Schnellerfassung im Alarmfall, sechs Zeitstempel mit Ausrueckzeit, Anfahrt und Hilfsfrist, Staerke nach FwDV 3, Personalvorschlag mit Qualifikationsstand, Einsatzbericht als PDF, Jahresexport fuer die Gemeinde, Statistik und Uebungen mit Anwesenheitsliste. Dazu das Einsatzportal fuer Fremdwehren: ein signierter Link ohne Anmeldung, zeitlich und mengenbegrenzt, der Stichwort, Ort, Zeiten und Lagemeldungen zeigt und Meldungen mit Foto annimmt. Es sind die ersten oeffentlich erreichbaren Endpunkte in FLORIAN. Acht neue Tabellen, alle mit organisationId und Row Level Security. Ein freigegebener Einsatzbericht ist unveraenderlich; ein Datenbanktrigger setzt das durch. Koordinaten liegen doppelt — als Dezimalgrad und als PostGIS-Punkt, zusammengehalten von einem Trigger. 57 neue Tests (32 Unit, 14 gegen eine echte Datenbank, 11 E2E). Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
19 KiB
FLORIAN — Feuerwehr-Verwaltungsplattform
Selbstgehostete Verwaltungssoftware für Freiwillige Feuerwehren. Läuft im Gerätehaus, nicht in der Cloud. Keine Telemetrie, keine externen CDNs.
Schnellstart
git clone https://git.wilde-server.de/florian.wilde/FireAdministration.git && cd FireAdministration
cp .env.example .env # Passwörter und AUTH_SECRET ersetzen
npm ci # Abhängigkeiten
docker compose up -d # Postgres, Redis, MinIO, Gotenberg
npm run db:migrate && npm run db:seed # Schema und Beispielwehr
npm run dev # http://localhost:3100
Anmelden mit SEED_ADMIN_EMAIL und SEED_ADMIN_PASSWORT aus der .env
(Vorgabe: admin@beispielwehr.de / Feuerwehr2026). Passwort danach ändern.
Was drin ist
| Bereich | Stand |
|---|---|
| Phase 0 — Fundament | fertig |
| Phase 1 — Stammdaten | fertig |
| Phase 2 — Wartung und Prüfung | fertig |
| Phase 3 — Einsätze und Übungen | fertig |
| Phase 4 — Kiosk-PWA | offen |
| Phase 5 — Atemschutz (FwDV 7) | offen |
| Phase 6 — Kartenmodule | offen |
| Phase 7 — Benachrichtigungen und Termine | offen |
| Phase 8 — Lokale KI | offen |
| Phase 9 — Kassenverwaltung | offen |
Vollständige Planung mit Aufwänden: docs/ROADMAP.md und docs/AUFWANDSSCHAETZUNG.md.
Weiterführende Dokumentation
| Datei | Inhalt |
|---|---|
| docs/ANLEITUNG.md | Bedienung mit Bildschirmfotos |
| docs/ROADMAP.md | Phasenplan und was jeweils entsteht |
| docs/AUFWANDSSCHAETZUNG.md | Aufwand je Phase, Schätzung gegen Ist |
| docs/DEVLOG.md | Entwicklungstagebuch mit Zeiterfassung |
| docs/VERSIONIERUNG.md | Versions- und Branch-Regeln |
| CHANGELOG.md | Was sich wann geändert hat |
Phase 0 — Fundament
Aufbau
FireAdministration/
├─ docker/ Dockerfile, Entrypoint, Postgres-Initialisierung
├─ prisma/ Schema, Migrationen, Seed
├─ scripts/ Hilfsskripte (Bildschirmfotos)
├─ src/
│ ├─ app/ Next.js App Router
│ │ ├─ (app)/ alles, was Anmeldung verlangt
│ │ ├─ anmelden/ Anmeldeseite
│ │ └─ api/ Auth.js, tRPC, Health
│ ├─ components/ shadcn/ui-Bausteine und Layout
│ ├─ lib/ authz, db, storage, audit, env, auth, warteschlange
│ ├─ server/ tRPC-Router und Kontext
│ └─ worker/ BullMQ-Hintergrundprozess
├─ tests/ Vitest (unit) und Playwright (e2e)
└─ docs/ Anleitung, Roadmap, Devlog, Aufwände
Mandantentrennung
Jede Tabelle trägt organisationId, und Postgres setzt die Trennung mit Row
Level Security durch. Es gibt zwei Datenbankverbindungen:
florian_app(DATABASE_URL) — RLS aktiv,NOBYPASSRLS. Über diese Verbindung arbeitet die Anwendung. Ohne gesetztesapp.current_organisationliefert jede Abfrage null Zeilen.- Eigentümer (
DIRECT_DATABASE_URL) — umgeht RLS. Nur für Migrationen, Seed, Anmeldung (die E-Mail-Suche muss über alle Wehren gehen) und Wartungsjobs.
