zu Outlook" findet niemand und pflegt niemand.
- **Für wen?** Artikel für den Support dürfen Fachbegriffe und Befehle enthalten. Artikel für
Nutzer brauchen Bildschirmfotos und einfache Sprache.
- **Keine Zugangsdaten** in Wissensartikeln. Ein Verweis auf den Eintrag im Passwortmanager genügt.
- **Mit Tickets verknüpfen:** Im Ticket auf den Artikel verweisen, im Artikel auf Beispieltickets.
So sieht man, wie oft er gebraucht wird.
- **Pflegen:** Ein Artikel mit veralteter Lösung ist schlimmer als keiner. Wer einen Artikel nutzt
und ihn falsch findet, korrigiert ihn sofort oder meldet es.
## Übersicht
```
Titel: Outlook fragt nach jedem Start erneut nach dem Passwort
Gilt für: Outlook (Microsoft 365) unter Windows 11
Symptom: Anmeldefenster erscheint bei jedem Start, Passwort wird nicht gespeichert
Ursache: Beschädigter Eintrag in der Windows-Anmeldeinformationsverwaltung
Lösung: 1. Outlook schließen
2. Systemsteuerung → Anmeldeinformationsverwaltung → Windows-Anmeldeinformationen
3. Alle Einträge mit „MicrosoftOffice" entfernen
4. Outlook starten und einmal anmelden
Prüfen: Outlook schließen und erneut starten – keine Abfrage mehr
Stand: 2026-10-05, Ausbildung IT
Tickets: #4711, #4733
```
## Prüfungsfrage
**Frage:** Ihr Team beantwortet dieselben Fragen immer wieder neu, obwohl es ein Wiki gibt.
Nennen Sie drei mögliche Ursachen und je eine Maßnahme.
**Antwort:** (1) Die Artikel sind nicht auffindbar, weil die Titel technisch statt nach Symptom
formuliert sind – Titel nach den Worten der Nutzer und mit Fehlermeldung formulieren. (2) Die
Artikel sind veraltet, deshalb traut ihnen niemand – Datum und Verantwortlichen angeben und
beim Gebrauch prüfen und korrigieren. (3) Schreiben gehört nicht zum Ablauf – festlegen, dass beim
Schließen eines Tickets mit neuer Lösung ein Artikel angelegt oder verknüpft wird. Ebenfalls
richtig: zu lange Sammelartikel aufteilen, Artikel mit Tickets verknüpfen, Suche im Ticketsystem
statt in einem getrennten Wiki.
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id: H4
titel: Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz
block: hardware
woche: 16
worum: Wer einen Arbeitsplatz einrichtet, richtet ihn für acht Stunden am Tag und viele Jahre ein. Nacken, Augen und Handgelenke merken jeden Zentimeter, den der Bildschirm falsch steht.
rahmenplan: [C3, A2, A7]
lernfeld: LF2
merksatz: Oberkante auf Augenhöhe, eine Armlänge Abstand, seitlich zum Fenster. Füße flach, Arme im rechten Winkel. Und zwischendurch aufstehen.
karten:
- frage: Wie wird ein Bildschirm richtig aufgestellt?
antwort: Die oberste Zeile liegt auf oder leicht unter Augenhöhe, der Abstand beträgt etwa eine Armlänge (rund 50 bis 70 cm), und die Blickrichtung verläuft parallel zum Fenster, damit weder Spiegelungen noch Blendung entstehen.
- frage: Welche Vorschrift regelt die Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätze?
antwort: Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), Anhang Nr. 6. Sie hat 2016 die frühere Bildschirmarbeitsverordnung abgelöst. Der Arbeitgeber muss die Gefährdungen in einer Gefährdungsbeurteilung ermitteln.
- frage: Was muss der Arbeitgeber Beschäftigten an Bildschirmarbeitsplätzen zur Augenvorsorge anbieten?
antwort: Eine arbeitsmedizinische Angebotsvorsorge mit Untersuchung der Augen und des Sehvermögens. Ergibt sie, dass eine spezielle Sehhilfe für die Bildschirmarbeit nötig ist, muss der Arbeitgeber sie bezahlen.
---
## Das Wesentliche
- **Bildschirm:** Oberste Zeile auf oder knapp unter Augenhöhe, sodass der Blick leicht nach
unten geht. Abstand etwa eine Armlänge. Zwei Bildschirme gleich hoch, der Hauptbildschirm
direkt vor dem Körper.
- **Licht:** Blickrichtung parallel zum Fenster, nicht davor und nicht mit dem Rücken dazu.
Keine Lampe, die sich im Bildschirm spiegelt. Für Büroarbeit sind 500 Lux am Arbeitsplatz
vorgesehen.
- **Stuhl:** Füße flach auf dem Boden, Oberschenkel etwa waagerecht, Rückenlehne stützt den
unteren Rücken. Die Armlehnen so hoch, dass die Schultern locker bleiben.
- **Tisch:** Unterarme liegen bei entspannten Schultern etwa waagerecht auf, die Ellbogen im
rechten Winkel. Höhenverstellbare Tische erlauben den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen.
- **Tastatur und Maus:** Vor dem Körper, etwa eine Handbreite Platz zur Tischkante. Die Maus
direkt neben der Tastatur, nicht am ausgestreckten Arm.
- **Notebooks** sind für Unterwegs. Wer täglich stundenlang daran arbeitet, braucht
Dockingstation, externen Bildschirm, Tastatur und Maus – sonst ist der Blick dauerhaft zu tief.
- **Bewegung:** Bildschirmarbeit wird durch andere Tätigkeiten oder Pausen unterbrochen. Kein
Stuhl gleicht acht Stunden Stillsitzen aus.
- **Rechtlicher Rahmen:** Arbeitsstättenverordnung, Anhang Nr. 6. Der Arbeitgeber ermittelt die
Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung und bietet arbeitsmedizinische Vorsorge für die
Augen an.
## Übersicht
| Beschwerde | Wahrscheinliche Ursache | Abhilfe |
|---|---|---|
| Nackenschmerzen | Bildschirm zu hoch, zu tief oder seitlich versetzt | Höhe und Position anpassen, Hauptbildschirm mittig |
| Brennende, müde Augen | Spiegelungen, Blendung, zu kleine Schrift | Bildschirm drehen, Licht ändern, Skalierung erhöhen |
| Verspannte Schultern | Tisch zu hoch, Armlehnen falsch | Stuhl und Armlehnen nachstellen, Tischhöhe anpassen |
| Schmerzen im Handgelenk | abgeknickte Hand, Maus zu weit weg | Maus heran, Handballen auflegen, ggf. vertikale Maus |
| Rückenschmerzen | Rückenlehne nicht genutzt, zu langes Sitzen | Lehne einstellen, Steh-Phasen, Bewegungspausen |
## Prüfungsfrage
**Frage:** Eine Mitarbeiterin klagt über Nackenschmerzen und brennende Augen. Ihr Bildschirm
steht seitlich neben dem Notebook, mit dem Fenster im Rücken. Nennen Sie vier Maßnahmen und
begründen Sie zwei davon.
**Antwort:** (1) Den Bildschirm direkt vor die Mitarbeiterin stellen, damit sie den Kopf nicht
dauerhaft dreht – Ursache der Nackenschmerzen. (2) Die Höhe so einstellen, dass die oberste Zeile
auf oder leicht unter Augenhöhe liegt. (3) Den Arbeitsplatz so drehen, dass die Blickrichtung
parallel zum Fenster verläuft – mit dem Fenster im Rücken spiegelt es sich im Bildschirm, und
die Augen ermüden. (4) Notebook mit Dockingstation, externer Tastatur und Maus betreiben, statt auf
den Notebook-Bildschirm zu schauen. (5) Schriftgröße bzw. Skalierung erhöhen. (6) Auf die
Angebotsvorsorge für die Augen hinweisen; ggf. ist eine Bildschirmarbeitsbrille nötig, die der
Arbeitgeber bezahlt.
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id: H5
titel: Energie rechnen und nachhaltig beschaffen
block: hardware
woche: 16
worum: Ein Rechner, der nachts läuft, kostet Geld und Strom, ohne dass jemand etwas davon hat. Wer den Verbrauch rechnen kann, kann Entscheidungen begründen – auch beim Kauf und bei der Entsorgung.
rahmenplan: [C4, A3, A6]
lernfeld: LF2
merksatz: Leistung in kW mal Stunden mal Preis je kWh. Länger nutzen schlägt sparsamer kaufen. Daten vernichten, bevor das Gerät den Betrieb verlässt.
karten:
- frage: Wie berechnet man die Stromkosten eines Geräts?
antwort: Leistung in Kilowatt mal Betriebsstunden ergibt die Energie in Kilowattstunden, mal Preis je kWh ergibt die Kosten. Ein Server mit 150 W, der das ganze Jahr läuft – 0,15 kW × 8.760 h = 1.314 kWh, bei 0,30 € je kWh also 394,20 €.
- frage: Welche Norm regelt die Vernichtung von Datenträgern, und welche Sicherheitsstufe ist für personenbezogene Daten üblich?
antwort: DIN 66399. Sie kennt drei Schutzklassen und sieben Sicherheitsstufen. Für personenbezogene Daten wird in der Regel mindestens Sicherheitsstufe 3 angesetzt, für besonders schützenswerte Daten wie Gesundheitsdaten höher.
- frage: Warum ist eine längere Nutzung oft nachhaltiger als ein sparsameres neues Gerät?
antwort: Weil ein großer Teil der Umweltbelastung eines Rechners bei der Herstellung entsteht, nicht im Betrieb. Ein Gerät ein, zwei Jahre länger zu nutzen, spart meist mehr als der geringere Verbrauch eines neuen.
