FEATURES beschreibt die drei Anlaesse, die Entprellung samt ihrer beiden Feinheiten, die drei Zustellwege und die Absicherung. README bekommt die neuen Endpunkte und Umgebungsvariablen, .env.example die SMTP-Vorlage. ROADMAP: Benachrichtigungen erledigt. Neu an erster Stelle steht das Melden stillstehender Projekte - das ist der einzige Anlass, der kein Ereignis hat, an dem er haengt, und braucht deshalb einen eigenen Durchlauf. Ein doppelter Eintrag zu Webhooks statt Polling ist dabei aufgefallen und entfernt. Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
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Funktionsübersicht
Vollständige Auflistung dessen, was Nebula kann — gegliedert nach Bereichen. Für Installation und Betrieb siehe README.md.
0. Konten und Zugang
0.1 Betriebsarten
Beim ersten Aufruf führt /setup durch die Einrichtung des Administratorkontos. Dort — und
später jederzeit unter Admin-Einstellungen — wird die Betriebsart gewählt:
| Modus | Verhalten |
|---|---|
| Einzelbetrieb | Genau ein Konto. Keine Registrierung, keine Benutzerverwaltung. |
| Mehrbenutzerbetrieb | Beliebig viele Konten mit strikt getrennten Daten. Selbstregistrierung optional zuschaltbar. |
Der Wechsel in den Einzelbetrieb wird abgelehnt, solange mehr als ein Konto existiert —
sonst würden Konten ausgesperrt. Nach der Einrichtung ist /setup dauerhaft gesperrt.
0.2 Anmeldung
- Benutzername und Passwort. Mindestens 10 Zeichen, offensichtliche Passwörter werden abgelehnt. Hashing mit scrypt.
- Passkey (WebAuthn). Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Sicherheitsschlüssel. Die Anmeldung läuft über auffindbare Credentials, ein Benutzername ist also nicht nötig. Mehrere Passkeys pro Konto, benennbar und einzeln entfernbar.
- Ein Konto kann ausschließlich per Passkey nutzbar sein. Der letzte Passkey lässt sich dann nicht entfernen, solange kein Passwort gesetzt ist.
- Fehlversuche werden gezählt; nach acht sperrt sich das Konto für 15 Minuten.
- Die Fehlermeldung ist immer dieselbe und die Antwortzeit gleich lang, egal ob es den Benutzernamen gibt — so lässt sich nicht ausprobieren, welche Konten existieren.
0.3 Mein Konto
Anzeigename und E-Mail ändern · Passwort setzen oder wechseln · Passkeys verwalten · aktive Sitzungen einsehen (Browser, Betriebssystem, IP, letzte Aktivität) · überall abmelden, wobei das eigene Gerät angemeldet bleibt.
0.4 Benutzerverwaltung (Administratoren)
- Konten anlegen, umbenennen, Rolle wechseln, deaktivieren, löschen
- Passwort eines Kontos neu setzen — beendet dessen Sitzungen sofort
- Übersicht je Konto: Projektzahl, Passkeys, letzte Anmeldung, Sperrstatus
- Selbstregistrierung an- und abschaltbar
- Schutzregeln: Der letzte aktive Administrator kann weder herabgestuft, deaktiviert noch gelöscht werden; das eigene Konto lässt sich nicht löschen oder deaktivieren.
- Administratoren sehen keine fremden Projekte. Sie verwalten Konten, nicht Inhalte.
1. Projekte
1.1 Anlegen und Verwalten
- Idee genügt. Ein Projekt braucht nur einen Namen. Alles Weitere — Beschreibung, Repository, Tags — lässt sich jederzeit nachtragen. Neue Projekte starten deshalb standardmäßig im Status Idee.
- Bearbeiten über einen Dialog, der auf dem Dashboard und der Projektseite identisch funktioniert.
