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qrcode-generator/README.md
T
Florian Wilde cdda7df17a Version 1.7.0: Doku durchgesehen und Roadmap angeglichen
Sechs Erweiterungen sind zusammengekommen — Logo im Code, Freigabe je
Gruppe, Domain-Check, Dublettenpruefung, Filter nach Art und die
Kurzhilfe zu den Domains. Dafuer eine neue Minor-Version.

Zwei Stellen waren schlicht falsch und wiegen schwerer als jede Luecke:
Anleitung und Funktionsuebersicht behaupteten beide noch, statische Codes
wuerden "nicht gespeichert" — ueberholt seit 1.5.0. Ebenso die Aussage,
nur "Website" sei ausprogrammiert; das gilt seit 1.1.0 fuer alle fuenfzehn.

Danach die Luecken: Jedes der sechs Features steht jetzt in allen drei
Dokumenten, die es betrifft. Die Bedienungsanleitung hatte keines davon.

Die Roadmap verliert die zwei gebauten Punkte und bekommt einen neuen aus
der Umsetzung: Die Gestaltung eines gespeicherten Codes laesst sich
ueberhaupt nicht aendern, ein Logo also nur ueber die Schnittstelle
nachruesten.

Die Kurzhilfe verwies unter "Nachpruefen" noch auf curl, obwohl seit #7
der Pruefen-Knopf danebensteht.
2026-08-21 11:27:15 +02:00

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# QR-Code-Generator
Eine Webanwendung zum Erzeugen von QR-Codes — als Docker-Compose-Stack aus
zwei Containern: der Next.js-Anwendung und einer PostgreSQL-Datenbank.
Umgesetzt sind **alle 15 QR-Typen**. Welche davon in der Oberfläche erscheinen,
entscheidet die Verwaltung — nicht gebrauchte lassen sich ausblenden.
---
## Was die Anwendung kann — kurz
- **15 QR-Typen:** Website, vCard, App-Link, Mehrere Links, Social Media,
WhatsApp, PDF, Bild, Video, E-Mail, SMS, Standort, Zahlung, WLAN, Feedback.
- **Statisch oder dynamisch.** Dynamische Codes zeigen auf eine Kurz-URL:
Ziel jederzeit änderbar, ohne neu zu drucken — mit Scan-Zähler.
- **Eigene Seiten** für Linksammlungen, Profile, hinterlegte PDFs und Bilder
sowie Feedback-Formulare — öffentlich, ohne einen Hinweis auf die Anwendung.
- **Gestaltung:** freie Farben mit Kontrastwarnung, 256–2048 px,
Fehlerkorrektur L/M/Q/H, einstellbarer Rand. Download als PNG und SVG.
- **Logo in der Mitte:** das Logo der Installation oder ein eigenes je Code,
10–25 % der Kantenlänge, mit erzwungener Fehlerkorrektur H.
- **Meine Codes:** Liste oder Karten, Suche, Sortierung, Filter nach Gruppe
und nach Art, Ziel ändern, löschen. Statische Codes lassen sich auf Wunsch
mit Namen ablegen; liegt derselbe Inhalt schon dort, wird gewarnt.
- **Feedback auswerten:** Durchschnitt, Verteilung und Kommentare — anonym
erhoben, ohne Name und IP-Adresse.
- **Anmeldung abschaltbar.** Mit Anmeldung: Benutzer, Gruppen und die Rollen
Administrator, Bearbeiter und Betrachter.
- **Mehrere Domains** für Kurz-URLs, den Gruppen zugeteilt — mit Kurzhilfe
zur Einrichtung und einer Prüfung, ob eine Domain wirklich hierher führt.
- **Single Sign-on** über Authentik oder einen anderen OIDC-Anbieter.
- **Typen abschaltbar:** Was ihr nicht braucht, erscheint gar nicht erst —
für die ganze Installation oder je Gruppe.
- **Eigenes Erscheinungsbild:** Name, Logo, Favicon und Akzentfarbe im
Admin-Bereich einstellbar.
- **Hell und dunkel:** folgt dem Betriebssystem, mit Umschalter für eine
eigene Wahl.
- **Sprechende Kurz-Links:** `qr.firma.de/r/sommeraktion` statt Zufallszeichen,
nachträglich änderbar — die vorherige Adresse bleibt gültig.
- **Sichtbare Version:** Die Fußzeile nennt die laufende Fassung und führt
zum Änderungsverlauf — nach einem Update sofort erkennbar, ob es ankam.
- **Zwei Container, kein Reverse Proxy nötig.** Migrationen laufen beim Start
von selbst; alles Nötige steht in einer `.env`.
→ Ausführlich: **[Alle Funktionen im Detail](docs/funktionen.md)**
---
## Anleitungen
- **[Bedienungsanleitung mit Bildern](docs/anleitung.md)** — vom ersten Code
bis zur Auswertung von Rückmeldungen
- **[Anmeldung über Authentik (OIDC)](docs/authentik.md)** — Einrichtung,
Rollen und der Weg zurück
- **[Alle Funktionen im Detail](docs/funktionen.md)** — die lange Fassung
- **[Änderungen](CHANGELOG.md)** — was in welcher Version dazugekommen ist
- **[Roadmap](docs/roadmap.md)** — was als Nächstes kommen könnte
- **[Anmeldung und Sitzungen nach OWASP](docs/sicherheit.md)** — Durchsicht,
Härtungen und was bewusst offen bleibt
---
## Inhalt
- [Schritt für Schritt zum laufenden Stack](#schritt-für-schritt-zum-laufenden-stack)
- [Hinter einem Reverse Proxy (Nginx Proxy Manager)](#hinter-einem-reverse-proxy-nginx-proxy-manager)
- [Wenn etwas nicht läuft](#wenn-etwas-nicht-läuft)
- [Aktualisieren](#aktualisieren)
- [Konfiguration](#konfiguration)
- [Bedienung](#bedienung)
- [Anmeldung, Gruppen und Rollen](#anmeldung-gruppen-und-rollen)
- [Anmeldung über Authentik (OIDC)](#anmeldung-über-authentik-oidc)
- [Technischer Aufbau](#technischer-aufbau)
- [Entwicklung ohne Docker](#entwicklung-ohne-docker)
- [API](#api)
- [Einen weiteren Typ ergänzen](#einen-weiteren-typ-ergänzen)
---
## Schritt für Schritt zum laufenden Stack
Vom leeren Server bis zum ersten QR-Code. Alle Befehle laufen auf dem
Rechner, auf dem die Anwendung später läuft.
