Welche Vorlagen auf der Geraeteseite als Kachel erscheinen, stand nur im Seed. Wer eine eigene Vorlage dort haben wollte, kam nicht heran; wer eine mitgelieferte loswerden wollte, auch nicht. Neue Seite Verwaltung -> Schnellstart: je Geraetetyp eine Liste, Reihenfolge ueber Hoch und Runter. Kein Drag & Drop -- der Editor braucht dnd-kit fuer hundert Schritte, hier sind es zwei bis vier Kacheln, und zwei Knoepfe sind am Handy verlaesslicher als eine Ziehgeste neben einer scrollenden Seite. Gespeichert wird die ganze Liste; position kommt aus ihrer Reihenfolge, damit es nur eine Wahrheit darueber gibt. Zur Auswahl stehen nur veroeffentlichte, nicht archivierte Vorlagen. Einstellung.schnellstartGepflegt haelt den Seed heraus, sobald jemand gespeichert hat -- auch bei unveraenderter Liste. Eine fehlende Zeile sagt nicht, ob sie noch nie da war oder bewusst entfernt wurde. Das Durchklicken des gebauten Stands fand einen Fehler, den die Suite nicht gesehen haette: die Umsortierung wurde nicht gespeichert. Altdaten tragen mehrere Zeilen auf position 0, und bei gleicher Position ist die Reihenfolge in Postgres nicht festgelegt -- Lesemodell und Dienst gaben sie unterschiedlich zurueck, und der Vergleich hielt die Umsortierung fuer einen Leerlauf. Behoben durch einen eindeutigen Tiebreak in beiden Abfragen, mit Regressionstest. Closes #34
laufzettel
Checklisten für wiederkehrende IT-Arbeiten. Versionierte Vorlagen, daraus gestartete Läufe, im Team abgearbeitet, abgeschlossen und unveränderlich archiviert — mit Historie je Gerät und je Mitarbeiter. Einstieg über QR-Aufkleber: Code scannen, Geräteseite öffnen, loslegen.
Stand: in Entwicklung auf
v0.1.0(MVP). Der Fortschritt steht indocs/issues/README.md, Entscheidungen im Entwicklungstagebuch.
Zwei Betriebsmodi
| Modus | Für wen | Kunden-Ebene | Verzeichnis |
|---|---|---|---|
INTERN (Standard) |
eine Firma, eigene Mitarbeiter | unsichtbar | eigenes AD per LDAP |
DIENSTLEISTUNG |
IT-Dienstleister mit mehreren Kunden | sichtbar | manuell oder per CSV je Kunde |
Der Modus liegt in der Datenbank und ist vom Admin ohne Neustart umschaltbar. Jede kundenbezogene
Zeile trägt immer eine Kunden-Zuordnung, im Modus INTERN die eigene Organisation — deshalb ist
der Wechsel eine Datenänderung und keine Migration.
Voraussetzungen
- Node 24 (
.nvmrc) und pnpm 12 über corepack, oder nur Docker mit Compose-Plugin - PostgreSQL 17 (im Compose-Stand enthalten)
Entwicklung
corepack enable pnpm
pnpm install
cp .env.example .env # APP_SECRET und Passwörter ausfüllen
pnpm db:up # PostgreSQL auf 127.0.0.1:5434
pnpm db:migrate
pnpm db:seed
pnpm dev # http://localhost:3000
APP_SECRET erzeugen:
openssl rand -base64 48
Qualitätsschranken
docker compose -f docker-compose.test.yml up -d --wait ldap # sonst fehlen 22 Tests
pnpm lint && pnpm typecheck && pnpm format:pruefen && pnpm test && pnpm pruefe:doku
Der LDAP-Container ist keine Zierde: ohne ihn überspringt die Suite den ganzen Verzeichnis-Abgleich — sie sagt das auf stderr, aber der Lauf sieht grün aus. In CI bricht sie stattdessen ab.
