Bremsen, Sperren und CSP: die offenen Punkte schliessen
S3: Aus der Kontosperre wird eine Wartezeit. Die alte Sperre wies auch das richtige Passwort ab — wer die Adresse eines Administrators kannte, konnte ihn alle 15 Minuten neu aussperren. Jetzt bleiben vier Fehlversuche folgenlos, danach verdoppelt sich die Wartezeit bis zu einer Minute. Der Besitzer kommt spaetestens nach einer Minute hinein, ein Fremder bekommt einen Versuch pro Minute. Ausgewertet wird sie vor der Passwortpruefung, damit ein ohnehin abgewiesener Versuch keine 128 MiB kostet. S4: Drei Stufen statt einer. Die Bremse je Absender liest X-Forwarded-For nur noch mit TRUST_PROXY=true — ohne Proxy waehlt den Wert jeder Aufrufer selbst, und eine so umgehbare Bremse ist eine Behauptung. Dazu die Wartezeit je Konto, die an der Datenbank haengt, und eine Obergrenze fuer die ganze Installation: 60 Passwortpruefungen und 120 Rueckmeldungen je Minute. Die letzte Stufe ist die einzige, die sich nicht ueber Kopfzeilen umgehen laesst, und sie schuetzt den Speicher. CSP: Eine vollstaendige Policy mit Nonce je Anfrage, strict-dynamic, default-src self, object-src none, base-uri und form-action self. Skripte ohne den Nonce dieser Anfrage laufen nicht mehr. Zwei Lockerungen bleiben und stehen begruendet in der Doku: style-src erlaubt unsafe-inline, weil ein Nonce keine style-Attribute deckt, und media-src erlaubt https, weil der Typ Video ausdruecklich Direktlinks annimmt. Protokoll: Sicherheitsereignisse als JSON auf die Standardausgabe — Fehlversuche, OIDC-Verknuepfungen samt abgelehnten, Vergabe von Administratorrechten. Ohne Passwoerter, Token und Adressen. Refs #20
This commit is contained in:
@@ -24,6 +24,17 @@ APP_PORT=3000
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# Wer den Zugang verliert, setzt den Wert auf false und startet neu.
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AUTH_ENABLED=true
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# Steht ein Reverse Proxy davor, der `X-Forwarded-For` selbst setzt?
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# false — Vorgabe. Die Kopfzeile wird nicht gelesen. Ohne Proxy koennte
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# sie jeder Aufrufer selbst waehlen; eine Bremse, die sich so
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# umgehen laesst, waere eine Behauptung.
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# true — Nur setzen, wenn wirklich ein Proxy davorsteht und die Kopfzeile
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# ueberschreibt. Sonst schenkst du jedem Aufrufer beliebig viele
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# Anmeldeversuche.
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# Unabhaengig davon gelten immer: die Wartezeit je Konto und die Obergrenze
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||||
# fuer die ganze Installation.
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TRUST_PROXY=false
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# Groesste erlaubte Datei fuer die Typen "PDF" und "Bild", in Megabyte.
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# Die Dateien liegen in der Datenbank — wer die sichert, hat alles. Sehr
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# grosse Werte machen die Sicherung entsprechend schwer.
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@@ -291,7 +291,7 @@ sie eintragen.
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| --- | --- | --- |
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| `X-Forwarded-Proto` | erkennt, dass die Verbindung über HTTPS läuft | Der Sitzungs-Cookie wird ohne `Secure` gesetzt und ginge auch über eine unverschlüsselte Verbindung mit |
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||||
| `X-Forwarded-Host` | die aufgerufene Domain — für mehrere Domains und für die Anmeldung | Kurz-URLs unter Zweitdomains werden nicht zugeordnet |
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||||
| `X-Forwarded-For` | Absender für die Bremse gegen Durchprobieren | Alle Aufrufe zählen als derselbe Absender |
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| `X-Forwarded-For` | Absender für die Bremse gegen Durchprobieren | Die Bremse je Absender entfällt; Wartezeit je Konto und Obergrenze der Instanz greifen weiter |
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Für ein reines nginx (ohne NPM) heißt das:
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@@ -305,6 +305,14 @@ proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
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Bei **Traefik** und **Caddy** ist nichts zu tun — beide setzen die Kopfzeilen
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von sich aus.
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||||
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> **`TRUST_PROXY=true` erst setzen, wenn der Proxy wirklich steht.** Die
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||||
> Anwendung liest `X-Forwarded-For` nur mit dieser Angabe. Ohne Proxy könnte
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> die Kopfzeile jeder Aufrufer selbst wählen und sich damit beliebig viele
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||||
> Anmeldeversuche verschaffen — eine Bremse, die sich so umgehen lässt, wäre
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||||
> eine Behauptung. Zwei Bremsen wirken unabhängig davon immer: die Wartezeit
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||||
> je Konto und die Obergrenze für die ganze Installation. Näheres in
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||||
> [docs/sicherheit.md](docs/sicherheit.md).
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### Größe der Uploads
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PDFs und Bilder gehen durch den Proxy. nginx bricht Anfragen oberhalb von
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@@ -40,6 +40,9 @@ services:
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# Ohne Angabe: an. Abgeschaltet wird nur, wer ausdruecklich
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# AUTH_ENABLED=false setzt — siehe .env.example.
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||||
AUTH_ENABLED: ${AUTH_ENABLED:-true}
|
||||
# Nur einschalten, wenn wirklich ein Proxy davorsteht — siehe
|
||||
# .env.example.
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||||
TRUST_PROXY: ${TRUST_PROXY:-false}
|
||||
MAX_UPLOAD_MB: ${MAX_UPLOAD_MB:-10}
|
||||
SESSION_IDLE_DAYS: ${SESSION_IDLE_DAYS:-30}
|
||||
SESSION_MAX_DAYS: ${SESSION_MAX_DAYS:-90}
|
||||
|
||||
+107
-27
@@ -231,6 +231,105 @@ gesetztes `X-Forwarded-Host` macht die Anfrage zu einer, die erst einen
|
||||
CORS-Vorabflug bestehen müsste, den die Anwendung nicht beantwortet. Das
|
||||
verbleibende Unbehagen ist das Vertrauensmodell insgesamt; dazu unten mehr.