- Löschen mit Rückfrage; zugehörige Notizen und der Repo-Snapshot verschwinden mit
(Fremdschlüssel mit
ON DELETE CASCADE). - Slug wird automatisch aus dem Namen erzeugt (umlautfest) und bei Namenskollision durchnummeriert.
1.2 Felder
| Feld | Beschreibung |
|---|---|
| Name | Pflichtfeld |
| Kurzbeschreibung | Ein Satz für die Karte im Board |
| Beschreibung | Ausführliche Ideenskizze, Zeilenumbrüche bleiben erhalten |
| Status | Idee · In Planung · Offen · In Entwicklung · Fertig · Archiviert |
| Priorität | Niedrig · Normal · Hoch · Kritisch |
| Fortschritt | 0–100 %, per Regler |
| Akzentfarbe | Sechs Farbverläufe, prägen Karte und Detailseite |
| Tags | Kommagetrennt, bis zu 12 Stück, kleingeschrieben und dedupliziert |
| Favorit | Anpinnen — Favoriten stehen im Board immer oben |
| Git-Verbindung | Optionale Zuordnung zu einem Git-System |
| Repository | URL sowie Owner/Name (werden aus der URL abgeleitet) |
1.3 Status
Sechs Zustände, jeder mit eigener Farbe und Erklärung im Auswahlmenü:
| Status | Bedeutung |
|---|---|
| Idee | Noch ein Gedanke — nichts gebaut, nichts entschieden |
| In Planung | Scope, Stack und Schnitt werden festgelegt |
| Offen | Startklar, liegt aber gerade still |
| In Entwicklung | Wird aktiv gebaut |
| Fertig | Ausgeliefert und abgeschlossen |
| Archiviert | Ruht — bleibt erhalten, ist im Board aber ausgeblendet |
Der Status ist direkt auf der Projektkarte umschaltbar, ohne den Detailbereich zu öffnen. Die Änderung wird optimistisch angezeigt und bei einem Fehler zurückgerollt.
2. Dashboard
- Kennzahlen oben: Anzahl Projekte mit Ø-Fortschritt, offene Ideen, aktive Entwicklungen, fertige Projekte, verknüpfte Repositories.
- Volltextsuche über Name, Kurzbeschreibung, Beschreibung, Tags und Repo-Pfad.
- Statusfilter als Chips mit Trefferzähler, mehrere gleichzeitig kombinierbar.
- Sortierung nach zuletzt geändert, Anlagedatum, Name, Fortschritt oder Priorität — Favoriten bleiben stets oben.
- Drei Ansichten: freies Raster, nach Status gruppierte Abschnitte oder Kanban.
- Volltextsuche über Notizen. Die Suche im Board arbeitet auf den geladenen Projekten (Name, Kurzbeschreibung, Tags, Repo-Pfad). Notizen liegen dort nicht vor — sie mitzuladen würde die Seite aufblähen. Stattdessen sucht Postgres serverseitig mit seiner deutschen Textsuche, entprellt ab zwei Zeichen. Treffer erscheinen als eigene Liste mit hervorgehobener Fundstelle, die betroffenen Projekte werden zusätzlich eingeblendet. Deutsche Stammformen greifen: „Webhook" findet auch „Webhooks".
- Archiv ist standardmäßig ausgeblendet und per Schalter einblendbar.
- Leerzustände mit direktem Einstieg statt einer leeren Fläche.
Kanban
Spalten je Status, Karten per Ziehen verschiebbar. Der Wechsel wird sofort angezeigt und erst danach gespeichert; scheitert das Speichern, springt die Karte zurück.
- Gezogen wird am Griff links, nicht an der ganzen Karte — so bleibt der Titel ein normaler Link.
- Das Ziehen startet erst nach ein paar Pixeln Bewegung, damit Klicks weiter funktionieren. Auf Touchgeräten nach kurzem Halten.
- Die Reihenfolge innerhalb einer Spalte folgt der gewählten Sortierung. Frei sortieren ginge nur mit einer gespeicherten Position — bewusst nicht gebaut.