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## Das Wesentliche
- **Die Formel:** Leistung (kW) × Zeit (h) = Energie (kWh). Energie × Preis je kWh = Kosten.
Watt erst durch 1.000 teilen, sonst stimmt die Kommastelle nicht.
- **Die Stunden richtig zählen:** Ein Arbeitsplatz läuft etwa 8 Stunden an 220 Arbeitstagen,
ein Server 24 Stunden an 365 Tagen, also 8.760 Stunden.
- **Leerlauf kostet am meisten**, weil er die meisten Stunden hat. Ruhezustand und
Energiesparpläne per Gruppenrichtlinie, Abschalten über Nacht, Drucker mit Ruhemodus.
- **Beim Kauf:** Verbrauch im Leerlauf und unter Last vergleichen, Energielabel bei Bildschirmen,
Siegel wie TCO Certified, Blauer Engel, EPEAT oder ENERGY STAR. Netzteile mit hohem
Wirkungsgrad (80 PLUS).
- **Länger nutzen:** Ein großer Teil der Umweltbelastung entsteht bei der Herstellung. Aufrüsten
(SSD, Arbeitsspeicher), Reparieren und Weitergeben sind oft nachhaltiger als ein neues Gerät.
Aufbereitete Geräte (refurbished) sind für viele Arbeitsplätze eine gute Wahl.
- **Entsorgen:** Elektrogeräte gehören nicht in den Restmüll. Nach dem Elektro- und
Elektronikgerätegesetz (ElektroG) gehen sie über Rücknahmestellen oder zertifizierte
Entsorger zurück in die Verwertung.
- **Vorher die Daten:** Datenträger werden vor der Abgabe nachweisbar gelöscht oder vernichtet –
nach DIN 66399, mit Protokoll. Ein formatierter Datenträger ist nicht gelöscht.
## Übersicht
| Gerät | Leistung | Stunden im Jahr | kWh | Kosten bei 0,30 €/kWh |
|---|---|---|---|---|
| Arbeitsplatzrechner, 8 h an 220 Tagen | 45 W | 1.760 | 79,2 | 23,76 € |
| Server, durchgehend | 150 W | 8.760 | 1.314 | 394,20 € |
| Rechner, der außerhalb der Arbeitszeit im Leerlauf läuft | 30 W | 7.000 | 210 | 63,00 € |
Bei 100 Rechnern, die nachts und am Wochenende nicht ausgeschaltet werden, sind das allein für
den Leerlauf 6.300 € im Jahr.
## Prüfungsfrage
**Frage:** In einem Betrieb laufen 60 Arbeitsplatzrechner rund um die Uhr. Im Leerlauf nimmt jeder
35 W auf. Wie viel ließe sich im Jahr sparen, wenn die Rechner außerhalb der Arbeitszeit
(8 Stunden an 220 Tagen) ausgeschaltet würden? Strompreis 0,30 € je kWh.
**Antwort:** Stunden außerhalb der Arbeitszeit: 8.760 h − (8 h × 220) = 8.760 h − 1.760 h =
7.000 h. Energie je Rechner: 0,035 kW × 7.000 h = 245 kWh. Für 60 Rechner: 245 kWh × 60 =
14.700 kWh. Ersparnis: 14.700 kWh × 0,30 €/kWh = **4.410 €** im Jahr. Hinzu kommt, dass
ausgeschaltete Rechner nachts nicht angegriffen werden können; Updates lassen sich mit
Wake-on-LAN trotzdem außerhalb der Arbeitszeit einspielen.
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id: P4
titel: Pseudocode, Struktogramm und Schreibtischtest
block: programmierung
woche: 16
worum: In der Prüfung schreibt man keinen lauffähigen Code, sondern beschreibt den Ablauf so, dass ihn jeder umsetzen kann. Drei Bausteine genügen – Folge, Verzweigung, Schleife.
rahmenplan: [A10, A4]
lernfeld: LF5
merksatz: Erst den Ablauf in Worten, dann in Pseudocode. Jede Schleife braucht ein Ende. Mit einem Schreibtischtest prüfen, bevor man abgibt.
karten:
- frage: Was unterscheidet eine kopfgesteuerte von einer fußgesteuerten Schleife?
antwort: Die kopfgesteuerte Schleife (SOLANGE … ENDE SOLANGE) prüft die Bedingung vor jedem Durchlauf und läuft unter Umständen gar nicht. Die fußgesteuerte (WIEDERHOLE … BIS) prüft erst danach und läuft deshalb mindestens einmal.
- frage: Was ist ein Schreibtischtest?
antwort: Man spielt einen Algorithmus von Hand mit Beispielwerten durch und notiert in einer Tabelle nach jedem Schritt die Werte aller Variablen. So findet man Fehler, ohne den Code auszuführen.
- frage: Was liefert dieser Ablauf für die Liste 72, 91, 85, 60 – zaehler ← 0; FÜR jeden wert IN liste – WENN wert > 80 DANN zaehler ← zaehler + 1?
antwort: 2, denn nur 91 und 85 sind größer als 80.
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## Das Wesentliche
- **Drei Bausteine** reichen für jeden Ablauf: **Folge** (Schritt für Schritt), **Verzweigung**
(WENN … DANN … SONST), **Schleife** (wiederholen, bis etwas erreicht ist).
- **Pseudocode** ist strukturierte Umgangssprache mit festen Schlüsselwörtern. In der Prüfung
gibt es keine verbindliche Schreibweise; wichtig ist, dass Einrückung und Schlüsselwörter
eindeutig zeigen, was wozu gehört.
- **Zuweisung:** `summe ← 0` – die Variable bekommt einen Wert. Vergleich: `summe = 0`.
- **Schleifen:**
- `FÜR i ← 1 BIS n` – Anzahl der Durchläufe steht vorher fest
- `SOLANGE bedingung` – kopfgesteuert, prüft vorher, läuft eventuell nie
- `WIEDERHOLE … BIS bedingung` – fußgesteuert, läuft mindestens einmal
- **Struktogramm (Nassi-Shneiderman):** Der Ablauf als Kasten; eine Verzweigung teilt den Kasten
mit einem Dreieck in Ja und Nein, eine Schleife umschließt die zu wiederholenden Schritte.
Sprünge gibt es nicht.
- **Programmablaufplan (PAP):** Ablauf mit Symbolen nach DIN 66001 – Oval für Start und Ende,
Rechteck für Tätigkeiten, Raute für Entscheidungen, Parallelogramm für Ein- und Ausgabe.
- **Schreibtischtest:** Beispielwerte wählen, Schritt für Schritt durchgehen und die Werte aller
Variablen in einer Tabelle festhalten. Grenzfälle mitnehmen: leere Liste, ein Element, genau
der Grenzwert.
## Übersicht
Gesucht: Wie viele Server haben mehr als 80 % Plattenbelegung, und wie hoch ist die höchste?
```
anzahlKritisch ← 0
maximum ← belegung[0]
FÜR i ← 0 BIS laenge(belegung) − 1
WENN belegung[i] > 80 DANN
anzahlKritisch ← anzahlKritisch + 1
ENDE WENN
WENN belegung[i] > maximum DANN
maximum ← belegung[i]
ENDE WENN
ENDE FÜR
AUSGABE anzahlKritisch, maximum
```
Schreibtischtest mit `belegung = [72, 91, 85, 60]` – „Wert" ist `belegung[i]`, „Anzahl" ist
`anzahlKritisch`, „Max." ist `maximum`:
| i | Wert | > 80? | Anzahl | Max. |
|---|---|---|---|---|
| – | – | – | 0 | 72 |
| 0 | 72 | nein | 0 | 72 |
| 1 | 91 | ja | 1 | 91 |
| 2 | 85 | ja | 2 | 91 |
| 3 | 60 | nein | 2 | 91 |
Ausgabe: 2 und 91.
## Prüfungsfrage
**Frage:** Ein Prüfprogramm erhält eine Liste von Messwerten. Ein Wert ist in Ordnung, wenn er
zwischen 9,8 und 10,2 liegt (Grenzen eingeschlossen). Schreiben Sie einen Pseudocode, der
ausgibt, wie viele Werte außerhalb der Toleranz liegen, und ob mehr als 5 % der Werte betroffen
sind.
**Antwort:**
```
ausserhalb ← 0
FÜR jeden wert IN messwerte
WENN wert < 9,8 ODER wert > 10,2 DANN
ausserhalb ← ausserhalb + 1
ENDE WENN
ENDE FÜR
AUSGABE ausserhalb
WENN laenge(messwerte) > 0 UND ausserhalb / laenge(messwerte) > 0,05 DANN
AUSGABE "Mehr als 5 % außerhalb der Toleranz"
ENDE WENN
```
Die Bedingung prüft beide Grenzen mit ODER, weil ein Wert entweder zu klein oder zu groß sein
kann. Die Grenzwerte selbst gelten als in Ordnung, deshalb `<` und `>` statt `≤` und `≥`. Die
Prüfung auf eine leere Liste verhindert eine Division durch null.
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id: S10
titel: Protokolle lesen – und warum die Uhrzeit stimmen muss
block: system
woche: 14
worum: Protokolle sagen, was passiert ist. Aber nur, wenn man weiß, wo man suchen muss, und wenn die Uhren aller Systeme übereinstimmen.
rahmenplan: [A8, A6, B3]
lernfeld: LF11
merksatz: Zeitpunkt eingrenzen, dann suchen. Alle Uhren per NTP gleich. Protokolle enthalten personenbezogene Daten.
karten:
- frage: Welche drei Protokolle der Windows-Ereignisanzeige sind für die Fehlersuche am wichtigsten?
antwort: System (Treiber, Dienste, Neustarts), Anwendung (Meldungen der Programme) und Sicherheit (Anmeldungen, Zugriffe, Änderungen an Konten).