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### 15. Die Kontosperre konnte den Besitzer aussperren
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**Befund:** Acht Fehlversuche sperrten ein Konto für 15 Minuten — auch gegen
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das **richtige** Passwort. Wer die Adresse eines Administrators kannte,
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konnte die Sperre alle 15 Minuten erneuern und die Verwaltung praktisch
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||||
dauerhaft schließen. Ein Nachweis, dass der Anfragende der Kontoinhaber ist,
|
||||
war dafür nicht nötig.
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||||
**Behoben:** Aus der Sperre wurde eine **Wartezeit**. Die ersten vier
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Fehlversuche bleiben folgenlos, danach verdoppelt sie sich bis zu einer
|
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Minute:
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| Fehlversuche | Wartezeit |
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| --- | --- |
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| bis 4 | keine |
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| 5 | 1 s |
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| 7 | 4 s |
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| 10 | 32 s |
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| ab 11 | 60 s |
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||||
Für den Besitzer heißt das im schlimmsten Fall eine Minute statt einer
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Viertelstunde Aussperrung. Für jemanden, der Passwörter durchprobiert, einen
|
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Versuch pro Minute — das ist die eigentliche Aufgabe der Bremse, und die
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||||
erfüllt sie weiterhin.
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Die Wartezeit wird **vor** der Passwortprüfung ausgewertet. Ein Versuch, der
|
||||
ohnehin abgewiesen wird, kostet damit keine 128 MiB.
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|
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### 16. Die Bremsen ließen sich über eine Kopfzeile umgehen
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**Befund:** Der Absender wurde aus `X-Forwarded-For` gelesen. Ohne
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vorgeschalteten Proxy — und die mitgelieferte Compose-Konfiguration
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veröffentlicht den Port direkt — wählt ihn jeder Aufrufer selbst und umgeht
|
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damit Login- wie Feedback-Bremse.
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**Behoben:** Drei Stufen statt einer, in `src/lib/auth/throttle.ts`:
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1. **Je Absender** — nur noch, wenn `TRUST_PROXY=true` gesetzt ist. Ohne
|
||||
diese Angabe wird die Kopfzeile gar nicht gelesen. Eine Bremse, die sich
|
||||
mit einem selbst gewählten Wert umgehen lässt, ist keine; dann lieber
|
||||
ehrlich keine.
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||||
2. **Je Konto** — die Wartezeit aus Punkt 15. Sie hängt an der Kennung des
|
||||
Kontos, nicht an einer Kopfzeile, und ist deshalb nicht zu umgehen.
|
||||
3. **Für die ganze Installation** — eine Obergrenze von 60 Passwortprüfungen
|
||||
je Minute, und 120 Rückmeldungen je Minute. Das ist die Stufe, die den
|
||||
Speicher schützt: Ohne sie könnte jemand mit genügend gleichzeitigen
|
||||
Anfragen den Server allein über die Hash-Berechnung lahmlegen.
|
||||
|
||||
Was bleibt: Die Zähler liegen im Arbeitsspeicher eines Prozesses. Bei
|
||||
mehreren Instanzen bräuchte es einen gemeinsamen Zähler — siehe „Offen“.
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### 17. Skripte liefen ohne Content-Security-Policy
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**Befund:** Die Policy bestand aus `frame-ancestors 'none'`. Gegen
|
||||
eingeschleusten Skriptcode wirkte sie nicht.
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||||
**Behoben:** Eine vollständige Policy mit **Nonce je Anfrage**. Skripte
|
||||
laufen nur, wenn sie den Nonce dieser einen Anfrage tragen oder von einem
|
||||
Skript geladen wurden, das selbst einen hatte (`strict-dynamic`). Ein
|
||||
Skript, das über eine Lücke in die Seite gerät, hat keinen — und läuft
|
||||
nicht.
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||||
|
||||
Dazu `default-src 'self'`, `object-src 'none'`, `base-uri 'self'`,
|
||||
`form-action 'self'`. `frame-src` nennt ausschließlich die beiden
|
||||
Video-Anbieter, die der Typ „Video“ einbetten kann.
|
||||
|
||||
**Zwei bewusste Lockerungen**, damit sie nicht als Versehen gelesen werden:
|
||||
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||||
- `style-src` erlaubt weiterhin `'unsafe-inline'`. Ein Nonce wirkt nur auf
|
||||
`<style>`-Blöcke, nicht auf `style="…"` an einzelnen Elementen; die
|
||||
Oberfläche benutzt solche Attribute an rund einem Dutzend Stellen. Über
|
||||
ein Stilattribut lässt sich kein Code ausführen, der Gewinn wäre gering.
|
||||
- `media-src` erlaubt jede `https:`-Quelle. Der Typ „Video“ nimmt
|
||||
ausdrücklich auch einen Direktlink auf eine Videodatei entgegen, und wo
|
||||
die liegt, weiß nur der, der ihn einträgt.
|
||||
|
||||
`upgrade-insecure-requests` steht nur, wenn `BASE_URL` auf `https` zeigt —
|
||||
auf einer bewusst über HTTP betriebenen Installation würde die Regel die
|
||||
eigenen Ressourcen hochstufen und alles zerlegen.
|
||||
|
||||
### 18. Sicherheitsereignisse standen nirgends
|
||||
|
||||
**Befund:** Fehlversuche, OIDC-Verknüpfungen und die Vergabe von
|
||||
Administratorrechten hinterließen keine Spur.
|
||||
|
||||
**Behoben:** `src/lib/auth/protokoll.ts` schreibt je Ereignis eine Zeile als
|
||||
JSON auf die Standardausgabe — damit landet sie in `docker compose logs` und
|
||||
lässt sich von dort weiterreichen, ohne dass die Anwendung ein Werkzeug
|
||||
dafür kennen muss.
