Inhalte: Wochen 5 bis 8
Vier neue Wochen nach Rahmenplan, im bestehenden Format: - Woche 5 Ausbildung, Betrieb und Zusammenarbeit (C1, C2, C5) - Woche 6 IT-Sicherheit und Datenschutz (A6, LF4) - Woche 7 Skripting mit PowerShell (A10, A4) - Woche 8 Datensicherung und Speicher (A9) 12 Handouts, 38 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 2 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen, 22 Glossareintraege, zwei neue Themenbloecke. Jede Berufsbildposition ist jetzt von mindestens einem Inhalt beruehrt. Die Praxisaufgaben bauen aufeinander auf: Die Abteilungsuebersicht aus 5.1 ist Grundlage der Schutzbedarfsfeststellung in 6.1, und deren Ergebnis ist Massstab fuer die Sicherungspruefung in 8.1. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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Claude Opus 5.5
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id: A4
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titel: Rechte und Pflichten in der Ausbildung
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block: arbeitsalltag
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woche: 5
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worum: Der Ausbildungsvertrag ist kein gewöhnlicher Arbeitsvertrag – das Berufsbildungsgesetz regelt, was beide Seiten einander schulden.
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rahmenplan: [C1]
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lernfeld: LF1
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merksatz: Du schuldest das Lernen, der Betrieb schuldet das Ausbilden. Das Berichtsheft beweist beides.
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karten:
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- frage: Wie lang darf die Probezeit in der Ausbildung sein, und was gilt in dieser Zeit für die Kündigung?
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antwort: Mindestens einen, höchstens vier Monate. In der Probezeit können beide Seiten jederzeit ohne Frist und ohne Angabe von Gründen kündigen – schriftlich.
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- frage: Unter welchen Bedingungen kann ein Azubi nach der Probezeit kündigen?
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antwort: Aus wichtigem Grund ohne Frist, oder mit vier Wochen Frist, wenn er die Ausbildung aufgeben oder einen anderen Beruf lernen will. Immer schriftlich und mit Angabe des Grundes.
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- frage: Warum ist das Berichtsheft mehr als eine lästige Pflicht?
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antwort: Ein ordnungsgemäß geführter Ausbildungsnachweis ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Ohne ihn keine Prüfung.
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- frage: Aus welchen Teilen besteht die Abschlussprüfung zum Fachinformatiker Systemintegration?
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antwort: Aus Teil 1 nach etwa anderthalb Jahren (Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes, 20 %) und Teil 2 am Ende (Projektarbeit 50 %, zwei schriftliche Fachbereiche je 10 %, Wirtschafts- und Sozialkunde 10 %).
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## Das Wesentliche
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- **Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) geht dem Vertrag vor.** Was dort zugunsten des Azubis
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geregelt ist, lässt sich im Ausbildungsvertrag nicht wegverhandeln.
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- **Deine Pflichten (§ 13 BBiG)** lassen sich in einem Satz zusammenfassen: dich bemühen,
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den Beruf zu lernen. Dazu gehören die Berufsschule, die Weisungen im Rahmen der
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Ausbildung, der pflegliche Umgang mit Geräten, Verschwiegenheit über Betriebs- und
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Geschäftsgeheimnisse und das Führen des Ausbildungsnachweises.
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- **Die Pflichten des Betriebs (§ 14 BBiG):** dir den Beruf planmäßig beibringen,
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Ausbildungsmittel kostenlos stellen, dich zur Berufsschule freistellen, dir Zeit für das
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Berichtsheft während der Arbeitszeit geben und es regelmäßig durchsehen. Und: dir nur
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Aufgaben geben, die der Ausbildung dienen.
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- **Berufsschule ist Arbeitszeit.** Ein Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden
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wird einmal pro Woche als voller Ausbildungstag angerechnet. Danach musst du nicht mehr in
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den Betrieb.
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- **Probezeit:** ein bis vier Monate. Danach kann der Betrieb nur noch aus wichtigem Grund
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kündigen.
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- **Vergütung, Urlaub und Arbeitszeit** stehen im Vertrag. Ob zusätzlich ein Tarifvertrag
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gilt, hängt davon ab, ob der Betrieb tarifgebunden ist oder der Vertrag darauf verweist –
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frag nach, statt zu raten.
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- **Bei Problemen** sind Ausbilder, Betriebsrat bzw. Jugend- und Auszubildendenvertretung
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und die Ausbildungsberatung der IHK die Ansprechpartner. In dieser Reihenfolge, aber nicht
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zwingend.
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## Übersicht
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| Prüfungsteil | Zeitpunkt | Inhalt | Gewicht |
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|---|---|---|---|
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| Teil 1 | etwa nach 18 Monaten | Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes (schriftlich, 90 Min.) | 20 % |
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| Teil 2 | Ende der Ausbildung | Betriebliches Projekt der Systemintegration mit Dokumentation, Präsentation und Fachgespräch | 50 % |
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| | | Konzeption und Administration von IT-Systemen (schriftlich) | 10 % |
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| | | Analyse und Entwicklung von Netzwerken (schriftlich) | 10 % |
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| | | Wirtschafts- und Sozialkunde (schriftlich) | 10 % |
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Teil 1 zählt also schon zur Endnote – er ist keine Zwischenprüfung zum Üben.
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Ein Auszubildender wird nach der Probezeit regelmäßig zum Brötchenholen und
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Autowaschen eingeteilt. Beurteilen Sie die Situation und nennen Sie zwei Wege, wie er
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reagieren kann.
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**Antwort:** Nach § 14 BBiG dürfen Auszubildenden nur Aufgaben übertragen werden, die dem
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Ausbildungszweck dienen und ihren körperlichen Kräften angemessen sind. Regelmäßige
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ausbildungsfremde Tätigkeiten sind damit unzulässig; gelegentliche Gefälligkeiten, die alle
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im Team gleichermaßen übernehmen, sind dagegen kein Verstoß. Der Auszubildende kann
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(1) das Gespräch mit dem Ausbilder suchen und die Tätigkeiten im Berichtsheft wahrheitsgemäß
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eintragen, (2) sich an Betriebsrat oder Jugend- und Auszubildendenvertretung wenden oder
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(3) die Ausbildungsberatung der zuständigen Kammer einschalten.
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id: A5
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titel: Den Betrieb verstehen – Aufbau, Abläufe, Ansprechpartner
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block: arbeitsalltag
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woche: 5
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worum: Die IT ist für die anderen da. Wer nicht weiß, was eine Abteilung tut und wann es dort brennt, setzt die falschen Prioritäten.
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rahmenplan: [C2, A1]
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lernfeld: LF1
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merksatz: Das Organigramm sagt, wer entscheidet. Die Abläufe sagen, wer leidet, wenn etwas ausfällt.
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karten:
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- frage: Was ist der Unterschied zwischen Aufbau- und Ablauforganisation?
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antwort: Die Aufbauorganisation legt fest, wer wo steht – Abteilungen, Stellen, Weisungswege, sichtbar im Organigramm. Die Ablauforganisation legt fest, wie die Arbeit fließt – Reihenfolge, Zuständigkeiten und Übergaben in einem Prozess.
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- frage: Warum ist die IT in den meisten Betrieben ein Unterstützungsprozess?
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antwort: Weil sie nicht selbst das verkauft, womit der Betrieb sein Geld verdient, sondern die Kernprozesse – Fertigung, Vertrieb, Verwaltung – am Laufen hält. Ihre Kunden sind die anderen Abteilungen.
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- frage: Ab wann kann in einem Betrieb eine Jugend- und Auszubildendenvertretung gewählt werden?
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antwort: Wenn es einen Betriebsrat gibt und in der Regel mindestens fünf Beschäftigte unter 18 Jahren oder Auszubildende unter 25 Jahren dort arbeiten.