Fachdaten laufen ausschließlich über fuerOrganisation() aus
src/lib/db.ts:
const personen = await fuerOrganisation(orgId, (db) =>
db.person.findMany({ where: { aktiv: true } }),
);
Ein vergessener Mandantenfilter kostet damit im schlimmsten Fall ein leeres
Ergebnis — nicht die Daten einer fremden Wehr.
tests/unit/mandantentrennung.test.ts prüft das gegen eine echte Datenbank.
Audit-Log
Jede schreibende Operation erzeugt einen Eintrag mit Akteur, Zeitpunkt, Entität und Vorher/Nachher als JSONB. Die Tabelle ist append-only:
UPDATEist per Trigger immer gesperrt.DELETEnur im gekennzeichneten Aufbewahrungslauf (SET LOCAL app.audit_bereinigung = 'an'), den ausschließlich der Worker ausführt — nachdem er exportiert hat. Ohne diese Ausnahme ließe sich das Löschkonzept nach DSGVO nicht umsetzen.
Geheimnisse (Passwort-Hashes, PINs, Token) werden vor dem Schreiben entfernt.
Berechtigungen
Alles in src/lib/authz.ts — keine Rollenprüfung in
Komponenten. 9 Rollen, 38 Einzelrechte. Der Seed spiegelt den Katalog in die
Datenbank, damit eine Wehr Rechte nachträglich zuschneiden kann, ohne dass
jemand Code ändert.
export const geraetSpeichern = mitRecht("geraet.bearbeiten").mutation(/* … */);
Anmeldung
Drei Wege, eine Sitzung:
- OIDC gegen authentik — der Regelweg. authentik wird separat
betrieben und ist nicht Teil dieses Stacks. Im Provider einzutragen:
Redirect-URI
${APP_URL}/api/auth/callback/authentik, Scopesopenid profile email. - E-Mail und Passwort — Rückfalloption für den Erststart und für den Fall,
dass authentik nicht erreichbar ist. Über
AUTH_LOCAL_ENABLEDabschaltbar. - Terminal (PIN oder RFID) — für das Kiosk-Gerät im Gerätehaus. Zwei
Schranken: erst weist sich das Gerät mit
KIOSK_DEVICE_SECRETaus, dann die Person mit PIN oder Karte. Die vollständige Oberfläche dazu kommt in Phase 4.
Rollen aus authentik-Gruppen wirken als Vorbelegung beim ersten Login
(AUTH_OIDC_GROUP_MAPPING). Sobald jemand die Rolle in FLORIAN ändert, ist
FLORIAN führend und OIDC überschreibt nicht mehr.
Dateien
Alles liegt in MinIO, nie im Dateisystem und nie in der Datenbank. Zugriff
ausschließlich über src/lib/storage.ts. Objektschlüssel:
<wehr-slug>/<entitaet>/<entitaetId>/<uuid>-<dateiname>
Downloads laufen über presignte Links mit begrenzter Gültigkeit
(S3_URL_TTL, Vorgabe 15 Minuten).