|
||||
|
||||
Protokolliert werden: fehlgeschlagene Anmeldungen samt Zahl der Versuche und
|
||||
Wartezeit, abgelehnte OIDC-Verknüpfungen mit Grund, erfolgte Verknüpfungen
|
||||
und jede Vergabe von Administratorrechten.
|
||||
|
||||
**Was ausdrücklich nicht hineingehört:** Passwörter, Sitzungstoken und
|
||||
vollständige E-Mail-Adressen. Konten stehen mit ihrer Id da. Ein Protokoll
|
||||
wird kopiert und verschickt und ist selten so gut geschützt wie die
|
||||
Datenbank.
|
||||
|
||||
---
|
||||
|
||||
## Was schon vorher stimmte
|
||||
@@ -286,34 +385,15 @@ selbst ausgestellt, falscher Name — statt bloß daran zu scheitern.
|
||||
|
||||
Bewusst nicht umgesetzt, mit Begründung.
|
||||
|
||||
**Die Kontosperre kann den Besitzer aussperren.** Acht falsche Passwörter
|
||||
sperren ein Konto für 15 Minuten, ohne dass der Anfragende belegen muss, wer
|
||||
er ist. Wer die Adresse des Administrators kennt, kann die Sperre alle 15
|
||||
Minuten erneuern und die Verwaltung praktisch dauerhaft blockieren.
|
||||
**Die Zähler gelten je Prozess.** Bremsen und Wartezeiten liegen im
|
||||
Arbeitsspeicher und sind nach einem Neustart weg. Bei **einer** Instanz — dem
|
||||
Regelfall dieser Anwendung — ist das verschmerzbar: Die Wartezeit je Konto
|
||||
steht in der Datenbank und übersteht den Neustart, nur die Zähler je Absender
|
||||
und die Obergrenze der Instanz beginnen von vorn.
|
||||
|
||||
Der naheliegende Ausweg — auch während der Sperre das Passwort prüfen und ein
|
||||
richtiges durchlassen — wurde geprüft und **verworfen**: Eine Prüfung kostet
|
||||
hier rund **128 MiB Arbeitsspeicher** (scrypt mit N = 2¹⁷). Wer sie beliebig
|
||||
oft auslösen darf, legt damit den Server lahm. Die Sperre gegen ein Konto
|
||||
einzutauschen wäre also eine Sperre gegen alle.
|
||||
|
||||
Was es stattdessen braucht, ist ein eigener Entwurf: eine ansteigende
|
||||
Verzögerung, die keinen Speicher hält, oder eine billige Vorprüfung vor dem
|
||||
teuren Hash — zusammen mit dem nächsten Punkt zu entscheiden.
|
||||
|
||||
**Die Bremsen lassen sich über `X-Forwarded-For` umgehen.** Der Absender wird
|
||||
aus diesem Header gelesen. Steht kein Proxy davor — und die mitgelieferte
|
||||
Compose-Konfiguration veröffentlicht den Port direkt —, wählt ihn jeder
|
||||
Aufrufer selbst und umgeht damit Login-Bremse und Feedback-Bremse. Die Zähler
|
||||
liegen zudem im Arbeitsspeicher eines Prozesses und sind nach einem Neustart
|
||||
weg.
|
||||
|
||||
Die Anwendung läuft in Next.js-Routen und kommt an die Adresse der
|
||||
Gegenstelle gar nicht heran — „im Zweifel die Socket-Adresse nehmen“ ist hier
|
||||
also keine Möglichkeit. Nötig ist eine ausdrückliche Einstellung, welchem
|
||||
Proxy zu trauen ist, und ein gemeinsamer Zähler, wenn mehr als eine Instanz
|
||||
läuft. Beides gehört mit dem Punkt davor in einen Entwurf und nicht in eine
|
||||
schnelle Änderung.
|
||||
Wer mehrere Instanzen hinter einem Lastverteiler betreibt, braucht einen
|
||||
gemeinsamen, atomaren Zähler — üblicherweise Redis. Das ist ein weiterer
|
||||
Dienst und lohnt sich erst, wenn es die zweite Instanz wirklich gibt.
|
||||
|
||||
**Prisma hängt an einer Advisory.** `npm audit --omit=dev` meldet
|
||||
[GHSA-ggr8-5vv4-36mx](https://github.com/advisories/GHSA-ggr8-5vv4-36mx) in
|
||||
|
||||
@@ -11,6 +11,7 @@ import {
|
||||
type OidcIdentity,
|
||||
} from "@/lib/auth/oidc";
|
||||
import { createSession } from "@/lib/auth/session";
|
||||
import { sicherheitsereignis } from "@/lib/auth/protokoll";
|
||||
import { prisma } from "@/lib/db";
|
||||
import { getBaseUrl } from "@/lib/env";
|
||||
|
||||
@@ -100,6 +101,12 @@ async function findeOderLegeAn(
|
||||
// jemand eine fremde Adresse eintragen und damit ein hiesiges Konto
|
||||
// übernehmen.
|
||||
if (!identity.emailVerified) {
|
||||
// Der Versuch gehört ins Protokoll: Wenn er gehäuft auftritt, stimmt
|
||||
// entweder die Anbieterkonfiguration nicht — oder jemand probiert es.
|
||||
sicherheitsereignis("oidc-verknuepfung-abgelehnt", {
|
||||
konto: nachEmail.id,
|
||||
grund: "email-nicht-bestaetigt",
|
||||
});
|
||||
return {
|
||||
fehler:
|
||||
"Es gibt hier schon ein Konto mit dieser E-Mail-Adresse, der Anbieter hat sie aber nicht bestätigt.",
|
||||
@@ -116,6 +123,12 @@ async function findeOderLegeAn(
|
||||
...(istAdmin === undefined ? {} : { isInstanceAdmin: istAdmin }),
|
||||
},
|
||||
});
|
||||
// Eine Verknüpfung verschiebt eine Vertrauensgrenze: Ab jetzt kommt man
|
||||
// über den Anbieter in dieses Konto. Das soll nachvollziehbar sein.