### Schritt 1 — Voraussetzungen prüfen
Gebraucht werden Docker mit Compose v2 und Git:
```bash
docker compose version # erwartet: Docker Compose version v2.x oder höher
git --version
```
Kommt `docker: command not found`, fehlt Docker — die
[offizielle Anleitung](https://docs.docker.com/engine/install/) installiert
Engine und Compose in einem Rutsch.
### Schritt 2 — Projekt holen
```bash
git clone https://git.wilde-server.de/florian.wilde/qrcode-generator.git
cd qrcode-generator
```
### Schritt 3 — Konfiguration anlegen
```bash
cp .env.example .env
nano .env
```
Zwei Werte **musst** du anfassen:
| Wert | Was eintragen |
| --- | --- |
| `POSTGRES_PASSWORD` | Ein eigenes Passwort. Es steht nur in dieser Datei und wird nirgends sonst gebraucht. |
| `DATABASE_URL` | Dasselbe Passwort noch einmal — es steckt mitten im Verbindungsstring. |
Und einen solltest du bewusst setzen:
| Wert | Was eintragen |
| --- | --- |
| `BASE_URL` | Die Adresse, unter der die Anwendung **von außen** erreichbar ist. |
Beispiel für ein eigenes Passwort `MeinGeheimes123`:
```bash
POSTGRES_PASSWORD=MeinGeheimes123
DATABASE_URL=postgresql://qrcode:MeinGeheimes123@db:5432/qrcode?schema=public
BASE_URL=http://192.168.1.50:3000
```
> **Warum `BASE_URL` so wichtig ist:** Ein dynamischer QR-Code enthält nicht
> das eigentliche Ziel, sondern die Kurz-URL `{BASE_URL}/r/{slug}`. Steht dort
> `localhost`, funktioniert der Code **nur auf dem Server selbst** — ein Handy
> läuft ins Leere. Bereits gedruckte Codes lassen sich später nicht mehr
> umbiegen, also am besten vor dem ersten produktiven Code festlegen.
>
> Die Frage dahinter lautet: **Wer soll die Codes scannen können?**
>
> | Wer scannt | Was in `BASE_URL` gehört |
> | --- | --- |
> | nur Leute im eigenen Netz oder per VPN | die interne Adresse, z. B. `http://192.168.1.50:3000` |
> | auch Kundschaft, Besucher, Aushänge im Laden | eine **öffentlich auflösbare** Domain, z. B. `https://qr.example.com` |
>
> Eine Domain, die nur im internen DNS steht, verhält sich dabei wie eine
> LAN-Adresse: Ohne VPN kommt niemand darauf. Ein gedruckter Code führt dann
> für alle anderen ins Leere — mit „Server nicht gefunden“, ohne jeden
> Hinweis darauf, woran es liegt.
>
> Und: `BASE_URL` muss **dieselbe** Adresse sein, über die ihr die Oberfläche
> aufruft — nicht bloß irgendeine erreichbare. Sonst scheitert die Anmeldung
> über einen externen Anbieter, siehe
> [docs/authentik.md](docs/authentik.md#base_url-und-die-adresse-im-browser-müssen-dieselbe-sein).
Der Hostname `db` im `DATABASE_URL` bleibt unverändert — das ist der
Servicename aus der `docker-compose.yml`, nicht dein Server.
### Schritt 4 — Starten
```bash
docker compose up -d --build
```
Der erste Durchlauf baut das Image und dauert je nach Maschine **5 bis 15
Minuten**. Spätere Starts brauchen nur wenige Sekunden.
### Schritt 5 — Prüfen, ob alles läuft
```bash
docker compose ps
```
Erwartet werden zwei Container, `db` mit dem Zusatz `(healthy)`:
```
NAME SERVICE STATUS
qrcode-generator-app-1 app Up 30 seconds
qrcode-generator-db-1 db Up 45 seconds (healthy)
```
Und im Protokoll:
```bash
docker compose logs app
```
```
→ Datenbankmigrationen werden angewendet …
All migrations have been successfully applied.
→ Anwendung wird gestartet …
▲ Next.js 16.3.0
✓ Ready
```
Die Datenbank richtet sich beim ersten Start selbst ein — es gibt keinen
Extraschritt dafür.
### Schritt 6 — Aufrufen
Im Browser die Adresse öffnen, die du als `BASE_URL` eingetragen hast, zum
Beispiel <http://192.168.1.50:3000>. Es erscheint „Was möchtest du
erstellen?“ mit den Typ-Kacheln.
### Schritt 7 — Ersten Code erstellen
1. Kachel **Website** anklicken.
2. Adresse eingeben, etwa `https://example.com` — die Vorschau erscheint
sofort.
3. **PNG** oder **SVG** herunterladen. Fertig.
Für einen Code, dessen Ziel du später ändern kannst:
1. Unter „Art des Codes“ auf **Dynamisch** wechseln.
2. Optional einen Namen vergeben, damit du ihn wiederfindest.
3. **Dynamischen Code speichern** — erst dabei entsteht die Kurz-URL, deshalb
ist der Download bis dahin gesperrt.
4. Danach herunterladen. Unter **Meine Codes** lässt sich das Ziel jederzeit
ändern, ohne den gedruckten Code anzufassen.
### Schritt 8 — Aufräumen, was du nicht brauchst
Unter **Verwaltung → QR-Typen** kannst du einzelne Typen ausblenden — 15
Kacheln sind viel, wenn ihr ohnehin nur drei davon braucht. Ausgeblendete
Typen verschwinden aus der Auswahl; bereits erstellte Codes dieses Typs
funktionieren unverändert weiter.
### Die wichtigsten Befehle im Betrieb
```bash
docker compose logs -f app # Protokoll mitlesen (Abbruch mit Strg+C)
docker compose ps # Status beider Container
docker compose restart app # Anwendung neu starten
docker compose down # Stack stoppen — die Daten bleiben erhalten
docker compose up -d # wieder starten
docker compose down -v # Stack stoppen UND die Datenbank löschen
```
---
## Hinter einem Reverse Proxy (Nginx Proxy Manager)
Soll die Anwendung unter einer eigenen Domain mit HTTPS laufen, übernimmt der
Proxy die Zertifikate; die Anwendung selbst bleibt unverändert.
**1. Port nur lokal veröffentlichen.** Wenn Proxy und Anwendung auf demselben
Rechner laufen, muss Port 3000 nicht nach außen offen sein. In der `.env`:
```bash
APP_PORT=3000
BASE_URL=https://qr.deine-domain.de
```
**2. Im Nginx Proxy Manager** einen *Proxy Host* anlegen:
| Feld | Wert |
| --- | --- |
| Domain Names | `qr.deine-domain.de` |
| Scheme | `http` |
| Forward Hostname / IP | IP des Docker-Hosts, z. B. `192.168.1.50` |
| Forward Port | `3000` |
| Websockets Support | nicht nötig — die Anwendung benutzt keine; angeschaltet schadet es aber nicht |
| Block Common Exploits | an |
| SSL | Zertifikat anfordern, *Force SSL* aktivieren |
Läuft der Proxy als Container im selben Docker-Netz wie dieser Stack, kann
statt der IP auch der Servicename `app` mit Port `3000` stehen — dann muss
das Port-Mapping gar nicht nach außen offen sein.
