- Woche 13 Linux-Grundlagen (B3, A6, LF9) - Woche 14 Betrieb und Ueberwachung (A8, A5, LF11) - Woche 15 Serviceanfragen bearbeiten (A1, A2, A5, LF6) - Woche 16 Vorbereitung auf Teil 1 (C3, C4, A10, LF2, LF5) 12 Handouts, 36 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 3 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen und eine Probepruefung Teil 1 (90 Minuten, 100 Punkte, eine durchgehende Fallsituation). Alle Rechenbeispiele nachgerechnet. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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id: S11
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titel: Updates und Patches – planbar statt hektisch
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block: system
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woche: 14
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worum: Die meisten erfolgreichen Angriffe nutzen Lücken, für die es längst ein Update gibt. Patch-Management sorgt dafür, dass Updates zuverlässig ankommen, ohne dass dabei der Betrieb stehen bleibt.
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rahmenplan: [A8, A6, A5]
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lernfeld: LF11
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merksatz: Wissen, was läuft. Erst Test, dann Pilotgruppe, dann alle. Kritische Lücken sofort, der Rest im festen Takt.
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karten:
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- frage: In welcher Reihenfolge verteilt man Updates im Betrieb?
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antwort: Zuerst auf Testsysteme, dann auf eine kleine Pilotgruppe aus normalen Arbeitsplätzen, und erst wenn dort nach einigen Tagen nichts auffällt, auf alle. Server in einem angekündigten Wartungsfenster.
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- frage: Wann ist der Patchday von Microsoft?
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antwort: Am zweiten Dienstag jedes Monats. Für Lücken, die bereits aktiv ausgenutzt werden, erscheinen zusätzlich außerplanmäßige Updates.
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- frage: Was bedeutet End of Life bei Software, und was folgt daraus?
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antwort: Der Hersteller liefert keine Sicherheitsupdates mehr – neue Lücken bleiben für immer offen. Solche Software muss ersetzt oder, wenn das nicht sofort geht, vom Netz getrennt und besonders abgesichert werden. Beispiel – Windows 10 seit dem 14. Oktober 2025.
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## Das Wesentliche
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- **Ohne Bestand kein Patch-Management.** Man muss wissen, welche Geräte, Betriebssysteme und
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Programme mit welcher Version im Betrieb laufen. Was nicht in der Liste steht, wird auch nicht
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aktualisiert.
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- **Fester Takt:** Microsoft veröffentlicht am **zweiten Dienstag** im Monat. Viele Betriebe
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planen danach: Test in der Woche danach, Pilotgruppe, dann alle innerhalb von zwei bis drei
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Wochen.
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- **Ringe statt alle auf einmal:** Testsysteme, Pilotgruppe (die IT selbst und einige
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freiwillige Nutzer), dann alle. Ein fehlerhaftes Update trifft so zehn Rechner, nicht hundert.
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- **Kritische Lücken außer der Reihe.** Wird eine Lücke bereits aktiv ausgenutzt, wird sofort
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gehandelt – notfalls mit verkürztem Test. Hinweise liefern der Hersteller und die Warnungen
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des BSI.
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- **Nicht nur Windows:** Programme wie Browser und PDF-Leser, Firmware von Firewall, Switch, NAS
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und BIOS, Linux-Server, Smartphones. Gerade Netzwerkgeräte werden oft jahrelang vergessen.
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- **Server im Wartungsfenster**, angekündigt, mit Snapshot oder Sicherung vorher und einem
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Rückweg, falls etwas schiefgeht.
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- **Nachprüfen:** Kam das Update überall an? Ein Bericht über den Stand aller Geräte gehört zum
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Abschluss jedes Zyklus.
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- **End of Life im Blick behalten.** Software ohne Sicherheitsupdates wird rechtzeitig ersetzt –
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das Ende ist Jahre vorher bekannt.
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## Übersicht
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| Ring | Wer | Wann nach Veröffentlichung |
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| 0 – Test | Testsysteme der IT | sofort |
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| 1 – Pilot | IT und einige freiwillige Nutzer | nach 2–3 Tagen |
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| 2 – Breit | alle Arbeitsplätze | nach etwa einer Woche |
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| 3 – Server | Server im Wartungsfenster | nach etwa zwei Wochen |
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| Notfall | alle betroffenen Systeme | sofort, bei aktiv ausgenutzter Lücke |
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## Prüfungsfrage
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**Frage:** In Ihrem Betrieb werden Updates bisher „wenn jemand Zeit hat" eingespielt.
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Entwerfen Sie ein Vorgehen für das Patch-Management und begründen Sie zwei Bestandteile.
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**Antwort:** (1) Einen vollständigen Bestand aller Geräte und Programme mit Version führen.
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(2) Einen festen Takt nach dem monatlichen Patchday festlegen. (3) Updates in Ringen verteilen:
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Testsysteme, Pilotgruppe, alle Arbeitsplätze, Server im angekündigten Wartungsfenster mit
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Sicherung vorher. (4) Für aktiv ausgenutzte Lücken ein beschleunigtes Notfallverfahren
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vorsehen. (5) Nach jedem Zyklus prüfen und berichten, auf welchem Stand alle Geräte sind.
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(6) Firmware von Netzwerkgeräten und Software ohne automatische Aktualisierung einbeziehen.
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Begründungen etwa: Die Ringe begrenzen den Schaden eines fehlerhaften Updates auf wenige
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Geräte. Der Bestand ist Voraussetzung, weil ein Gerät, das niemand kennt, auch nie aktualisiert
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wird – und genau dort sitzt dann die Lücke.
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