- Woche 13 Linux-Grundlagen (B3, A6, LF9) - Woche 14 Betrieb und Ueberwachung (A8, A5, LF11) - Woche 15 Serviceanfragen bearbeiten (A1, A2, A5, LF6) - Woche 16 Vorbereitung auf Teil 1 (C3, C4, A10, LF2, LF5) 12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen und eine Probepruefung Teil 1 (90 Minuten, 100 Punkte, eine durchgehende Fallsituation). Alle Rechenbeispiele nachgerechnet. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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id: S9
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titel: Überwachung – wissen, dass etwas kaputt ist, bevor es jemand meldet
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block: system
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woche: 14
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worum: Eine gute Überwachung meldet sich selten, aber dann zu Recht. Eine schlechte meldet sich ständig – und wird deshalb irgendwann ignoriert.
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rahmenplan: [A8, A5, B3]
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lernfeld: LF11
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merksatz: Überwachen, was dem Nutzer wehtut. Warnen bei Trend, alarmieren bei Handlungsbedarf. Jeder Alarm braucht eine Handlung.
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karten:
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- frage: Was ist der Unterschied zwischen einer Warnung und einem kritischen Alarm?
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antwort: Eine Warnung zeigt, dass sich etwas in eine falsche Richtung entwickelt und bald Handlung nötig wird – etwa Platte zu 80 Prozent voll. Ein kritischer Alarm verlangt sofortiges Handeln – etwa Platte zu 95 Prozent voll oder Dienst ausgefallen.
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- frage: Was versteht man unter Alarmmüdigkeit, und wie vermeidet man sie?
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antwort: Wer zu viele unwichtige Alarme bekommt, beachtet irgendwann auch die wichtigen nicht mehr. Abhilfe – nur alarmieren, wenn eine Handlung nötig ist, Schwellwerte nach Erfahrung anpassen, Warnungen gesammelt statt einzeln zustellen.
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- frage: Warum überwacht man auch die Datensicherung und den Ablauf von Zertifikaten?
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antwort: Weil beide still ausfallen. Eine Sicherung, die seit Wochen fehlschlägt, merkt man erst beim Zurückspielen; ein abgelaufenes Zertifikat erst, wenn alle Nutzer eine Fehlermeldung bekommen.
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## Das Wesentliche
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- **Von außen nach innen überwachen.** Zuerst, was der Nutzer merkt: Ist die Anwendung
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erreichbar, antwortet sie schnell genug? Dann die Ursachen darunter: Dienste, Prozessor,
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Arbeitsspeicher, Platte, Netz.
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- **Was nicht fehlen darf:** Erreichbarkeit, wichtige Dienste, Plattenplatz, Ergebnis der
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Datensicherung, Ablauf von Zertifikaten, Zustand von RAID und Platten (SMART), USV und
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Temperatur im Serverraum.
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- **Zwei Schwellen:** Warnung, wenn Zeit zum Handeln bleibt, kritisch, wenn sofort gehandelt
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werden muss. Eine Platte, die von 70 auf 90 Prozent in einer Woche wächst, ist schlimmer als
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eine, die seit einem Jahr bei 92 steht.
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- **Trends ansehen.** Eine Kurve über Wochen sagt mehr als der aktuelle Wert. Sie zeigt, wann
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die Platte voll sein wird, bevor sie es ist.
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- **Jeder Alarm braucht eine Handlung** und einen Empfänger. Ein Alarm, auf den niemand
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reagieren muss, ist eine Information und gehört in einen Bericht, nicht aufs Handy.
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- **Alarmmüdigkeit** ist die größte Gefahr. Wer täglich zwanzig unwichtige Meldungen bekommt,
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übersieht die eine wichtige.
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- **Die Überwachung überwachen.** Fällt das Überwachungssystem aus, ist alles still – und Stille
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sieht aus wie „alles in Ordnung". Ein externer Check oder ein täglicher Lebenszeichen-Alarm
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hilft.
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- **Werkzeuge:** Checkmk, Zabbix, PRTG für ganze Umgebungen, Uptime Kuma für einfache
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Erreichbarkeitsprüfungen. Wichtiger als das Werkzeug ist, was man damit überwacht.
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## Übersicht
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| Prüfung | Warnung | Kritisch | Handlung |
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| Plattenplatz | 80 % | 90 % | Aufräumen oder erweitern |
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| Webanwendung erreichbar | Antwort über 2 s | keine Antwort | Dienst und Server prüfen |
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| Datensicherung | ein Lauf fehlgeschlagen | zwei Läufe in Folge | Ursache finden, Lauf wiederholen |
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| Zertifikat | läuft in 30 Tagen ab | läuft in 7 Tagen ab | Verlängern |
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| RAID | – | Platte ausgefallen | Platte tauschen |
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| Temperatur Serverraum | 27 °C | 32 °C | Klimaanlage prüfen |
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** Ihr Ausbilder bittet Sie, eine Überwachung für den neuen Dateiserver einzurichten.
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Nennen Sie fünf Prüfungen mit sinnvollen Schwellwerten und begründen Sie, warum eine
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Überwachung nur des Prozessors nicht genügt.
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**Antwort:** Fünf aus: (1) Erreichbarkeit per Ping und SMB – kritisch bei Ausfall. (2)
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Plattenplatz je Laufwerk – Warnung 80 %, kritisch 90 %. (3) Ergebnis der nächtlichen Sicherung –
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Warnung bei einem, kritisch bei zwei fehlgeschlagenen Läufen. (4) Zustand von RAID und SMART –
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kritisch bei ausgefallener oder auffälliger Platte. (5) Arbeitsspeicher – Warnung über 85 %
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über längere Zeit. (6) Dienst „Server" bzw. Freigabedienst läuft. (7) Ablauf von Zertifikaten,
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falls verwendet. Der Prozessor allein genügt nicht, weil die häufigsten Ausfälle eines
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Dateiservers gar nicht mit Rechenlast zusammenhängen: Eine volle Platte, ein ausgefallener
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Dienst oder eine fehlgeschlagene Sicherung lassen die Prozessorlast unauffällig.
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