**3. `BASE_URL` auf die öffentliche Adresse setzen** — mit `https://` und ohne
Port. Danach:
```bash
docker compose up -d
```
> `BASE_URL` muss **dieselbe** Adresse sein, unter der ihr die Anwendung
> aufruft — nicht bloß irgendeine erreichbare. Steht dort weiterhin
> `http://192.168.1.50:3000`, zeigen neue dynamische Codes ins interne Netz
> statt auf die Domain, und die Anmeldung über einen externen Anbieter
> scheitert (siehe unten).
### Was der Proxy weiterreichen muss
Die Anwendung wertet drei Kopfzeilen aus, die erst der Proxy setzt. Der Nginx
Proxy Manager schickt alle drei von sich aus mit — bei anderen Proxys muss man
sie eintragen.
| Kopfzeile | Wofür sie gebraucht wird | Fehlt sie, passiert das |
| --- | --- | --- |
| `X-Forwarded-Proto` | erkennt, dass die Verbindung über HTTPS läuft | Der Sitzungs-Cookie wird ohne `Secure` gesetzt und ginge auch über eine unverschlüsselte Verbindung mit |
| `X-Forwarded-Host` | die aufgerufene Domain — für mehrere Domains und für die Anmeldung | Kurz-URLs unter Zweitdomains werden nicht zugeordnet |
| `X-Forwarded-For` | Absender für die Bremse gegen Durchprobieren | Alle Aufrufe zählen als derselbe Absender |
Für ein reines nginx (ohne NPM) heißt das:
```nginx
proxy_set_header Host $host;
proxy_set_header X-Forwarded-Host $host;
proxy_set_header X-Forwarded-Proto $scheme;
proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
```
Bei **Traefik** und **Caddy** ist nichts zu tun — beide setzen die Kopfzeilen
von sich aus.
### Größe der Uploads
PDFs und Bilder gehen durch den Proxy. nginx bricht Anfragen oberhalb von
`client_max_body_size` mit **413** ab, und zwar bevor die Anwendung sie zu
sehen bekommt — die Fehlermeldung kommt dann vom Proxy und nicht aus der
Oberfläche.
Der Wert muss also mindestens so groß sein wie `MAX_UPLOAD_MB` (Voreinstellung
10 MB), besser etwas darüber. Im Nginx Proxy Manager steht das unter
**Advanced → Custom Nginx Configuration**:
```nginx
client_max_body_size 20m;
```
### Nachprüfen, ob es stimmt
```bash
# Kommt die Anwendung überhaupt an?
curl -I https://qr.deine-domain.de/
# Kennt der Container dieselbe Adresse wie der Browser?
docker compose exec app env | grep BASE_URL
```
Beides muss zusammenpassen. Ein häufiger Fall: Der Proxy läuft, die Domain
öffnet sich, aber `BASE_URL` steht noch auf der internen IP aus der
Einrichtung. Dann ist die Oberfläche zwar erreichbar, aber
- jeder neue dynamische Code zeigt auf die interne Adresse, und
- die Anmeldung über einen externen Anbieter endet mit einer Fehlermeldung,
weil der Anbieter den Browser auf den anderen Host zurückschickt — siehe
[docs/authentik.md](docs/authentik.md#base_url-und-die-adresse-im-browser-müssen-dieselbe-sein).
### Erreichbar für wen?
Der Proxy entscheidet mit, wer die Codes scannen kann. Steht die Domain nur im
internen DNS oder ist sie nur über VPN erreichbar, funktionieren gedruckte
Codes **auch nur dort**. Für Aushänge, Flyer oder Verpackungen muss die Domain
öffentlich auflösbar und der Proxy von außen erreichbar sein.
### Mehrere Domains
Sollen Kurz-URLs unter verschiedenen Adressen laufen — etwa je Kunde eine —,
lege sie unter **Verwaltung → Domains** an und richte im Proxy für jede einen
eigenen Proxy Host auf dieselbe Anwendung ein.
Die Weiterleitung erkennt am `Host`-Header, welche Domain gemeint ist, und
prüft ihn gegen die registrierten Domains. Ein unbekannter Hostname endet mit
404 — über einen gefälschten Header lässt sich also keine fremde Domain
ansprechen.
### Nachprüfen, ob eine Domain wirklich hierher führt
Auf der Domain-Seite steht bei jedem Eintrag ein Knopf **Prüfen**. Er geht den
Weg der Scanner nach und meldet vier Dinge:
| Schritt | Was geprüft wird |
| --- | --- |
| DNS | Löst der Name auf? Auf welche Adressen? |
| Zertifikat | Gültig, von wem ausgestellt, wie lange noch? |
| Erreichbar | Antwortet dort ein Webserver, und wie schnell? |
| Ziel | Steht dahinter **diese** Installation? |
Der letzte Schritt ist der eigentliche Wert. Die Anwendung ruft dazu unter der
Domain eine eigene Route auf und lässt sich einen HMAC über eine frische
Zufallszahl zurückgeben; das Geheimnis dafür steht in der Datenbank und
verlässt den Server nie. Nur so unterscheidet sich „die Domain zeigt
irgendwohin“ von „die Domain zeigt hierher“.
> **Grenze der Aussage:** Der Aufruf startet dort, wo der Container läuft.
> Wer internes DNS oder Hairpin-NAT hat, bekommt womöglich einen Fehler,
> obwohl von außen alles stimmt. Umgekehrt gilt: Meldet die Prüfung von innen
> Erfolg, heißt das noch nicht, dass die Domain auch von außen erreichbar ist.
> Dafür bleibt der Blick von einem fremden Netz aus.
Zwei Dinge, die daraus folgen:
- Der **Slug ist je Domain eindeutig**, nicht global. Derselbe sprechende
Slug darf auf zwei Domains liegen und zeigt dort auf verschiedene Ziele.
- Eine Domain kann **mehreren Gruppen** dienen. Das heißt aber nicht, dass
diese die Codes der jeweils anderen sehen — die Übersicht bleibt strikt
nach Gruppe gefiltert.
`BASE_URL` bleibt dabei wichtig: sie liefert die Standard-Domain für Aufrufe
über eine nicht registrierte Adresse (etwa direkt über die IP im LAN) und
bestimmt, ob Kurz-URLs mit `http` oder `https` gebildet werden.