Ein Pre-Commit-Hook erzwingt Lint und Format, ein Commit-Msg-Hook Conventional Commits.
Ende-zu-Ende-Tests: pnpm test:e2e (verlangt einen gebauten, laufenden Stand — siehe
docs/anleitung/).
Betrieb mit Docker Compose
cp .env.example .env # APP_URL, APP_SECRET, POSTGRES_PASSWORD sind Pflicht
docker compose up -d --build
Die Migrationen laufen beim Start automatisch in einem eigenen Einmal-Dienst. Der Seed läuft absichtlich nicht automatisch — ihn startest du einmal von Hand:
docker compose run --rm migrate pnpm db:seed
Was der Seed anlegt
| Inhalt | |
|---|---|
| Grundbestand | Betriebsmodus, eigene Organisation, Administrator aus SEED_ADMIN_EMAIL und SEED_ADMIN_PASSWORD |
| Vorlagen | die sieben Abläufe des Hauses als veröffentlichte Version 1 — PC Neuinstallation, Onboarding, Offboarding, Server-Inbetriebnahme, Firewall-Rollout, Patchday, Restore-Test |
| Beispielbestand | 3 Abteilungen, 5 Personen, PC-001 und NB-001 mit Tag-Code, 5 vorgedruckte Tags, Schnellstart-Vorgaben je Gerätetyp |
| Verzeichnis | eine deaktivierte Beispielquelle zum Abschauen — Adresse und Bind-Passwort ersetzen, dann einschalten |
Mit SEED_MODE=DIENSTLEISTUNG (Alias SEED_MODE=SERVICE) kommen zwei Demo-Kunden dazu,
„Musterfirma GmbH" (MUS) und „Bäckerei Reiter" (REI), mit je einer Abteilung, einer Person und
einem Gerät nach der Hostname-Regel (MUS-PC-001).
Der Seed richtet ein, er räumt nicht auf. Was schon da ist, bleibt: eine bearbeitete Vorlage, eine geänderte Ziel-OU oder ein umgeschalteter Betriebsmodus überstehen jeden weiteren Lauf. Zweimal hintereinander aufgerufen ändert der zweite Lauf nichts.
Die sieben Vorlagen liegen als JSON im Austauschformat unter
prisma/seed-daten/vorlagen/. Wer eine anpassen will, ändert die Datei — oder besser: die Vorlage
in der Oberfläche, denn eine veröffentlichte Version wird nie verändert, und der Seed fasst eine
vorhandene Vorlage nicht mehr an.
Die Datenbank ist von außen nicht erreichbar
Das ist bewusst so gebaut und in tests/betriebsstand.test.ts festgehalten:
postgreshat keinports:-Mapping, nurexposepostgreshängt ausschließlich im Netzintern, dasinternal: trueist — ein Netz ohne Gateway, also weder vom Host noch aus dem LAN erreichbar- nur
webhängt zusätzlich im Netzextern(Reverse Proxy, OIDC, LDAP) webbindet standardmäßig auf127.0.0.1:3000; davor gehört ein Reverse Proxy
Prüfen:
nc -z localhost 5432 && echo "FEHLER: offen" || echo "dicht"
docker compose exec web nc -z postgres 5432 && echo "von innen erreichbar"
Für die Entwicklung gibt es docker-compose.dev.yml, das PostgreSQL auf 5434 öffnet — umstellbar
über DEV_DB_PORT. 5432 ist oft lokal belegt und 5433 von einem anderen Projekt, daher dieser Port.
Diese Datei ist nicht für den Betrieb gedacht.
Reverse Proxy
Die App läuft hinter einem Reverse Proxy und hat keine fest verdrahteten Adressen. Maßgeblich ist
APP_URL — sie steckt in den QR-Codes und in der OIDC-Rückruf-Adresse. Der Proxy muss
X-Forwarded-Proto und X-Forwarded-Host setzen.