Projektkarte auf einen Blick
Name und Favoritenstern · Kurzbeschreibung · Fortschrittsbalken · Provider-Badge · Default-Branch samt Anzahl weiterer Branches · letzter Tag · Alter des letzten Commits · Anzahl Notizen · Warnung bei Sync-Fehler · Tags · Statusauswahl · Priorität.
2a. Aufgaben je Projekt
Jedes Projekt hat ein eigenes Aufgabenbrett mit vier Spalten: Offen · In Arbeit · Blockiert · Erledigt.
- Ziehen und Ablegen zwischen den Spalten und innerhalb einer Spalte. Anders als beim Projektbrett ist die Reihenfolge hier bedeutsam, deshalb wird sie gespeichert.
- Gezogen wird am Griff links, damit ein Klick auf die Karte weiter den Dialog öffnet.
- Eine Aufgabe braucht nur einen Titel. Optional: Beschreibung (Markdown), Fälligkeitsdatum und Labels.
- Fälligkeiten färben sich mit: überfällig rot, heute gelb, in den nächsten Tagen gedämpft.
- Erledigtes wird durchgestrichen; der Zeitpunkt wird festgehalten und beim Zurückziehen wieder gelöscht.
Fortschritt aus Aufgaben
Pro Projekt umschaltbar. Ist es an, ergibt sich der Fortschritt aus dem Anteil erledigter Aufgaben und wird bei jeder Änderung neu berechnet — der Regler ist dann gesperrt, statt einen Wert anzubieten, der gleich wieder überschrieben würde.
Auf der Projektkarte im Dashboard steht das Verhältnis als 3/8.
Wie die Reihenfolge gespeichert wird
Beim Ablegen schickt die Oberfläche je Spalte die vollständige Liste der Aufgaben in ihrer neuen Reihenfolge; der Server vergibt daraus Position und Status. Das ist wiederholbar, kommt ohne Positionsrechnerei im Browser aus, und ein verlorener Aufruf lässt sich einfach erneut senden. IDs, die nicht zum Projekt gehören, werden ignoriert statt verschoben.
3. Notizen
- Beliebig viele Notizen pro Projekt, mit optionalem Titel und mehrzeiligem Text.
- Markdown wird dargestellt — Überschriften, Listen, Tabellen, Codeblöcke, Zitate und
Links. Aus
- [ ] Aufgabewerden echte Checklisten. Gilt auch für die Projekt- beschreibung. Rohes HTML wird beim Rendern entfernt (rehype-sanitize) — der Inhalt stammt vom Benutzer und wäre sonst ein XSS-Loch. - Anpinnen — angepinnte Notizen stehen oben und sind farblich hervorgehoben.
- Bearbeiten und Löschen direkt in der Liste; Löschen fragt nach.
- Zeitstempel: Anlagedatum immer, „bearbeitet vor …" nur bei echter Änderung.
- Zeilenumbrüche und Einrückungen bleiben erhalten — Checklisten und Code-Schnipsel überleben das Speichern.
- Eine neue Notiz aktualisiert die Änderungszeit des Projekts, damit die Sortierung „zuletzt geändert" die tatsächliche Aktivität abbildet.
4. Git-Anbindung
4.1 Unterstützte Systeme
| System | API | Authentifizierung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| GitHub | REST v3 | Authorization: Bearer |
github.com und GitHub Enterprise (/api/v3) |
| GitLab | API v4 | PRIVATE-TOKEN |
gitlab.com und Self-Hosted, verschachtelte Gruppen |
| Gitea / Forgejo | API v1 | Authorization: token |
beliebige eigene Instanz |
Mehrere Verbindungen desselben Typs sind möglich — etwa privates GitHub und Firmen-Gitea nebeneinander.
4.2 Verbindungen verwalten
- Anlegen mit Anzeigename, System, Basis-URL und Access Token.
- Verbindungstest auf Knopfdruck: prüft Erreichbarkeit und Token, zeigt den erkannten Benutzer und bei Gitea zusätzlich die Serverversion. Ergebnis und Zeitpunkt werden gespeichert und in der Karte angezeigt.