---
## Wenn etwas nicht läuft
**`POSTGRES_PASSWORD fehlt — bitte .env aus .env.example anlegen`**
Die `.env` fehlt oder ist leer. Schritt 3 nachholen.
**`ports are not available: ... bind: address already in use`**
Port 3000 ist belegt. Entweder den anderen Dienst beenden oder in der `.env`
einen anderen Port setzen, z. B. `APP_PORT=3100`, dann `docker compose up -d`.
**Der Container `db` bleibt `unhealthy` oder startet immer neu**
Meist ein Datenverzeichnis aus einer älteren PostgreSQL-Version. Protokoll
ansehen mit `docker compose logs db`. Wenn dort von einem inkompatiblen
Datenlayout die Rede ist und du die Daten nicht brauchst:
`docker compose down -v` — Achtung, das löscht die Datenbank.
**Der QR-Code führt auf dem Handy ins Leere**
`BASE_URL` zeigt auf `localhost`. Auf die LAN-Adresse oder Domain ändern,
`docker compose up -d`, und die betroffenen dynamischen Codes neu
herunterladen. Statische Codes sind davon nicht betroffen.
**Die Anwendung antwortet nicht, `docker compose ps` zeigt sie aber als `Up`**
`docker compose logs app` ansehen. Kommt dort ein Datenbankfehler, stimmt
meist das Passwort in `DATABASE_URL` nicht mit `POSTGRES_PASSWORD` überein —
beide Werte müssen identisch sein.
**Nach einem Update fehlt etwas oder die Seite ist leer**
`docker compose up -d --build` erzwingt einen Neubau. Hilft das nicht:
`docker compose down && docker compose up -d --build`.
---
## Aktualisieren
Für neue Versionen liegt ein Update-Skript bei — einmal für Linux/macOS und
einmal für Windows. Es holt den aktuellen Stand aus Git, baut den Stack neu
und wartet, bis die Anwendung wieder antwortet.
```bash
./update.sh # Linux / macOS
```
```powershell
.\update.ps1 # Windows
```
Beim ersten Aufruf unter Linux muss das Skript einmal ausführbar gemacht
werden: `chmod +x update.sh`.
Was das Skript tut:
1. prüft, ob `git`, `docker compose` und die `.env` vorhanden sind,
2. bricht ab, wenn es **lokale Änderungen** gibt — sonst würde `git pull` im
Konflikt enden,
3. holt den neuen Stand mit `git merge --ff-only` und zeigt die neuen Commits,
4. baut den Stack nur neu, wenn es tatsächlich Änderungen gab,
5. wartet, bis die Anwendung auf `APP_PORT` antwortet, und zeigt sonst das
Protokoll,
6. gibt die Migrationszeilen aus dem Start-Protokoll und den Containerstatus
aus.
Optionen:
| Option | Wirkung |
| ------------------- | -------------------------------------------------------------- |
| `--force` / `-Force` | Auch ohne neue Commits neu bauen |
| `--prune` / `-Prune` | Danach verwaiste Docker-Images entfernen (`docker image prune`) |
| `--help` | Hilfe anzeigen |
Die Datenbank bleibt beim Update erhalten — neue Migrationen wendet der
App-Container beim Start automatisch an. Wer lieber von Hand aktualisiert:
```bash
git pull
docker compose up -d --build
```
---
## Konfiguration
Alle Einstellungen stehen in der `.env` im Projektverzeichnis (Vorlage:
`.env.example`).
| Variable | Bedeutung | Standard |
| ------------------- | ------------------------------------------------------------- | ------------------------ |
| `BASE_URL` | Öffentliche Adresse der App — landet in dynamischen QR-Codes | `http://localhost:3000` |
| `APP_PORT` | Host-Port, auf dem die App veröffentlicht wird | `3000` |
| `AUTH_ENABLED` | Anmeldung mit Benutzern, Gruppen und Rollen | `false` |
| `DATABASE_URL` | Verbindungsstring der App zur Datenbank | — |
| `POSTGRES_USER` | Datenbankbenutzer | `qrcode` |
| `POSTGRES_PASSWORD` | Datenbankpasswort (**muss gesetzt sein**) | — |
| `POSTGRES_DB` | Name der Datenbank | `qrcode` |
### Wichtig: `BASE_URL` richtig setzen
Ein dynamischer QR-Code enthält nicht das eigentliche Ziel, sondern die
Kurz-URL `{BASE_URL}/r/{slug}`. Diese Adresse muss von den Geräten erreichbar
sein, die den Code später scannen.
- Nur am selben Rechner testen → `http://localhost:3000` genügt.
- Im LAN mit dem Handy scannen → die LAN-Adresse des Servers eintragen, z. B.
`http://192.168.1.50:3000`.
Wird `BASE_URL` nachträglich geändert, zeigen bereits **gedruckte** dynamische
Codes weiterhin auf die alte Adresse. Am besten also vor dem ersten
produktiven Code festlegen.
Nach einer Änderung an der `.env`:
```bash
docker compose up -d
```
Ändern sich `POSTGRES_*`-Werte, muss `DATABASE_URL` entsprechend mitgezogen
werden — der Hostname darin bleibt `db` (der Servicename aus
`docker-compose.yml`).
---
## Bedienung
### 1. Typ wählen
Die Startseite zeigt unter „Was möchtest du erstellen?“ ein Kachel-Grid der
freigegebenen QR-Typen. Alle 15 Typen sind umgesetzt.
| Typ | Kodiert als | Statisch | Dynamisch |
| --- | --- | :-: | :-: |
| Website | die URL selbst | ✓ | ✓ |
| E-Mail | `mailto:` mit Betreff und Text | ✓ | ✓ |
| SMS | `SMSTO:` | ✓ | ✓ |
| WhatsApp | `https://wa.me/…` | ✓ | ✓ |
| Standort | `geo:` — dynamisch über OpenStreetMap | ✓ | ✓ |
| Video | die Videoadresse — dynamisch mit Player-Seite | ✓ | ✓ |
| vCard | vCard 3.0 | ✓ | — |
| WLAN | `WIFI:` | ✓ | — |
| App-Link | Weiterleitung je nach Gerät | — | ✓ |
| Zahlung | GiroCode (EPC069-12) oder Zahlungslink | ✓ | nur Link |
| Mehrere Links | eigene Seite mit Linkliste | — | ✓ |
| Social Media | eigene Seite mit den Profilen | — | ✓ |
| PDF | hinterlegte Datei auf eigener Seite | — | ✓ |
| Bild | hinterlegte Bilder auf eigener Seite | — | ✓ |
| Feedback | Bewertungsformular auf eigener Seite | — | ✓ |
Warum manche Typen nur eine Betriebsart können:
- **vCard und WLAN** werden vom Gerät direkt ausgewertet — die Kamera legt
einen Kontakt an oder richtet das Netz ein. Über eine Kurz-URL würde
stattdessen nur ein Browser aufgehen.