Sicherung
Der geschlossene Port ändert nichts an der Sicherung, sie läuft über den Dienstnamen:
docker compose exec -T postgres pg_dump -U laufzettel laufzettel | gzip > sicherung-$(date +%F).sql.gz
Zurückspielen:
gunzip -c sicherung-2026-09-24.sql.gz | docker compose exec -T postgres psql -U laufzettel laufzettel
Gesichert werden müssen zwei Dinge: die Datenbank (das Volume heißt laufzettel_datenbank; die
App selbst hält keinen veränderlichen Zustand auf der Platte) und die Geheimnisse aus der .env.
Ohne das alte APP_SECRET sind nach dem Zurückspielen alle gespeicherten LDAP-Bind-Passwörter
unlesbar — und das merkt man erst beim nächsten Abgleich. Einzelheiten in
docs/betrieb/sicherung.md.
Anmeldung
Zwei Wege, beide gleichzeitig möglich:
- OIDC (Ziel: authentik) für den normalen Betrieb
- lokal mit E-Mail und Passwort, nur wenn
AUTH_LOCAL_ENABLED=true— für die Entwicklung und als Notfallzugang, wenn der Identitätsanbieter ausfällt
Die Rolle kommt bei jedem OIDC-Login aus dem groups-Claim und wird über
OIDC_GROUP_ADMIN, OIDC_GROUP_EDITOR, OIDC_GROUP_TECHNICIAN und OIDC_GROUP_VIEWER
zugeordnet. Unbekannte Benutzer werden beim ersten Login angelegt.
| Rolle | Darf |
|---|---|
ADMIN |
alles, inkl. Benutzer, Verzeichnis, Abteilungen, Archiv-Verwaltung |
REDAKTEUR |
Vorlagen anlegen, bearbeiten, veröffentlichen; alles was TECHNIKER darf |
TECHNIKER |
Läufe starten, abarbeiten, abschließen, archivieren; Geräte pflegen |
LESER |
nur lesen |
Die Anbindung an authentik ist in docs/betrieb/authentik.md
Schritt für Schritt beschrieben.
Verzeichnis-Abgleich (nur Modus INTERN)
Unter Admin → Verzeichnis wird eine LDAP-Quelle angelegt: Adresse (ldaps:// empfohlen,
ldap+starttls:// und ldap:// gehen auch), ein Dienstkonto mit Leserecht, der Basis-DN und
optional ein eigener Filter. Ein Dienstkonto genügt — Laufzettel schreibt nie ins Verzeichnis.
- „Verbindung testen“ liest die ersten Einträge und zeigt sie mit den gemappten Feldern, ohne etwas zu speichern. Erst daran sieht man, ob die Zuordnung stimmt.
- Die Attributzuordnung ist einklappbar im Formular und trägt die AD-Vorgaben; ein OpenLDAP
bekommt hier etwa
entryUUIDals Kennung. - Der Zeitplan läuft im selben Prozess wie die Anwendung und sieht jede Minute nach, welche
Quelle fällig ist; das Intervall steht je Quelle.
ZEITPLAN_AKTIV=falseschaltet ihn ab — für Einmal-Container, die nur Migrationen fahren. - Gelöscht wird nie. Wer im Verzeichnis verschwindet oder deaktiviert wird, wird hier inaktiv. Lässt sich kein einziger Eintrag zuordnen, deaktiviert der Abgleich niemanden und meldet stattdessen einen Fehler — ein falsch gesetztes Kennungsattribut soll nicht die halbe Firma abschalten.
- Das Bind-Passwort wird verschlüsselt gespeichert und nie wieder angezeigt; ein leeres Feld beim Bearbeiten heißt „unverändert“.
Ohne Verzeichnis geht es auch: Personen lassen sich von Hand anlegen oder aus einer CSV-Datei einlesen.