|
||||
sicherheitsereignis("oidc-konto-verknuepft", {
|
||||
konto: verknuepft.id,
|
||||
administrator: verknuepft.isInstanceAdmin,
|
||||
});
|
||||
return { id: verknuepft.id, isActive: verknuepft.isActive };
|
||||
}
|
||||
|
||||
@@ -153,6 +166,13 @@ async function findeOderLegeAn(
|
||||
{ isolationLevel: "Serializable" },
|
||||
);
|
||||
|
||||
if (angelegt.isInstanceAdmin) {
|
||||
sicherheitsereignis("administrator-vergeben", {
|
||||
konto: angelegt.id,
|
||||
weg: istAdmin === undefined ? "erster-benutzer" : "gruppe-des-anbieters",
|
||||
});
|
||||
}
|
||||
|
||||
return { id: angelegt.id, isActive: angelegt.isActive };
|
||||
}
|
||||
|
||||
|
||||
+53
-18
@@ -17,18 +17,31 @@ import {
|
||||
} from "@/lib/auth/session";
|
||||
import {
|
||||
clearAttempts,
|
||||
kontoWartezeit,
|
||||
requestOrigin,
|
||||
teureRechnungErlaubt,
|
||||
tooManyAttempts,
|
||||
verbleibendeKontowartezeit,
|
||||
} from "@/lib/auth/throttle";
|
||||
import { sicherheitsereignis } from "@/lib/auth/protokoll";
|
||||
import { prisma } from "@/lib/db";
|
||||
import { errorResponse, firstZodMessage, jsonError } from "@/lib/http";
|
||||
import { QrRequestError } from "@/lib/qr/type-module";
|
||||
|
||||
export const dynamic = "force-dynamic";
|
||||
|
||||
/** Sperrdauer nach zu vielen Fehlversuchen. */
|
||||
const MAX_ATTEMPTS = 8;
|
||||
const LOCK_MINUTES = 15;
|
||||
/**
|
||||
* Wartezeit statt Sperre.
|
||||
*
|
||||
* Früher stand hier eine Sperre von 15 Minuten nach acht Fehlversuchen. Die
|
||||
* hatte einen Haken: Sie wies auch das **richtige** Passwort ab. Wer die
|
||||
* Adresse eines Administrators kannte, konnte ihn damit alle 15 Minuten neu
|
||||
* aussperren und die Verwaltung praktisch dauerhaft schließen.
|
||||
*
|
||||
* Jetzt wächst nur die Wartezeit zwischen zwei Versuchen, bis zu einer
|
||||
* Minute — siehe `kontoWartezeit`. Der Besitzer kommt spätestens nach einer
|
||||
* Minute hinein, ein Fremder bekommt einen Versuch pro Minute.
|
||||
*/
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Wird gegen einen nicht vorhandenen Benutzer gerechnet, damit die
|
||||
@@ -248,10 +261,14 @@ async function handleSetup(
|
||||
|
||||
async function handleLogin(
|
||||
input: z.infer<typeof loginSchema>,
|
||||
absender: string,
|
||||
/** Absender laut vertrauenswürdigem Proxy — `null`, wenn keiner davorsteht. */
|
||||
absender: string | null,
|
||||
): Promise<Response> {
|
||||
// Vor allem anderen: Wer viele Konten durchprobiert, löst nie eine
|
||||
// Kontosperre aus — dagegen hilft nur eine Bremse je Absender.
|
||||
// Wer viele Konten durchprobiert, löst nie eine Wartezeit für ein
|
||||
// einzelnes Konto aus — dagegen hilft nur eine Bremse je Absender. Sie
|
||||
// greift nur hinter einem Proxy, dem ausdrücklich vertraut wird; sonst
|
||||
// wählte der Aufrufer seine Kennung selbst.
|
||||
if (absender !== null) {
|
||||
const wartezeit = tooManyAttempts(`login:${absender}`);
|
||||
if (wartezeit !== null) {
|
||||
throw new QrRequestError(
|
||||
@@ -259,6 +276,19 @@ async function handleLogin(
|
||||
429,
|
||||
);
|
||||
}
|
||||
}
|
||||
|
||||
// Der Deckel der ganzen Installation. Er steht vor jeder Passwortprüfung,
|
||||
// auch vor der gegen den Attrappen-Hash: Beide kosten gleich viel Speicher,
|
||||
// und wer sie auslösen darf, könnte den Server sonst allein damit
|
||||
// lahmlegen. Das ist die einzige Bremse, die sich nicht über Kopfzeilen
|
||||
// umgehen lässt.
|
||||
if (!teureRechnungErlaubt()) {
|
||||
throw new QrRequestError(
|
||||
"Zurzeit gehen sehr viele Anmeldeversuche ein. Bitte versuche es in einer Minute erneut.",
|
||||
429,
|
||||
);
|
||||
}
|
||||
|
||||
const user = await prisma.user.findUnique({ where: { email: input.email } });
|
||||
|
||||
@@ -275,12 +305,15 @@ async function handleLogin(
|
||||
throw invalid;
|
||||
}
|
||||
|
||||
if (user.lockedUntil && user.lockedUntil.getTime() > Date.now()) {
|
||||
const minutes = Math.ceil(
|
||||
(user.lockedUntil.getTime() - Date.now()) / 60000,
|
||||
// Wartezeit des Kontos — **vor** der Passwortprüfung, damit ein Versuch,
|
||||
// der ohnehin abgewiesen wird, keine 128 MiB kostet.
|
||||
const kontoWarten = verbleibendeKontowartezeit(
|
||||
user.failedLogins,
|
||||
user.lockedUntil,
|
||||
);
|
||||
if (kontoWarten > 0) {
|
||||
throw new QrRequestError(
|
||||
`Zu viele Fehlversuche. Bitte versuche es in ${minutes} Minute${minutes === 1 ? "" : "n"} erneut.`,
|
||||
`Zu viele Fehlversuche. Bitte versuche es in ${kontoWarten} Sekunde${kontoWarten === 1 ? "" : "n"} erneut.`,
|
||||
429,
|
||||
);
|
||||
}
|
||||
@@ -295,15 +328,17 @@ async function handleLogin(
|
||||
|
||||
if (!(await verifyPassword(input.password, user.passwordHash))) {
|
||||
const failedLogins = user.failedLogins + 1;
|
||||
// `lockedUntil` heißt jetzt „frühestens wieder ab“: der Zeitpunkt des
|
||||
// Fehlversuchs. Wie lange das bedeutet, rechnet `kontoWartezeit` aus der
|
||||
// Zahl der Fehlversuche — so bleibt die Spalte, aber nicht die Sperre.