- **App-Link** kann nicht statisch sein: welches Ziel richtig ist, steht erst
beim Scannen fest. Die Weiterleitung wertet den User-Agent aus und schickt
iOS in den App Store, Android zu Google Play und alles Übrige auf die
Ausweichadresse.
- **GiroCode** ist kein Web-Ziel, sondern ein Datensatz für Banking-Apps. Als
dynamischer Code funktioniert daher nur die Variante „Zahlungslink“ — die
Anwendung weist das beim Speichern ausdrücklich ab, statt einen Code
entstehen zu lassen, der beim Scannen ins Leere führt.
- **Mehrere Links, Social Media, PDF, Bild und Feedback** brauchen eine Seite,
die die Anwendung selbst ausliefert — eine Linkliste oder ein Formular passt
nicht in einen einzelnen Code. Diese Seiten liegen unter `/s/{slug}`; der
gedruckte Code zeigt weiterhin auf `/r/{slug}` und wird dorthin
weitergeleitet. Der Scan-Zähler zählt dabei den Aufruf des Codes, nicht das
Neuladen der Seite.
> **Zum WLAN-Code:** Das Passwort steht im Klartext im Code — wer ihn scannt
> oder abfotografiert, kennt es. Für Gästenetze ist das gewollt. Besteht ein
> Netzwerkname oder Passwort ausschließlich aus Hex-Ziffern (etwa `abc123`),
> setzt die Anwendung ihn wie in der Spezifikation vorgesehen in
> Anführungszeichen — sonst würden manche Geräte den Wert als Hexzahl deuten.
### 2. Statisch oder dynamisch
| | Statisch | Dynamisch |
| ---------------------- | -------------------------------------------- | ---------------------------------------------------- |
| Im Code kodiert | die Ziel-URL selbst | die Kurz-URL `{BASE_URL}/r/{slug}` |
| Ziel später änderbar | nein | ja, jederzeit |
| Braucht diesen Server | nein | ja — er leitet weiter |
| Scans werden gezählt | nein | ja |
| Wird gespeichert | nein | ja, in PostgreSQL |
Ein dynamischer Code muss einmal **gespeichert** werden, denn erst dabei
entsteht seine Kurz-URL. Bis dahin zeigt die Vorschau einen Platzhalter und
der Download ist gesperrt — so kann kein Code entstehen, der ins Leere führt.
### 3. Gestalten
- **Farben**: Vorder- und Hintergrund per Farbwähler oder als Hex-Wert.
Fünf Voreinstellungen und ein Knopf zum Tauschen der Farben stehen bereit.
- **Kontrastwarnung**: Die Anwendung berechnet das Kontrastverhältnis und
warnt bei schlecht scanbaren Kombinationen — ebenso bei hellem Vordergrund
auf dunklem Grund, den viele Scanner-Apps nicht erkennen.
- **Größe**: 256 bis 2048 px (gilt für das PNG; das SVG skaliert verlustfrei).
- **Fehlerkorrektur**: L, M (Standard), Q oder H. Höhere Level machen den Code
robuster gegen Beschädigung, aber auch dichter.
- **Rand**: Breite der Ruhezone in Modulen. Weniger als 4 kann das Scannen
erschweren.
Die Vorschau wird bei jeder Änderung serverseitig neu erzeugt — sie zeigt also
exakt das, was auch heruntergeladen wird.
### 4. Herunterladen
**PNG** für Druck und Office-Dokumente, **SVG** für verlustfreie Skalierung
(Plakate, Schilder, Druckvorstufe).
### 5. Verwaltung: welche Typen erscheinen
Unter **Verwaltung → QR-Typen** lässt sich jeder der 15 Typen einzeln
ein- und ausblenden. Ausgeblendete Typen verschwinden vollständig von der
Startseite und lassen sich nicht mehr neu anlegen — praktisch, um die noch
nicht umgesetzten Typen gar nicht erst zu zeigen.
Zwei Eigenschaften sind dabei zu unterscheiden:
| | Bedeutung | Woher |
| --- | --- | --- |
| **umgesetzt** | Der Typ ist ausprogrammiert. Seit 1.1.0 gilt das für alle fünfzehn. | Registry im Code |
| **freigegeben** | Die Verwaltung zeigt den Typ an. | Datenbank, jederzeit änderbar |
Nur umgesetzt **und** freigegeben heißt benutzbar. Freigegeben, aber nicht
umgesetzt, erscheint als Kachel „Bald verfügbar“.
#### Freigabe je Gruppe
Die Auswahl **Freigabe für** über der Liste hat zwei Stufen:
- **Alle Gruppen (Grundeinstellung)** — gilt für die ganze Installation.
- **Nur: \<Gruppe\>** — weicht für diese eine Gruppe davon ab. Die
Marketingabteilung bekommt Social Media, die Werkstatt nur Website und PDF.
Fehlt eine Abweichung, folgt die Gruppe der Grundeinstellung. **Die globale
Abschaltung gewinnt immer:** Ein Typ, der in der Grundeinstellung aus ist,
lässt sich in keiner Gruppe einschalten — der Schalter steht dort sichtbar
still und sagt warum. Andersherum wäre „hier abgeschaltet“ keine verlässliche
Aussage mehr, und wer den Schalter umlegt, müsste alle Gruppen durchsehen, um
zu wissen, was er getan hat.
Auf der Startseite sieht man die **Vereinigung** über die eigenen Gruppen. Wer
in Werkstatt und Marketing ist, sieht beides. Welche Freigabe gilt, entscheidet
sich erst beim Anlegen — dort zählt die gewählte Gruppe, und die Route prüft
das noch einmal.
> **Bereits gespeicherte Codes bleiben unberührt.** Schaltet man einen Typ ab,
> leiten vorhandene dynamische Codes weiter wie bisher und lassen sich weiter
> bearbeiten. Ein gedruckter Code wird durch das Abschalten seines Typs also
> nicht ungültig — gesperrt ist nur das Anlegen neuer Codes.
Ohne Eintrag in der Datenbank gilt ein Typ als freigegeben. Eine frische
Installation zeigt also alles, und Typen aus späteren Versionen erscheinen
automatisch.
### 6. Meine Codes
Unter „Meine Codes“ stehen alle dynamischen Codes mit Vorschaubild,
Kurz-URL, aktuellem Ziel, Scan-Anzahl, Erstellungsdatum und letztem Scan.
Dort lässt sich
- das **Ziel ändern** — die Kurz-URL und damit der gedruckte Code bleiben
gültig,
- der Code **löschen** (mit Bestätigungsdialog),
- das Bild erneut als PNG oder SVG **herunterladen**.