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## Das Wesentliche
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- **Aufbauorganisation** – wer wo steht. Das Organigramm zeigt Abteilungen, Stellen und
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Weisungswege. Es beantwortet die Frage: Wer darf das entscheiden?
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- **Ablauforganisation** – wie die Arbeit fließt. Ein Auftrag geht vom Vertrieb über die
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Arbeitsvorbereitung in die Fertigung und zum Versand. Jede Übergabe ist eine Stelle, an
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der IT gebraucht wird – und an der ein Ausfall auffällt.
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- **Kernprozesse und Unterstützungsprozesse.** Kernprozesse bringen das Geld herein.
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Die IT gehört fast immer zu den Unterstützungsprozessen: Ihre Kunden sitzen im selben Haus.
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- **Linie, Stab, Matrix.** In der Linie hat jeder genau einen Vorgesetzten. Eine Stabsstelle
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berät, entscheidet aber nicht (etwa der Datenschutz). In der Matrix gibt es zwei Richtungen
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der Weisung, zum Beispiel Abteilung und Projekt.
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- **Die Rechtsform** sagt, wer haftet und wer unterschreiben darf. In einer GmbH haftet die
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Gesellschaft mit ihrem Vermögen; die Geschäftsführung vertritt sie nach außen.
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- **Mitbestimmung:** Ab fünf ständig Beschäftigten kann ein Betriebsrat gewählt werden. Er
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redet unter anderem mit, wenn Technik eingeführt wird, die Leistung oder Verhalten
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überwachen kann – und das ist bei fast jeder neuen Software der Fall.
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- **Für die IT zählt vor allem:** Wann wird wo gearbeitet, was darf wann nicht ausfallen, und
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wer ist der Ansprechpartner, der für die Abteilung sprechen darf.
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## Übersicht
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| Frage an eine Abteilung | Warum die IT das wissen muss |
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|---|---|
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| Was ist euer wichtigstes Programm? | Bestimmt, was bei einer Störung zuerst wiederhergestellt wird |
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| Wann darf nichts ausfallen? | Wartungsfenster legt man nicht auf den Monatsabschluss der Buchhaltung |
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| Wer spricht für euch? | Änderungen werden mit einer Person abgestimmt, nicht mit allen |
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| Mit wem tauscht ihr Daten aus? | Schnittstellen sind die häufigste Fehlerquelle nach Updates |
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| Was nervt euch an der IT? | Die ehrlichste Liste für Verbesserungen, die es gibt |
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Die IT-Abteilung soll eine neue Software zur Zeiterfassung einführen. Welche
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Stellen im Betrieb müssen Sie vor der Einführung einbeziehen, und warum?
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**Antwort:** (1) Die Geschäftsführung bzw. die verantwortliche Führungskraft, weil sie über
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Einführung und Budget entscheidet. (2) Den Betriebsrat, weil eine Zeiterfassung geeignet
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ist, Verhalten oder Leistung zu überwachen; er hat dabei ein Mitbestimmungsrecht nach § 87
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Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. (3) Den Datenschutzbeauftragten, weil personenbezogene Daten verarbeitet
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werden. (4) Die Personalabteilung bzw. Lohnbuchhaltung als fachlich verantwortliche Stelle,
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die mit den Daten arbeitet und die Schnittstelle zur Abrechnung kennt.
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id: A6
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titel: Digital zusammenarbeiten – der richtige Kanal, der richtige Ort
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block: arbeitsalltag
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woche: 5
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worum: Chat, E-Mail, Ticket, Wiki – jedes Werkzeug ist für etwas anderes gut. Wer alles überall bespricht, findet nichts wieder.
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rahmenplan: [C5, A5]
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lernfeld: LF1
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merksatz: Aufträge ins Ticket, Wissen ins Wiki, Absprachen in den Chat – und was zählt, schriftlich.
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karten:
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- frage: Wohin gehört eine Absprache, die in drei Monaten noch nachvollziehbar sein muss – Chat, E-Mail oder Ticket?
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antwort: Ins Ticket, wenn sie zu einem Auftrag gehört, sonst in die gemeinsame Dokumentation. Chats sind für schnelle Abstimmung gedacht und lassen sich später kaum noch durchsuchen.
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- frage: Was gehört in ein Besprechungsprotokoll, damit es etwas nützt?
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antwort: Die getroffenen Entscheidungen und die vereinbarten Aufgaben mit Verantwortlichem und Termin. Wer was gesagt hat, ist meist entbehrlich.
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- frage: Warum schickt man einen Link auf die Datei statt die Datei als Anhang?
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antwort: Weil sonst mehrere Fassungen entstehen und niemand mehr weiß, welche gilt. Der Link zeigt immer auf den aktuellen Stand und unterliegt den Zugriffsrechten der Ablage.
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## Das Wesentliche
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- **Den Kanal nach dem Zweck wählen, nicht nach der Gewohnheit.** Eine Frage, die in zwei
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Minuten geklärt ist, gehört nicht in eine E-Mail mit fünf Empfängern – und eine Zusage an
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einen Kunden nicht in den Chat.
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- **Ein Ort der Wahrheit.** Jede Information hat genau einen Ablageort. Kopien per Mail,
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auf dem Desktop oder im privaten Ordner sind am nächsten Tag veraltet.
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- **Dateinamen, die sich sortieren:** `2026-10-05_Netzplan_Halle2_v3.pdf` statt
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`Netzplan neu final(2).pdf`. Das Datum vorn in der Form JJJJ-MM-TT ordnet sich von selbst.
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- **Besprechungen** haben eine Tagesordnung vorher und ein Protokoll danach. Im Protokoll
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stehen Entscheidungen und Aufgaben – wer, was, bis wann.
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- **Was nicht in den Chat gehört:** Passwörter, personenbezogene Daten von Kunden oder
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Kollegen, Kundendaten aus Tickets. Chats werden mitgelesen, weitergeleitet und abfotografiert.
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- **Erreichbarkeit ehrlich halten.** Status setzen, Abwesenheit eintragen, Vertretung nennen.
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Wer nicht antwortet, ist für die anderen ein ungelöstes Ticket.
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- **Videokonferenz:** Kamera an, wenn es um Abstimmung geht; Mikrofon aus, wenn man nicht
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spricht; Bildschirm teilen nur mit geschlossenen privaten Fenstern.
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## Übersicht
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| Anliegen | Kanal | Warum |
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|---|---|---|
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| Störung oder Auftrag | Ticket | Nachvollziehbar, zuweisbar, messbar |
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| Kurze Rückfrage an einen Kollegen | Chat | Schnell, wird nicht aufbewahrt |
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| Zusage, Angebot, Absprache mit Externen | E-Mail | Nachweisbar und an einen Empfänger gerichtet |
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| Eskalation, Konflikt, eilige Störung | Telefon oder persönlich | Tonfall und sofortige Rückfrage |
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| Anleitung, Konfiguration, Netzplan | Wiki bzw. gemeinsame Dokumentation | Auffindbar für alle, auch in zwei Jahren |
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** In Ihrem Team werden Konfigurationsänderungen bisher per Chat angekündigt und
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dort besprochen. Bewerten Sie dieses Vorgehen und schlagen Sie eine Verbesserung vor.
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**Antwort:** Der Chat eignet sich für die schnelle Abstimmung, nicht als Nachweis. Ankündigungen
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gehen in anderen Nachrichten unter, sind später schwer auffindbar und enthalten weder
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Begründung noch Rückfallplan in fester Form. Besser ist eine Änderungsanfrage im
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Ticketsystem mit Beschreibung, Zeitpunkt, betroffenen Systemen, Rückfallplan und
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Freigabe; der Chat dient dann nur noch als Hinweis mit Link auf das Ticket. Nach der Änderung
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wird die Dokumentation im Wiki aktualisiert.