- frage: Warum muss die Uhrzeit auf allen Systemen übereinstimmen?
antwort: Damit sich Ereignisse aus verschiedenen Protokollen einander zuordnen lassen, und weil Kerberos-Anmeldungen im Active Directory scheitern, wenn die Uhren um mehr als fünf Minuten abweichen.
- frage: Was bedeuten die Ereignis-IDs 4624 und 4625 im Sicherheitsprotokoll von Windows?
antwort: 4624 ist eine erfolgreiche Anmeldung, 4625 eine fehlgeschlagene. Viele 4625 in kurzer Zeit für dasselbe Konto deuten auf Passwortraten hin.
---
## Das Wesentliche
- **Erst den Zeitpunkt eingrenzen, dann suchen.** „Seit wann?" ist die wichtigste Frage bei
jeder Störung. Wer den Zeitraum kennt, findet die Ursache im Protokoll in Minuten statt
Stunden.
- **Windows – Ereignisanzeige:** Protokoll *System* für Dienste, Treiber und Neustarts,
*Anwendung* für Programme, *Sicherheit* für Anmeldungen und Zugriffe. Filtern nach Zeitraum,
Ebene (Fehler, Warnung) und Ereignis-ID.
- **Linux – Journal:** `journalctl --since "2026-10-05 08:00" --until "09:00"`, `-u dienst`
für einen Dienst, `-p err` für Fehler. Klassische Textdateien unter `/var/log`.
- **Bekannte Ereignis-IDs sparen Zeit:** 4624 Anmeldung erfolgreich, 4625 fehlgeschlagen,
4740 Konto gesperrt, 6008 unerwartetes Herunterfahren, 41 (Kernel-Power) Neustart ohne
sauberes Herunterfahren.
- **Zeitsynchronisation:** Alle Systeme beziehen ihre Zeit per **NTP** aus derselben Quelle –
in einer Domäne vom Domänencontroller, dieser von einer verlässlichen externen Quelle.
Weichen Uhren um mehr als fünf Minuten ab, scheitert die Anmeldung über Kerberos.
- **Zentral sammeln:** Bei mehr als einer Handvoll Systeme gehören die Protokolle an einen
zentralen Ort. Dann lässt sich eine Anmeldung über mehrere Systeme verfolgen – und ein
Angreifer kann seine Spuren nicht auf dem befallenen System löschen.
- **Protokolle sind personenbezogen.** Sie zeigen, wer sich wann wo angemeldet hat. Deshalb:
Aufbewahrung begrenzen, Zugriff beschränken, nur für den vereinbarten Zweck auswerten.
## Übersicht
| Frage | Windows | Linux |
|---|---|---|
| Warum ist der Server neu gestartet? | System, Ereignis 6008 bzw. 41 und 1074 | `journalctl --list-boots`, `last -x reboot` |
| Wer hat sich angemeldet? | Sicherheit, Ereignis 4624 | `last`, `journalctl -u ssh` |
| Warum startet der Dienst nicht? | System, Quelle „Service Control Manager" | `systemctl status`, `journalctl -u dienst` |
| Stimmt die Uhrzeit? | `w32tm /query /status` | `timedatectl` |
## Prüfungsfrage
**Frage:** Mehrere Benutzer können sich seit heute Morgen nicht mehr an der Domäne anmelden,
andere schon. Die Fehlermeldung nennt einen Zeitunterschied. Erklären Sie die Ursache und Ihr
Vorgehen.
**Antwort:** Die Anmeldung im Active Directory erfolgt über Kerberos, das nur eine geringe
Abweichung der Uhrzeiten zwischen Client und Domänencontroller zulässt (standardmäßig fünf
Minuten). Bei den betroffenen Rechnern geht die Uhr vermutlich falsch, etwa weil die
Zeitsynchronisation nicht läuft oder eine leere CMOS-Batterie die Uhr nach einem Neustart
zurückgesetzt hat. Vorgehen: (1) Auf einem betroffenen Client mit `w32tm /query /status`
Zeitquelle und Abweichung prüfen. (2) Prüfen, ob der Domänencontroller selbst die richtige
Zeit hat und von einer verlässlichen Quelle bezieht. (3) Die Zeit mit `w32tm /resync`
synchronisieren und die Anmeldung testen. (4) Die Ursache beheben – Zeitdienst, Gruppenrichtlinie
für die Zeitquelle oder Batterie – und die Zeitabweichung in die Überwachung aufnehmen.
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id: S11
titel: Updates und Patches – planbar statt hektisch
block: system
woche: 14
worum: Die meisten erfolgreichen Angriffe nutzen Lücken, für die es längst ein Update gibt. Patch-Management sorgt dafür, dass Updates zuverlässig ankommen, ohne dass dabei der Betrieb stehen bleibt.
rahmenplan: [A8, A6, A5]
lernfeld: LF11
merksatz: Wissen, was läuft. Erst Test, dann Pilotgruppe, dann alle. Kritische Lücken sofort, der Rest im festen Takt.
karten:
- frage: In welcher Reihenfolge verteilt man Updates im Betrieb?
antwort: Zuerst auf Testsysteme, dann auf eine kleine Pilotgruppe aus normalen Arbeitsplätzen, und erst wenn dort nach einigen Tagen nichts auffällt, auf alle. Server in einem angekündigten Wartungsfenster.
- frage: Wann ist der Patchday von Microsoft?
antwort: Am zweiten Dienstag jedes Monats. Für Lücken, die bereits aktiv ausgenutzt werden, erscheinen zusätzlich außerplanmäßige Updates.
- frage: Was bedeutet End of Life bei Software, und was folgt daraus?
antwort: Der Hersteller liefert keine Sicherheitsupdates mehr – neue Lücken bleiben für immer offen. Solche Software muss ersetzt oder, wenn das nicht sofort geht, vom Netz getrennt und besonders abgesichert werden. Beispiel – Windows 10 seit dem 14. Oktober 2025.
---
## Das Wesentliche
- **Ohne Bestand kein Patch-Management.** Man muss wissen, welche Geräte, Betriebssysteme und
Programme mit welcher Version im Betrieb laufen. Was nicht in der Liste steht, wird auch nicht
aktualisiert.
- **Fester Takt:** Microsoft veröffentlicht am **zweiten Dienstag** im Monat. Viele Betriebe
planen danach: Test in der Woche danach, Pilotgruppe, dann alle innerhalb von zwei bis drei
Wochen.
- **Ringe statt alle auf einmal:** Testsysteme, Pilotgruppe (die IT selbst und einige
freiwillige Nutzer), dann alle. Ein fehlerhaftes Update trifft so zehn Rechner, nicht hundert.
- **Kritische Lücken außer der Reihe.** Wird eine Lücke bereits aktiv ausgenutzt, wird sofort
gehandelt – notfalls mit verkürztem Test. Hinweise liefern der Hersteller und die Warnungen
des BSI.
- **Nicht nur Windows:** Programme wie Browser und PDF-Leser, Firmware von Firewall, Switch, NAS
und BIOS, Linux-Server, Smartphones. Gerade Netzwerkgeräte werden oft jahrelang vergessen.
- **Server im Wartungsfenster**, angekündigt, mit Snapshot oder Sicherung vorher und einem
Rückweg, falls etwas schiefgeht.
- **Nachprüfen:** Kam das Update überall an? Ein Bericht über den Stand aller Geräte gehört zum
Abschluss jedes Zyklus.
- **End of Life im Blick behalten.** Software ohne Sicherheitsupdates wird rechtzeitig ersetzt –
das Ende ist Jahre vorher bekannt.
## Übersicht
| Ring | Wer | Wann nach Veröffentlichung |
|---|---|---|
| 0 – Test | Testsysteme der IT | sofort |
| 1 – Pilot | IT und einige freiwillige Nutzer | nach 2–3 Tagen |
| 2 – Breit | alle Arbeitsplätze | nach etwa einer Woche |
| 3 – Server | Server im Wartungsfenster | nach etwa zwei Wochen |
| Notfall | alle betroffenen Systeme | sofort, bei aktiv ausgenutzter Lücke |
## Prüfungsfrage
**Frage:** In Ihrem Betrieb werden Updates bisher „wenn jemand Zeit hat" eingespielt.
Entwerfen Sie ein Vorgehen für das Patch-Management und begründen Sie zwei Bestandteile.
**Antwort:** (1) Einen vollständigen Bestand aller Geräte und Programme mit Version führen.
(2) Einen festen Takt nach dem monatlichen Patchday festlegen. (3) Updates in Ringen verteilen:
Testsysteme, Pilotgruppe, alle Arbeitsplätze, Server im angekündigten Wartungsfenster mit
Sicherung vorher. (4) Für aktiv ausgenutzte Lücken ein beschleunigtes Notfallverfahren
vorsehen. (5) Nach jedem Zyklus prüfen und berichten, auf welchem Stand alle Geräte sind.
(6) Firmware von Netzwerkgeräten und Software ohne automatische Aktualisierung einbeziehen.
Begründungen etwa: Die Ringe begrenzen den Schaden eines fehlerhaften Updates auf wenige
Geräte. Der Bestand ist Voraussetzung, weil ein Gerät, das niemand kennt, auch nie aktualisiert
wird – und genau dort sitzt dann die Lücke.
