- Woche 13 Linux-Grundlagen (B3, A6, LF9) - Woche 14 Betrieb und Ueberwachung (A8, A5, LF11) - Woche 15 Serviceanfragen bearbeiten (A1, A2, A5, LF6) - Woche 16 Vorbereitung auf Teil 1 (C3, C4, A10, LF2, LF5) 12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen und eine Probepruefung Teil 1 (90 Minuten, 100 Punkte, eine durchgehende Fallsituation). Alle Rechenbeispiele nachgerechnet. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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| id | titel | block | woche | worum | rahmenplan | lernfeld | merksatz | karten | |||||||||||||||||
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| P4 | Pseudocode, Struktogramm und Schreibtischtest | programmierung | 16 | In der Prüfung schreibt man keinen lauffähigen Code, sondern beschreibt den Ablauf so, dass ihn jeder umsetzen kann. Drei Bausteine genügen – Folge, Verzweigung, Schleife. |
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LF5 | Erst den Ablauf in Worten, dann in Pseudocode. Jede Schleife braucht ein Ende. Mit einem Schreibtischtest prüfen, bevor man abgibt. |
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Das Wesentliche
- Drei Bausteine reichen für jeden Ablauf: Folge (Schritt für Schritt), Verzweigung (WENN … DANN … SONST), Schleife (wiederholen, bis etwas erreicht ist).
- Pseudocode ist strukturierte Umgangssprache mit festen Schlüsselwörtern. In der Prüfung gibt es keine verbindliche Schreibweise; wichtig ist, dass Einrückung und Schlüsselwörter eindeutig zeigen, was wozu gehört.
- Zuweisung:
summe ← 0– die Variable bekommt einen Wert. Vergleich:summe = 0. - Schleifen:
FÜR i ← 1 BIS n– Anzahl der Durchläufe steht vorher festSOLANGE bedingung– kopfgesteuert, prüft vorher, läuft eventuell nieWIEDERHOLE … BIS bedingung– fußgesteuert, läuft mindestens einmal
- Struktogramm (Nassi-Shneiderman): Der Ablauf als Kasten; eine Verzweigung teilt den Kasten mit einem Dreieck in Ja und Nein, eine Schleife umschließt die zu wiederholenden Schritte. Sprünge gibt es nicht.
- Programmablaufplan (PAP): Ablauf mit Symbolen nach DIN 66001 – Oval für Start und Ende, Rechteck für Tätigkeiten, Raute für Entscheidungen, Parallelogramm für Ein- und Ausgabe.
- Schreibtischtest: Beispielwerte wählen, Schritt für Schritt durchgehen und die Werte aller Variablen in einer Tabelle festhalten. Grenzfälle mitnehmen: leere Liste, ein Element, genau der Grenzwert.
Übersicht
Gesucht: Wie viele Server haben mehr als 80 % Plattenbelegung, und wie hoch ist die höchste?
anzahlKritisch ← 0
maximum ← belegung[0]
FÜR i ← 0 BIS laenge(belegung) − 1
WENN belegung[i] > 80 DANN
anzahlKritisch ← anzahlKritisch + 1
ENDE WENN
WENN belegung[i] > maximum DANN
maximum ← belegung[i]
ENDE WENN
ENDE FÜR
AUSGABE anzahlKritisch, maximum
Schreibtischtest mit belegung = [72, 91, 85, 60] – „Wert" ist belegung[i], „Anzahl" ist
anzahlKritisch, „Max." ist maximum:
| i | Wert | > 80? | Anzahl | Max. |
|---|---|---|---|---|
| – | – | – | 0 | 72 |
| 0 | 72 | nein | 0 | 72 |
| 1 | 91 | ja | 1 | 91 |
| 2 | 85 | ja | 2 | 91 |
| 3 | 60 | nein | 2 | 91 |
Ausgabe: 2 und 91.
Prüfungsfrage
Frage: Ein Prüfprogramm erhält eine Liste von Messwerten. Ein Wert ist in Ordnung, wenn er zwischen 9,8 und 10,2 liegt (Grenzen eingeschlossen). Schreiben Sie einen Pseudocode, der ausgibt, wie viele Werte außerhalb der Toleranz liegen, und ob mehr als 5 % der Werte betroffen sind.
Antwort:
ausserhalb ← 0
FÜR jeden wert IN messwerte
WENN wert < 9,8 ODER wert > 10,2 DANN
ausserhalb ← ausserhalb + 1
ENDE WENN
ENDE FÜR
AUSGABE ausserhalb
WENN laenge(messwerte) > 0 UND ausserhalb / laenge(messwerte) > 0,05 DANN
AUSGABE "Mehr als 5 % außerhalb der Toleranz"
ENDE WENN
Die Bedingung prüft beide Grenzen mit ODER, weil ein Wert entweder zu klein oder zu groß sein
kann. Die Grenzwerte selbst gelten als in Ordnung, deshalb < und > statt ≤ und ≥. Die
Prüfung auf eine leere Liste verhindert eine Division durch null.