- Token-Verwaltung: verschlüsselt gespeichert, in der UI nur als Hinweis (
ghp_…9f3a) sichtbar. Beim Bearbeiten bedeutet ein leeres Feld „unverändert lassen". - Repository-Auswahl: Nebula listet alle Repos, auf die der Token Zugriff hat, mit Suchfeld. Ein Klick übernimmt URL, Owner, Name und — falls noch leer — Projektname und Kurzbeschreibung.
- Löschen trennt nur die Verknüpfung; die Projekte selbst bleiben erhalten.
4.3 Was beim Sync geholt wird
| Bereich | Details |
|---|---|
| Repository | Voller Pfad, Beschreibung, Default-Branch, Sichtbarkeit, Größe, letzte Aktivität |
| Kennzahlen | Stars, Forks, offene Issues, offene Pull-/Merge-Requests |
| Pull-/Merge-Requests | bis zu 50 offene, mit Nummer, Titel, Autor, Alter, Labels, Entwurfskennzeichnung und Link |
| Issues | bis zu 50 offene, gleiche Angaben. Bei GitHub und Gitea werden PRs herausgefiltert, die dort in derselben Liste stecken |
| CI-Status | Letzter Lauf auf dem Default-Branch: erfolgreich, fehlgeschlagen, läuft, wartet oder abgebrochen — mit Name und Link |
| Branches | bis zu 50, mit SHA, Default-Markierung, Schutzstatus und (wo die API es liefert) letztem Commit |
| Tags | bis zu 25, mit SHA, Nachricht und Datum |
| Commits | die letzten 15 zur Anzeige; geholt werden 100 für die Aktivitätskurve |
| Commit-Aktivität | Balkenreihe der letzten Tage, auf Karte und Projektseite |
| Releases | bis zu 10, inklusive Pre-Release- und Draft-Kennzeichnung |
| Sprachen | Verteilung als Balken mit Prozentwerten |
Woher der CI-Status kommt:
| System | Quelle |
|---|---|
| GitHub | actions/runs für den Default-Branch; Lauf-Status und Ergebnis werden zusammengeführt |
| GitLab | pipelines für den Default-Branch |
| Gitea | Kombinierter Commit-Status — deckt Gitea Actions und externe Systeme wie Woodpecker ab, anders als ein reiner Actions-Endpunkt, den ältere Instanzen nicht kennen |
Zur Ehrlichkeit der Aktivitätskurve: geholt wird eine Seite mit 100 Commits. Reicht die nicht über den ganzen Zeitraum, wird die Kurve auf den tatsächlich belegten Ausschnitt gekürzt — eine Null zu zeichnen, wo wir schlicht nichts wissen, wäre falsch.
- Snapshot-Prinzip: Alle Daten werden in der Datenbank abgelegt. Das Dashboard bleibt ohne Netzverbindung oder bei erreichtem Rate-Limit vollständig nutzbar.
4.4 Automatischer Abgleich
Standardmäßig aus — jeder Durchlauf verbraucht fremde API-Kontingente, das soll eine bewusste Entscheidung sein. Einschalten in den Admin-Einstellungen.
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Abstand | 15 Minuten bis täglich |
| Projekte je Durchlauf | 1–100, Voreinstellung 25 |
| Fertige und archivierte auslassen | Dort ändert sich selten noch etwas |
Wie der Durchlauf arbeitet:
- Der Zeitgeber läuft im Serverprozess selbst (
instrumentation.ts), prüft minütlich, ob ein Durchlauf fällig ist, und startet ihn. Kein zusätzlicher Container, kein externer Cron. Zwei Durchläufe überschneiden sich nie. - Am längsten nicht abgeglichene zuerst. Was nicht in den Durchlauf passt, kommt beim nächsten Mal.