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id: I1
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titel: Schutzziele und Schutzbedarf – was ist wie viel wert?
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block: sicherheit
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woche: 6
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worum: Nicht alles muss gleich gut geschützt werden. Die Schutzbedarfsfeststellung sagt, wo sich Aufwand lohnt – und begründet ihn.
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rahmenplan: [A6]
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lernfeld: LF4
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merksatz: Erst fragen, was passiert, wenn es schiefgeht. Dann entscheiden, wie viel Schutz es braucht.
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karten:
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- frage: Welche drei Schutzziele kennt die Informationssicherheit, und was bedeuten sie?
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antwort: Vertraulichkeit – nur Befugte sehen die Daten. Integrität – die Daten sind vollständig und unverfälscht. Verfügbarkeit – Daten und Systeme stehen bereit, wenn sie gebraucht werden.
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- frage: Welche drei Schutzbedarfskategorien unterscheidet der IT-Grundschutz des BSI?
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antwort: Normal – die Schadensauswirkungen sind begrenzt und überschaubar. Hoch – sie können beträchtlich sein. Sehr hoch – sie können existenzbedrohend oder katastrophal sein.
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- frage: Was besagt das Maximumprinzip bei der Schutzbedarfsfeststellung?
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antwort: Ein IT-System erbt den höchsten Schutzbedarf aller Anwendungen, die darauf laufen. Läuft eine Anwendung mit hohem Bedarf auf einem Server, hat der Server mindestens hohen Bedarf.
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## Das Wesentliche
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- **Drei Schutzziele:** Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit. Jede Sicherheitsmaßnahme
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dient mindestens einem davon. Oft kommt Authentizität hinzu: Man weiß sicher, von wem
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etwas stammt.
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- **Schutzbedarf ergibt sich aus dem möglichen Schaden**, nicht aus der Technik. Die Frage
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lautet: Was passiert, wenn diese Information bekannt wird, verfälscht wird oder ausfällt?
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- **Drei Kategorien:** normal, hoch, sehr hoch. Bewertet wird **je Schutzziel** – die
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Lohnabrechnung hat einen sehr hohen Bedarf an Vertraulichkeit, aber nicht zwingend an
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Verfügbarkeit in der Stunde.
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- **Sechs Schadensszenarien** helfen beim Einordnen: Verstoß gegen Gesetze oder Verträge,
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Verletzung von Persönlichkeitsrechten, Gefahr für Leib und Leben, Beeinträchtigung der
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Aufgabenerfüllung, Ansehensverlust, finanzielle Folgen.
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- **Von oben nach unten:** Erst die Geschäftsprozesse und Informationen bewerten, dann die
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Anwendungen, dann die IT-Systeme, Räume und Verbindungen, auf denen sie liegen.
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- **Vererbung:** Ein System übernimmt den höchsten Bedarf seiner Anwendungen
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(Maximumprinzip). Viele kleine Schäden auf einem System können zusammen einen höheren
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Bedarf ergeben (Kumulationseffekt). Ist eine Anwendung auf mehrere Systeme verteilt,
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kann der Bedarf des einzelnen Systems niedriger liegen (Verteilungseffekt).
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- **Jede Einstufung braucht eine Begründung.** „Hoch, weil wichtig" ist keine.
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## Übersicht
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| Kategorie | Bedeutung | Beispiel Verfügbarkeit |
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|---|---|---|
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| normal | begrenzte, überschaubare Auswirkungen | Ausfall des Intranets für einen Tag ist lästig, aber verkraftbar |
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| hoch | beträchtliche Auswirkungen | Ausfall der Warenwirtschaft für einen Tag stoppt Versand und Rechnungen |
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| sehr hoch | existenzbedrohende oder katastrophale Auswirkungen | Ausfall der Produktionssteuerung über Tage mit Vertragsstrafen |
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Auf einem Server laufen der Dateidienst der Verwaltung (Schutzbedarf
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Vertraulichkeit: normal) und die Personaldatenbank (Vertraulichkeit: sehr hoch). Welchen
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Schutzbedarf hat der Server hinsichtlich der Vertraulichkeit? Begründen Sie und nennen Sie
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eine Alternative.
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**Antwort:** Nach dem Maximumprinzip übernimmt der Server den höchsten Schutzbedarf der
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darauf betriebenen Anwendungen, hier also „sehr hoch" für die Vertraulichkeit. Damit
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müssen auch für den Dateidienst die strengeren Maßnahmen gelten – etwa beim Zugriff von
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Administratoren und bei der Sicherung. Alternativ lässt sich die Personaldatenbank auf ein
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eigenes System auslagern; dann kann der Dateiserver mit normalem Schutzbedarf betrieben
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werden, und der hohe Aufwand beschränkt sich auf das System, das ihn wirklich braucht.
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id: I2
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titel: Konten schützen – Passwörter, zweiter Faktor, Phishing
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block: sicherheit
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woche: 6
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worum: Die meisten Angriffe beginnen nicht mit einer Sicherheitslücke, sondern mit einem Konto, das sich jemand ausgeliehen hat.
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rahmenplan: [A6, B3]
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lernfeld: LF4
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merksatz: Lang statt kompliziert, für jedes Konto ein eigenes, und wo es geht ein zweiter Faktor.
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karten:
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- frage: Was macht ein Passwort sicher – Länge oder Sonderzeichen?
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antwort: Vor allem die Länge und dass es nirgends sonst verwendet wird. Eine lange Passphrase aus mehreren Wörtern ist stärker und besser zu merken als ein kurzes Passwort mit Sonderzeichen.
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- frage: Aus welchen drei Arten von Faktoren kann eine Anmeldung bestehen?
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antwort: Wissen (Passwort, PIN), Besitz (Smartphone mit App, Sicherheitsschlüssel, Chipkarte) und Sein (Fingerabdruck, Gesicht). Zwei Faktoren müssen aus verschiedenen Arten stammen.
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- frage: Warum arbeiten Administratoren im Alltag nicht mit ihrem Administratorkonto?
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antwort: Weil jede Schadsoftware, die sie versehentlich starten, sonst mit vollen Rechten läuft. Für den Alltag dient ein normales Konto, das Administratorkonto nur für die Aufgabe, die es braucht.
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## Das Wesentliche
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- **Länge schlägt Komplexität.** Eine Passphrase wie `Kaffee-Lager-Gabelstapler-Montag` ist
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stärker als `K4ff33!` und lässt sich merken.
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- **Für jedes Konto ein eigenes Passwort.** Wird ein Dienst gehackt, probieren Angreifer die
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erbeuteten Zugangsdaten überall sonst aus. Ein Passwortmanager macht das handhabbar.
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||||
- **Kein Wechsel ohne Anlass.** Regelmäßiger Zwangswechsel führt zu `Sommer2026!`,
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`Herbst2026!`. Gewechselt wird, wenn ein Verdacht besteht – dann aber sofort.
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- **Zweiter Faktor:** Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr. Pflicht für
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E-Mail, Fernzugang und alle Administratorkonten.
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||||
- **Getrennte Konten für Verwaltungsaufgaben.** Surfen und Mails lesen mit dem normalen
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Konto, administrieren mit dem Administratorkonto – und nur dafür.
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||||
- **Phishing erkennen:** Zeitdruck, ungewöhnlicher Absender, Link-Ziel passt nicht zum
|
||||
Absender, Aufforderung zur Anmeldung oder Zahlung. Vor dem Klick auf den Link zeigen und
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||||
die Adresse lesen.
