Vier neue Wochen nach Rahmenplan, im bestehenden Format: - Woche 5 Ausbildung, Betrieb und Zusammenarbeit (C1, C2, C5) - Woche 6 IT-Sicherheit und Datenschutz (A6, LF4) - Woche 7 Skripting mit PowerShell (A10, A4) - Woche 8 Datensicherung und Speicher (A9) 12 Handouts, 38 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 2 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen, 22 Glossareintraege, zwei neue Themenbloecke. Jede Berufsbildposition ist jetzt von mindestens einem Inhalt beruehrt. Die Praxisaufgaben bauen aufeinander auf: Die Abteilungsuebersicht aus 5.1 ist Grundlage der Schutzbedarfsfeststellung in 6.1, und deren Ergebnis ist Massstab fuer die Sicherungspruefung in 8.1. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
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| id | titel | block | woche | worum | rahmenplan | lernfeld | merksatz | karten | ||||||||||||||||
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| I1 | Schutzziele und Schutzbedarf – was ist wie viel wert? | sicherheit | 6 | Nicht alles muss gleich gut geschützt werden. Die Schutzbedarfsfeststellung sagt, wo sich Aufwand lohnt – und begründet ihn. |
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LF4 | Erst fragen, was passiert, wenn es schiefgeht. Dann entscheiden, wie viel Schutz es braucht. |
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Das Wesentliche
- Drei Schutzziele: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit. Jede Sicherheitsmaßnahme dient mindestens einem davon. Oft kommt Authentizität hinzu: Man weiß sicher, von wem etwas stammt.
- Schutzbedarf ergibt sich aus dem möglichen Schaden, nicht aus der Technik. Die Frage lautet: Was passiert, wenn diese Information bekannt wird, verfälscht wird oder ausfällt?
- Drei Kategorien: normal, hoch, sehr hoch. Bewertet wird je Schutzziel – die Lohnabrechnung hat einen sehr hohen Bedarf an Vertraulichkeit, aber nicht zwingend an Verfügbarkeit in der Stunde.
- Sechs Schadensszenarien helfen beim Einordnen: Verstoß gegen Gesetze oder Verträge, Verletzung von Persönlichkeitsrechten, Gefahr für Leib und Leben, Beeinträchtigung der Aufgabenerfüllung, Ansehensverlust, finanzielle Folgen.
- Von oben nach unten: Erst die Geschäftsprozesse und Informationen bewerten, dann die Anwendungen, dann die IT-Systeme, Räume und Verbindungen, auf denen sie liegen.
- Vererbung: Ein System übernimmt den höchsten Bedarf seiner Anwendungen (Maximumprinzip). Viele kleine Schäden auf einem System können zusammen einen höheren Bedarf ergeben (Kumulationseffekt). Ist eine Anwendung auf mehrere Systeme verteilt, kann der Bedarf des einzelnen Systems niedriger liegen (Verteilungseffekt).
- Jede Einstufung braucht eine Begründung. „Hoch, weil wichtig" ist keine.
Übersicht
| Kategorie | Bedeutung | Beispiel Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| normal | begrenzte, überschaubare Auswirkungen | Ausfall des Intranets für einen Tag ist lästig, aber verkraftbar |
| hoch | beträchtliche Auswirkungen | Ausfall der Warenwirtschaft für einen Tag stoppt Versand und Rechnungen |
| sehr hoch | existenzbedrohende oder katastrophale Auswirkungen | Ausfall der Produktionssteuerung über Tage mit Vertragsstrafen |
Prüfungsfrage
Frage: Auf einem Server laufen der Dateidienst der Verwaltung (Schutzbedarf Vertraulichkeit: normal) und die Personaldatenbank (Vertraulichkeit: sehr hoch). Welchen Schutzbedarf hat der Server hinsichtlich der Vertraulichkeit? Begründen Sie und nennen Sie eine Alternative.
Antwort: Nach dem Maximumprinzip übernimmt der Server den höchsten Schutzbedarf der darauf betriebenen Anwendungen, hier also „sehr hoch" für die Vertraulichkeit. Damit müssen auch für den Dateidienst die strengeren Maßnahmen gelten – etwa beim Zugriff von Administratoren und bei der Sicherung. Alternativ lässt sich die Personaldatenbank auf ein eigenes System auslagern; dann kann der Dateiserver mit normalem Schutzbedarf betrieben werden, und der hohe Aufwand beschränkt sich auf das System, das ihn wirklich braucht.