**Liste oder Karten.** Voreingestellt ist die **Liste** — eine Zeile je Code,
gedacht für viele Projekte nebeneinander. Über die beiden Schalter rechts neben
der Sortierung wechselst du zur **Kartenansicht** mit großer Vorschau. Die Wahl
merkt sich der Browser.
Dazu kommen
- ein **Suchfeld** über Name, Ziel, Kurz-URL und Typ,
- eine **Sortierung** nach Datum, Name oder Scan-Anzahl,
- ein **Gruppenfilter**, sobald Codes in mehr als einer Gruppe liegen,
- ein **Filter nach Art**, sobald dynamische und statische Codes
nebeneinander liegen.
Auf schmalen Bildschirmen blendet die Liste die hinteren Spalten aus; die
Kurz-URL rückt dann unter den Namen. Zum Herunterladen dient dort die
Kartenansicht.
Abgelegte **statische Codes** stehen mit in der Liste, tragen aber ein
Abzeichen „statisch“ statt einer Kurz-URL und zählen keine Scans. Beim
Ablegen läuft eine **Dublettenprüfung**: Liegt in derselben Gruppe schon ein
statischer Code mit identischem Inhalt, hält das Ablegen an und nennt ihn —
eine Rückfrage mit dem Knopf „Trotzdem ablegen“, keine Sperre. Verglichen wird nur der Inhalt, nicht die Gestaltung. Steht der
Filter auf „Nur statische“, fällt die Scan-Spalte weg und die Sortierung nach
Scans mit ihr — bei einer Liste aus lauter Nullen sagt sie nichts.
Bei einem **Feedback-Code** führt aus der Zeile ein Stern-Symbol zur
Auswertung: Durchschnitt, Verteilung der Noten und die abgegebenen Kommentare.
---
### 7. Eigene Seiten: Links, Profile, Dateien, Feedback
Fünf Typen haben kein fremdes Ziel, auf das sich weiterleiten ließe — sie
brauchen eine Seite. Die liefert die Anwendung selbst aus, unter
`{BASE_URL}/s/{slug}`:
| Typ | Was die Seite zeigt |
| --- | --- |
| Mehrere Links | Überschrift, kurzer Text, bis zu 20 beschriftete Links |
| Social Media | dieselbe Form, aber mit Netzwerk-Auswahl aus einem Katalog |
| PDF | das hinterlegte Dokument mit „Öffnen“ und „Herunterladen“ |
| Bild | ein Bild oder eine Galerie aus bis zu 10 Bildern mit Bildunterschriften |
| Feedback | ein Formular mit Sternen oder Gesichtern und optionalem Kommentar |
Diese Seiten sind **öffentlich** und zeigen bewusst nichts von der Anwendung:
keine Navigation, kein „Verwaltung“, kein Hinweis auf den Generator. Wer einen
Aushang scannt, soll nur den Inhalt sehen.
Der gedruckte Code zeigt weiterhin auf `/r/{slug}`; von dort geht es auf die
Seite. Der Scan-Zähler zählt dabei den Aufruf des Codes — ein Neuladen der
Seite zählt nicht mit.
**Bei Social Media** genügt als Eingabe das Kürzel: aus `@firma` wird beim
Speichern `https://instagram.com/firma`. Eine vollständige Adresse bleibt
unverändert, damit auch abweichende Profil-Adressen möglich sind.
**Beim Video-Typ** wird der Player von YouTube oder Vimeo erst nach einem Klick
geladen, und davor steht, dass dabei Daten an den Anbieter gehen. Ungefragt
einen Drittanbieter einzubinden wäre auf einer Seite, die Fremde nach einem
Scan zu sehen bekommen, nicht in Ordnung.
#### Hochgeladene Dateien
PDFs und Bilder liegen **in der Datenbank**, nicht auf der Platte. Damit gibt
es weiterhin genau ein Volumen zu sichern: Wer die Datenbank sichert, hat
alles.
- Die Grenze steht in der `.env` unter `MAX_UPLOAD_MB` (Voreinstellung 10).
- Erlaubt sind PDF sowie PNG, JPEG, WebP, GIF und AVIF. **SVG bewusst nicht** —
eine SVG-Datei darf Skripte enthalten und würde von derselben Adresse wie die
Anwendung ausgeliefert.
- Geprüft wird der **Inhalt**, nicht die Dateiendung. Eine Textdatei mit dem
Namen `harmlos.pdf` wird abgewiesen.
- Wird ein Code gelöscht, verschwindet seine Datei mit ihm. Eine ausgetauschte
Datei und eine hochgeladene, aber nie gespeicherte werden nach 24 Stunden
aufgeräumt.
#### Rückmeldungen
Ein Feedback-Eintrag besteht aus einer Note von 1 bis 5 und einem optionalen
Text. Gespeichert wird **kein Name, keine IP-Adresse, keine Gerätekennung** —
wer einen Aushang scannt und eine Note vergibt, bleibt anonym. Gegen Fluten
gibt es eine Bremse von 10 Rückmeldungen pro Minute und Absender; die Adresse
dient dabei nur als Schlüssel im Arbeitsspeicher und wird nirgends gespeichert.
> Ohne eingeschaltete Anmeldung sieht und ändert jeder, der die Anwendung
> erreicht, alle Codes. Für den Einzelplatz- oder LAN-Betrieb ist das gewollt;
> ins offene Internet gehört die Anwendung dann nicht. Mit `AUTH_ENABLED=true`
> gibt es Benutzer, Gruppen und Rollen — siehe unten.
---
## Anmeldung, Gruppen und Rollen
Standardmäßig ist die Anmeldung **aus**: wer die Anwendung erreicht, darf
alles. Für den Einzelplatz- oder LAN-Betrieb ist das gewollt. Sobald mehrere
Leute damit arbeiten, lässt sie sich einschalten.
### Einschalten
In der `.env`:
```bash
AUTH_ENABLED=true
```
Danach:
```bash
docker compose up -d
```
Beim nächsten Aufruf erscheint die **Ersteinrichtung** und du legst den
ersten Administrator an. Diese Seite schließt sich, sobald es einen Benutzer
gibt — danach führt sie zur normalen Anmeldung.
> **Fehlt die Zeile in deiner `.env`?** Die `.env` wird von `git pull` nicht
> angefasst — sie gehört bewusst nicht ins Repository. Wurde sie vor
> Einführung der Anmeldung angelegt, fehlt `AUTH_ENABLED` darin. Einfach
> ergänzen; ohne die Zeile gilt `false`.