- Zurückhalten nach Fehlschlägen: Nach jedem Fehlversuch verdoppelt sich der Abstand bis zum nächsten Versuch (gedeckelt beim 16-fachen). Ein Repository mit abgelaufenem Token blockiert damit nicht dauerhaft das Kontingent.
- Kurze Pause zwischen zwei Projekten, damit kein Schwall entsteht.
- Pro Projekt abschaltbar über einen Schalter im Projektdialog. Manuell synchronisieren geht unabhängig davon immer.
- Der Adminbereich zeigt letzten und nächsten Durchlauf sowie einen Kurzbericht (aktualisiert / fehlgeschlagen / zurückgestellt) und hat einen Knopf Jetzt abgleichen.
- Wer lieber von außen taktet, lässt den Automatismus aus und ruft
POST /api/admin/sync/runper eigenem Cron auf.
Der Abgleich läuft über alle Konten hinweg — er ist ein Serverauftrag, keine Dateneinsicht. Ein Administrator sieht dadurch weiterhin keine fremden Projekte.
- URL-Erkennung für
https://…,git@host:owner/repo.gitund GitLab-Weboberflächen-URLs mit/-/tree/…; verschachtelte Gruppenpfade bleiben erhalten. - Ohne Token funktionieren öffentliche Repositories, mit deutlich strengerem Rate-Limit.
- Fehler landen am Projekt statt in einer Fehlerseite: die Karte zeigt „Sync-Fehler", die Projektseite die genaue Meldung. Typische HTTP-Codes werden in Klartext übersetzt (401 Token, 403 Scopes/Rate-Limit, 404 Pfad, 408 Timeout).
- Zeitlimit pro Aufruf über
GIT_API_TIMEOUT_MSeinstellbar; die Teilabfragen laufen parallel, eine fehlschlagende Liste bricht den restlichen Sync nicht ab.
4a. Export, Import und Sicherung
Projekte mitnehmen
-
JSON-Export einzeln oder für alle Projekte: Stammdaten, Notizen, Tags, Repo-Verknüpfung. Ohne Access Tokens — die Verbindung wird nur beschrieben, das Token muss beim Import neu hinterlegt werden. Auch ohne Snapshots (reproduzierbar) und ohne Datenbank-IDs (gelten nur in der Quellinstanz).
-
Markdown-Export eines Projekts: Beschreibung, Kennzahlen, Notizen und der letzte bekannte Git-Stand als lesbare Datei.
-
Import mit Vorschau. Die Datei wird streng geprüft, bevor irgendetwas passiert. Abgeglichen wird über den Slug; bei Treffern stehen drei Strategien bereit:
Strategie Wirkung Überspringen Vorhandene bleiben unverändert Zusätzlich anlegen Kopie mit freiem Slug ( nebula→nebula-2)Ersetzen Stammdaten überschreiben, Notizen austauschen Die Vorschau zeigt je Projekt, was geschähe, und weist auf fehlende Git-Verbindungen hin. Erst ein zweiter Klick schreibt.
Sicherung
- JSON-Sicherung im Adminbereich: Einstellungen, Konten, Verbindungen, Projekte und
Notizen in einer Datei. Passwörter als scrypt-Hash, Git-Tokens als Chiffrat — ohne
dasselbe
APP_SECRETwertlos. Sitzungen und Passkeys bleiben draußen: erstere sind kurzlebig, letztere hängen an Gerät und rpID. - Datenbank-Sicherung über
scripts/backup.*:pg_dumpim Container, mit--clean --if-exists, also für sich allein einspielbar. Gegenstück istscripts/restore.*, das vor dem Überschreiben nachfragt und sich über einen Parameter auf eine Wegwerf-Datenbank umlenken lässt — damit sich eine Sicherung prüfen lässt, ohne die echte anzufassen.
4b. Benachrichtigungen
Einzurichten unter Mein Konto → Benachrichtigungen, pro Konto und beliebig viele Ziele.