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id: S6
titel: Linux – Dateisystem und die Befehle für jeden Tag
block: system
woche: 13
worum: Unter Linux gibt es keine Laufwerksbuchstaben, sondern einen einzigen Verzeichnisbaum. Wer weiß, wo was liegt, findet Konfiguration und Fehler in Minuten.
rahmenplan: [B3, A8]
lernfeld: LF9
merksatz: Konfiguration in /etc, Protokolle in /var/log, Benutzer in /home. Erst lesen mit less und grep, dann ändern.
karten:
- frage: Wo liegen unter Linux die Konfigurationsdateien und wo die Protokolle?
antwort: Konfiguration in /etc, etwa /etc/ssh/sshd_config. Protokolle in /var/log und im Journal von systemd, das man mit journalctl liest.
- frage: Was zeigen df -h und du -sh?
antwort: df -h zeigt die Belegung der eingehängten Dateisysteme, also wie voll jede Platte ist. du -sh zeigt, wie viel Platz ein bestimmtes Verzeichnis belegt – damit findet man, wer die Platte füllt.
- frage: Wie findet man alle Zeilen mit „error" in den Protokollen unter /var/log, ohne Groß- und Kleinschreibung zu beachten?
antwort: Mit grep -ri error /var/log – r durchsucht die Unterverzeichnisse, i ignoriert die Schreibweise. Für das Journal von systemd stattdessen journalctl -p err.
---
## Das Wesentliche
- **Ein Baum ab `/`.** Weitere Platten und Freigaben werden irgendwo in diesen Baum
eingehängt, etwa unter `/mnt` oder `/srv`.
- **Die wichtigsten Orte:** `/etc` Konfiguration, `/var/log` Protokolle, `/home` die
Benutzer, `/root` der Administrator, `/usr/bin` Programme, `/tmp` Zwischendateien,
`/opt` und `/srv` für eigene Anwendungen und Daten.
- **Groß- und Kleinschreibung zählt.** `Bericht.txt` und `bericht.txt` sind zwei Dateien.
- **Navigieren:** `pwd` (wo bin ich?), `ls -la` (was liegt hier, auch versteckt, mit Rechten),
`cd` (wechseln), `cd ~` (nach Hause), `cd -` (zurück).
- **Dateien:** `cp`, `mv`, `rm`, `mkdir -p`. `rm -r` löscht ohne Papierkorb und ohne
Rückfrage – vorher mit `ls` prüfen, was getroffen wird.
- **Lesen:** `less` zum Blättern (`/` sucht, `q` beendet), `tail -f` zum Mitlesen eines
wachsenden Protokolls, `grep` zum Suchen in Dateien.
- **Finden:** `find /etc -name "*.conf"` nach Namen, `find /var -size +500M` nach Größe.
- **Platz:** `df -h` für die Platten, `du -sh /var/*` für die Verzeichnisse darin.
- **Bearbeiten:** `nano` ist für den Anfang der freundlichste Editor. Vor jeder Änderung eine
Kopie: `cp datei datei.bak`.
- **Hilfe:** `man befehl` oder `befehl --help`.
## Übersicht
| Frage | Befehl |
|---|---|
| Wie voll sind die Platten? | `df -h` |
| Welches Verzeichnis ist so groß? | `du -sh /var/* \| sort -h` |
| Was steht zuletzt im Protokoll? | `tail -n 50 /var/log/syslog` oder `journalctl -n 50` |
| Welche Netzwerkadressen habe ich? | `ip a` |
| Welche Ports sind offen? | `ss -tlnp` |
| Welche Prozesse brauchen Leistung? | `top` oder `htop` |
| Welche Distribution läuft? | `cat /etc/os-release` |
## Prüfungsfrage
**Frage:** Ein Linux-Server meldet, dass die Platte voll ist. Beschreiben Sie mit Befehlen,
wie Sie die Ursache finden.
**Antwort:** (1) Mit `df -h` prüfen, welches Dateisystem voll ist und wo es eingehängt ist.
(2) Mit `du -sh /pfad/* | sort -h` die Unterverzeichnisse nach Größe sortieren und schrittweise
in das größte hineingehen, bis die Ursache gefunden ist – häufig sind es Protokolle unter
`/var/log`, alte Sicherungen oder ungenutzte Container-Abbilder. (3) Mit `find /pfad -size +1G`
gezielt nach sehr großen Dateien suchen. (4) Vor dem Löschen klären, ob die Daten noch
gebraucht werden, und bei Protokollen die Ursache beheben, etwa eine fehlende
Protokollrotation oder einen Dienst, der in einer Fehlerschleife schreibt.
@@ -0,0 +1,60 @@
---
id: S7
titel: Linux – Benutzer, Gruppen und Dateirechte
block: system
woche: 13
worum: Unter Linux hat jede Datei einen Besitzer, eine Gruppe und drei Mal drei Rechte. Das ist einfacher als unter Windows – und genauso schnell falsch gesetzt.
rahmenplan: [B3, A6]
lernfeld: LF9
merksatz: Lesen 4, Schreiben 2, Ausführen 1 – für Besitzer, Gruppe, alle anderen. Täglich arbeiten als Benutzer, Rechte holen mit sudo.
karten:
- frage: Was bedeutet chmod 640 bericht.txt?
antwort: Der Besitzer darf lesen und schreiben (6 = 4 + 2), die Gruppe darf lesen (4), alle anderen dürfen nichts (0).
- frage: Was bedeutet das Recht x bei einem Verzeichnis?
antwort: Man darf in das Verzeichnis wechseln und auf die Dateien darin zugreifen. Ohne x nützt auch das Leserecht r wenig – man sieht die Namen, kommt aber nicht an die Dateien.
- frage: Wie nimmt man einen Benutzer nachträglich in eine Gruppe auf, ohne ihn aus den anderen zu entfernen?
antwort: Mit sudo usermod -aG gruppe benutzer. Das a für append ist entscheidend – ohne es ersetzt -G alle bisherigen Zusatzgruppen.
---
## Das Wesentliche
- **Jede Datei** hat einen Besitzer, eine Gruppe und Rechte für drei Klassen: Besitzer (u),
Gruppe (g), alle anderen (o).
- **Drei Rechte:** r lesen (4), w schreiben (2), x ausführen (1). Bei Verzeichnissen heißt x:
hineinwechseln dürfen.
- **Lesen in `ls -l`:** `-rw-r----- 1 anna buchhaltung bericht.txt` – Datei, Besitzerin
anna liest und schreibt, Gruppe buchhaltung liest, alle anderen nichts.
- **Setzen:** `chmod 640 datei` als Zahl oder `chmod g+w datei` als Zeichen. `chown anna:buchhaltung
datei` ändert Besitzer und Gruppe.
- **777 ist nie die Lösung.** Wer „Permission denied" mit `chmod 777` beseitigt, hat das Problem
versteckt und eine Lücke geöffnet. Richtig ist, Besitzer oder Gruppe passend zu setzen.
- **Benutzer:** `sudo adduser anna` legt Benutzer samt Heimatverzeichnis an (Debian, Ubuntu).
Gespeichert wird in `/etc/passwd`, die Passwort-Hashes in `/etc/shadow`, Gruppen in
`/etc/group`.
- **Gruppen:** `sudo usermod -aG gruppe anna`. Wirksam erst nach erneuter Anmeldung.
- **root und sudo:** root darf alles. Im Alltag arbeitet man als normaler Benutzer und holt sich
Rechte für einen einzelnen Befehl mit `sudo`. Jeder `sudo`-Aufruf wird protokolliert.
- **Konto sperren statt löschen**, wenn jemand geht: `sudo usermod -L anna` und
`sudo chage -E 0 anna`. So bleibt nachvollziehbar, wem welche Dateien gehörten.
## Übersicht
| Zahl | Zeichen | Bedeutung | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 644 | rw-r--r-- | Besitzer schreibt, alle lesen | Konfigurationsdateien, Webseiten |
| 640 | rw-r----- | Besitzer schreibt, Gruppe liest | Dateien mit vertraulichem Inhalt |
| 600 | rw------- | nur der Besitzer | private Schlüssel, Zugangsdaten |
| 755 | rwxr-xr-x | Besitzer schreibt, alle lesen und führen aus | Programme, Verzeichnisse |
| 750 | rwxr-x--- | wie 755, aber ohne die anderen | Verzeichnisse einer Abteilung |
## Prüfungsfrage
**Frage:** Im Verzeichnis `/srv/einkauf` sollen alle Mitglieder der Gruppe `einkauf` Dateien
anlegen und ändern dürfen, andere Benutzer gar nichts. Wie richten Sie das ein?
**Antwort:** `sudo chown root:einkauf /srv/einkauf` setzt die Gruppe; `sudo chmod 2770
/srv/einkauf` gibt Besitzer und Gruppe Lesen, Schreiben und Hineinwechseln und den anderen
nichts. Die vorangestellte 2 setzt das setgid-Bit: Neue Dateien im Verzeichnis gehören dann
automatisch der Gruppe `einkauf` statt der primären Gruppe ihres Erstellers – sonst könnten die
Kollegen eine neu angelegte Datei womöglich nicht ändern. Die Benutzer kommen mit `sudo usermod
-aG einkauf benutzer` in die Gruppe und müssen sich danach neu anmelden.
@@ -0,0 +1,63 @@
---
id: S8
titel: Linux – Pakete, Dienste und Fernzugang per SSH
block: system
woche: 13
worum: Ein Linux-Server wird über drei Werkzeuge betrieben – den Paketmanager, systemd und SSH. Wer die drei beherrscht, kann fast jeden Server pflegen.
rahmenplan: [B3, A6, A8]
lernfeld: LF9
merksatz: apt für Software, systemctl für Dienste, journalctl für Protokolle, SSH nur mit Schlüssel. Zweite Sitzung offen lassen, bevor man den Zugang ändert.
karten:
- frage: Was ist der Unterschied zwischen systemctl start und systemctl enable?
antwort: start startet den Dienst jetzt, enable sorgt dafür, dass er bei jedem Systemstart mitstartet. systemctl enable --now erledigt beides auf einmal.
