Files
qrcode-generator/docs/roadmap.md
T
Florian Wilde b828f38ca5 Dark Mode: folgt dem System, mit Umschalter
Drei Zustaende in der Kopfzeile — System, Hell, Dunkel. Drei statt zwei, weil
ein reiner Ein/Aus-Schalter nach dem ersten Klick fuer immer eine feste Wahl
bedeutet; wer "System" waehlt, bekommt abends dunkel und morgens hell.

Umgesetzt ueber `light-dark()` im CSS, nicht ueber `dark:`-Klassen. Die
Oberflaeche benutzt an rund 440 Stellen feste Farbklassen; jede davon zu
verdoppeln waere eine riesige Fleissarbeit, und jede kuenftige Zeile muesste
daran denken. Stattdessen entscheiden die Farbvariablen selbst, welchen Wert
sie tragen — gesteuert ueber `color-scheme`. Deshalb genuegt fuer den
Umschalter ein Attribut am html-Element, und die Systemwahl funktioniert
sogar ohne JavaScript. Das Skript im Kopf setzt nur eine ausdrueckliche Wahl,
damit die helle Fassung nicht kurz aufblitzt.

Zwei Faelle liessen sich nicht ueber Variablen loesen: `bg-white` muss im
Dunkeln eine dunkle Flaeche sein, `text-white` dagegen weiss bleiben — beide
teilen sich aber dieselbe Variable. Fuer Flaechen gibt es deshalb jetzt
`bg-surface`. Ebenso brauchen Akzent-Links im Dunkeln eine hellere Stufe als
Akzent-Knoepfe: dafuer `text-accent-text` und `bg-accent-soft`.

Bewusst unveraendert bleiben die QR-Codes selbst — deren Farben legt die
Gestaltung fest.

Die dunklen Werte sind keine Spiegelung: Reines Schwarz unter weisser Schrift
flimmert. Alle Textkontraste sind gemessen und liegen ueber 4,5:1, der
niedrigste bei 5,9:1.
2026-08-16 09:09:10 +02:00