|
||||
await prisma.user.update({
|
||||
where: { id: user.id },
|
||||
data: {
|
||||
failedLogins,
|
||||
lockedUntil:
|
||||
failedLogins >= MAX_ATTEMPTS
|
||||
? new Date(Date.now() + LOCK_MINUTES * 60 * 1000)
|
||||
: null,
|
||||
},
|
||||
data: { failedLogins, lockedUntil: new Date() },
|
||||
});
|
||||
sicherheitsereignis("anmeldung-fehlgeschlagen", {
|
||||
konto: user.id,
|
||||
fehlversuche: failedLogins,
|
||||
wartezeit: kontoWartezeit(failedLogins),
|
||||
});
|
||||
throw invalid;
|
||||
}
|
||||
@@ -333,7 +368,7 @@ async function handleLogin(
|
||||
},
|
||||
});
|
||||
|
||||
clearAttempts(`login:${absender}`);
|
||||
if (absender !== null) clearAttempts(`login:${absender}`);
|
||||
await createSession(user.id);
|
||||
return Response.json({ ok: true, email: user.email });
|
||||
}
|
||||
|
||||
@@ -1,6 +1,7 @@
|
||||
import type { NextRequest } from "next/server";
|
||||
import { z } from "zod";
|
||||
|
||||
import { requestOrigin } from "@/lib/auth/throttle";
|
||||
import { prisma } from "@/lib/db";
|
||||
import { errorResponse, firstZodMessage, jsonError } from "@/lib/http";
|
||||
|
||||
@@ -31,6 +32,31 @@ const FENSTER_MS = 60_000;
|
||||
const MAX_PRO_FENSTER = 10;
|
||||
const zaehler = new Map<string, { anzahl: number; bis: number }>();
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Obergrenze für die ganze Installation.
|
||||
*
|
||||
* Die Bremse je Absender greift nur hinter einem Proxy, dem vertraut wird —
|
||||
* sonst wählt der Aufrufer seine Kennung selbst. Dieser Deckel gilt immer
|
||||
* und begrenzt, wie schnell die Tabelle überhaupt wachsen kann.
|
||||
*
|
||||
* Großzügig bemessen: Selbst ein gut besuchter Aushang bekommt keine
|
||||
* hundertzwanzig Rückmeldungen in der Minute.
|
||||
*/
|
||||
const MAX_PRO_MINUTE_INSGESAMT = 120;
|
||||
const MINUTE_MS = 60 * 1000;
|
||||
let gesamtFenster = 0;
|
||||
let gesamtAnzahl = 0;
|
||||
|
||||
function insgesamtZuSchnell(): boolean {
|
||||
const jetzt = Date.now();
|
||||
if (jetzt - gesamtFenster > MINUTE_MS) {
|
||||
gesamtFenster = jetzt;
|
||||
gesamtAnzahl = 0;
|
||||
}
|
||||
gesamtAnzahl += 1;
|
||||
return gesamtAnzahl > MAX_PRO_MINUTE_INSGESAMT;
|
||||
}
|
||||
|
||||
function zuSchnell(schluessel: string): boolean {
|
||||
const jetzt = Date.now();
|
||||
const eintrag = zaehler.get(schluessel);
|
||||
@@ -58,12 +84,19 @@ export async function POST(request: NextRequest): Promise<Response> {
|
||||
return jsonError(firstZodMessage(parsed.error));
|
||||
}
|
||||
|
||||
const herkunft =
|
||||
request.headers.get("x-forwarded-for")?.split(",")[0]?.trim() ||
|
||||
request.headers.get("x-real-ip") ||
|
||||
"unbekannt";
|
||||
// Erst der Deckel für alle — er lässt sich nicht über Kopfzeilen umgehen.
|
||||
if (insgesamtZuSchnell()) {
|
||||
return jsonError(
|
||||
"Zurzeit gehen sehr viele Rückmeldungen ein. Bitte versuche es gleich noch einmal.",
|
||||
429,
|
||||
);
|
||||
}
|
||||
|
||||
if (zuSchnell(herkunft)) {
|
||||
// Dann die Bremse je Absender. Sie sagt nur etwas aus, wenn ein Proxy
|
||||
// davorsteht, dem ausdrücklich vertraut wird; sonst wählte der Aufrufer
|
||||
// seine Kennung selbst und die Bremse wäre eine Behauptung.
|
||||
const herkunft = requestOrigin(request.headers);
|
||||
if (herkunft !== null && zuSchnell(herkunft)) {
|
||||
return jsonError(
|
||||
"Zu viele Rückmeldungen in kurzer Zeit. Bitte versuche es gleich noch einmal.",
|
||||
429,
|
||||
|
||||
+11
-1
@@ -1,4 +1,5 @@
|
||||
import type { Metadata } from "next";
|
||||
import { headers } from "next/headers";
|
||||
|
||||
import { THEME_INIT_SCRIPT } from "@/components/theme-toggle";
|
||||
import { accentCss } from "@/lib/branding-colors";
|
||||
@@ -47,6 +48,11 @@ export async function generateMetadata(): Promise<Metadata> {
|
||||
export default async function RootLayout({ children }: LayoutProps<"/">) {
|
||||
const branding = await getBranding();
|
||||
|
||||
// Der Nonce dieser Anfrage, gesetzt in `src/proxy.ts`. Ohne ihn lehnt der
|
||||
// Browser die beiden eingebetteten Blöcke unten ab — sie sind die einzigen
|
||||
// der Anwendung.