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||||
- **Wer geklickt hat, meldet es sofort.** Nicht schämen, nicht löschen, nicht abwarten. Je
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||||
früher die IT Bescheid weiß, desto kleiner der Schaden.
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- **Bildschirm sperren**, sobald man den Platz verlässt: Windows-Taste + L.
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||||
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## Übersicht
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| Merkmal einer Phishing-Mail | Beispiel |
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|---|---|
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| Druck und Dringlichkeit | „Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt" |
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| Absender passt nicht | `support@micros0ft-konto.net` |
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| Link-Ziel weicht ab | Text zeigt `microsoft.com`, Ziel ist eine fremde Adresse |
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||||
| Ungewöhnliche Bitte | Gutscheine kaufen, Kontodaten ändern, Anhang „aktivieren" |
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| Allgemeine Anrede | „Sehr geehrter Kunde" statt des Namens |
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||||
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Eine Mitarbeiterin meldet, dass sie auf einen Link in einer verdächtigen Mail
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geklickt und dort ihr Passwort eingegeben hat. Beschreiben Sie Ihr Vorgehen in der
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richtigen Reihenfolge.
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**Antwort:** (1) Sofort das Passwort des betroffenen Kontos ändern und bestehende
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Anmeldesitzungen beenden, damit der Angreifer den Zugang nicht mehr nutzen kann. (2) Prüfen,
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||||
ob der zweite Faktor aktiv ist und ob seit dem Klick ungewöhnliche Anmeldungen,
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||||
Weiterleitungsregeln oder versendete Mails auftreten. (3) Die Mail sichern und andere
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||||
Empfänger warnen bzw. die Mail aus deren Postfächern entfernen. (4) Den Rechner auf
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||||
Schadsoftware prüfen, falls zusätzlich etwas heruntergeladen wurde. (5) Den Vorfall
|
||||
dokumentieren und an die Verantwortlichen für Informationssicherheit und Datenschutz
|
||||
melden – bei Zugriff auf personenbezogene Daten kann eine Meldepflicht bestehen.
|
||||
@@ -0,0 +1,64 @@
|
||||
---
|
||||
id: I3
|
||||
titel: Datenschutz in der IT – was du sehen kannst und was du anschauen darfst
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||||
block: sicherheit
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||||
woche: 6
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||||
worum: In der IT hat man Zugriff auf fast alles. Die DSGVO regelt, was man damit tun darf – und das ist deutlich weniger.
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||||
rahmenplan: [A6, C1]
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||||
lernfeld: LF4
|
||||
merksatz: Zugriff ist kein Anlass. Hineingeschaut wird nur, wenn der Auftrag es verlangt.
|
||||
karten:
|
||||
- frage: Was sind personenbezogene Daten?
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||||
antwort: Alle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen – Name, E-Mail-Adresse, Personalnummer, IP-Adresse, Standortdaten, aber auch ein Foto oder eine Stimmaufnahme.
|
||||
- frage: Innerhalb welcher Frist muss eine Datenschutzverletzung der Aufsichtsbehörde gemeldet werden?
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||||
antwort: Innerhalb von 72 Stunden, nachdem sie bekannt geworden ist – es sei denn, sie führt voraussichtlich zu keinem Risiko für die Betroffenen. Melden muss der Betrieb; du meldest intern sofort.
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||||
- frage: Was bedeutet Datenminimierung?
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||||
antwort: Es werden nur die Daten erhoben und gespeichert, die für den Zweck wirklich nötig sind – und gelöscht, sobald der Zweck erfüllt ist.
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||||
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## Das Wesentliche
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- **Die DSGVO schützt Personen, nicht Daten.** Personenbezogen ist alles, was sich einer
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||||
bestimmten Person zuordnen lässt – auch eine IP-Adresse oder ein Kennzeichen.
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- **Besonders schützenswert** sind Gesundheitsdaten, religiöse und politische
|
||||
Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, biometrische Daten und weitere. In der IT
|
||||
begegnen sie dir in Krankmeldungen, Personalakten und Zutrittssystemen.
|
||||
- **Die Grundsätze:** rechtmäßig, zweckgebunden, so wenig wie nötig, richtig, nicht länger als
|
||||
nötig gespeichert, sicher verarbeitet. Und der Betrieb muss nachweisen können, dass er sich
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daran hält.
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- **Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM):** Zugriffsrechte, Verschlüsselung,
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Protokollierung, Datensicherung, Schulungen. Ein großer Teil davon ist IT-Arbeit.
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- **Als Administrator** siehst du Postfächer, Personalordner und Protokolle. Hineinschauen
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darfst du nur, wenn ein Auftrag es erfordert – und dann nur so weit wie nötig. Was du
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dabei siehst, bleibt bei dir.
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- **Eine Datenpanne** – verlorenes Notebook, falsch versendete Mail, offener Ordner – meldest
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du sofort intern. Der Betrieb hat 72 Stunden für die Meldung an die Aufsichtsbehörde, und
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die Uhr läuft ab dem Moment, in dem jemand im Betrieb davon weiß.
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- **Der Datenschutzbeauftragte** berät und kontrolliert. Er ist Pflicht, sobald in der Regel
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mindestens 20 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener
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Daten beschäftigt sind.
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## Übersicht
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| Situation | Richtig |
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|---|---|
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| Ein Kollege bittet dich, „mal kurz" ins Postfach seiner Chefin zu schauen | Ablehnen – Zugriff nur mit Auftrag der berechtigten Stelle |
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| Ein Notebook ist im Zug liegen geblieben | Sofort melden, Konto sperren, Verschlüsselung prüfen |
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| Du siehst beim Support eine Krankmeldung auf dem Bildschirm | Nicht lesen, nicht erwähnen, Fenster schließen lassen |
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| Alte Festplatten aus der Personalabteilung | Nachweisbar sicher löschen oder vernichten, Protokoll anlegen |
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| Testdaten für eine neue Software gesucht | Keine echten Personaldaten, sondern erfundene oder unkenntlich gemachte |
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Ein Außendienstmitarbeiter verliert ein Notebook mit Kundendaten. Die Festplatte
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ist mit BitLocker verschlüsselt. Muss der Vorfall der Aufsichtsbehörde gemeldet werden?
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Begründen Sie.
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**Antwort:** Grundsätzlich ist der Verlust eines Geräts mit personenbezogenen Daten eine
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Verletzung des Schutzes dieser Daten und binnen 72 Stunden zu melden. Eine Meldung kann
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entfallen, wenn die Verletzung voraussichtlich nicht zu einem Risiko für die Betroffenen
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führt. Das ist bei einer wirksamen, dem Stand der Technik entsprechenden Verschlüsselung
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regelmäßig der Fall – vorausgesetzt, das Gerät war ausgeschaltet oder gesperrt und der
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Schlüssel ist nicht mit verloren gegangen. Die Entscheidung trifft der Verantwortliche mit
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dem Datenschutzbeauftragten; der Vorfall wird in jedem Fall intern dokumentiert, und das
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Konto des Mitarbeiters wird vorsorglich gesperrt bzw. das Passwort geändert.
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@@ -0,0 +1,74 @@
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id: P1
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titel: PowerShell – Befehle, Pipeline und Objekte
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block: programmierung
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woche: 7
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worum: PowerShell reicht keine Texte weiter, sondern Objekte mit Eigenschaften. Wer das verstanden hat, braucht kein Textschnipseln mehr.
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rahmenplan: [A10, B3]
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lernfeld: LF5
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merksatz: Verb-Substantiv finden, Get-Member fragen, filtern, sortieren, auswählen – formatiert wird erst ganz am Ende.
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karten:
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- frage: Wie sind die Befehle (Cmdlets) in PowerShell benannt, und wie findet man einen unbekannten Befehl?