226 lines
9.0 KiB
Markdown

# Roadmap
Was gebaut ist, was als Nächstes kommt und was danach denkbar wäre. Die
Aufwände sind grobe Einschätzungen, keine Zusagen.
---
## Gebaut
### Version 1 — Grundgerüst (13.08.2026)
- Next.js-Anwendung und PostgreSQL als Docker-Compose-Stack, ohne Reverse
Proxy, Migrationen beim Start
- QR-Typ-Registry als Dispatch-Tabelle — ein neuer Typ ist ein Modul plus ein
Formular, ohne Eingriff in den übrigen Code
- Typ **Website**, statisch und dynamisch, mit Kurz-URL, 302-Weiterleitung und
Scan-Zähler
- Gestaltung: Farben mit Kontrastwarnung, Größe, Fehlerkorrektur, Rand
- Download als PNG und SVG, serverseitig gerendert
- „Meine Codes“ mit Ziel ändern und Löschen
- Deutsche Oberfläche, deutsche Fehlermeldungen, Validierung mit Zod
- Update-Skript für Linux/macOS und Windows
### Typen einzeln freigeben (14.08.2026)
Ausblenden nicht gebrauchter Typen in der Verwaltung. Bereits erstellte Codes
eines abgeschalteten Typs funktionieren weiter.
### Phase A — acht weitere Typen (14.08.2026)
vCard, App-Link, WhatsApp, E-Mail, SMS, Standort, Zahlung (GiroCode und
Zahlungslink), WLAN.
### Phase B1 — Anmeldung, Gruppen, Rollen (14.08.2026)
Abschaltbare Anmeldung, Benutzerverwaltung, Gruppen mit den Rollen
Administrator, Bearbeiter und Betrachter, Sitzungen in der Datenbank,
scrypt-Passwörter, Sperre nach Fehlversuchen.
### Phase B2 — mehrere Domains (14.08.2026)
Domains für Kurz-URLs, den Gruppen zugeteilt. Slug je Domain eindeutig,
Host-Header gegen die registrierten Domains geprüft.
### Listenansicht (14.08.2026)
„Meine Codes“ als Liste mit Suche, Sortierung und Gruppenfilter — gedacht für
viele Projekte nebeneinander. Karten bleiben als zweite Ansicht.
### Phase C — die letzten sechs Typen (14.08.2026)
Mehrere Links, Social Media, Video, PDF, Bild, Feedback. Dazu:
- Landingpages als eigene Gattung (`/s/{slug}`), ohne App-Navigation
- Datei-Upload mit Inhaltsprüfung, Größengrenze und Aufräumen
- Feedback mit anonymer Erhebung und Auswertung
Damit sind **alle 15 vorgesehenen Typen** gebaut.
### Single Sign-on (15.08.2026)
Anmeldung über Authentik und andere OIDC-Anbieter, mit PKCE und geprüftem
ID-Token.
### Erscheinungsbild (16.08.2026)
Name, Logo, Favicon und Akzentfarbe im Admin-Bereich einstellbar. Die Farbe
wirkt über die Farbvariablen, die Tailwind ohnehin benutzt — deshalb ohne
Umbau der rund 60 eingefärbten Stellen.
### Dark Mode (16.08.2026)
Folgt dem Betriebssystem, mit Umschalter für Hell, Dunkel und System.
Umgesetzt über `light-dark()` statt über `dark:`-Klassen — deshalb ohne
Änderung an den rund 440 Farbklassen und ohne JavaScript für die Systemwahl.
### Dokumentation (15.08.2026)
Bedienungsanleitung mit Bildern, Authentik-Anleitung, Funktionsübersicht.
Die Bilder erzeugt ein Skript, damit sie nicht veralten.
---
## Als Nächstes
In dieser Reihenfolge. Die Einschätzungen sind grobe Hausnummern für eine
Person, die den Code kennt.
### 1. QR-Typen je Gruppe freigeben · mittel
Heute gilt die Freigabe eines Typs für die ganze Installation: Was
abgeschaltet ist, ist für alle weg. Bei mehreren Gruppen ist das zu grob — die
Marketingabteilung braucht Social Media, die Werkstatt nur Website und PDF.
Geplant: Die Freigabe bekommt eine zweite Dimension. Es bleibt eine globale
Einstellung als Grundlage, und je Gruppe lässt sich davon abweichen. Wer in
mehreren Gruppen ist, sieht auf der Startseite die Vereinigung; beim Anlegen
entscheidet die gewählte Gruppe.
Zu klären ist der Fall, in dem ein Typ global aus, in einer Gruppe aber an
ist — entweder die Gruppe darf das überstimmen, oder die globale Abschaltung
gewinnt immer. Die zweite Lesart ist die weniger überraschende und
wahrscheinlich die richtige.
Berührt: `QrTypeSetting` (zusammengesetzter Schlüssel aus Typ und Gruppe),
`src/lib/qr/availability.ts`, die Startseite und die Typ-Verwaltung, die dann
eine Gruppenauswahl bekommt.
### 2. Statistik über die Zeit · mittel
Der Zähler weiß heute nur, wie oft und wann zuletzt. Gebraucht wird der
Verlauf: Wie lief die Kampagne in den ersten Tagen, wann ist Ruhe
eingekehrt?
Geplant: eine Tabelle mit einer Zeile je Code und Tag, dazu ein Diagramm in
der Codeansicht und die Zahlen der letzten 7, 30 und 365 Tage.
Bewusst **ohne** Herkunft, Gerät oder Verweisseite. Ein reiner Tageszähler
sagt nichts über einzelne Menschen aus und braucht deshalb weder Einwilligung
noch Löschfristen. Wer mehr will, muss sich mit beidem befassen — das ist eine
andere Entscheidung als „ein Diagramm wäre schön“.