Anlässe
| Anlass | Wann |
|---|---|
| ⚠️ Abgleich fehlgeschlagen | Das Git-System war nicht erreichbar oder hat abgelehnt |
| 🔴 CI rot | Der letzte Lauf auf dem Default-Branch ist fehlgeschlagen |
| 🏷️ Neues Release | Ein neuer Tag oder ein neues Release ist aufgetaucht |
Nur bei Änderung
Der entscheidende Punkt: Gemeldet wird ausschließlich, wenn sich etwas ändert gegenüber dem, worüber zuletzt benachrichtigt wurde. Ein Repository mit abgelaufenem Token meldet sich also einmal, nicht bei jedem stündlichen Durchlauf. Wird der Fehler ein anderer, kommt eine neue Meldung; ist er behoben und tritt später erneut auf, ebenso.
Zwei Feinheiten:
- Beim allerersten Abgleich eines Repositories wird kein Release gemeldet — sonst wäre jede bereits vorhandene Version eine „Neuigkeit".
- Der Merkstand wird auch dann fortgeschrieben, wenn kein Ziel eingerichtet ist. Sonst käme beim ersten eingerichteten Ziel die ganze Vergangenheit hinterher.
Zustellwege
| Weg | Details |
|---|---|
| ntfy | Vollständige Themen-URL. Titel, Priorität und Symbol als Kopfzeilen; optionales Bearer-Token für geschützte Themen. Läuft auch gegen ein selbst gehostetes ntfy im eigenen Netz. |
| Webhook | JSON per POST mit Anlass, Titel, Text, Projektbezug und Tieflink. Mit hinterlegtem Geheimnis wird der Rumpf per HMAC-SHA256 signiert (X-Nebula-Signature), damit der Empfänger die Herkunft prüfen kann. |
Über SMTP. Steht erst zur Verfügung, wenn SMTP_HOST in der .env gesetzt ist — sonst ist die Auswahl in der Oberfläche gesperrt und erklärt, warum. |
Jedes Ziel lässt sich einzeln testen und pausieren; Ergebnis und Zeitpunkt der letzten Zustellung stehen an der Karte.
Absicherung
- Zieladressen sind Benutzereingaben, die der Server abruft — sie laufen deshalb durch denselben SSRF-Schutz wie die Git-Verbindungen. Ein ntfy im eigenen Netz bleibt erlaubt, Loopback und Cloud-Metadaten nicht.
- Redirects werden nicht verfolgt: ein Umleitungsziel wäre nicht geprüft.
- Geheimnisse liegen AES-256-GCM-verschlüsselt und verlassen den Server nie; die
Oberfläche zeigt nur einen Hinweis wie
test…mnis. - Eine fehlgeschlagene Zustellung lässt den Abgleich nicht scheitern — der Fehler landet am Ziel, nicht im Sync.
5. Oberfläche
- Dark Glassmorphism: milchige Glasflächen, driftende Nebel im Hintergrund, feines Raster, Neon-Akzente pro Projektfarbe.
- Animationen: gestaffelt einblendende Karten, Hover-Lift mit Farbverlaufsrand, animierte Fortschrittsbalken.
- Responsiv von Handy bis Ultrawide (bis zu vier Kartenspalten).
- Barrierearm: durchgehende ARIA-Labels, Escape schließt Dialoge, sichtbarer
Fokusring,
prefers-reduced-motionschaltet Animationen ab. - Deutschsprachig, Datums- und Zahlenformate in
de-DEmit fester Zeitzone Europe/Berlin, damit Server- und Browser-Darstellung übereinstimmen.
