Vier neue Wochen nach Rahmenplan, im bestehenden Format: - Woche 5 Ausbildung, Betrieb und Zusammenarbeit (C1, C2, C5) - Woche 6 IT-Sicherheit und Datenschutz (A6, LF4) - Woche 7 Skripting mit PowerShell (A10, A4) - Woche 8 Datensicherung und Speicher (A9) 12 Handouts, 38 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 2 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen, 22 Glossareintraege, zwei neue Themenbloecke. Jede Berufsbildposition ist jetzt von mindestens einem Inhalt beruehrt. Die Praxisaufgaben bauen aufeinander auf: Die Abteilungsuebersicht aus 5.1 ist Grundlage der Schutzbedarfsfeststellung in 6.1, und deren Ergebnis ist Massstab fuer die Sicherungspruefung in 8.1. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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id: I2
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titel: Konten schützen – Passwörter, zweiter Faktor, Phishing
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block: sicherheit
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woche: 6
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worum: Die meisten Angriffe beginnen nicht mit einer Sicherheitslücke, sondern mit einem Konto, das sich jemand ausgeliehen hat.
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rahmenplan: [A6, B3]
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lernfeld: LF4
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merksatz: Lang statt kompliziert, für jedes Konto ein eigenes, und wo es geht ein zweiter Faktor.
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karten:
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- frage: Was macht ein Passwort sicher – Länge oder Sonderzeichen?
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antwort: Vor allem die Länge und dass es nirgends sonst verwendet wird. Eine lange Passphrase aus mehreren Wörtern ist stärker und besser zu merken als ein kurzes Passwort mit Sonderzeichen.
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- frage: Aus welchen drei Arten von Faktoren kann eine Anmeldung bestehen?
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antwort: Wissen (Passwort, PIN), Besitz (Smartphone mit App, Sicherheitsschlüssel, Chipkarte) und Sein (Fingerabdruck, Gesicht). Zwei Faktoren müssen aus verschiedenen Arten stammen.
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- frage: Warum arbeiten Administratoren im Alltag nicht mit ihrem Administratorkonto?
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antwort: Weil jede Schadsoftware, die sie versehentlich starten, sonst mit vollen Rechten läuft. Für den Alltag dient ein normales Konto, das Administratorkonto nur für die Aufgabe, die es braucht.
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## Das Wesentliche
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- **Länge schlägt Komplexität.** Eine Passphrase wie `Kaffee-Lager-Gabelstapler-Montag` ist
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stärker als `K4ff33!` und lässt sich merken.
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- **Für jedes Konto ein eigenes Passwort.** Wird ein Dienst gehackt, probieren Angreifer die
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erbeuteten Zugangsdaten überall sonst aus. Ein Passwortmanager macht das handhabbar.
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- **Kein Wechsel ohne Anlass.** Regelmäßiger Zwangswechsel führt zu `Sommer2026!`,
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`Herbst2026!`. Gewechselt wird, wenn ein Verdacht besteht – dann aber sofort.
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- **Zweiter Faktor:** Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr. Pflicht für
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E-Mail, Fernzugang und alle Administratorkonten.
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- **Getrennte Konten für Verwaltungsaufgaben.** Surfen und Mails lesen mit dem normalen
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Konto, administrieren mit dem Administratorkonto – und nur dafür.
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- **Phishing erkennen:** Zeitdruck, ungewöhnlicher Absender, Link-Ziel passt nicht zum
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Absender, Aufforderung zur Anmeldung oder Zahlung. Vor dem Klick auf den Link zeigen und
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die Adresse lesen.
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- **Wer geklickt hat, meldet es sofort.** Nicht schämen, nicht löschen, nicht abwarten. Je
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früher die IT Bescheid weiß, desto kleiner der Schaden.
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- **Bildschirm sperren**, sobald man den Platz verlässt: Windows-Taste + L.
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## Übersicht
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| Merkmal einer Phishing-Mail | Beispiel |
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| Druck und Dringlichkeit | „Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt" |
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| Absender passt nicht | `support@micros0ft-konto.net` |
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| Link-Ziel weicht ab | Text zeigt `microsoft.com`, Ziel ist eine fremde Adresse |
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| Ungewöhnliche Bitte | Gutscheine kaufen, Kontodaten ändern, Anhang „aktivieren" |
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| Allgemeine Anrede | „Sehr geehrter Kunde" statt des Namens |
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Eine Mitarbeiterin meldet, dass sie auf einen Link in einer verdächtigen Mail
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geklickt und dort ihr Passwort eingegeben hat. Beschreiben Sie Ihr Vorgehen in der
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richtigen Reihenfolge.
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**Antwort:** (1) Sofort das Passwort des betroffenen Kontos ändern und bestehende
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Anmeldesitzungen beenden, damit der Angreifer den Zugang nicht mehr nutzen kann. (2) Prüfen,
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ob der zweite Faktor aktiv ist und ob seit dem Klick ungewöhnliche Anmeldungen,
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Weiterleitungsregeln oder versendete Mails auftreten. (3) Die Mail sichern und andere
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Empfänger warnen bzw. die Mail aus deren Postfächern entfernen. (4) Den Rechner auf
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Schadsoftware prüfen, falls zusätzlich etwas heruntergeladen wurde. (5) Den Vorfall
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dokumentieren und an die Verantwortlichen für Informationssicherheit und Datenschutz
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melden – bei Zugriff auf personenbezogene Daten kann eine Meldepflicht bestehen.
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