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antwort: Nach dem Muster Verb-Substantiv, etwa Get-Service oder Stop-Process. Get-Command mit einem Suchbegriff findet Befehle, Get-Help erklärt sie mit Beispielen.
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- frage: Was unterscheidet die Pipeline in PowerShell von der in einer klassischen Linux-Shell?
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antwort: In PowerShell wandern Objekte mit Eigenschaften durch die Pipeline, nicht Textzeilen. Man filtert nach Eigenschaften wie Status oder Name, statt Spalten aus Text herauszuschneiden.
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- frage: Wozu dient Get-Member?
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antwort: Es zeigt, welche Eigenschaften und Methoden die Objekte haben, die ein Befehl liefert – also womit man in der Pipeline weiterarbeiten kann.
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## Das Wesentliche
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- **Verb-Substantiv:** `Get-Service`, `Get-Process`, `Get-ChildItem`, `Stop-Service`. Die
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Verben sind festgelegt – `Get` liest, `Set` ändert, `New` legt an, `Remove` löscht.
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- **Selbst finden statt googeln:** `Get-Command *service*` findet Befehle,
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`Get-Help Get-Service -Examples` zeigt Beispiele. Einmal `Update-Help` als Administrator.
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- **Objekte statt Text.** `Get-Service` liefert Dienstobjekte mit Eigenschaften wie `Name`,
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`Status` und `StartType`. Welche es gibt, verrät `Get-Service | Get-Member`.
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- **Die vier Werkzeuge der Pipeline:**
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- `Where-Object` filtert: `Where-Object Status -eq 'Stopped'`
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- `Sort-Object` sortiert: `Sort-Object Name`
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- `Select-Object` wählt Eigenschaften oder Anzahl: `Select-Object Name, Status -First 10`
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- `ForEach-Object` tut etwas mit jedem Objekt
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- **Vergleiche** heißen `-eq`, `-ne`, `-gt`, `-lt`, `-like` (mit `*` als Platzhalter) und
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`-match` (regulärer Ausdruck). Groß- und Kleinschreibung spielt dabei keine Rolle.
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- **Ausgeben und weitergeben:** `Export-Csv` schreibt eine Tabelle für Excel,
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`Out-File` eine Textdatei. `Format-Table` gehört nur ans Ende – danach sind es keine
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verwertbaren Objekte mehr.
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- **Erst lesen, dann ändern.** Jeder Befehl, der etwas verändert, kennt `-WhatIf`: Er sagt,
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was er tun würde, und tut es nicht.
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## Übersicht
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```powershell
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# Alle beendeten Dienste, die automatisch starten sollten
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Get-Service |
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Where-Object { $_.Status -eq 'Stopped' -and $_.StartType -eq 'Automatic' } |
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Sort-Object Name |
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Select-Object Name, DisplayName
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||||
# Die fünf Prozesse mit dem höchsten Speicherverbrauch
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Get-Process | Sort-Object WorkingSet -Descending | Select-Object -First 5 Name, Id, WorkingSet
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||||
# Dateien im Downloadordner, älter als 90 Tage, als Tabelle für Excel
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Get-ChildItem $HOME\Downloads -File |
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Where-Object LastWriteTime -lt (Get-Date).AddDays(-90) |
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||||
Select-Object Name, Length, LastWriteTime |
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||||
Export-Csv alte-downloads.csv -NoTypeInformation -Encoding UTF8
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||||
```
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||||
`$_` steht innerhalb der geschweiften Klammern für das Objekt, das gerade durch die Pipeline
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kommt.
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Schreiben Sie eine PowerShell-Befehlszeile, die alle laufenden Dienste
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alphabetisch sortiert mit Name und Anzeigename in die Datei `dienste.csv` schreibt, und
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erklären Sie jeden Teil.
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**Antwort:**
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`Get-Service | Where-Object Status -eq 'Running' | Sort-Object Name | Select-Object Name, DisplayName | Export-Csv dienste.csv -NoTypeInformation`
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– `Get-Service` liefert alle Dienste als Objekte. `Where-Object` lässt nur die durch, deren
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Eigenschaft `Status` den Wert `Running` hat. `Sort-Object Name` sortiert nach dem Namen.
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`Select-Object` behält nur die beiden gewünschten Eigenschaften. `Export-Csv` schreibt das
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||||
Ergebnis als Tabelle; `-NoTypeInformation` unterdrückt die Typzeile, die ältere
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PowerShell-Fassungen sonst an den Anfang setzen.
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@@ -0,0 +1,81 @@
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id: P2
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titel: Variablen, Bedingungen und Schleifen
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block: programmierung
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woche: 7
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worum: Drei Bausteine reichen für fast jedes Verwaltungsskript – sich etwas merken, eine Entscheidung treffen, etwas wiederholen.
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rahmenplan: [A10, A4]
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lernfeld: LF5
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merksatz: Merken mit $, entscheiden mit if, wiederholen mit foreach. Der Rest ist Übung.
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karten:
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- frage: Was ist der Unterschied zwischen "Hallo $name" und 'Hallo $name' in PowerShell?
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antwort: In doppelten Anführungszeichen wird die Variable durch ihren Wert ersetzt, also etwa „Hallo Anna". In einfachen Anführungszeichen bleibt der Text genau so stehen, wie er geschrieben ist.
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- frage: Was gibt dieses Skript aus – $summe = 0; foreach ($z in 1..5) { if ($z % 2 -eq 0) { $summe += $z } }; $summe
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antwort: 6. Die Schleife läuft über 1 bis 5, die Bedingung lässt nur gerade Zahlen durch (Rest bei Division durch 2 ist 0), also werden 2 und 4 addiert.
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- frage: Wann nimmt man foreach als Schleife und wann ForEach-Object?
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antwort: foreach für eine Liste, die schon in einer Variablen liegt – übersichtlich und schnell. ForEach-Object mitten in einer Pipeline, wenn die Objekte direkt aus einem Befehl kommen.
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## Das Wesentliche
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- **Variablen** beginnen mit `$`: `$pfad = 'D:\Daten'`. Sie können alles aufnehmen – Text,
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Zahlen, Listen, ganze Objekte aus einem Befehl: `$dienste = Get-Service`.
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- **Text:** In `"…"` werden Variablen eingesetzt, in `'…'` nicht. Für Eigenschaften im Text:
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`"Freier Platz: $($laufwerk.FreeSpace)"`.
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- **Listen** entstehen mit `@('PC-001', 'PC-002')` oder als Bereich `1..10`. Das erste Element
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ist `$liste[0]`, die Anzahl `$liste.Count`.
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||||
- **Eigene Objekte** für Berichte: `[PSCustomObject]@{ Name = $n; Status = $s }`. Daraus
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||||
wird mit `Export-Csv` eine saubere Tabelle.
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- **Bedingungen:** `if (…) { … } elseif (…) { … } else { … }`. In der Klammer steht ein
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Vergleich mit `-eq`, `-gt`, `-like` usw. – **nicht** mit `=`, das ist eine Zuweisung.
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- **Verknüpfen** mit `-and`, `-or`, `-not`.
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- **Schleifen:** `foreach ($pc in $rechner) { … }` geht jedes Element durch.
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`while (…) { … }` läuft, solange die Bedingung gilt – und braucht deshalb etwas, das sie
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||||
irgendwann falsch werden lässt.
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- **Rechnen:** `+ - * /` und `%` für den Rest einer Division. `1GB` ist für PowerShell eine
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Zahl, `$bytes / 1GB` rechnet also direkt in Gigabyte um.