6. Daten und Technik
6.1 Datenmodell
| Tabelle | Inhalt |
|---|---|
User |
Konten, Rolle, Passwort-Hash, Sperrzähler |
Session |
Serverseitige Sitzungen (nur der Token-Hash) |
Credential |
Passkeys inkl. öffentlichem Schlüssel und Signaturzähler |
WebAuthnChallenge |
Kurzlebige, einmalig verwendbare Challenges |
AppSettings |
Betriebsart und Registrierung (eine Zeile) |
Project |
Projektstammdaten, Status, Fortschritt, Repo-Verknüpfung, Besitzer |
Task |
Aufgaben mit Spalte, Position, Fälligkeit und Labels |
NotificationTarget |
Zustellwege je Konto, mit verschlüsseltem Geheimnis |
Note |
Notizen (n:1 zu Projekt, Cascade-Delete) |
GitConnection |
Git-Systeme inkl. verschlüsseltem Token, Besitzer |
RepoSnapshot |
Zwischengespeicherter Repo-Stand (1:1 zu Projekt) |
Project.ownerId und GitConnection.ownerId sind bewusst optional: so überleben Daten aus
der Zeit vor der Benutzerverwaltung die Migration und werden beim Anlegen des ersten Kontos
übernommen. Slug und Verbindungsname sind je Besitzer eindeutig — zwei Personen dürfen
beide ein Projekt „dashboard" haben.
Listen wie Branches oder Commits liegen als JSONB, damit providerspezifische Felder
nicht verloren gehen. Indizes auf Status, Verbindung und Änderungsdatum.
6.2 Sicherheit
- Zugangsschutz in zwei Ebenen. Die Middleware prüft nur, ob ein Sitzungscookie
überhaupt mitkommt — im Edge-Runtime gibt es keine Datenbank. Verbindlich entschieden
wird serverseitig in jeder Seite und jedem Endpunkt (
requireUserPage/requireUserApi). Das ist die eigentliche Sicherheitsgrenze. - Datentrennung über eine Besitzerbedingung in jeder Abfrage. Schreibzugriffe laufen
über
updateMany/deleteManymitownerIdin derwhere-Klausel, treffen fremde Datensätze also gar nicht erst. Fremde IDs liefern404statt403. - CSRF: Origin- bzw.
Sec-Fetch-Site-Prüfung für alle schreibenden Methoden, dazu erzwungenerContent-Type: application/json. - CSP mit Per-Request-Nonce und
strict-dynamic, plusframe-ancestors 'none',object-src 'none',base-uri 'none'und die üblichen Schutz-Header. - SSRF-Schutz vor jedem ausgehenden Git-Aufruf: Hostname wird aufgelöst, jede
Antwortadresse geprüft (schützt auch gegen DNS-Rebinding über einen zweiten A-Record),
Redirect-Ziele werden erneut geprüft. Konfigurierbar über
GIT_ALLOW_LOOPBACK,GIT_BLOCK_PRIVATEundGIT_ALLOWED_HOSTS. - Rate-Limiting für Anmeldung (je IP und je Konto), ausgehende Git-Aufrufe und WebAuthn-Optionen.
- Access Tokens verschlüsselt mit AES-256-GCM, Schlüssel per scrypt aus
APP_SECRETabgeleitet, Chiffrat versioniert (v1.<iv>.<tag>.<data>). - Tokens werden nie an den Browser gesendet — alle API-Antworten nutzen eine Feldauswahl
ohne
tokenCipher. - Zod-Validierung jeder Eingabe an der API-Grenze mit Feldfehlern für die UI, Body auf 256 KB begrenzt.
- Prisma arbeitet ausschließlich mit parametrisierten Abfragen.
6.3 Betrieb
- Zwei gleichwertige Betriebsarten: Standalone (Node-Prozess, beliebige PostgreSQL)
oder komplett in Docker — dieselbe Codebasis, dieselbe
.env. - Docker-Compose-Profile:
dbläuft immer,--profile fullstartet zusätzlich die App,--profile toolsbringt Adminer als DB-Oberfläche mit. - Automatische Migration beim Containerstart, inklusive Warteschleife auf die Datenbank.
- Healthchecks:
pg_isreadyfür Postgres,/api/healthfür die App. - Setup-Skript erzeugt die
.envsamt zufälligemAPP_SECRET. - Seed-Daten auf Wunsch, idempotent — mehrfaches Ausführen legt nichts doppelt an.