- frage: Warum meldet man sich per SSH mit Schlüssel statt mit Passwort an?
antwort: Ein Schlüssel lässt sich nicht erraten und nicht durch Durchprobieren knacken, und der private Teil verlässt nie den eigenen Rechner. Danach kann die Anmeldung per Passwort am Server ganz abgeschaltet werden.
- frage: Warum lässt man beim Ändern der SSH-Konfiguration eine zweite Sitzung offen?
antwort: Weil man sich mit einem Fehler in der Konfiguration aussperren kann. Die offene Sitzung bleibt bestehen, und man kann den Fehler darüber beheben, bevor man sie schließt.
---
## Das Wesentliche
- **Pakete (Debian, Ubuntu):** `sudo apt update` holt die Paketlisten, `sudo apt upgrade`
spielt Aktualisierungen ein, `sudo apt install nginx` installiert. Sicherheitsupdates lassen
sich mit `unattended-upgrades` automatisch einspielen.
- **Software nur aus den Paketquellen**, nicht per heruntergeladenem Skript, wenn es sich
vermeiden lässt. Was der Paketmanager kennt, aktualisiert er auch.
- **Dienste mit systemd:** `systemctl status nginx` zeigt Zustand und letzte
Protokollzeilen, `start`, `stop`, `restart` steuern, `enable` startet ihn beim Hochfahren mit.
- **Protokolle:** `journalctl -u nginx` für einen Dienst, `-f` zum Mitlesen, `-b` seit dem
letzten Start, `--since "1 hour ago"` für einen Zeitraum, `-p err` nur Fehler.
- **SSH-Schlüssel:** Auf dem eigenen Rechner `ssh-keygen -t ed25519` erzeugen, mit
`ssh-copy-id benutzer@server` hinterlegen. Der private Schlüssel bleibt beim Benutzer und
bekommt eine Passphrase.
- **SSH absichern** in `/etc/ssh/sshd_config`: `PermitRootLogin no`,
`PasswordAuthentication no`. Danach `sudo systemctl reload ssh` – und **in einer zweiten
Sitzung testen**, bevor die erste geschlossen wird.
- **Firewall:** `sudo ufw allow OpenSSH`, danach nur die Dienste freigeben, die gebraucht
werden, und `sudo ufw enable`. Mit `ss -tlnp` prüfen, was tatsächlich lauscht.
- **Neustart nach Kernel-Updates:** Ob einer nötig ist, zeigt unter Debian und Ubuntu die
Datei `/var/run/reboot-required`.
## Übersicht
| Aufgabe | Befehl |
|---|---|
| Aktualisieren | `sudo apt update && sudo apt upgrade` |
| Dienst starten und dauerhaft einschalten | `sudo systemctl enable --now nginx` |
| Läuft der Dienst? | `systemctl status nginx` |
| Warum startet er nicht? | `journalctl -u nginx -b --no-pager \| tail -n 30` |
| Schlüssel erzeugen und hinterlegen | `ssh-keygen -t ed25519` und `ssh-copy-id anna@srv-web-01` |
| Firewall-Zustand | `sudo ufw status verbose` |
## Prüfungsfrage
**Frage:** Ein frisch installierter Linux-Server soll per SSH verwaltet werden. Beschreiben Sie
die Schritte, mit denen Sie den Zugang absichern, in der richtigen Reihenfolge.
**Antwort:** (1) Einen persönlichen Benutzer mit `sudo`-Recht anlegen, damit nicht als root
gearbeitet wird. (2) Auf dem eigenen Rechner ein Schlüsselpaar erzeugen und den öffentlichen
Schlüssel mit `ssh-copy-id` für diesen Benutzer hinterlegen. (3) Die Anmeldung mit dem Schlüssel
testen. (4) In `sshd_config` die direkte Anmeldung als root und die Anmeldung per Passwort
abschalten und den Dienst neu laden. (5) In einer zweiten Sitzung prüfen, dass die Anmeldung
weiterhin funktioniert, bevor die erste geschlossen wird. (6) Die Firewall so einrichten, dass
SSH nur aus dem Verwaltungsnetz erreichbar ist, und automatische Sicherheitsupdates einschalten.
+66
View File
@@ -0,0 +1,66 @@
---
id: S9
titel: Überwachung – wissen, dass etwas kaputt ist, bevor es jemand meldet
block: system
woche: 14
worum: Eine gute Überwachung meldet sich selten, aber dann zu Recht. Eine schlechte meldet sich ständig – und wird deshalb irgendwann ignoriert.
rahmenplan: [A8, A5, B3]
lernfeld: LF11
merksatz: Überwachen, was dem Nutzer wehtut. Warnen bei Trend, alarmieren bei Handlungsbedarf. Jeder Alarm braucht eine Handlung.
karten:
- frage: Was ist der Unterschied zwischen einer Warnung und einem kritischen Alarm?
antwort: Eine Warnung zeigt, dass sich etwas in eine falsche Richtung entwickelt und bald Handlung nötig wird – etwa Platte zu 80 Prozent voll. Ein kritischer Alarm verlangt sofortiges Handeln – etwa Platte zu 95 Prozent voll oder Dienst ausgefallen.
- frage: Was versteht man unter Alarmmüdigkeit, und wie vermeidet man sie?
antwort: Wer zu viele unwichtige Alarme bekommt, beachtet irgendwann auch die wichtigen nicht mehr. Abhilfe – nur alarmieren, wenn eine Handlung nötig ist, Schwellwerte nach Erfahrung anpassen, Warnungen gesammelt statt einzeln zustellen.
- frage: Warum überwacht man auch die Datensicherung und den Ablauf von Zertifikaten?
antwort: Weil beide still ausfallen. Eine Sicherung, die seit Wochen fehlschlägt, merkt man erst beim Zurückspielen; ein abgelaufenes Zertifikat erst, wenn alle Nutzer eine Fehlermeldung bekommen.
---
## Das Wesentliche
- **Von außen nach innen überwachen.** Zuerst, was der Nutzer merkt: Ist die Anwendung
erreichbar, antwortet sie schnell genug? Dann die Ursachen darunter: Dienste, Prozessor,
Arbeitsspeicher, Platte, Netz.
- **Was nicht fehlen darf:** Erreichbarkeit, wichtige Dienste, Plattenplatz, Ergebnis der
Datensicherung, Ablauf von Zertifikaten, Zustand von RAID und Platten (SMART), USV und
Temperatur im Serverraum.
- **Zwei Schwellen:** Warnung, wenn Zeit zum Handeln bleibt, kritisch, wenn sofort gehandelt
werden muss. Eine Platte, die von 70 auf 90 Prozent in einer Woche wächst, ist schlimmer als
eine, die seit einem Jahr bei 92 steht.
- **Trends ansehen.** Eine Kurve über Wochen sagt mehr als der aktuelle Wert. Sie zeigt, wann
die Platte voll sein wird, bevor sie es ist.
- **Jeder Alarm braucht eine Handlung** und einen Empfänger. Ein Alarm, auf den niemand
reagieren muss, ist eine Information und gehört in einen Bericht, nicht aufs Handy.
- **Alarmmüdigkeit** ist die größte Gefahr. Wer täglich zwanzig unwichtige Meldungen bekommt,
übersieht die eine wichtige.
- **Die Überwachung überwachen.** Fällt das Überwachungssystem aus, ist alles still – und Stille
sieht aus wie „alles in Ordnung". Ein externer Check oder ein täglicher Lebenszeichen-Alarm
hilft.
- **Werkzeuge:** Checkmk, Zabbix, PRTG für ganze Umgebungen, Uptime Kuma für einfache
Erreichbarkeitsprüfungen. Wichtiger als das Werkzeug ist, was man damit überwacht.
## Übersicht
| Prüfung | Warnung | Kritisch | Handlung |
|---|---|---|---|
| Plattenplatz | 80 % | 90 % | Aufräumen oder erweitern |
| Webanwendung erreichbar | Antwort über 2 s | keine Antwort | Dienst und Server prüfen |
| Datensicherung | ein Lauf fehlgeschlagen | zwei Läufe in Folge | Ursache finden, Lauf wiederholen |
| Zertifikat | läuft in 30 Tagen ab | läuft in 7 Tagen ab | Verlängern |
| RAID | – | Platte ausgefallen | Platte tauschen |
| Temperatur Serverraum | 27 °C | 32 °C | Klimaanlage prüfen |
## Prüfungsfrage
**Frage:** Ihr Ausbilder bittet Sie, eine Überwachung für den neuen Dateiserver einzurichten.
Nennen Sie fünf Prüfungen mit sinnvollen Schwellwerten und begründen Sie, warum eine
Überwachung nur des Prozessors nicht genügt.
**Antwort:** Fünf aus: (1) Erreichbarkeit per Ping und SMB – kritisch bei Ausfall. (2)
Plattenplatz je Laufwerk – Warnung 80 %, kritisch 90 %. (3) Ergebnis der nächtlichen Sicherung –
Warnung bei einem, kritisch bei zwei fehlgeschlagenen Läufen. (4) Zustand von RAID und SMART –
kritisch bei ausgefallener oder auffälliger Platte. (5) Arbeitsspeicher – Warnung über 85 %
über längere Zeit. (6) Dienst „Server" bzw. Freigabedienst läuft. (7) Ablauf von Zertifikaten,
falls verwendet. Der Prozessor allein genügt nicht, weil die häufigsten Ausfälle eines
Dateiservers gar nicht mit Rechenlast zusammenhängen: Eine volle Platte, ein ausgefallener
Dienst oder eine fehlgeschlagene Sicherung lassen die Prozessorlast unauffällig.