|
||||
const nonce = (await headers()).get("x-nonce") ?? undefined;
|
||||
|
||||
return (
|
||||
<html lang="de" className="h-full">
|
||||
<body className="flex min-h-full flex-col">
|
||||
@@ -55,7 +61,10 @@ export default async function RootLayout({ children }: LayoutProps<"/">) {
|
||||
Wer der Systemeinstellung folgt, braucht das nicht — das erledigt
|
||||
`light-dark()` im CSS von allein.
|
||||
*/}
|
||||
<script dangerouslySetInnerHTML={{ __html: THEME_INIT_SCRIPT }} />
|
||||
<script
|
||||
nonce={nonce}
|
||||
dangerouslySetInnerHTML={{ __html: THEME_INIT_SCRIPT }}
|
||||
/>
|
||||
{/*
|
||||
Überschreibt die Farbvariablen, die Tailwind ohnehin benutzt — damit
|
||||
wirkt die Akzentfarbe an jeder Stelle der Oberfläche, ohne dass eine
|
||||
@@ -64,6 +73,7 @@ export default async function RootLayout({ children }: LayoutProps<"/">) {
|
||||
die Voreinstellung zurück.
|
||||
*/}
|
||||
<style
|
||||
nonce={nonce}
|
||||
dangerouslySetInnerHTML={{ __html: accentCss(branding.accentColor) }}
|
||||
/>
|
||||
{children}
|
||||
|
||||
@@ -0,0 +1,43 @@
|
||||
import "server-only";
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Protokoll für Sicherheitsereignisse.
|
||||
*
|
||||
* Eine Zeile je Ereignis, als JSON, auf `stdout`. Damit landet sie in
|
||||
* `docker compose logs` und lässt sich von dort in jedes Werkzeug
|
||||
* weiterreichen, ohne dass die Anwendung eines davon kennen muss.
|
||||
*
|
||||
* **Was hier nicht hineingehört:** Passwörter, Sitzungstoken, vollständige
|
||||
* E-Mail-Adressen. Ein Protokoll wird kopiert, verschickt und selten so gut
|
||||
* geschützt wie die Datenbank. Konten stehen deshalb mit ihrer Id da, nicht
|
||||
* mit ihrer Adresse — wer die Zuordnung braucht, hat ohnehin Zugriff auf die
|
||||
* Verwaltung.
|
||||
*/
|
||||
|
||||
export type Sicherheitsereignis =
|
||||
| "anmeldung-fehlgeschlagen"
|
||||
| "anmeldung-gesperrt"
|
||||
| "oidc-konto-verknuepft"
|
||||
| "oidc-verknuepfung-abgelehnt"
|
||||
| "administrator-vergeben"
|
||||
| "instanz-ohne-anmeldung";
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Schreibt ein Ereignis.
|
||||
*
|
||||
* Bewusst `console.log` und kein Protokollrahmenwerk: Die Anwendung läuft in
|
||||
* einem Container, und dort ist die Standardausgabe der übliche Weg.
|
||||
*/
|
||||
export function sicherheitsereignis(
|
||||
ereignis: Sicherheitsereignis,
|
||||
daten: Record<string, string | number | boolean | null> = {},
|
||||
): void {
|
||||
console.log(
|
||||
JSON.stringify({
|
||||
art: "sicherheit",
|
||||
ereignis,
|
||||
zeit: new Date().toISOString(),
|
||||
...daten,
|
||||
}),
|
||||
);
|
||||
}
|
||||
+116
-14
@@ -1,16 +1,26 @@
|
||||
import "server-only";
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Grobe Bremse gegen automatisiertes Durchprobieren.
|
||||
* Bremsen gegen automatisiertes Durchprobieren.
|
||||
*
|
||||
* Ergänzt die Kontosperre, ersetzt sie aber nicht: Die Sperre schützt ein
|
||||
* einzelnes Konto, diese Bremse den Server vor jemandem, der viele Konten
|
||||
* gleichzeitig durchprobiert — dabei löst die Sperre nämlich nie aus.
|
||||
* Drei Stufen, die verschiedene Dinge schützen:
|
||||
*
|
||||
* Im Arbeitsspeicher und damit pro Container. Bei einer selbst gehosteten
|
||||
* Anwendung dieser Größe ist das angemessen; ein verteilter Zähler bräuchte
|
||||
* einen weiteren Dienst. Die Adresse dient nur als Schlüssel und wird
|
||||
* nirgends gespeichert.
|
||||
* 1. **Je Absender** (`tooManyAttempts`) — greift nur, wenn ein Proxy davor
|
||||
* steht, dem ausdrücklich vertraut wird. Sonst wählt der Aufrufer seine
|
||||
* Kennung selbst und die Bremse wäre eine Behauptung.
|
||||
* 2. **Je Konto** (`kontoWartezeit`) — eine ansteigende Wartezeit zwischen
|
||||
* zwei Versuchen. Sie ersetzt die frühere harte Sperre: Wer das Passwort
|
||||
* kennt, kommt nach höchstens einer Minute hinein; wer es nicht kennt,
|
||||
* bekommt einen Versuch pro Minute.
|
||||
* 3. **Für die ganze Installation** (`teureRechnungErlaubt`) — eine
|
||||
* Obergrenze für Passwortprüfungen. Sie ist die einzige Stufe, die sich
|
||||
* nicht über Kopfzeilen umgehen lässt, und schützt den Speicher: Eine
|
||||
* Prüfung kostet rund 128 MiB.
|
||||
*
|
||||
* Alles im Arbeitsspeicher und damit je Container. Bei einer selbst
|
||||
* gehosteten Anwendung dieser Größe ist das angemessen; ein verteilter
|
||||
* Zähler bräuchte einen weiteren Dienst. Adressen dienen nur als Schlüssel
|
||||
* und werden nirgends gespeichert.
|
||||
*/
|
||||
|
||||
type Eintrag = { anzahl: number; bis: number };
|
||||
@@ -53,17 +63,109 @@ export function clearAttempts(schluessel: string): void {
|
||||
zaehler.delete(schluessel);
|
||||
}
|
||||
|
||||
/* ------------------------------------------------------- Proxy-Vertrauen */
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Absender einer Anfrage, so gut es hinter einem Proxy geht.
|
||||
* Steht ein Proxy davor, dem zu trauen ist?