Phase 2 — Wartung und Prüfung
Das Modul, wegen dem eine Wehr so ein Programm überhaupt einführt: Prüffristen im Blick behalten und im Streitfall nachweisen können, dass geprüft wurde.
Der Weg durch das Modul
Wartungsvorlage was an einem Gerätetyp in welchem Takt geprüft wird
└─ Checklistenpunkt die einzelne Frage: ja/nein, Messwert, Text, Foto
↓ nächtlicher Lauf
Wartungstermin ein fälliger Termin an einem konkreten Gerät
↓ Prüfwizard
Pruefung durchgeführte Prüfung, unterschrieben, festgeschrieben
├─ Pruefergebnis je Checklistenpunkt eine Antwort
├─ Signatur Unterschrift aus dem Zeichenfeld, PNG in MinIO
└─ Mangel was aufgefallen ist und behoben werden muss
Ohne Vorlage gibt es keine Termine, ohne Termine kein Fristen-Dashboard. Die
erste Seite, die eine Wehr in Phase 2 ausfüllt, ist deshalb
/pruefungen/vorlagen.
Das Protokoll ist unveränderbar
Ein abgeschlossenes Prüfprotokoll ist der Nachweis gegenüber der Unfallkasse.
Wäre es nachträglich änderbar, wäre es als Nachweis wertlos. Die Sperre sitzt
deshalb in der Datenbank (Trigger pruefung_unveraenderlich, Migration
20260903000300_wartung_rls) und nicht nur im Anwendungscode — ein vergessener
Zustandscheck in einem Router würde sonst reichen, um sie auszuhebeln.
Nach dem Abschluss sind genau drei Änderungen zulässig, und alle drei ergänzen das Protokoll, statt es zu verfälschen:
| Änderung | Warum |
|---|---|
ABGESCHLOSSEN → ERSETZT |
eine Korrekturprüfung ist nachgefolgt |
protokollDateiId, solange leer |
das PDF entsteht im Hintergrund und wird nachgetragen |
geaendertAm |
setzt Prisma bei jedem Schreibvorgang mit |
Dasselbe gilt für die Bestandteile: an einem abgeschlossenen Protokoll lassen sich weder Einzelergebnisse ändern noch Unterschriften nachtragen. Korrekturen erzeugen eine neue Prüfung mit Verweis auf die alte; beide bleiben lesbar.
Gelöscht wird ein Protokoll nie — außer im ausdrücklich gekennzeichneten
Aufbewahrungslauf, demselben Schalter wie beim Audit-Log
(SET LOCAL app.audit_bereinigung = 'an').
Der nächtliche Lauf
Der Worker trägt sich beim Start je Wehr zwei wiederkehrende Aufträge ein:
| Auftrag | Vorgabe | Was er tut |
|---|---|---|
fristen.pruefen |
03:15 Uhr | Termine aus den Vorlagen planen, Frist und Status an jedem Gerät nachziehen |
erinnerung.senden |
03:45 Uhr | Vorwarnungen zu offenen Terminen verschicken |
Beide sind wiederholbar: doppelte Termine verhindert die Eindeutigkeit über Gerät, Vorlage und Fälligkeitstag, doppelte Mails ein Erinnerungseintrag je Termin und Stufe. Erinnert wird bei T-30 (bzw. der Vorwarnzeit der Vorlage), T-7, T-0 und einmal bei Überfälligkeit — als eine Sammelnachricht je Empfänger, nicht als eine Mail je Gerät.
„Überfällig" ist bewusst kein gespeicherter Zustand, sondern wird aus dem Fälligkeitsdatum und dem heutigen Tag gerechnet. Gespeicherte Zustände laufen der Uhr hinterher; berechnete nicht.
Prüfwizard
Zugeschnitten auf das Tablet im Gerätehaus: ein Prüfpunkt je Bildschirm, große Schaltflächen, Foto direkt aus der Kamera, Unterschrift auf einem Zeichenfeld, das Finger, Stift und Maus gleichermaßen versteht.