+79
View File
@@ -0,0 +1,79 @@
id: woche-13
woche: 13
titel: Lernzielkontrolle Woche 13 – Linux-Grundlagen
dauer_minuten: 40
hinweis: >-
Offene Fragen. Befehle dürfen mit oder ohne sudo geschrieben werden, wenn
aus der Antwort hervorgeht, dass Administratorrechte nötig sind.
fragen:
- id: f1
frage: >-
Nennen Sie die Verzeichnisse, in denen unter Linux (a) die Konfiguration
des SSH-Servers, (b) die Protokolldateien und (c) die Heimatverzeichnisse
der Benutzer liegen.
punkte: 3
musterloesung: >-
(a) /etc/ssh, die Datei heißt sshd_config. (b) /var/log, ergänzend das
Journal von systemd. (c) /home, für den Administrator /root. (Je 1 P.)
- id: f2
frage: >-
Die Ausgabe von ls -l lautet: -rwxr-x--- 1 lena technik pruefen.sh.
Erklären Sie die Rechte und geben Sie den passenden chmod-Befehl als Zahl an.
punkte: 5
musterloesung: >-
Es handelt sich um eine Datei (erstes Zeichen „-"). Besitzerin lena darf
lesen, schreiben und ausführen (rwx = 7). Die Gruppe technik darf lesen
und ausführen (r-x = 5). Alle anderen dürfen nichts (--- = 0). Befehl:
chmod 750 pruefen.sh. (Besitzer 1 P., Gruppe 1 P., andere 1 P., Befehl 2 P.)
- id: f3
frage: >-
Ein Benutzer soll zusätzlich in die Gruppe docker aufgenommen werden.
Ein Kollege schlägt sudo usermod -G docker anna vor. Was ist daran falsch?
punkte: 4
musterloesung: >-
Ohne die Option -a ersetzt -G alle bisherigen Zusatzgruppen durch die
angegebene – anna verlöre also etwa die Gruppe sudo oder ihre
Abteilungsgruppen. Richtig ist sudo usermod -aG docker anna. Die
Änderung wird erst nach erneuter Anmeldung wirksam. (Fehler 2 P., richtiger
Befehl 1 P., Hinweis auf Neuanmeldung 1 P.)
- id: f4
frage: >-
Der Webserver nginx startet nach einer Änderung nicht mehr. Mit welchen
zwei Befehlen finden Sie die Ursache, und was zeigen sie?
punkte: 4
musterloesung: >-
systemctl status nginx zeigt den Zustand des Dienstes und die letzten
Protokollzeilen, oft schon mit der Fehlermeldung. journalctl -u nginx -b
zeigt alle Meldungen des Dienstes seit dem letzten Systemstart.
Ebenfalls richtig: nginx -t prüft die Konfiguration und nennt Datei und
Zeile des Fehlers. (Je Befehl mit Erklärung 2 P.)
- id: f5
frage: >-
Beschreiben Sie, wie Sie einen Server so einrichten, dass die Anmeldung per
SSH nur noch mit Schlüssel möglich ist, und worauf Sie dabei achten, um sich
nicht auszusperren.
punkte: 6
musterloesung: >-
Auf dem eigenen Rechner mit ssh-keygen ein Schlüsselpaar erzeugen und den
öffentlichen Schlüssel mit ssh-copy-id beim Benutzer auf dem Server
hinterlegen. Die Anmeldung mit Schlüssel testen. Dann in
/etc/ssh/sshd_config PasswordAuthentication no und PermitRootLogin no
setzen und den Dienst neu laden. Gegen das Aussperren: die bestehende
Sitzung offen lassen und in einer zweiten Sitzung testen; außerdem den
Konsolenzugang über Hypervisor oder Fernwartungskarte als Notausgang
bereithalten. (Schlüssel 2 P., Konfiguration 2 P., Schutz vor Aussperren 2 P.)
- id: f6
frage: >-
Was unterscheidet systemctl start nginx von systemctl enable nginx?
punkte: 3
musterloesung: >-
start startet den Dienst sofort, ohne dass er beim nächsten Systemstart
wieder mitstartet. enable sorgt dafür, dass er bei jedem Systemstart
gestartet wird, startet ihn aber nicht sofort. enable --now erledigt beides.
(Je Befehl 1 P., enable --now 1 P.)
+94
View File
@@ -0,0 +1,94 @@
id: woche-15
woche: 15
titel: Lernzielkontrolle Woche 15 – Serviceanfragen bearbeiten
dauer_minuten: 40
hinweis: >-
Offene Fragen. Es zählt die Begründung – bei Priorisierungen sind auch
abweichende Einstufungen richtig, wenn sie schlüssig begründet sind.
fragen:
- id: f1
frage: >-
Ordnen Sie zu und begründen Sie kurz, ob es sich um eine Störung, eine
Serviceanfrage, ein Problem oder eine Änderung handelt: (a) Ein neuer
Mitarbeiter braucht ein Konto. (b) Das VPN bricht bei allen
Außendienstlern seit drei Wochen jeden Montag ab. (c) Die Firewall soll eine
neue Firmware bekommen. (d) Ein Nutzer kann keine Mails mehr senden.
punkte: 8
musterloesung: >-
(a) Serviceanfrage – nichts ist kaputt, verlangt wird eine vorgesehene
Standardleistung. (b) Problem – eine wiederkehrende Ursache hinter vielen
Störungen, die dauerhaft beseitigt werden muss; die einzelnen Meldungen
sind jeweils Störungen. (c) Änderung – ein geplanter Eingriff in ein
laufendes System, der bewertet, freigegeben und mit Rückweg umgesetzt
wird. (d) Störung – eine ungeplante Beeinträchtigung, Ziel ist die schnelle
Wiederherstellung. (Je Zuordnung mit Begründung 2 P.)
- id: f2
frage: >-
Erklären Sie, wie die Priorität eines Tickets ermittelt wird, und wenden Sie
das auf folgenden Fall an: Der Server mit der Lohnbuchhaltung ist am
Tag vor der Gehaltsabrechnung nicht erreichbar.
punkte: 6
musterloesung: >-
Die Priorität ergibt sich aus Auswirkung (wie viele Nutzer bzw. wie
wichtige Abläufe) und Dringlichkeit (wie schnell entsteht Schaden, gibt es
eine Umgehung), die in einer Matrix verknüpft werden. Fall: Die Auswirkung
ist hoch, weil die Gehaltszahlung aller Beschäftigten betroffen ist und
gesetzliche bzw. vertragliche Fristen drohen. Die Dringlichkeit ist hoch,
weil die Abrechnung am nächsten Tag laufen muss und es keine Umgehung
gibt. Ergebnis: höchste Priorität (P1). (Verfahren 2 P., Auswirkung 2 P.,
Dringlichkeit und Ergebnis 2 P.)
- id: f3
frage: >-
Was ist der Unterschied zwischen funktionaler und hierarchischer
Eskalation? Nennen Sie je ein Beispiel.
punkte: 4
musterloesung: >-
Funktional: Weitergabe an eine Stelle mit mehr Fachwissen, z. B. vom
ersten Level an den Netzwerkadministrator, weil die Ursache im Switch
liegt. Hierarchisch: Einbeziehung der Führungsebene, z. B. weil die
vereinbarte Lösungszeit nicht zu halten ist oder für die Lösung eine
Anschaffung freigegeben werden muss. (Je Begriff mit Beispiel 2 P.)
- id: f4
frage: >-
Was ist ein Workaround, und warum wird ein Ticket geschlossen, sobald er
greift, obwohl die Ursache noch besteht?
punkte: 4
musterloesung: >-
Ein Workaround ist eine Umgehung, mit der der Nutzer weiterarbeiten kann,
obwohl die Ursache noch nicht beseitigt ist. Die Störung wird geschlossen,
weil ihr Ziel – die Arbeitsfähigkeit des Nutzers – erreicht ist. Die
Ursache wird getrennt im zugehörigen Problem weiterverfolgt; so bleibt
sichtbar, dass noch etwas offen ist, ohne dass das Ticket des Nutzers
wochenlang offen steht. (Begriff 2 P., Begründung 2 P.)
- id: f5
frage: >-
Nennen Sie fünf Angaben, die vor einer normalen Änderung feststehen
müssen.
punkte: 5
musterloesung: >-
Fünf aus: Beschreibung der Änderung; Grund bzw. Ziel; betroffene Systeme
und Nutzer; Risikoeinschätzung; Rückweg; Sicherung bzw. Snapshot vorher;
Freigabe durch die zuständige Person; Zeitpunkt bzw. Wartungsfenster;
Ankündigung an die Betroffenen; Verantwortlicher für die Umsetzung;
Kriterien, an denen der Erfolg geprüft wird. (Je Angabe 1 P.)
- id: f6
frage: >-
Formulieren Sie den Titel und die Gliederung eines Wissensartikels zu
folgender Störung: Nutzer können nach dem Kennwortwechsel nicht mehr auf
ihr Netzlaufwerk zugreifen, weil Windows noch das alte Kennwort gespeichert
hat.
punkte: 5
musterloesung: >-
Titel nach dem Symptom in Nutzersprache, z. B. „Netzlaufwerk nach
Kennwortwechsel nicht erreichbar – Zugriff verweigert". Gliederung: Gilt
für (Windows-Version, betroffene Laufwerke); Symptom mit Fehlermeldung im
Wortlaut; Ursache (altes Kennwort in der Anmeldeinformationsverwaltung
gespeichert); Lösung in Schritten (Eintrag entfernen, neu anmelden bzw.
Laufwerk neu verbinden); Prüfen; Stand und Verfasser. (Titel 2 P.,
Gliederung 3 P.)