Umgebungsvariablen
Jede Variable steht mit Erklärung in .env.example — hier die Übersicht. Pflicht
sind APP_URL, APP_SECRET, POSTGRES_PASSWORD und DATABASE_URL; fehlt eine davon, bricht der
Compose-Stand ab, statt mit Standardwerten zu starten.
| Variable | Bedeutung |
|---|---|
APP_URL |
Die öffentliche Adresse, unter der die App erreichbar ist. Steht sie hinter einem Reverse Proxy, ist es dessen Adresse — nicht die interne. Aus ihr entstehen die QR-Adressen auf den Aufklebern und die OIDC-Rücksprungadresse. |
APP_SECRET |
Schlüssel für Sitzungs-Cookies und die Verschlüsselung des LDAP-Bind-Passworts. Mindestens 32 Zeichen, erzeugen mit openssl rand -base64 48. Ändert man ihn, sind alle Sitzungen ungültig und gespeicherte Bind-Passwörter unlesbar. |
DATABASE_URL |
Verbindung zur PostgreSQL-Datenbank. |
POSTGRES_USER, POSTGRES_PASSWORD, POSTGRES_DB |
Zugangsdaten des Datenbank-Containers im Compose-Stand. |
AUTH_LOCAL_ENABLED |
true schaltet die lokale Anmeldung mit E-Mail und Passwort frei — Notfallzugang und Entwicklung. Auf false verschwindet das Formular und der Endpunkt lehnt ab. |
OIDC_ISSUER, OIDC_CLIENT_ID, OIDC_CLIENT_SECRET |
Der Identitätsanbieter. Discovery über <issuer>/.well-known/openid-configuration. |
OIDC_NAME |
Beschriftung des Anmeldeknopfs, etwa „Firmenanmeldung“. |
OIDC_SCOPE |
Angefragte Scopes; muss einen enthalten, der groups liefert. |
OIDC_GROUP_ADMIN, OIDC_GROUP_EDITOR, OIDC_GROUP_TECHNICIAN, OIDC_GROUP_VIEWER |
Welche Gruppe welche Rolle bekommt. Die Rolle wird bei jeder Anmeldung neu gesetzt. |
OIDC_CUSTOMER_GROUP_PREFIX |
Nur im Modus DIENSTLEISTUNG: Gruppen mit diesem Präfix weisen einen Benutzer einem Kunden zu. |
BIND_ADDR, APP_PORT |
Wohin der Compose-Stand die App bindet. Standard 127.0.0.1:3000 — davor gehört ein Reverse Proxy. |
APP_VERSION, GIT_SHA |
Erscheinen unten links in der Oberfläche. Im Compose-Stand Build-Argumente. |
SEED_ADMIN_EMAIL, SEED_ADMIN_PASSWORD |
Der Administrator, den pnpm db:seed anlegt. Das Passwort wird nur als argon2-Hash gespeichert. Fehlt eines, überspringt der Seed ihn. |
SEED_MODE |
INTERN (Standard) oder DIENSTLEISTUNG — der Alias SERVICE tut dasselbe. Betrifft nur den ersten Seed-Lauf; danach steht der Modus in der Datenbank. |
SEED_ORG_NAME, SEED_ORG_KUERZEL |
Name und Kürzel der eigenen Organisation. Das Kürzel steht auf Etiketten und in der Hostname-Regel. |
ZEITPLAN_AKTIV |
false schaltet den Verzeichnis-Abgleich nach Zeitplan ab. |
TEST_DATABASE_URL |
Datenbank für die Tests. Ohne sie überspringen sich alle Datenbanktests. |
Dokumentation
- Anleitung für Technik und Verwaltung — acht Kapitel mit Bildern.
pnpm docs:pdfmacht daraus ein PDF; jedem Release liegt es bei - Architektur und Entscheidungen
- Austauschformat für Vorlagen — wie eine Vorlage als JSON aussieht
- Betrieb — Inbetriebnahme mit Compose, nativ im Proxmox-LXC, Reverse Proxy, Anbindung an authentik, Sichern und Zurückspielen
- Konventionen — Sprache, Schichtung, feste Regeln
- Änderungen · Entwicklungstagebuch
Lizenz
Noch nicht festgelegt.