Jede Antwort geht sofort zum Server. Bricht das WLAN weg, ist höchstens die letzte Antwort verloren, nicht die ganze Prüfung — beim erneuten Öffnen wird der Entwurf fortgesetzt.
Die Bewertung rechnet der Server, nicht der Browser
(src/lib/wartung/bewertung.ts):
- ein Messwert außerhalb des zulässigen Bereichs gilt als beanstandet,
- ein beanstandeter Pflichtpunkt bedeutet „nicht bestanden" und sperrt das Gerät,
- ein beanstandeter Kann-Punkt bedeutet „bestanden mit Mängeln".
Das Ergebnis ist ein Vorschlag; die Entscheidung trifft der Prüfer, denn er trägt die Verantwortung.
Prüfprotokoll als PDF
Erzeugt der Worker über Gotenberg
(src/lib/wartung/protokoll.ts) und legt es in
MinIO ab. Kopf mit Wehr, Gerät und Prüfer-Kennung, die Checkliste mit Soll, Ist
und Befund, eingebettete Fotos und Unterschriften, Fußzeile mit Prüfvorschrift,
Prüfdatum und Seitenzahl.
Alles ist eingebettet — keine externen Schriften, keine nachgeladenen Bilder. Ein Protokoll muss in zehn Jahren noch genauso aussehen wie heute.
Die laufende Protokollnummer (JJJJ-NNNN) wird je Wehr und Jahr unter einer
Transaktionssperre vergeben; zwei gleichzeitig abschließende Prüfer bekommen
verschiedene Nummern.
Mängel und Rückrufe
Der Mängelweg ist immer derselbe: melden → zugewiesen → in Arbeit → behoben. Melden darf jedes Mitglied — der Mangel fällt dem auf, der das Gerät benutzt, nicht dem Gerätewart am Schreibtisch. Ein kritischer Mangel sperrt das Gerät sofort; beim Beheben wird die Sperre wieder aufgehoben, aber nur, wenn kein anderer offener Mangel dasselbe Gerät sperrt.
Bei einem Rückruf sucht FLORIAN anhand von Bauart, Modell, Seriennummernbereich und Herstellungszeitraum nach betroffenen Geräten. Das Ergebnis ist ein Vorschlag, keine automatische Sperre: eine Chargenangabe des Herstellers passt selten eins zu eins auf die Seriennummern im eigenen Bestand.
Zusätzliche Umgebungsvariablen
| Variable | Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|---|
WARTUNG_NACHTLAUF |
15 3 * * * |
wann Termine geplant werden (cron, Europe/Berlin) |
WARTUNG_ERINNERUNG_LAUF |
45 3 * * * |
wann Erinnerungen verschickt werden |
WARTUNG_PLANUNGSHORIZONT_TAGE |
180 |
wie weit im Voraus Termine angelegt werden |
Phase 3 — Einsätze und Übungen
Was die Wehr tut, wird hier dokumentiert — für die Gemeinde, für die Versicherung und für die eigene Mannschaft.
Der Weg durch das Modul
Schnellerfassung Stichwort, Ort, Fahrzeuge — im Alarmfall in 20 Sekunden
↓ während des Einsatzes
Zeitstempel alarmiert, ausgerückt, eingetroffen, Ende, eingerückt,
einsatzbereit — je ein Knopf
Lagemeldungen aus der Wehr und über das Portal einer Fremdwehr
↓ danach, in Ruhe
Kräfte und Material wer war dabei, was wurde verbraucht
Bericht der Text des Einsatzleiters
↓ Freigabe
Einsatzbericht als PDF, festgeschrieben, an die Gemeinde
Die sechs Zeitstempel
Sie sind der Kern jeder Einsatzauswertung. Aus ihnen ergeben sich drei Zahlen:
| Kennzahl | Rechnung | sagt etwas aus über |
|---|---|---|
| Ausrückzeit | Alarm bis Ausrücken | die Wehr selbst |
| Anfahrtszeit | Ausrücken bis Eintreffen | Lage und Wegstrecke |
| Hilfsfrist | Alarm bis Eintreffen | das, wonach die Gemeinde fragt |
In Bayern gilt als Ziel: in 80 Prozent der Fälle innerhalb von zehn Minuten. Genau dieser Wert steht in der Statistik — nicht der Durchschnitt, denn der verdeckt die Ausreißer, um die es geht.