Ob es angekommen ist, zeigt:
```bash
docker compose exec app env | grep AUTH_ENABLED
```
> **Aussperren ist nicht möglich.** Der Schalter steht bewusst in der `.env`
> und nicht in der Oberfläche. Wer den Zugang verliert, setzt
> `AUTH_ENABLED=false`, startet neu und kommt wieder an alles heran.
Bestehende Codes gehen dabei nicht verloren: die Migration legt eine Gruppe
**Standard** an und ordnet ihnen diese zu.
### Die vier Ebenen
| Ebene | Darf |
| --- | --- |
| **Instanz-Administrator** | alles: Benutzer, Gruppen, QR-Typen und sämtliche Codes |
| **Administrator** einer Gruppe | alles in seiner Gruppe, einschließlich Mitglieder und Rollen |
| **Bearbeiter** | Codes der Gruppe anlegen, ändern, löschen |
| **Betrachter** | Codes der Gruppe ansehen und herunterladen — sonst nichts |
Ein Benutzer kann in mehreren Gruppen sein, mit unterschiedlicher Rolle je
Gruppe. Er sieht ausschließlich die Codes der Gruppen, in denen er Mitglied
ist.
| Aktion | Betrachter | Bearbeiter | Admin der Gruppe | Instanz-Admin |
| --- | :-: | :-: | :-: | :-: |
| Codes sehen, Bilder herunterladen | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Statische Codes erzeugen | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Dynamische Codes anlegen und ändern | – | ✓ | ✓ | ✓ |
| Codes löschen | – | ✓ | ✓ | ✓ |
| Mitglieder und Rollen der Gruppe | – | – | ✓ | ✓ |
| Gruppen und Benutzer anlegen | – | – | – | ✓ |
| QR-Typen freigeben | – | – | – | ✓ |
### Was unabhängig von der Anmeldung bleibt
Die Weiterleitung unter `/r/{slug}` ist **immer öffentlich** — sonst könnte
niemand einen gedruckten Code scannen. Sie verrät nur das Ziel, nicht die
Verwaltung.
### Benutzer verwalten
Unter **Verwaltung → Benutzer**: Konten anlegen, Passwörter setzen, Konten
deaktivieren oder löschen.
- Passwörter werden mit **scrypt** gespeichert (Node-Standardbibliothek, kein
natives Modul — dadurch keine Abhängigkeit, die zur Container-Plattform
passen muss).
- Ein neues Passwort oder das Deaktivieren beendet **alle offenen Sitzungen**
des Betroffenen sofort.
- Nach acht Fehlversuchen ist ein Konto 15 Minuten gesperrt; ein Administrator
kann die Sperre vorzeitig aufheben.
- Der **letzte aktive Administrator** kann sich weder selbst deaktivieren noch
sich die Rechte entziehen noch gelöscht werden.
- Passwörter kann nur ein Administrator setzen. Einen Versand per E-Mail gibt
es bewusst nicht — das spart einen SMTP-Zugang.
### Gruppen verwalten
Unter **Verwaltung → Gruppen**: Gruppen anlegen und Mitglieder mit Rollen
zuweisen. Eine Gruppe, die noch Codes enthält, lässt sich nicht löschen —
sonst führten gedruckte Codes ins Leere.
---
## Anmeldung über Authentik (OIDC)
Statt Passwörter hier zu pflegen, lässt sich die Anmeldung an einen
OpenID-Connect-Anbieter abgeben — getestet mit **Authentik**, ebenso nutzbar
mit Keycloak, Zitadel oder Entra ID.
```bash
AUTH_ENABLED=true
OIDC_ENABLED=true
OIDC_ISSUER=https://auth.example.com/application/o/qrcode-generator/
OIDC_CLIENT_ID=…
OIDC_CLIENT_SECRET=…
```
Auf der Anmeldeseite erscheint dann ein Knopf für den Anbieter; das
Passwortfeld bleibt daneben stehen, bis `OIDC_ONLY=true` gesetzt wird.
**Übernommen wird, wer jemand ist** — Kennung, E-Mail-Adresse, Anzeigename —
und auf Wunsch über `OIDC_ADMIN_GROUP` das Recht zur Verwaltung. Gruppen und
Rollen bleiben Sache dieser Anwendung: Die Gruppen im Verzeichnis bedeuten
etwas anderes als die hier, und eine automatische Übersetzung wäre eine Quelle
stiller Überraschungen.
Bestehende Konten mit Passwort werden beim ersten Anmelden anhand der
**bestätigten** E-Mail-Adresse verknüpft, nicht verdoppelt.
→ **Vollständige Anleitung mit allen Feldern in Authentik, Fehlerbildern und
dem Weg zurück: [docs/authentik.md](docs/authentik.md)**
---
## Technischer Aufbau
### Stack
| Baustein | Verwendet |
| ------------ | ------------------------------------------------------- |
| Framework | Next.js 16 (App Router, TypeScript), Frontend + API |
| Oberfläche | React 19, Tailwind CSS 4 |
| Datenbank | PostgreSQL 18 |
| ORM | Prisma 7 mit `@prisma/adapter-pg` |
| QR-Erzeugung | `qrcode`, serverseitig, Ausgabe als PNG und SVG |
| Validierung | Zod 4, im Browser und noch einmal auf dem Server |
Der Stack läuft ohne Reverse Proxy: Der App-Container wird direkt per
Port-Mapping veröffentlicht.
### Verzeichnisse
```
prisma/
schema.prisma Datenmodell (Modell QrCode)
migrations/ Versionierte Migrationen
docker/
entrypoint.sh Migration + Serverstart im Container
update.sh / update.ps1 Update-Skript (git pull + Neubau + Prüfung)
src/
app/
page.tsx Startseite mit dem Kachel-Grid
erstellen/[type]/ Generator je QR-Typ
meine-codes/ Übersicht der dynamischen Codes
r/[slug]/route.ts Weiterleitung dynamischer Codes (302)
api/
qr/preview/ Live-Vorschau (SVG als Data-URL)
qr/download/ Download als PNG oder SVG
codes/ Anlegen und Auflisten dynamischer Codes
codes/[id]/ Ändern und Löschen
codes/[id]/qr/ Bild eines gespeicherten Codes
components/
qr-forms/ Formulare je QR-Typ + deren Registry
qr-generator.tsx Generator-Oberfläche
codes-list.tsx „Meine Codes“
design-panel.tsx Farben, Größe, Fehlerkorrektur, Rand
lib/
qr/
type-module.ts Vertrag eines QR-Typs (defineQrType)
registry.ts Registry aller 15 Typen
types/website.ts Der einzige aktive Typ in V1
design.ts Gestaltungsoptionen + Zod-Schema
contrast.ts Kontrastbewertung
render.ts PNG-/SVG-Erzeugung
request.ts Anfrage-Schema und Auflösung des Code-Inhalts
db.ts Prisma-Client
env.ts Laufzeit-Konfiguration
```
### Datenmodell
Nur dynamische Codes werden gespeichert. Das Modell `QrCode` hält neben Slug,
Zähler und Gestaltung ein generisches `data`-Feld (JSONB) sowie den Typ — so
brauchen die Typen aus Version 2 **keine** Schemaänderung.