|
||||
*
|
||||
* `X-Forwarded-For` ist fälschbar, wenn kein Proxy davorsteht — deshalb ist
|
||||
* das hier eine Bremse und keine Sperre: Wer den Wert fälscht, umgeht sie,
|
||||
* aber die Kontosperre greift weiterhin.
|
||||
* `X-Forwarded-For` kann jeder Aufrufer selbst setzen. Nur wenn ein Proxy
|
||||
* davorsteht, der die Kopfzeile **überschreibt**, sagt sie etwas aus. Das
|
||||
* kann die Anwendung nicht erkennen — Next.js-Routen kommen an die Adresse
|
||||
* der Gegenstelle gar nicht heran —, also muss es eingestellt werden.
|
||||
*
|
||||
* Ohne Angabe: kein Vertrauen. Eine Bremse, die sich mit einer selbst
|
||||
* gewählten Kopfzeile umgehen lässt, ist keine.
|
||||
*/
|
||||
export function requestOrigin(headers: Headers): string {
|
||||
export function trustsProxy(): boolean {
|
||||
return (process.env.TRUST_PROXY ?? "").trim().toLowerCase() === "true";
|
||||
}
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Absender einer Anfrage — oder `null`, wenn er sich nicht feststellen lässt.
|
||||
*
|
||||
* `null` heißt nicht „egal“, sondern „unbekannt“: Der Aufrufer bekommt dann
|
||||
* keine eigene Bremse, wohl aber die Obergrenze der ganzen Installation zu
|
||||
* spüren.
|
||||
*/
|
||||
export function requestOrigin(headers: Headers): string | null {
|
||||
if (!trustsProxy()) return null;
|
||||
return (
|
||||
headers.get("x-forwarded-for")?.split(",")[0]?.trim() ||
|
||||
headers.get("x-real-ip") ||
|
||||
"unbekannt"
|
||||
null
|
||||
);
|
||||
}
|
||||
|
||||
/* ----------------------------------------------------- Wartezeit je Konto */
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Wartezeit zwischen zwei Anmeldeversuchen desselben Kontos, in Sekunden.
|
||||
*
|
||||
* Ersetzt die frühere Sperre von 15 Minuten. Der Unterschied ist der, auf
|
||||
* den es ankommt: Eine Sperre weist auch das **richtige** Passwort ab —
|
||||
* wer die Adresse eines Administrators kennt, konnte ihn damit dauerhaft
|
||||
* aussperren. Eine Wartezeit verzögert nur.
|
||||
*
|
||||
* Die ersten Fehlversuche bleiben ohne Folge; danach verdoppelt sich die
|
||||
* Wartezeit bis zu einer Minute. Für den Besitzer heißt das im schlimmsten
|
||||
* Fall eine Minute, für jemanden, der Passwörter durchprobiert, einen
|
||||
* Versuch pro Minute.
|
||||
*/
|
||||
const FREIVERSUCHE = 4;
|
||||
const MAX_WARTEZEIT_S = 60;
|
||||
|
||||
export function kontoWartezeit(fehlversuche: number): number {
|
||||
if (fehlversuche <= FREIVERSUCHE) return 0;
|
||||
return Math.min(2 ** (fehlversuche - FREIVERSUCHE - 1), MAX_WARTEZEIT_S);
|
||||
}
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Wie lange ein Konto noch warten muss, in Sekunden — oder 0.
|
||||
*
|
||||
* `letzterVersuch` ist der Zeitpunkt des letzten Fehlversuchs.
|
||||
*/
|
||||
export function verbleibendeKontowartezeit(
|
||||
fehlversuche: number,
|
||||
letzterVersuch: Date | null,
|
||||
): number {
|
||||
if (!letzterVersuch) return 0;
|
||||
const noetig = kontoWartezeit(fehlversuche);
|
||||
if (noetig === 0) return 0;
|
||||
const vergangen = (Date.now() - letzterVersuch.getTime()) / 1000;
|
||||
return Math.max(0, Math.ceil(noetig - vergangen));
|
||||
}
|
||||
|
||||
/* ------------------------------------------------- Obergrenze der Instanz */
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Obergrenze für Passwortprüfungen in der ganzen Installation.
|
||||
*
|
||||
* Eine Prüfung kostet rund 128 MiB Arbeitsspeicher (scrypt mit N = 2¹⁷).
|
||||
* Ohne Deckel könnte jemand mit genügend gleichzeitigen Anfragen den Server
|
||||
* allein dadurch lahmlegen — unabhängig davon, welche Kopfzeilen er schickt.
|
||||
*
|
||||
* Das ist die einzige Stufe, die sich nicht umgehen lässt. Sie ist bewusst
|
||||
* großzügig: Im normalen Betrieb meldet sich niemand sechzigmal in der
|
||||
* Minute an.
|
||||
*/
|
||||
const TEURE_RECHNUNGEN_PRO_MINUTE = 60;
|
||||
const MINUTE_MS = 60 * 1000;
|
||||
|
||||
let fensterBeginn = 0;
|
||||
let fensterAnzahl = 0;
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Fragt eine teure Rechnung an. `false` heißt: gerade nicht, bitte später.
|
||||
*
|
||||
* Wird **vor** der Passwortprüfung aufgerufen, nicht danach — sonst wäre der
|
||||
* Speicher schon belegt, wenn der Deckel greift.
|
||||
*/
|
||||
export function teureRechnungErlaubt(): boolean {
|
||||
const jetzt = Date.now();
|
||||
if (jetzt - fensterBeginn > MINUTE_MS) {
|
||||
fensterBeginn = jetzt;
|
||||
fensterAnzahl = 0;
|
||||
}
|
||||
fensterAnzahl += 1;
|
||||
return fensterAnzahl <= TEURE_RECHNUNGEN_PRO_MINUTE;
|
||||
}
|
||||
|
||||
+72
-8
@@ -26,17 +26,68 @@ import { isSameOrigin } from "@/lib/http";
|
||||
const SCHREIBEND = new Set(["POST", "PUT", "PATCH", "DELETE"]);
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Schutzheader.