Stärke nach FwDV 3
Aus den Funktionen der erfassten Kräfte errechnet FLORIAN die Stärke in der
üblichen Schreibweise Führer/Unterführer/Mannschaft/Gesamt:
| Einheit | Stärke | Besetzung |
|---|---|---|
| Trupp | 0/1/1/2 | Truppführer, Truppmann |
| Staffel | 1/1/4/6 | Gruppenführer, Maschinist, zwei Trupps |
| Gruppe | 1/3/5/9 | Gruppenführer, Maschinist, Melder, drei Trupps |
| Zug | 1/5/12/18 | Zugführer, Melder, Gruppe und Staffel |
Regional unterschiedlich. Manche Wehren zählen den Maschinisten zu den
Unterführern, andere schreiben dreistellig ohne Unterführer (Gruppe = 1/8/9).
Die Zuordnung steht an einer Stelle — src/lib/einsatz/staerke.ts —
und ist bewusst leicht zu ändern.
Der freigegebene Bericht ist unveränderbar
Dieselbe Logik wie beim Prüfprotokoll aus Phase 2, denn der Bericht geht an
die Gemeinde und im Schadensfall an die Versicherung. Bis zur Freigabe ist
alles änderbar — ein Einsatz wird tagelang ergänzt, und genau dafür ist der
Entwurfsstand da. Mit der Freigabe ist Schluss; der Trigger
einsatz_freigabe_schuetzen setzt das durch.
Zwei Ausnahmen bleiben, beide nachtragend: das PDF, solange keines hinterlegt
ist, und geaendertAm.
Lagemeldungen sind ausdrücklich ausgenommen. Sie sind das Protokoll des Verlaufs, kein Bestandteil des Berichts — und eine Meldung aus dem Portal kann eintreffen, wenn der Bericht längst geschrieben ist.
Einsatzportal für Fremdwehren
Bei einer größeren Sache sind Nachbarwehren, THW oder Rettungsdienst mit vor Ort. Die haben kein Konto in FLORIAN und sollen auch keines bekommen. Der Einsatzleiter erzeugt stattdessen einen Link, den er als QR-Code zeigt oder weiterschickt.
Vier Schranken sichern ihn ab:
- Zufall — 32 zufällige Bytes im Link.
- Nur ein Hash in der Datenbank — wer sie liest, bekommt keinen gültigen Link.
- Zeitlich begrenzt — Vorgabe 24 Stunden, jederzeit widerrufbar, jeder Aufruf wird mitgezählt.
- Zugriffsbegrenzung — 120 Aufrufe je Link und Stunde, 30 Meldungen, 10 Fotos.
Und eine fünfte, die keine technische ist: das Portal zeigt Stichwort, Ort, Zeitstempel und Lagemeldungen. Keine Namen von Einsatzkräften, keine Berichte, kein Weg in den Rest der Anwendung.
Adressen zu Koordinaten
Über einen selbst betriebenen Nominatim (NOMINATIM_URL). Einsatzadressen
sagen, wo es gebrannt hat und wer betroffen war; solche Anfragen gehören nicht
an einen fremden Dienst, und die Nutzungsbedingungen des öffentlichen Nominatim
erlauben es ohnehin nicht.
Ohne Konfiguration bleibt das Feld leer und die Koordinaten werden von Hand eingetragen — kein Fehler, sondern der Normalfall in einer frischen Installation. Die Karte dazu kommt in Phase 6.