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## Übersicht
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```powershell
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$grenze = 15 # Prozent freier Platz, ab dem gewarnt wird
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$laufwerke = Get-CimInstance -ClassName Win32_LogicalDisk -Filter 'DriveType = 3'
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foreach ($lw in $laufwerke) {
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||||
$frei = [math]::Round($lw.FreeSpace / $lw.Size * 100, 1)
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||||
if ($frei -lt $grenze) {
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||||
Write-Warning "$($lw.DeviceID) hat nur noch $frei % frei."
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}
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||||
else {
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||||
Write-Output "$($lw.DeviceID): $frei % frei – in Ordnung."
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||||
}
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||||
}
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```
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||||
`DriveType = 3` sind lokale Festplatten; USB-Sticks (2) und Netzlaufwerke (4) bleiben außen vor.
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Schreiben Sie ein kurzes PowerShell-Skript, das für eine Liste von drei
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Rechnernamen prüft, ob sie per Ping erreichbar sind, und für jeden Rechner „erreichbar" oder
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„nicht erreichbar" ausgibt.
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**Antwort:**
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```powershell
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$rechner = @('PC-001', 'PC-002', 'PC-003')
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foreach ($pc in $rechner) {
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||||
if (Test-Connection -ComputerName $pc -Count 1 -Quiet) {
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||||
Write-Output "$pc erreichbar"
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||||
}
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||||
else {
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||||
Write-Output "$pc nicht erreichbar"
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||||
}
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||||
}
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||||
```
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||||
Die Liste wird in einer Variablen gehalten, `foreach` geht jeden Namen durch.
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||||
`Test-Connection -Quiet` liefert statt einer ausführlichen Ausgabe nur wahr oder falsch,
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||||
was die `if`-Bedingung direkt auswertet.
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||||
@@ -0,0 +1,86 @@
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---
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||||
id: P3
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||||
titel: Ein Skript schreiben, das man in einem Jahr noch versteht
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block: programmierung
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woche: 7
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worum: Ein Skript, das nur sein Verfasser bedienen kann, ist eine Abhängigkeit. Ein gutes Skript erklärt sich, prüft seine Eingaben und meldet Fehler, statt sie zu verschweigen.
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rahmenplan: [A10, A4, A5]
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lernfeld: LF5
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merksatz: Sagen, was es tut. Prüfen, was hineinkommt. Melden, was schiefgeht. Erst mit -WhatIf laufen lassen.
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karten:
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- frage: Wozu dient ein param-Block am Anfang eines Skripts?
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antwort: Er legt fest, welche Eingaben das Skript erwartet, mit Typ und ob sie Pflicht sind. Werte stehen dann nicht fest im Code, und PowerShell fragt fehlende Pflichtangaben selbst ab.
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||||
- frage: Warum fängt ein try-catch-Block manche Fehler nicht ab, und wie behebt man das?
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||||
antwort: Viele Cmdlets melden Fehler nur und laufen weiter (nicht abbrechende Fehler). Mit -ErrorAction Stop am Befehl wird daraus ein abbrechender Fehler, den catch auffängt.
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||||
- frage: Was bewirkt die Ausführungsrichtlinie RemoteSigned?
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||||
antwort: Selbst geschriebene, lokale Skripte laufen; aus dem Internet heruntergeladene Skripte nur, wenn sie signiert sind. Sie schützt vor versehentlichem Ausführen, ist aber keine Sicherheitsgrenze.
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---
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## Das Wesentliche
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- **Ein Kopf mit Hilfe:** Ein Block `<# .SYNOPSIS … .EXAMPLE … #>` ganz oben macht das
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Skript für `Get-Help .\skript.ps1` lesbar. Darin steht, was es tut, was es braucht und ein
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||||
Beispielaufruf.
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||||
- **Eingaben als Parameter**, nicht fest im Code: Pfade, Rechnernamen und Grenzwerte gehören
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in den `param()`-Block. `[Parameter(Mandatory)]` macht eine Angabe zur Pflicht.
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- **Namen, die etwas sagen:** `$freierPlatzProzent` statt `$x`. Kommentare erklären das
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**Warum**, nicht das Was – das Was steht im Code.
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- **Fehler nicht verschlucken.** `try { … -ErrorAction Stop } catch { … }` fängt Fehler auf
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und meldet sie verständlich. Ein leerer `catch`-Block ist schlimmer als gar keiner.
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||||
- **Erst trocken, dann echt.** Mit `[CmdletBinding(SupportsShouldProcess)]` bekommt das eigene
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Skript `-WhatIf`. Ein Skript, das löscht, ändert oder verschiebt, läuft zuerst so.
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- **Klein anfangen und testen.** Erst an einem Testrechner, dann an einem echten, dann an
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allen. Jede Stufe mit Blick auf die Ausgabe.
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- **Versionieren.** Skripte gehören in ein Git-Repository der IT, nicht auf den Desktop. So
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sieht man, wer wann was geändert hat, und kommt zur letzten funktionierenden Fassung zurück.
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||||
- **Ausführungsrichtlinie:** Auf Clients ist meist `RemoteSigned` eingestellt. Sie verhindert
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||||
versehentliches Ausführen fremder Skripte, ist aber keine Sicherheitsgrenze.
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## Übersicht
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```powershell
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<#
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.SYNOPSIS
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Löscht Protokolldateien, die älter als eine bestimmte Anzahl Tage sind.
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.EXAMPLE
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.\Protokolle-Aufraeumen.ps1 -Pfad D:\Logs -Tage 30 -WhatIf
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#>
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||||
[CmdletBinding(SupportsShouldProcess)]
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param(
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[Parameter(Mandatory)][string]$Pfad,
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||||
[int]$Tage = 30
|
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)
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||||
if (-not (Test-Path $Pfad)) {
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throw "Den Pfad $Pfad gibt es nicht."
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}
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$stichtag = (Get-Date).AddDays(-$Tage)
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||||
$alt = Get-ChildItem $Pfad -Filter *.log -File | Where-Object LastWriteTime -lt $stichtag
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||||
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||||
foreach ($datei in $alt) {
|
||||
if ($PSCmdlet.ShouldProcess($datei.FullName, 'Löschen')) {
|
||||
try {
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||||
Remove-Item $datei.FullName -ErrorAction Stop
|
||||
}
|
||||
catch {
|
||||
Write-Warning "Konnte $($datei.Name) nicht löschen: $($_.Exception.Message)"
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
```
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||||
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||||
## Prüfungsfrage
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||||
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**Frage:** Ein Kollege hat ein Skript geschrieben, das auf allen Rechnern temporäre Dateien
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löscht. Pfad und Rechnerliste stehen fest im Code, Fehler werden nicht behandelt. Nennen Sie
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vier Verbesserungen und begründen Sie sie.
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**Antwort:** (1) Pfad und Rechnerliste als Parameter übergeben – das Skript lässt sich dann
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für andere Fälle nutzen, ohne den Code zu ändern. (2) `-WhatIf` unterstützen und das Skript
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||||
zuerst trocken laufen lassen – bei einem löschenden Skript lässt sich so vorab prüfen, was
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||||
betroffen wäre. (3) Fehlerbehandlung mit `try`/`catch` und `-ErrorAction Stop` – damit nicht
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||||
erreichbare Rechner oder gesperrte Dateien gemeldet und nicht stillschweigend übergangen
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werden. (4) Einen Hilfeblock mit Beschreibung und Beispiel ergänzen und das Skript im
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||||
Repository der IT versionieren – so kann es auch jemand anderes betreuen. Ebenfalls richtig:
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||||
Eingaben prüfen, z. B. mit `Test-Path`, und ein Protokoll der gelöschten Dateien schreiben.