### Wie ein QR-Typ aufgebaut ist
Jeder Typ ist ein Modul, das über `defineQrType` erzeugt wird und vier Dinge
beisteuert: Metadaten (Titel, Beschreibung, Icon), ein Zod-Schema, die
Kodierung des Inhalts und eine Kurzfassung für Listen.
```ts
export const websiteType = defineQrType({
id: "website",
title: "Website",
description: "Verlinke eine beliebige Webadresse.",
icon: "globe",
active: true,
supportsDynamic: true,
schema: websiteDataSchema,
defaultData: { url: "" },
encode: (data) => data.url,
summary: (data) => describe(data.url),
});
```
Innerhalb des Moduls arbeitet man mit dem echten, aus dem Zod-Schema
abgeleiteten Datentyp; nach außen zeigt die Registry eine einheitliche
Schnittstelle. Deshalb kennen Vorschau, Download, Speicherung und
Weiterleitung keinen einzigen typspezifischen Sonderfall.
### Warum 302 und kein 301?
Die Weiterleitung unter `/r/{slug}` antwortet mit **302 (temporär)** und
`Cache-Control: no-store`. Ein permanenter Redirect würde in Browsern hängen
bleiben: Zieländerungen kämen nicht an und der Scan-Zähler bliebe stehen.
---
## Entwicklung ohne Docker
Voraussetzung: Node.js 20.9+ und eine erreichbare PostgreSQL-Instanz.
```bash
npm install
# Datenbank z. B. als Einzelcontainer starten
docker run -d --name qr-db -p 5432:5432 \
-e POSTGRES_USER=qrcode -e POSTGRES_PASSWORD=devpass -e POSTGRES_DB=qrcode \
postgres:18-alpine
# .env anlegen und DATABASE_URL auf localhost zeigen lassen:
# DATABASE_URL=postgresql://qrcode:devpass@localhost:5432/qrcode?schema=public
npm run db:migrate # Migrationen anwenden und Prisma Client erzeugen
npm run dev # http://localhost:3000
```
Weitere Skripte:
```bash
npm run build # Produktionsbuild
npm run typecheck # TypeScript prüfen
npm run lint # ESLint
npm run db:studio # Prisma Studio (Datenbank ansehen)
```
> **Hinweis zu npm 11:** Installationsskripte sind standardmäßig blockiert.
> Die Pakete, die welche ausführen dürfen (Prisma lädt darüber seine
> Engine-Binaries), stehen im Feld `allowScripts` der `package.json`.
---
## API
Alle Endpunkte antworten im Fehlerfall mit `{ "error": "…" }` und einer
deutschen Meldung.
| Methode | Pfad | Zweck |
| -------- | ----------------------- | ---------------------------------------------- |
| `POST` | `/api/qr/preview` | Vorschau als SVG-Data-URL |
| `POST` | `/api/qr/download` | PNG- oder SVG-Datei |
| `GET` | `/api/codes` | Alle dynamischen Codes |
| `POST` | `/api/codes` | Dynamischen Code anlegen |
| `GET` | `/api/codes/{id}` | Einzelnen Code lesen |
| `PATCH` | `/api/codes/{id}` | Ziel, Name oder Gestaltung ändern |
| `DELETE` | `/api/codes/{id}` | Code löschen |
| `GET` | `/api/codes/{id}/qr` | Bild des Codes (`?format=png\|svg&download=1`) |
| `GET` | `/r/{slug}` | Weiterleitung, erhöht den Scan-Zähler |
| `GET` | `/api/admin/types` | Zustand aller QR-Typen (`?group={id}` je Gruppe) |
| `PATCH` | `/api/admin/types` | Typ freigeben oder abschalten (`groupId` optional) |
| `POST` | `/api/admin/domains/{id}/check` | Domain prüfen: DNS, Zertifikat, Erreichbarkeit, Ziel |
| `GET` | `/api/domain-check` | Beweis für die Domain-Prüfung (`?nonce=…`, ohne Anmeldung) |
Beispiel:
```bash
curl -X POST http://localhost:3000/api/codes \
-H 'Content-Type: application/json' \
-d '{
"type": "website",
"data": { "url": "https://example.com" },
"design": { "fgColor": "#0F172A", "bgColor": "#FFFFFF",
"size": 512, "ecLevel": "M", "margin": 4 },
"label": "Plakat Eingang"
}'
```
---
## Einen weiteren Typ ergänzen
Alle 15 vorgesehenen Typen sind gebaut. Kommt ein sechzehnter dazu, besteht er
aus:
1. **einem Modul** in `src/lib/qr/types/` (Zod-Schema, Kodierung, Kurzfassung),
2. **einer Formular-Komponente** in `src/components/qr-forms/`,
3. **je einem Eintrag** in `src/lib/qr/registry.ts` und in
`src/components/qr-forms/index.ts`,
4. **einer Landingpage** in `src/components/landing/`, falls er `hasLandingPage`
meldet.
Am übrigen Code ist dafür nichts zu ändern: Vorschau, Download, Gestaltung,
Speicherung, Weiterleitung, Liste und Verwaltung arbeiten für alle Typen
gleich. Die Kennung gehört zusätzlich in `QR_TYPE_IDS` in
`src/lib/qr/type-module.ts`.
Für einen angekündigten, aber noch nicht gebauten Typ gibt es
`defineComingSoonType`: Er erscheint als Kachel mit dem Badge „Bald
verfügbar“ und lässt sich nicht öffnen.
Braucht der Typ eine hochgeladene Datei, meldet er ihre Ids über `uploadIds` —
daran hängt, was beim Löschen des Codes mitgeht und was als verwaist
weggeräumt wird.
### Was als Nächstes sinnvoll wäre
- **Gruppen aus dem Verzeichnis übernehmen.** Die OIDC-Anbindung übernimmt
heute bewusst nur die Identität. Eine Zuordnung von Verzeichnisgruppen zu
Gruppen dieser Anwendung wäre möglich, braucht aber eine klare Regel dafür,
was mit von Hand vergebenen Rollen passiert.
- **Statistik über die Zeit.** Der Zähler weiß heute nur, wie oft und wann
zuletzt. Ein Verlauf je Tag wäre eine eigene Tabelle — und die Frage, wie
lange man ihn aufbewahrt.
- **Codes exportieren.** Eine CSV aller Codes einer Gruppe, für die Übergabe
an Druckereien.