+202
View File
@@ -0,0 +1,202 @@
id: woche-16
woche: 16
titel: Probeprüfung Teil 1 – Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes
dauer_minuten: 90
hinweis: >-
Nachempfunden dem Aufbau von Teil 1 der Abschlussprüfung, keine Original-
aufgabe der Kammer. Ausgangslage für alle Aufgaben: Die Muster GmbH, ein
Betrieb mit 130 Beschäftigten, richtet für ihre neue Abteilung
Qualitätssicherung fünf Bildschirmarbeitsplätze und ein Abteilungs-NAS ein.
Sie unterstützen die IT-Abteilung. Hilfsmittel – ein nicht
programmierbarer Taschenrechner. Bei Rechenaufgaben zählt der Rechenweg.
fragen:
- id: f1
frage: >-
Die Abteilungsleiterin sagt: „Wir brauchen schnelle, moderne Rechner."
Nennen Sie drei Fragen, die Sie ihr stellen, bevor Sie Angebote einholen,
und formulieren Sie eine der Antworten als prüfbare Muss-Anforderung.
punkte: 8
musterloesung: >-
Drei aus: Welche Anwendungen laufen darauf (z. B. Mess- oder
CAD-Software und deren Systemanforderungen)? Werden große Datenmengen
verarbeitet oder Messgeräte angeschlossen – welche Schnittstellen? Wird
mobil gearbeitet? Wie viele Bildschirme, welche Größe? Budget und
Termin? Gibt es Vorgaben zu Lautstärke oder Datenschutz? (Je Frage 2 P.)
Beispiel einer prüfbaren Muss-Anforderung: „Die Messsoftware öffnet ein
Prüfprotokoll mit 10.000 Messpunkten in weniger als 5 Sekunden." oder
„Jeder Arbeitsplatz hat zwei 27-Zoll-Bildschirme mit mindestens 2560 × 1440
Bildpunkten." (2 P., nur wenn prüfbar formuliert)
- id: f2
frage: >-
Für die fünf Arbeitsplätze werden je ein Bildschirm benötigt. Ein Händler
bietet ihn zum Listenpreis von 289,00 € netto je Stück an, gewährt 12 %
Rabatt und 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen. Die
Versandkosten betragen pauschal 19,90 €. Berechnen Sie den Bezugspreis für
alle fünf Bildschirme.
punkte: 10
musterloesung: >-
Listeneinkaufspreis 5 × 289,00 € = 1.445,00 €. Rabatt 12 % = 173,40 €,
Zieleinkaufspreis 1.271,60 €. Skonto 2 % vom Zieleinkaufspreis = 25,43 €,
Bareinkaufspreis 1.246,17 €. Bezugskosten 19,90 €. Bezugspreis
1.266,07 € netto. (Listenpreis 1 P., Rabatt und Zieleinkaufspreis 3 P.,
Skonto vom richtigen Betrag und Bareinkaufspreis 3 P., Bezugspreis 3 P.)
- id: f3
frage: >-
Je Arbeitsplatz nehmen Rechner und Bildschirm im Betrieb zusammen 58 W auf.
Gearbeitet wird 8 Stunden an 220 Tagen im Jahr. (a) Berechnen Sie die
jährlichen Stromkosten für alle fünf Arbeitsplätze bei 0,32 € je kWh.
(b) Bisher bleiben die Rechner nach Feierabend an den Arbeitstagen
16 Stunden mit 25 W im Leerlauf eingeschaltet. Wie hoch sind die
zusätzlichen Kosten im Jahr?
punkte: 10
musterloesung: >-
(a) 0,058 kW × 8 h × 220 = 102,08 kWh je Arbeitsplatz; × 5 = 510,4 kWh;
× 0,32 €/kWh = 163,33 €. (5 P.) (b) 0,025 kW × 16 h × 220 = 88 kWh je
Arbeitsplatz; × 5 = 440 kWh; × 0,32 €/kWh = 140,80 €. (5 P.) Je Teilaufgabe:
Umrechnung in kW 1 P., Stunden 1 P., kWh 1 P., Kosten 2 P.
- id: f4
frage: >-
Die Abteilung bekommt ein eigenes VLAN. Aus dem Bereich 10.20.40.0/24 soll
ein Subnetz für höchstens 25 Geräte zuzüglich Gateway gebildet werden, so
klein wie möglich. Geben Sie Präfix, Netzadresse, Broadcastadresse, den
nutzbaren Bereich und eine Gateway-Adresse an. Begründen Sie das Präfix.
punkte: 10
musterloesung: >-
26 Adressen für Geräte und Gateway plus Netz- und Broadcastadresse ergeben
28; die nächste Blockgröße ist 32, also /27 (Maske 255.255.255.224) mit 30
nutzbaren Adressen; /28 hätte nur 14. Netzadresse 10.20.40.0,
Broadcast 10.20.40.31, nutzbar 10.20.40.1 bis 10.20.40.30, Gateway z. B.
10.20.40.1. (Begründung und Präfix 4 P., Netz 1 P., Broadcast 2 P.,
Bereich 2 P., Gateway 1 P.)
- id: f5
frage: >-
Das Abteilungs-NAS erhält vier Festplatten mit je 6 TB. Vergleichen Sie
RAID 5 und RAID 10 hinsichtlich nutzbarer Kapazität und Ausfallsicherheit
und erklären Sie, warum das NAS trotzdem gesichert werden muss.
punkte: 8
musterloesung: >-
RAID 5: (4 − 1) × 6 TB = 18 TB nutzbar, eine beliebige Platte darf
ausfallen. RAID 10: 4 / 2 × 6 TB = 12 TB nutzbar, je Spiegelpaar darf eine
Platte ausfallen – fallen beide Platten desselben Paares aus, sind die
Daten verloren. (Je Stufe 3 P.) Ein RAID schützt nur gegen den Ausfall von
Platten, nicht gegen Löschen, Verschlüsselung durch Schadsoftware,
Bedienfehler oder den Verlust des ganzen Geräts; diese Fehler übernimmt es
sofort auf alle Platten. (2 P.)
- id: f6
frage: >-
In der Qualitätssicherung entstehen Prüfprotokolle, mit denen der Betrieb
gegenüber Kunden nachweist, dass Teile maßhaltig sind. (a) Bestimmen Sie
den Schutzbedarf der Prüfprotokolle für die drei Schutzziele mit
Begründung. (b) Nennen Sie je eine Maßnahme für das Schutzziel mit dem
höchsten Bedarf und für die Anmeldung an den Arbeitsplätzen.
punkte: 10
musterloesung: >-
(a) Integrität hoch bis sehr hoch – verfälschte Protokolle können zu
Haftung, Vertragsstrafen und Rückrufen führen. Verfügbarkeit normal bis
hoch – ein kurzer Ausfall verzögert, ein Verlust der Protokolle verhindert
den Nachweis gegenüber Kunden. Vertraulichkeit normal bis hoch – sie
können Konstruktions- und Kundendaten enthalten. Abweichende Einstufungen
zählen bei schlüssiger Begründung. (Je Schutzziel 2 P.) (b) Integrität:
Schreibrechte nur für die Prüfer, Protokolle nach Freigabe schreibgeschützt
ablegen, Änderungen protokollieren, Sicherung mit Generationen. Anmeldung:
persönliche Konten mit zweitem Faktor bzw. Smartcard, Bildschirmsperre.
(Je Maßnahme 2 P.)
- id: f7
frage: >-
Die fünf bisherigen Rechner der Abteilung sollen entsorgt werden. Auf ihren
Festplatten liegen Prüfprotokolle mit Namen von Kunden und Prüfern.
Beschreiben Sie das richtige Vorgehen.
punkte: 8
musterloesung: >-
(1) Prüfen, ob noch Daten gebraucht werden, und sie ggf. sichern. (2) Die
Datenträger ausbauen und nachweisbar löschen oder vernichten – nach DIN
66399, für personenbezogene Daten mindestens Sicherheitsstufe 3; ein
Formatieren genügt nicht. (3) Die Vernichtung mit Seriennummern
protokollieren bzw. das Vernichtungszertifikat des Dienstleisters ablegen.
(4) Die Geräte über einen zertifizierten Entsorger oder eine Rücknahmestelle
nach dem ElektroG abgeben, nicht in den Restmüll. (5) Die Geräte in der
Geräteliste als ausgesondert kennzeichnen. Ebenfalls richtig: Weitergabe zur
Wiederverwendung nach sicherer Löschung. (2 P. für Löschen/Vernichten mit
Norm, 2 P. Nachweis, 2 P. Entsorgung nach ElektroG, 2 P. für weitere
Schritte)
- id: f8
frage: >-
Ein Messgerät liefert eine Liste von Messwerten in Millimetern. Ein Teil ist
in Ordnung, wenn der Wert zwischen 24,95 und 25,05 liegt, Grenzen
eingeschlossen. Schreiben Sie einen Pseudocode, der die Anzahl der Teile
außerhalb der Toleranz und den größten gemessenen Wert ausgibt. Führen Sie
einen Schreibtischtest mit den Werten 25,01; 24,90; 25,06 durch.
punkte: 12
musterloesung: >-
ausserhalb ← 0; groesster ← werte[0]; FÜR jeden wert IN werte: WENN wert
< 24,95 ODER wert > 25,05 DANN ausserhalb ← ausserhalb + 1; WENN wert >
groesster DANN groesster ← wert; ENDE FÜR; AUSGABE ausserhalb, groesster.
Schreibtischtest: Start ausserhalb 0, groesster 25,01. Wert 25,01 – in
Toleranz, groesster bleibt 25,01. Wert 24,90 – außerhalb, ausserhalb 1.