Gespeichert wird doppelt: als Dezimalgrad, die Prisma lesen kann, und als PostGIS-Punkt für die Karte. Ein Trigger hält beides zusammen.
Statistik und Jahresexport
/einsaetze/statistik beantwortet beide Fragen: die der Gemeinde (Anzahl nach
Kategorie der Landesstatistik, Hilfsfristen) und die der Wehr (Beteiligung je
Person, Auslastung je Fahrzeug). Der Jahresexport als PDF liegt unter
/api/einsaetze/jahresexport?jahr=… und wird bewusst nicht abgelegt — er
ist eine Auswertung, keine Urkunde, und ändert sich, solange noch Einsätze
nachgetragen werden.
Zusätzliche Umgebungsvariablen
| Variable | Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|---|
GEOCODING_ENABLED |
false |
Adresssuche einschalten |
NOMINATIM_URL |
— | Adresse des eigenen Nominatim |
GEOCODING_LAENDER |
de,at,ch |
Eingrenzung der Suche |
PORTAL_ENABLED |
true |
Einsatzportal für Fremdwehren |
PORTAL_GUELTIGKEIT_STUNDEN |
24 |
Lebensdauer eines Links |
PORTAL_MAX_ZUGRIFFE |
120 |
Aufrufe je Link und Stunde |
Befehle
npm run dev # Entwicklungsserver auf Port 3100
npm run build # Produktionsbuild
npm run worker:dev # Hintergrundprozess mit Neuladen
npm run test # Vitest
npm run test:e2e # Playwright
npm run typecheck # TypeScript ohne Ausgabe
npm run db:migrate # ausstehende Migrationen anwenden
npm run db:seed # Beispielwehr einspielen
npm run db:studio # Prisma Studio
npm run screenshots # Bilder für docs/ANLEITUNG.md erzeugen
Dienste und Ports (Entwicklung)
Bewusst nicht die Standardports, damit FLORIAN neben anderen lokalen Stacks
laufen kann. Alle Werte stehen in der .env.
| Dienst | Adresse |
|---|---|
| Anwendung | http://localhost:3100 |
| PostgreSQL 17 + PostGIS | localhost:5442 |
| Redis | localhost:6389 |
| MinIO API | http://localhost:9010 |
| MinIO Weboberfläche | http://localhost:9011 |
| Gotenberg | http://localhost:3101 |
| Mailpit (nur Entwicklung) | http://localhost:8125 |
| Adminer (nur Entwicklung) | http://localhost:8081 |
Produktionsbetrieb
docker compose -f docker-compose.yml up -d
Die Angabe von -f ist wichtig: ohne sie legt Docker Compose automatisch
docker-compose.override.yml darüber, und das ist die Entwicklungsvariante
ohne Traefik. In Produktion terminiert Traefik TLS und verteilt auf
APP_DOMAIN und MINIO_DOMAIN.
Der App-Container wendet beim Start ausstehende Migrationen an; der Worker tut das bewusst nicht, damit nicht zwei Prozesse gleichzeitig migrieren.
Datenschutz
- Keine Telemetrie, keine externen CDNs, keine Google Fonts. Es werden nur Schriften verwendet, die auf dem Gerät vorhanden sind.
- Aufbewahrungsfristen konfigurierbar (
AUFBEWAHRUNG_JAHRE,AUDIT_AUFBEWAHRUNG_TAGE,PERSON_ANONYMISIERUNG_TAGE). - Externe Dienste (Mail, Telegram, LLM) sitzen hinter Schnittstellen in
src/lib/integrations/und sind einzeln abschaltbar. Ohne Freischaltung wird nur ins Log geschrieben.
Sicherheitshinweis
Atemschutzüberwachung und Alarmmonitor sind sicherheitsrelevant. Solange die Wehr das System nicht ausdrücklich freigegeben hat, bleibt die analoge Überwachung führend. Jede entsprechende Ansicht zeigt diesen Hinweis dauerhaft an.