6.4 Tests
Zwei Ebenen. npm run test:all führt beide aus.
npm test — Unit-Tests (Vitest, 56 Stück, unter einer Sekunde, ohne DOM und ohne
Datenbank):
| Bereich | Was geprüft wird |
|---|---|
utils |
Slug-Erzeugung inklusive Umlauten und Längenbegrenzung, Tag-Aufbereitung, Kürzen, Zahlenformat |
git/parse |
URL-Zerlegung für https, SSH, verschachtelte GitLab-Gruppen und Oberflächenpfade; Provider-Erkennung; Bildung der Aktivitätskurve |
security/ssrf |
Sperrlisten für Loopback, Link-Local, Metadaten-Endpunkt, CGNAT und Multicast; Formprüfung; die drei Umgebungsschalter |
auth/password |
scrypt-Rundlauf, unterschiedliches Salz, Ablageformat, Verhalten bei kaputten Hashes, Passwortregeln |
tasks |
Berechnung des abgeleiteten Fortschritts, Spaltenreihenfolge |
notify/pending |
Wann eine Benachrichtigung fällig ist: neuer Fehler ja, gleicher Fehler nein; CI-Wechsel nach rot; Release erst ab dem zweiten Abgleich |
npm run test:e2e — Ende-zu-Ende (Playwright, 13 Stück, rund 20 Sekunden). Läuft
gegen die gebaute Anwendung mit eigener Datenbank auf Port 3111 — also durch Middleware,
Authentifizierung, Validierung und Datenbank hindurch:
| Datei | Was geprüft wird |
|---|---|
e2e/api.spec.ts |
Einrichtung sperrt sich nach dem ersten Konto · kein Zugriff ohne Anmeldung · fremdes Origin und falscher Content-Type abgewiesen · SSRF geblockt · Datentrennung zwischen zwei Konten · Aufgaben-Reihenfolge, abgeleiteter Fortschritt und untergeschobene IDs · Export ohne Geheimnisse, Import je Strategie |
e2e/ui.spec.ts |
Anmelden · Projekt anlegen · Aufgaben anlegen und per Ziehen verschieben (inklusive Prüfung nach dem Neuladen) · Volltextsuche · Abmelden sperrt geschützte Seiten wieder |
Zwei Dinge sind bewusst so gebaut:
- Die Testdatenbank kann nicht die echte sein.
e2e/global-setup.tsbricht ab, wenn der Datenbankname nichttestenthält — vor demTRUNCATE. Der teuerste denkbare Fehler wäre eine Testreihe, die die Produktivdaten leert. - Playwright startet den Server selbst (
webServerinplaywright.config.ts) mit eigenerDATABASE_URLund eigenem Port. Eine laufende Instanz auf 3000 stört nicht.
Einmalig vorbereiten:
docker exec nebula-db psql -U nebula -d postgres -c "CREATE DATABASE nebula_e2e_test"
6.5 Fortlaufende Prüfung
.gitea/workflows/ci.yml prüft jeden Push und jeden Pull Request: Typen, Unit-Tests,
Bau und Ende-zu-Ende-Tests gegen einen frischen PostgreSQL-Dienst. Schlägt etwas fehl,
wird der Playwright-Bericht als Artefakt abgelegt.
Dafür müssen in der Gitea-Instanz Actions aktiviert sein (app.ini: [actions] ENABLED = true) und ein Runner registriert. Die Syntax ist GitHub-kompatibel — für GitHub die
Datei nach .github/workflows/ kopieren.
6.6 API
Zehn REST-Endpunkte für Projekte, Notizen, Verbindungen, Sync, Repo-Listen und Health. Alles, was die Oberfläche kann, ist damit auch scriptbar. Übersicht in der README.
7. Ideen für später
Was als Nächstes kommen könnte, steht mit Aufwandsschätzung und offenen Fragen in ROADMAP.md — gedacht zum Durchsprechen und schrittweisen Abarbeiten.