|
||||
* Woher eingebettete Videos kommen dürfen.
|
||||
*
|
||||
* Bewusst ohne vollständige `Content-Security-Policy` für Skripte: Next.js
|
||||
* bringt eingebettete Skripte mit, dafür bräuchte es Nonces durch die ganze
|
||||
* Anwendung. Eine halbherzige Policy mit `unsafe-inline` sähe nur nach
|
||||
* Schutz aus. Was hier steht, wirkt dagegen sofort.
|
||||
* Der Video-Typ bettet YouTube und Vimeo ein — beide brauchen einen eigenen
|
||||
* Eintrag, sonst bliebe der Rahmen nach dem Klick leer. Mehr steht hier
|
||||
* nicht: Was nicht eingebettet wird, gehört auch nicht in die Liste.
|
||||
*/
|
||||
const VIDEO_QUELLEN = [
|
||||
"https://www.youtube-nocookie.com",
|
||||
"https://www.youtube.com",
|
||||
"https://player.vimeo.com",
|
||||
].join(" ");
|
||||
|
||||
/**
|
||||
* Die Content-Security-Policy dieser Anfrage.
|
||||
*
|
||||
* Skripte laufen nur mit dem Nonce dieser einen Anfrage oder weil ein Skript
|
||||
* sie geladen hat, das selbst eines hatte (`strict-dynamic`). Ein Skript,
|
||||
* das über eine Lücke in die Seite gerät, hat keines — und läuft nicht.
|
||||
*
|
||||
* **Warum `style-src` weiter `unsafe-inline` erlaubt:** Ein Nonce wirkt nur
|
||||
* auf `<style>`-Blöcke, nicht auf `style="…"` an einzelnen Elementen. Die
|
||||
* Oberfläche benutzt solche Attribute an rund einem Dutzend Stellen, etwa
|
||||
* für die gewählte Akzentfarbe. Sie zu verbieten hieße, sie vorher alle
|
||||
* aufzulösen; der Gewinn wäre gering, denn über ein Stilattribut lässt sich
|
||||
* kein Code ausführen. Das ist eine bewusste Grenze, keine Nachlässigkeit.
|
||||
*
|
||||
* `upgrade-insecure-requests` nur bei HTTPS: Auf einer Installation, die
|
||||
* bewusst über HTTP läuft, würde die Regel die eigenen Ressourcen auf HTTPS
|
||||
* hochstufen und damit alles zerlegen.
|
||||
*/
|
||||
function contentSecurityPolicy(nonce: string): string {
|
||||
const entwicklung = process.env.NODE_ENV === "development";
|
||||
const ueberHttps = (process.env.BASE_URL ?? "").startsWith("https://");
|
||||
|
||||
return [
|
||||
"default-src 'self'",
|
||||
"base-uri 'self'",
|
||||
"object-src 'none'",
|
||||
"frame-ancestors 'none'",
|
||||
"form-action 'self'",
|
||||
// `unsafe-eval` braucht React nur in der Entwicklung, für die
|
||||
// Fehleraufbereitung im Browser.
|
||||
`script-src 'self' 'nonce-${nonce}' 'strict-dynamic'${entwicklung ? " 'unsafe-eval'" : ""}`,
|
||||
"style-src 'self' 'unsafe-inline'",
|
||||
// `data:` für die Vorschau des QR-Codes, `blob:` für den Download.
|
||||
"img-src 'self' data: blob:",
|
||||
"font-src 'self'",
|
||||
"connect-src 'self'",
|
||||
`frame-src ${VIDEO_QUELLEN}`,
|
||||
// Videos duerfen als Direktlink irgendwo liegen — der Typ „Video" nimmt
|
||||
// ausdruecklich auch eine Adresse auf eine MP4-Datei entgegen. `https:`
|
||||
// statt einer Liste: Welche Adresse jemand eintraegt, weiss nur er.
|
||||
"media-src 'self' https:",
|
||||
...(ueberHttps ? ["upgrade-insecure-requests"] : []),
|
||||
].join("; ");
|
||||
}
|
||||
|
||||
/** Schutzheader, die unabhängig von der Anfrage gelten. */
|
||||
const HEADER: Record<string, string> = {
|
||||
// Kein Einbetten in fremde Seiten — sonst ließe sich die Verwaltung hinter
|
||||
// einer harmlos aussehenden Seite verstecken und fernsteuern.
|
||||
"Content-Security-Policy": "frame-ancestors 'none'",
|
||||
// einer harmlos aussehenden Seite verstecken und fernsteuern. Steht auch
|
||||
// in der CSP; dieser Header erreicht ältere Browser.
|
||||
"X-Frame-Options": "DENY",
|
||||
// Der Browser soll den Inhaltstyp nicht raten.
|
||||
"X-Content-Type-Options": "nosniff",
|
||||
@@ -58,7 +109,20 @@ export function proxy(request: NextRequest) {
|
||||
);
|
||||
}
|
||||
|
||||
const response = NextResponse.next();
|
||||
// Ein frischer Nonce je Anfrage. Next.js liest ihn aus der CSP der
|
||||
// **Anfrage** und hängt ihn an seine eigenen Skripte — deshalb muss die
|
||||
// Kopfzeile an beiden Stellen stehen, an der Anfrage und an der Antwort.
|
||||
const nonce = crypto.randomUUID().replaceAll("-", "");
|
||||
const csp = contentSecurityPolicy(nonce);
|
||||
|
||||
const anfrage = new Headers(request.headers);
|
||||
anfrage.set("x-nonce", nonce);
|
||||
anfrage.set("Content-Security-Policy", csp);
|
||||
|
||||
const response = NextResponse.next({ request: { headers: anfrage } });
|
||||
if (!response.headers.has("Content-Security-Policy")) {
|
||||
response.headers.set("Content-Security-Policy", csp);
|
||||
}
|
||||
for (const [name, wert] of Object.entries(HEADER)) {
|
||||
// Routen, die eigene Regeln setzen — etwa die Sandbox für hochgeladene
|
||||
// Dateien —, sollen sie behalten.
|
||||
|
||||
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