Vier neue Wochen nach Rahmenplan, im bestehenden Format: - Woche 5 Ausbildung, Betrieb und Zusammenarbeit (C1, C2, C5) - Woche 6 IT-Sicherheit und Datenschutz (A6, LF4) - Woche 7 Skripting mit PowerShell (A10, A4) - Woche 8 Datensicherung und Speicher (A9) 12 Handouts, 38 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 2 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen, 22 Glossareintraege, zwei neue Themenbloecke. Jede Berufsbildposition ist jetzt von mindestens einem Inhalt beruehrt. Die Praxisaufgaben bauen aufeinander auf: Die Abteilungsuebersicht aus 5.1 ist Grundlage der Schutzbedarfsfeststellung in 6.1, und deren Ergebnis ist Massstab fuer die Sicherungspruefung in 8.1. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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id: S3
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titel: Datensicherung planen – voll, differenziell, inkrementell
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block: system
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woche: 8
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worum: Eine Sicherung ist erst dann geplant, wenn feststeht, wie viel Datenverlust und wie viel Ausfallzeit der Betrieb verkraftet.
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rahmenplan: [A9, A6, A8]
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lernfeld: LF4
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merksatz: Drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus – und eine, an die kein Angreifer herankommt.
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karten:
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- frage: Was ist der Unterschied zwischen einer inkrementellen und einer differenziellen Sicherung?
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antwort: Die inkrementelle sichert alles, was sich seit der letzten Sicherung gleich welcher Art geändert hat. Die differenzielle sichert alles seit der letzten Vollsicherung – sie wächst also jeden Tag, lässt sich aber schneller zurückspielen.
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- frage: Was braucht man, um am Donnerstag aus einer Vollsicherung vom Sonntag und täglichen inkrementellen Sicherungen wiederherzustellen?
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antwort: Die Vollsicherung vom Sonntag und alle inkrementellen Sicherungen von Montag bis Donnerstag, in dieser Reihenfolge. Bei differenziellen Sicherungen genügen die Vollsicherung und die vom Donnerstag.
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- frage: Was bedeuten RPO und RTO?
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antwort: RPO (Recovery Point Objective) ist der größte hinnehmbare Datenverlust, gemessen in Zeit – er bestimmt, wie oft gesichert wird. RTO (Recovery Time Objective) ist die größte hinnehmbare Ausfallzeit bis zur Wiederherstellung.
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- frage: Warum ist ein RAID keine Datensicherung?
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antwort: Ein RAID schützt nur vor dem Ausfall einer Festplatte. Gelöschte, verschlüsselte oder beschädigte Dateien sind auf allen Platten gleichzeitig weg – das RAID spiegelt den Schaden mit.
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## Das Wesentliche
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- **Erst die Anforderungen, dann die Technik.** Wie viel Arbeit darf verloren gehen (RPO)?
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Wie lange darf es dauern, bis wieder gearbeitet werden kann (RTO)? Die Antworten kommen
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aus der Schutzbedarfsfeststellung, nicht aus dem Datenblatt der Software.
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- **Vollsicherung:** alles, jedes Mal. Einfach zurückzuspielen, aber groß und langsam.
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- **Inkrementell:** nur das Geänderte seit der letzten Sicherung. Klein und schnell beim
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Sichern, beim Zurückspielen braucht man die ganze Kette.
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- **Differenziell:** das Geänderte seit der letzten Vollsicherung. Wächst bis zur nächsten
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Vollsicherung, zum Zurückspielen reichen zwei Sicherungen.
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- **3-2-1-Regel:** drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon außer
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Haus. Gegen Ransomware kommt eine Kopie hinzu, die offline oder unveränderlich ist – sonst
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verschlüsselt der Angreifer die Sicherung gleich mit.
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- **Generationen:** Tägliche Sicherungen werden einige Tage aufbewahrt, wöchentliche einige
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Wochen, monatliche länger (Großvater-Vater-Sohn). So findet man auch einen Fehler, der erst
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nach drei Wochen auffällt.
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- **Keine Sicherung:** ein RAID, eine Synchronisation in die Cloud, ein Papierkorb. Alle drei
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übernehmen eine Löschung oder Verschlüsselung sofort.
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- **Sicherungen verschlüsseln**, wenn sie den Betrieb verlassen – und den Schlüssel so
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ablegen, dass man ihn im Notfall findet, ohne die Sicherung zu brauchen.
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## Übersicht
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| Art | Sichert | Zurückspielen braucht | Platzbedarf |
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| Voll | alles | eine Sicherung | hoch |
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| Differenziell | Änderungen seit der letzten Vollsicherung | Vollsicherung + letzte differenzielle | mittel, wächst täglich |
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| Inkrementell | Änderungen seit der letzten Sicherung | Vollsicherung + alle inkrementellen seitdem | gering |
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Die Buchhaltung verkraftet höchstens vier Stunden Datenverlust und muss nach
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einem Ausfall am selben Arbeitstag wieder arbeiten können. Entwerfen Sie ein passendes
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Sicherungskonzept und begründen Sie es.
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**Antwort:** Das RPO von vier Stunden verlangt mindestens alle vier Stunden während der
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Arbeitszeit eine Sicherung, etwa inkrementell um 10, 14 und 18 Uhr, ergänzt durch eine
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nächtliche differenzielle und eine wöchentliche Vollsicherung. Das RTO von einem halben
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Arbeitstag erfordert, dass die Sicherung schnell erreichbar ist – also eine Kopie auf einem
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Sicherungsspeicher im Haus. Nach der 3-2-1-Regel kommt eine Kopie außer Haus hinzu, eine
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davon offline oder unveränderlich gegen Ransomware. Aufbewahrt wird nach Generationen
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(z. B. 14 Tage täglich, 8 Wochen wöchentlich, 12 Monate monatlich). Das Konzept gilt erst als
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umgesetzt, wenn eine Wiederherstellung getestet und die benötigte Zeit gemessen wurde.
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