Vier neue Wochen nach Rahmenplan, im bestehenden Format: - Woche 5 Ausbildung, Betrieb und Zusammenarbeit (C1, C2, C5) - Woche 6 IT-Sicherheit und Datenschutz (A6, LF4) - Woche 7 Skripting mit PowerShell (A10, A4) - Woche 8 Datensicherung und Speicher (A9) 12 Handouts, 38 Merkkarten, 4 Praxisaufgaben, 2 Checklisten, 2 Lernzielkontrollen, 22 Glossareintraege, zwei neue Themenbloecke. Jede Berufsbildposition ist jetzt von mindestens einem Inhalt beruehrt. Die Praxisaufgaben bauen aufeinander auf: Die Abteilungsuebersicht aus 5.1 ist Grundlage der Schutzbedarfsfeststellung in 6.1, und deren Ergebnis ist Massstab fuer die Sicherungspruefung in 8.1. Co-Authored-By: Claude Opus 5.5 <noreply@anthropic.com>
4.3 KiB
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| id | titel | block | woche | worum | rahmenplan | lernfeld | merksatz | karten | |||||||||||||||||||||||
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| S3 | Datensicherung planen – voll, differenziell, inkrementell | system | 8 | Eine Sicherung ist erst dann geplant, wenn feststeht, wie viel Datenverlust und wie viel Ausfallzeit der Betrieb verkraftet. |
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LF4 | Drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus – und eine, an die kein Angreifer herankommt. |
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Das Wesentliche
- Erst die Anforderungen, dann die Technik. Wie viel Arbeit darf verloren gehen (RPO)? Wie lange darf es dauern, bis wieder gearbeitet werden kann (RTO)? Die Antworten kommen aus der Schutzbedarfsfeststellung, nicht aus dem Datenblatt der Software.
- Vollsicherung: alles, jedes Mal. Einfach zurückzuspielen, aber groß und langsam.
- Inkrementell: nur das Geänderte seit der letzten Sicherung. Klein und schnell beim Sichern, beim Zurückspielen braucht man die ganze Kette.
- Differenziell: das Geänderte seit der letzten Vollsicherung. Wächst bis zur nächsten Vollsicherung, zum Zurückspielen reichen zwei Sicherungen.
- 3-2-1-Regel: drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon außer Haus. Gegen Ransomware kommt eine Kopie hinzu, die offline oder unveränderlich ist – sonst verschlüsselt der Angreifer die Sicherung gleich mit.
- Generationen: Tägliche Sicherungen werden einige Tage aufbewahrt, wöchentliche einige Wochen, monatliche länger (Großvater-Vater-Sohn). So findet man auch einen Fehler, der erst nach drei Wochen auffällt.
- Keine Sicherung: ein RAID, eine Synchronisation in die Cloud, ein Papierkorb. Alle drei übernehmen eine Löschung oder Verschlüsselung sofort.
- Sicherungen verschlüsseln, wenn sie den Betrieb verlassen – und den Schlüssel so ablegen, dass man ihn im Notfall findet, ohne die Sicherung zu brauchen.
Übersicht
| Art | Sichert | Zurückspielen braucht | Platzbedarf |
|---|---|---|---|
| Voll | alles | eine Sicherung | hoch |
| Differenziell | Änderungen seit der letzten Vollsicherung | Vollsicherung + letzte differenzielle | mittel, wächst täglich |
| Inkrementell | Änderungen seit der letzten Sicherung | Vollsicherung + alle inkrementellen seitdem | gering |
Prüfungsfrage
Frage: Die Buchhaltung verkraftet höchstens vier Stunden Datenverlust und muss nach einem Ausfall am selben Arbeitstag wieder arbeiten können. Entwerfen Sie ein passendes Sicherungskonzept und begründen Sie es.
Antwort: Das RPO von vier Stunden verlangt mindestens alle vier Stunden während der Arbeitszeit eine Sicherung, etwa inkrementell um 10, 14 und 18 Uhr, ergänzt durch eine nächtliche differenzielle und eine wöchentliche Vollsicherung. Das RTO von einem halben Arbeitstag erfordert, dass die Sicherung schnell erreichbar ist – also eine Kopie auf einem Sicherungsspeicher im Haus. Nach der 3-2-1-Regel kommt eine Kopie außer Haus hinzu, eine davon offline oder unveränderlich gegen Ransomware. Aufbewahrt wird nach Generationen (z. B. 14 Tage täglich, 8 Wochen wöchentlich, 12 Monate monatlich). Das Konzept gilt erst als umgesetzt, wenn eine Wiederherstellung getestet und die benötigte Zeit gemessen wurde.