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||||
@@ -0,0 +1,63 @@
|
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---
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||||
id: S3
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titel: Datensicherung planen – voll, differenziell, inkrementell
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block: system
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woche: 8
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worum: Eine Sicherung ist erst dann geplant, wenn feststeht, wie viel Datenverlust und wie viel Ausfallzeit der Betrieb verkraftet.
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rahmenplan: [A9, A6, A8]
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lernfeld: LF4
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merksatz: Drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus – und eine, an die kein Angreifer herankommt.
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karten:
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- frage: Was ist der Unterschied zwischen einer inkrementellen und einer differenziellen Sicherung?
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||||
antwort: Die inkrementelle sichert alles, was sich seit der letzten Sicherung gleich welcher Art geändert hat. Die differenzielle sichert alles seit der letzten Vollsicherung – sie wächst also jeden Tag, lässt sich aber schneller zurückspielen.
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||||
- frage: Was braucht man, um am Donnerstag aus einer Vollsicherung vom Sonntag und täglichen inkrementellen Sicherungen wiederherzustellen?
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||||
antwort: Die Vollsicherung vom Sonntag und alle inkrementellen Sicherungen von Montag bis Donnerstag, in dieser Reihenfolge. Bei differenziellen Sicherungen genügen die Vollsicherung und die vom Donnerstag.
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||||
- frage: Was bedeuten RPO und RTO?
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||||
antwort: RPO (Recovery Point Objective) ist der größte hinnehmbare Datenverlust, gemessen in Zeit – er bestimmt, wie oft gesichert wird. RTO (Recovery Time Objective) ist die größte hinnehmbare Ausfallzeit bis zur Wiederherstellung.
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||||
- frage: Warum ist ein RAID keine Datensicherung?
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||||
antwort: Ein RAID schützt nur vor dem Ausfall einer Festplatte. Gelöschte, verschlüsselte oder beschädigte Dateien sind auf allen Platten gleichzeitig weg – das RAID spiegelt den Schaden mit.
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---
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||||
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||||
## Das Wesentliche
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- **Erst die Anforderungen, dann die Technik.** Wie viel Arbeit darf verloren gehen (RPO)?
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||||
Wie lange darf es dauern, bis wieder gearbeitet werden kann (RTO)? Die Antworten kommen
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||||
aus der Schutzbedarfsfeststellung, nicht aus dem Datenblatt der Software.
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||||
- **Vollsicherung:** alles, jedes Mal. Einfach zurückzuspielen, aber groß und langsam.
|
||||
- **Inkrementell:** nur das Geänderte seit der letzten Sicherung. Klein und schnell beim
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||||
Sichern, beim Zurückspielen braucht man die ganze Kette.
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||||
- **Differenziell:** das Geänderte seit der letzten Vollsicherung. Wächst bis zur nächsten
|
||||
Vollsicherung, zum Zurückspielen reichen zwei Sicherungen.
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- **3-2-1-Regel:** drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon außer
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||||
Haus. Gegen Ransomware kommt eine Kopie hinzu, die offline oder unveränderlich ist – sonst
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||||
verschlüsselt der Angreifer die Sicherung gleich mit.
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||||
- **Generationen:** Tägliche Sicherungen werden einige Tage aufbewahrt, wöchentliche einige
|
||||
Wochen, monatliche länger (Großvater-Vater-Sohn). So findet man auch einen Fehler, der erst
|
||||
nach drei Wochen auffällt.
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||||
- **Keine Sicherung:** ein RAID, eine Synchronisation in die Cloud, ein Papierkorb. Alle drei
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||||
übernehmen eine Löschung oder Verschlüsselung sofort.
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- **Sicherungen verschlüsseln**, wenn sie den Betrieb verlassen – und den Schlüssel so
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||||
ablegen, dass man ihn im Notfall findet, ohne die Sicherung zu brauchen.
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## Übersicht
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| Art | Sichert | Zurückspielen braucht | Platzbedarf |
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|---|---|---|---|
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| Voll | alles | eine Sicherung | hoch |
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| Differenziell | Änderungen seit der letzten Vollsicherung | Vollsicherung + letzte differenzielle | mittel, wächst täglich |
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| Inkrementell | Änderungen seit der letzten Sicherung | Vollsicherung + alle inkrementellen seitdem | gering |
|
||||
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||||
## Prüfungsfrage
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**Frage:** Die Buchhaltung verkraftet höchstens vier Stunden Datenverlust und muss nach
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einem Ausfall am selben Arbeitstag wieder arbeiten können. Entwerfen Sie ein passendes
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Sicherungskonzept und begründen Sie es.
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||||
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||||
**Antwort:** Das RPO von vier Stunden verlangt mindestens alle vier Stunden während der
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||||
Arbeitszeit eine Sicherung, etwa inkrementell um 10, 14 und 18 Uhr, ergänzt durch eine
|
||||
nächtliche differenzielle und eine wöchentliche Vollsicherung. Das RTO von einem halben
|
||||
Arbeitstag erfordert, dass die Sicherung schnell erreichbar ist – also eine Kopie auf einem
|
||||
Sicherungsspeicher im Haus. Nach der 3-2-1-Regel kommt eine Kopie außer Haus hinzu, eine
|
||||
davon offline oder unveränderlich gegen Ransomware. Aufbewahrt wird nach Generationen
|
||||
(z. B. 14 Tage täglich, 8 Wochen wöchentlich, 12 Monate monatlich). Das Konzept gilt erst als
|
||||
umgesetzt, wenn eine Wiederherstellung getestet und die benötigte Zeit gemessen wurde.
|
||||
@@ -0,0 +1,61 @@
|
||||
---
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||||
id: S4
|
||||
titel: Wiederherstellen und testen – die Sicherung, die zählt
|
||||
block: system
|
||||
woche: 8
|
||||
worum: Niemand braucht eine Sicherung. Alle brauchen eine Wiederherstellung. Ob sie gelingt, weiß man nur, wenn man sie geübt hat.
|
||||
rahmenplan: [A9, A5, A8]
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lernfeld: LF4
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||||
merksatz: Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherung – sondern eine Hoffnung.
|
||||
karten:
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||||
- frage: Woran erkennt man, ob ein Wiederherstellungstest bestanden ist?
|
||||
antwort: Die Daten sind vollständig, lesbar und auf dem erwarteten Stand, die Anwendung arbeitet damit, und die gemessene Dauer liegt innerhalb des vereinbarten RTO.
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||||
- frage: Warum gehört der Wiederherstellungsplan auch auf Papier?
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||||
antwort: Weil er genau dann gebraucht wird, wenn Server, Wiki und Passwortmanager vielleicht nicht erreichbar sind. Ein Plan, der nur auf dem ausgefallenen System liegt, hilft niemandem.
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||||
- frage: In welcher Reihenfolge stellt man nach einem Totalausfall die Systeme wieder her?
|
||||
antwort: Nach Abhängigkeiten und Schutzbedarf – zuerst die Grundlagen wie Netz, Verzeichnisdienst und Namensauflösung, dann die Systeme mit dem höchsten Verfügbarkeitsbedarf, zuletzt der Rest.
|
||||
---
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||||
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||||
## Das Wesentliche
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||||
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- **Regelmäßig testen**, nicht erst im Ernstfall. Eine einzelne Datei jeden Monat, eine
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ganze Anwendung oder ein ganzer Server mindestens einmal im Jahr und nach jeder größeren
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Änderung an der Sicherung.
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- **Auf eine Testumgebung zurückspielen**, nicht über das laufende System. Sonst wird aus
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dem Test der Ernstfall.
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- **Messen, nicht schätzen.** Wie lange hat das Zurückspielen gedauert – einschließlich
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Suchen, Anfordern des Mediums und Prüfen? Das ist die Zahl, die man mit dem RTO vergleicht.
