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Florian WildeandClaude Opus 5.5 7d171f149d Inhalte: Wochen 5 bis 8
Vier neue Wochen nach Rahmenplan, im bestehenden Format:

- Woche 5 Ausbildung, Betrieb und Zusammenarbeit (C1, C2, C5)
- Woche 6 IT-Sicherheit und Datenschutz (A6, LF4)
- Woche 7 Skripting mit PowerShell (A10, A4)
- Woche 8 Datensicherung und Speicher (A9)

12 Handouts, 38 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 2 Checklisten,
2 Lernzielkontrollen, 22 Glossareintraege, zwei neue Themenbloecke.
Jede Berufsbildposition ist jetzt von mindestens einem Inhalt beruehrt.

Die Praxisaufgaben bauen aufeinander auf: Die Abteilungsuebersicht aus
5.1 ist Grundlage der Schutzbedarfsfeststellung in 6.1, und deren
Ergebnis ist Massstab fuer die Sicherungspruefung in 8.1.

Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
2026-10-04 21:53:10 +02:00

62 lines
3.7 KiB
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id: S4
titel: Wiederherstellen und testen – die Sicherung, die zählt
block: system
woche: 8
worum: Niemand braucht eine Sicherung. Alle brauchen eine Wiederherstellung. Ob sie gelingt, weiß man nur, wenn man sie geübt hat.
rahmenplan: [A9, A5, A8]
lernfeld: LF4
merksatz: Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherung – sondern eine Hoffnung.
karten:
- frage: Woran erkennt man, ob ein Wiederherstellungstest bestanden ist?
antwort: Die Daten sind vollständig, lesbar und auf dem erwarteten Stand, die Anwendung arbeitet damit, und die gemessene Dauer liegt innerhalb des vereinbarten RTO.
- frage: Warum gehört der Wiederherstellungsplan auch auf Papier?
antwort: Weil er genau dann gebraucht wird, wenn Server, Wiki und Passwortmanager vielleicht nicht erreichbar sind. Ein Plan, der nur auf dem ausgefallenen System liegt, hilft niemandem.
- frage: In welcher Reihenfolge stellt man nach einem Totalausfall die Systeme wieder her?
antwort: Nach Abhängigkeiten und Schutzbedarf – zuerst die Grundlagen wie Netz, Verzeichnisdienst und Namensauflösung, dann die Systeme mit dem höchsten Verfügbarkeitsbedarf, zuletzt der Rest.
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## Das Wesentliche
- **Regelmäßig testen**, nicht erst im Ernstfall. Eine einzelne Datei jeden Monat, eine
ganze Anwendung oder ein ganzer Server mindestens einmal im Jahr und nach jeder größeren
Änderung an der Sicherung.
- **Auf eine Testumgebung zurückspielen**, nicht über das laufende System. Sonst wird aus
dem Test der Ernstfall.
- **Messen, nicht schätzen.** Wie lange hat das Zurückspielen gedauert – einschließlich
Suchen, Anfordern des Mediums und Prüfen? Das ist die Zahl, die man mit dem RTO vergleicht.
- **Das Ergebnis prüfen:** Öffnet sich die Datei, startet die Anwendung, stimmt der Stand?
Eine fehlerfrei abgeschlossene Wiederherstellung mit leeren Dateien ist ein
fehlgeschlagener Test.
- **Protokollieren:** Datum, was zurückgespielt wurde, von welcher Sicherung, Dauer,
Ergebnis, Auffälligkeiten. Das Protokoll ist der Nachweis gegenüber Geschäftsführung,
Prüfern und Versicherung.
- **Der Wiederherstellungsplan** nennt Reihenfolge, Zuständige, Zugangsdaten zum
Sicherungssystem und den Ort der Schlüssel. Er liegt ausgedruckt an einem bekannten Ort.
- **Reihenfolge nach Abhängigkeiten:** Ohne Netz, Verzeichnisdienst und Namensauflösung
läuft keine Fachanwendung, egal wie wichtig sie ist.
## Übersicht
| Test | Wie oft | Zeigt |
|---|---|---|
| Einzelne Datei oder E-Mail | monatlich | Die Sicherung läuft und ist lesbar |
| Ganzer Ordner mit Berechtigungen | vierteljährlich | Rechte kommen mit zurück |
| Ganze Anwendung samt Datenbank | halbjährlich | Die Anwendung arbeitet mit den gesicherten Daten |
| Ganzer Server bzw. virtuelle Maschine | jährlich | Das RTO ist einzuhalten |
## Prüfungsfrage
**Frage:** Die Sicherungssoftware meldet seit Monaten „erfolgreich". Warum genügt das nicht
als Nachweis, und wie gehen Sie bei einem Wiederherstellungstest vor?
**Antwort:** Die Meldung bestätigt nur, dass der Sicherungsvorgang ohne Fehler beendet
wurde – nicht, dass die richtigen Daten gesichert wurden, dass sie lesbar sind und dass sie
sich in der geforderten Zeit zurückspielen lassen. Vorgehen: (1) Umfang und Ziel des Tests
festlegen, etwa eine Anwendung samt Datenbank auf einen Testserver. (2) Die Wiederherstellung
durchführen und die Zeit vom Beginn bis zur Arbeitsfähigkeit messen. (3) Das Ergebnis
inhaltlich prüfen – Daten vollständig, Anwendung startet, Stand entspricht dem
Sicherungszeitpunkt. (4) Das Ergebnis mit RPO und RTO vergleichen, protokollieren und
Abweichungen als Maßnahme erfassen. (5) Die Testumgebung anschließend bereinigen, weil sie
echte Daten enthält.