Wert 25,06 – außerhalb, ausserhalb 2, groesster 25,06. Ausgabe 2 und 25,06.
(Initialisierung 2 P., Schleife 2 P., Bedingung mit ODER und richtigen
Grenzen 3 P., Maximum 2 P., Schreibtischtest 3 P.)
- id: f9
frage: >-
Eine Mitarbeiterin der Abteilung klagt nach einer Woche über
Nackenschmerzen und Blendung. Ihr Bildschirm steht vor dem Fenster.
Nennen Sie vier Maßnahmen und die Vorschrift, die die Anforderungen an
Bildschirmarbeitsplätze regelt.
punkte: 8
musterloesung: >-
Vier aus: Arbeitsplatz so drehen, dass die Blickrichtung parallel zum
Fenster verläuft; Bildschirm so einstellen, dass die oberste Zeile auf oder
knapp unter Augenhöhe liegt; Abstand etwa eine Armlänge; Hauptbildschirm
direkt vor den Körper; Stuhl und Tischhöhe anpassen; Sonnenschutz am
Fenster; Hinweis auf die Angebotsvorsorge für die Augen. (Je Maßnahme
1,5 P., zusammen 6 P.) Vorschrift: Arbeitsstättenverordnung, Anhang Nr. 6.
(2 P.)
- id: f10
frage: >-
Ein externer Dienstleister richtet das NAS ein. Um welche Vertragsart
handelt es sich, und welche Folgen hat die Abnahme?
punkte: 6
musterloesung: >-
Werkvertrag, weil ein Erfolg geschuldet ist – ein eingerichtetes,
funktionierendes NAS. (2 P.) Folgen der Abnahme (vier aus, je 1 P.): Die
Vergütung wird fällig; die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beginnt;
die Gefahr geht auf den Auftraggeber über; bekannte, nicht vorbehaltene
Mängel können später nur eingeschränkt geltend gemacht werden; Restmängel
werden im Protokoll festgehalten.
- id: f11
frage: >-
Am ersten Arbeitstag gehen zwei Tickets ein: (a) Eine Prüferin kann die
Messsoftware nicht starten, die Abteilung kann deshalb keine Teile
freigeben. (b) Ein Prüfer möchte ein anderes Hintergrundbild. Ordnen Sie
Art und Priorität zu und begründen Sie.
punkte: 5
musterloesung: >-
(a) Störung mit hoher Priorität – hohe Auswirkung, weil ohne Freigabe der
Ablauf der Abteilung steht, und hohe Dringlichkeit, weil Teile nicht
ausgeliefert werden können. (3 P.) (b) Serviceanfrage mit geringer
Priorität – nichts ist beeinträchtigt, die Anfrage wird nach dem üblichen
Ablauf bzw. den Vorgaben des Betriebs erledigt oder abgelehnt. (2 P.)
- id: f12
frage: >-
Die Abteilungsleiterin verkraftet höchstens einen Arbeitstag Datenverlust.
Wie oft muss das NAS mindestens gesichert werden, und welche Regel gilt
für die Aufbewahrung der Kopien?
punkte: 5
musterloesung: >-
Mindestens einmal täglich, z. B. jede Nacht nach Arbeitsende, weil das
RPO einen Arbeitstag beträgt. (2 P.) Für die Aufbewahrung gilt die
3-2-1-Regel: drei Kopien auf zwei verschiedenen Medien, eine davon außer
Haus; zusätzlich eine Kopie offline oder unveränderlich gegen
Schadsoftware. (3 P.)
+30
View File
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nummer: 13
titel: Linux-Grundlagen
block: system
leitfrage: Wo steht unter Linux, warum etwas nicht funktioniert?
ziel: >-
Du kannst dich auf der Linux-Kommandozeile sicher bewegen, Benutzer und
Dateirechte richtig setzen, Software und Dienste verwalten und einen Server
so einrichten, dass er nur per SSH-Schlüssel erreichbar ist.
handouts: [S6, S7, S8]
aufgaben: ["13.1"]
checklisten: [10-linux-server-einrichten]
lernzielkontrolle: woche-13
tage:
- tag: Montag
theorie: [S6]
praxis: Auf einem Testsystem zwanzig Fragen mit Befehlen beantworten – wo liegt was, wie voll ist was, was steht im Protokoll.
- tag: Dienstag
theorie: [S7]
praxis: Benutzer, Gruppen und ein gemeinsames Verzeichnis für eine Abteilung anlegen und mit zwei Konten prüfen.
- tag: Mittwoch
theorie: [S8]
praxis: Praxisaufgabe 13.1 beginnen – VM planen, installieren, Benutzer und Schlüssel einrichten.
- tag: Donnerstag
theorie: []
praxis: Praxisaufgabe 13.1 abschließen – SSH absichern, Firewall, nginx, Fehlersuche mit journalctl.
- tag: Freitag
theorie: []
praxis: Lernzielkontrolle, danach Berichtsheft schreiben.
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nummer: 14
titel: Betrieb und Überwachung
block: system
leitfrage: Wer merkt zuerst, dass etwas nicht stimmt – die IT oder der Nutzer?
ziel: >-
Du kannst eine Überwachung mit begründeten Schwellwerten einrichten, eine
Störung anhand der Protokolle zeitlich eingrenzen und Updates so planen, dass
sie zuverlässig ankommen, ohne den Betrieb zu stören.
handouts: [S9, S10, S11]
aufgaben: ["14.1"]
checklisten: []
lernzielkontrolle: null
tage:
- tag: Montag
theorie: [S9]
praxis: Die Überwachung des Betriebs mit dem Ausbilder durchgehen – was wird überwacht, welche Alarme kamen im letzten Monat, welche davon waren nützlich.
- tag: Dienstag
theorie: [S10]
praxis: Drei echte Störungen aus dem Ticketsystem nehmen und in den Protokollen nachvollziehen, wann und warum sie auftraten.
- tag: Mittwoch
theorie: [S11]
praxis: Den Update-Stand aller Arbeitsplätze und Netzwerkgeräte erheben, Geräte ohne aktuellen Stand und mit End of Life auflisten.
- tag: Donnerstag
theorie: []
praxis: Praxisaufgabe 14.1 – Prüfungen und Schwellen festlegen, einrichten, Ausfall testen, dokumentieren.
- tag: Freitag
theorie: []
praxis: Ergebnis der Bestandsaufnahme vom Mittwoch dem Ausbilder vorstellen, Berichtsheft schreiben.
+30
View File
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nummer: 15
titel: Serviceanfragen bearbeiten
block: arbeitsalltag
leitfrage: Welches Ticket ist wirklich das dringendste – und woran erkennst du das?
ziel: >-
Du kannst Störungen, Serviceanfragen, Probleme und Änderungen unterscheiden,
Tickets nachvollziehbar priorisieren und eskalieren und Lösungen so
festhalten, dass andere sie wiederfinden.
handouts: [A10, A11, A12]
aufgaben: ["15.1"]
checklisten: [11-aenderung-durchfuehren]
lernzielkontrolle: woche-15
tage:
- tag: Montag
theorie: [A10]
praxis: Vormittags Praxisaufgabe 15.1 – erster Level im Ticketsystem. Nachmittags zwanzig geschlossene Tickets nach Art einordnen.
- tag: Dienstag
theorie: [A11]
praxis: Vormittags Praxisaufgabe 15.1. Nachmittags die Prioritätenmatrix des Betriebs mit dem Ausbilder durchgehen und an zehn Beispielen anwenden.
- tag: Mittwoch
theorie: [A12]
praxis: Vormittags Praxisaufgabe 15.1. Nachmittags eine geplante Änderung nach Checkliste vorbereiten und vom Ausbilder freigeben lassen.
- tag: Donnerstag
theorie: []
praxis: Vormittags Praxisaufgabe 15.1 abschließen. Nachmittags zwei Wissensartikel schreiben und das Problem anlegen.
- tag: Freitag
theorie: []
praxis: Lernzielkontrolle, danach Berichtsheft schreiben.
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nummer: 16
titel: Den Arbeitsplatz als Ganzes – Vorbereitung auf Teil 1
block: hardware
leitfrage: Was gehört zu einem Arbeitsplatz außer dem Rechner?
ziel: >-
Du kannst einen Bildschirmarbeitsplatz ergonomisch beurteilen, Energiekosten
berechnen und Nachhaltigkeit bei Beschaffung und Entsorgung berücksichtigen,
Abläufe in Pseudocode beschreiben und eine Aufgabe im Stil von Teil 1 der
Abschlussprüfung in der vorgegebenen Zeit bearbeiten.
handouts: [H4, H5, P4]
aufgaben: ["16.1"]
checklisten: [12-bildschirmarbeitsplatz-pruefen]
lernzielkontrolle: woche-16
tage:
- tag: Montag
theorie: [H4]
praxis: Den eigenen Arbeitsplatz nach Checkliste prüfen und einstellen, danach Praxisaufgabe 16.1 beginnen.
- tag: Dienstag
theorie: [H5]
praxis: Praxisaufgabe 16.1 – Messungen und Hochrechnung, zehn Übungsaufgaben zu Energiekosten.
- tag: Mittwoch
theorie: [P4]
praxis: Fünf Abläufe aus dem Arbeitsalltag in Pseudocode beschreiben und je einen Schreibtischtest machen. Praxisaufgabe 16.1 abschließen.
- tag: Donnerstag
theorie: []
praxis: Probeprüfung Teil 1 unter Prüfungsbedingungen – 90 Minuten, ohne Hilfsmittel außer Taschenrechner.
- tag: Freitag
theorie: []
praxis: Monatliches Feedbackgespräch mit Besprechung der Probeprüfung, danach Berichtsheft schreiben.