### 3. Papierkorb statt Löschen · klein
Heute ist ein gedruckter Code nach einem Fehlklick unwiederbringlich tot,
samt seiner Dateien und Rückmeldungen.
Geplant: Gelöschte Codes 30 Tage aufheben und dann endgültig entfernen. In
„Meine Codes“ ein Reiter „Papierkorb“ mit Wiederherstellen. Solange ein Code
im Papierkorb liegt, bleibt sein Slug belegt — sonst könnte ihn ein neuer Code
bekommen und die gedruckten Codes zeigten plötzlich woandershin.
### 4. Logo im QR-Code · mittel
Ein kleines Bild in die Mitte setzen, wie man es von Firmen-Codes kennt.
Geplant: Upload eines Logos je Code, mittig eingesetzt, mit erzwungener
Fehlerkorrektur **H** und einer Warnung, sobald zu viel Fläche verdeckt wird.
Das ist der Punkt mit dem größten Risiko, etwas Kaputtes auszuliefern: Ein
Code, der auf dem eigenen Handy noch funktioniert, kann bei anderen
Scanner-Apps durchfallen. Gehört deshalb nicht ohne eine ehrliche Prüfung mit
mehreren Geräten und Apps ausgeliefert — und mit einer klaren Obergrenze für
die verdeckte Fläche.
### 5. Ablaufdatum und Zeitsteuerung · mittel
Ein Code, der ab einem Datum woandershin führt oder abläuft — für
Veranstaltungen, Aktionen und Aushänge mit Verfallsdatum.
Geplant, in zwei Stufen:
- **Ablauf:** ab einem Zeitpunkt zeigt der Code eine erklärende Seite statt
des Ziels. Wichtig ist der Text — wer davorsteht, soll erfahren, dass die
Aktion vorbei ist, nicht dass „etwas nicht gefunden“ wurde.
- **Zeitplan:** mehrere Ziele mit Gültigkeitsfenstern, damit derselbe
Aufsteller montags auf die Mittagskarte und samstags auf die Veranstaltung
zeigt.
Zu bedenken: Zeitzonen und die Frage, was beim Bearbeiten mit vergangenen
Fenstern geschieht.
---
## Später denkbar
**Das Fenster der Ersteinrichtung schließen** · klein
Heute wird das erste Konto ohne jede Legitimation angelegt und ist gleich
Administrator. Wer die Anwendung öffentlich stellt, bevor er sein Konto
angelegt hat, kann sie an einen Fremden verlieren. Vorschlag: ein einmaliges
Token, das beim ersten Start ins Protokoll geschrieben wird und für die
Ersteinrichtung nötig ist. Klein im Aufwand — und das Erste, was zu tun ist,
falls die Anwendung je aus dem eigenen Netz herausgeht. Siehe
[sicherheit.md](sicherheit.md).
**Codes exportieren** · klein
Eine CSV aller Codes einer Gruppe mit Name, Kurz-URL, Ziel und Scans — für
die Übergabe an eine Druckerei oder die Ablage.
**Codes duplizieren** · klein
„Wie dieser, aber mit anderem Ziel“ — bei vielen ähnlichen Projekten spart
das jedes Mal ein paar Minuten.
**Stapelverarbeitung** · mittel
Eine CSV hochladen und daraus 200 Codes erzeugen, als ZIP zurück. Sinnvoll,
sobald jedes Produkt oder jeder Tisch einen eigenen Code bekommt.
**Gruppen aus dem Verzeichnis übernehmen** · mittel
Die OIDC-Anbindung übernimmt heute bewusst nur die Identität. Eine Zuordnung
von Verzeichnisgruppen zu Gruppen dieser Anwendung ist möglich, braucht aber
eine klare Regel dafür, was mit von Hand vergebenen Rollen geschieht — sonst
verliert jemand beim nächsten Anmelden stillschweigend seine Rechte.
**Passwortgeschützte Landingpages** · mittel
Für Unterlagen, die nicht jeder sehen soll, der den Aushang fotografiert.
Heute ist die Empfehlung klar: Vertrauliches gehört nicht hinter einen
offenen QR-Code.
**Dateien außerhalb der Datenbank** · mittel
Heute liegen Uploads in PostgreSQL, damit es bei einem Volumen bleibt. Wer
sehr viele oder sehr große Dateien ablegt, will sie irgendwann auf einem
Objektspeicher (S3) haben. Der Wechsel betrifft nur `src/lib/uploads.ts` und
die Auslieferungsroute — aber auch die Sicherungsstrategie.
**Erscheinungsbild je Gruppe** · groß
Seit dem 16.08. lassen sich Name, Logo, Favicon und Farbe für die ganze
Installation einstellen. Der nächste Schritt wäre, das je Gruppe zu erlauben
und die Landingpages mit dem Logo der jeweiligen Gruppe zu versehen — damit
eine gescannte Seite nach der Firma aussieht, der sie gehört. Technisch
überschaubar, gestalterisch eine eigene Aufgabe; es braucht Grenzen, damit
nichts Unlesbares entsteht.
**Mehrsprachige Oberfläche** · groß
Die Anwendung ist durchgehend deutsch, auch in den Fehlermeldungen und den
Landingpages. Eine zweite Sprache berührt jede Datei.
---
## Wie ein neuer Typ dazukommt
Falls doch noch einer fehlt: Er besteht aus einem Modul in
`src/lib/qr/types/`, einer Formular-Komponente, je einem Registry-Eintrag und
— wenn er eine eigene Seite braucht — einer Landingpage. Am übrigen Code
ändert sich nichts. Näheres im [README](../README.md), Abschnitt „Einen
weiteren Typ ergänzen“.