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- **Das Ergebnis prüfen:** Öffnet sich die Datei, startet die Anwendung, stimmt der Stand?
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Eine fehlerfrei abgeschlossene Wiederherstellung mit leeren Dateien ist ein
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fehlgeschlagener Test.
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- **Protokollieren:** Datum, was zurückgespielt wurde, von welcher Sicherung, Dauer,
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Ergebnis, Auffälligkeiten. Das Protokoll ist der Nachweis gegenüber Geschäftsführung,
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Prüfern und Versicherung.
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- **Der Wiederherstellungsplan** nennt Reihenfolge, Zuständige, Zugangsdaten zum
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Sicherungssystem und den Ort der Schlüssel. Er liegt ausgedruckt an einem bekannten Ort.
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- **Reihenfolge nach Abhängigkeiten:** Ohne Netz, Verzeichnisdienst und Namensauflösung
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läuft keine Fachanwendung, egal wie wichtig sie ist.
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## Übersicht
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| Test | Wie oft | Zeigt |
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|---|---|---|
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| Einzelne Datei oder E-Mail | monatlich | Die Sicherung läuft und ist lesbar |
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| Ganzer Ordner mit Berechtigungen | vierteljährlich | Rechte kommen mit zurück |
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| Ganze Anwendung samt Datenbank | halbjährlich | Die Anwendung arbeitet mit den gesicherten Daten |
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| Ganzer Server bzw. virtuelle Maschine | jährlich | Das RTO ist einzuhalten |
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Die Sicherungssoftware meldet seit Monaten „erfolgreich". Warum genügt das nicht
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als Nachweis, und wie gehen Sie bei einem Wiederherstellungstest vor?
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**Antwort:** Die Meldung bestätigt nur, dass der Sicherungsvorgang ohne Fehler beendet
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wurde – nicht, dass die richtigen Daten gesichert wurden, dass sie lesbar sind und dass sie
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sich in der geforderten Zeit zurückspielen lassen. Vorgehen: (1) Umfang und Ziel des Tests
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festlegen, etwa eine Anwendung samt Datenbank auf einen Testserver. (2) Die Wiederherstellung
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durchführen und die Zeit vom Beginn bis zur Arbeitsfähigkeit messen. (3) Das Ergebnis
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inhaltlich prüfen – Daten vollständig, Anwendung startet, Stand entspricht dem
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Sicherungszeitpunkt. (4) Das Ergebnis mit RPO und RTO vergleichen, protokollieren und
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Abweichungen als Maßnahme erfassen. (5) Die Testumgebung anschließend bereinigen, weil sie
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echte Daten enthält.
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@@ -0,0 +1,62 @@
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id: S5
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titel: RAID, NAS und SAN – Speicher, der einen Ausfall übersteht
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block: system
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woche: 8
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worum: Festplatten fallen aus, das ist sicher. Ein RAID sorgt dafür, dass man es erst an der Warnmeldung merkt und nicht am Stillstand.
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rahmenplan: [A9, B1, A3]
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lernfeld: LF2
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merksatz: RAID gegen Plattenausfall, Sicherung gegen alles andere. Das eine ersetzt das andere nie.
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karten:
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- frage: Wie viel Speicher ist nutzbar, und wie viele Platten dürfen ausfallen – bei RAID 1, RAID 5 und RAID 6?
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antwort: RAID 1 – die Hälfte, eine Platte je Spiegel. RAID 5 – alle Platten bis auf eine, eine darf ausfallen. RAID 6 – alle Platten bis auf zwei, zwei dürfen ausfallen.
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- frage: Ein RAID 5 aus fünf Platten mit je 4 TB – wie viel ist nutzbar?
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antwort: 16 TB. Eine Platte entfällt auf die Paritätsinformation, also (5 − 1) × 4 TB.
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- frage: Worin unterscheiden sich NAS und SAN?
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antwort: Ein NAS stellt Dateien über das Netzwerk bereit, etwa per SMB oder NFS – die Clients sehen Freigaben. Ein SAN stellt Speicherblöcke bereit, etwa per iSCSI oder Fibre Channel – der Server sieht eine Festplatte und legt selbst ein Dateisystem an.
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## Das Wesentliche
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- **RAID 0** verteilt die Daten auf mehrere Platten (Striping). Schnell, aber ohne jede
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Ausfallsicherheit: Fällt eine Platte aus, ist alles weg. Kein Einsatz für wichtige Daten.
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- **RAID 1** spiegelt zwei Platten. Halbe Kapazität, eine Platte darf ausfallen. Typisch für
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das Betriebssystem eines Servers.
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- **RAID 5** verteilt Daten und Paritätsinformation über mindestens drei Platten. Eine Platte
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darf ausfallen. Bei großen Platten ist der Wiederaufbau lang und belastet die übrigen
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Platten – fällt währenddessen eine zweite aus, sind die Daten verloren.
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- **RAID 6** wie RAID 5 mit doppelter Parität, mindestens vier Platten. Zwei Platten dürfen
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ausfallen. Heute die bessere Wahl für große Datenspeicher.
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- **RAID 10** ist ein Verbund aus Spiegeln (mindestens vier Platten). Halbe Kapazität, schnell
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beim Schreiben, je Spiegelpaar darf eine Platte ausfallen. Gut für Datenbanken.
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- **Hot-Spare:** eine Reserveplatte, die bei einem Ausfall sofort einspringt. Der
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Wiederaufbau beginnt, bevor jemand den Ausfall bemerkt.
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- **Überwachen:** Ein RAID mit ausgefallener Platte läuft weiter und sieht gesund aus.
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Ohne Benachrichtigung merkt man den ersten Ausfall erst am zweiten.
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- **NAS, SAN, DAS:** NAS liefert Dateien übers Netz, SAN liefert Speicherblöcke an Server, DAS
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hängt direkt an einem einzigen Server.
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## Übersicht
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| Stufe | Mindestens | Nutzbar bei n Platten | Darf ausfallen | Typischer Einsatz |
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|---|---|---|---|---|
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| RAID 0 | 2 | n | keine | Zwischenspeicher, Videoschnitt |
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| RAID 1 | 2 | n / 2 | eine | Systemplatten |
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| RAID 5 | 3 | n − 1 | eine | kleinere Datenspeicher |
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| RAID 6 | 4 | n − 2 | zwei | große Datenspeicher, NAS |
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| RAID 10 | 4 | n / 2 | eine je Spiegel | Datenbanken, virtuelle Maschinen |
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Für ein NAS stehen sechs Festplatten mit je 8 TB zur Verfügung. Vergleichen Sie
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RAID 5, RAID 6 und RAID 10 hinsichtlich nutzbarer Kapazität und Ausfallsicherheit und
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geben Sie eine Empfehlung.
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**Antwort:** RAID 5: (6 − 1) × 8 TB = 40 TB nutzbar, eine Platte darf ausfallen. RAID 6:
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(6 − 2) × 8 TB = 32 TB, zwei beliebige Platten dürfen ausfallen. RAID 10: 6 / 2 × 8 TB = 24 TB,
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je Spiegelpaar darf eine Platte ausfallen – fallen beide Platten eines Paares aus, sind die
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Daten verloren. Empfehlung: RAID 6. Bei 8-TB-Platten dauert der Wiederaufbau viele Stunden;
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in dieser Zeit verträgt RAID 5 keinen weiteren Fehler, RAID 6 schon. RAID 10 wäre schneller
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beim Schreiben, kostet aber deutlich mehr Kapazität, und für ein NAS mit Dateiablagen ist
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die Schreibleistung meist nicht entscheidend. Unabhängig davon ersetzt keine RAID-Stufe die
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Datensicherung.
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