Files
Laufzettel/docs/anleitung/02-laeufe-abarbeiten.md
T
Florian WildeandClaude Opus 5 d30bb6d235
Prüfung / pruefung (push) Waiting to run
Prüfung / e2e (push) Blocked by required conditions
feat(laeufe): Vier-Augen-Freigabe (#040)
Verlangt eine Vorlagen-Version eine Freigabe, laesst sich ein Lauf erst
abschliessen, wenn ein Zweiter ihn freigegeben hat. Das braucht zweierlei, und
beides zusammen: das neue Recht `freigeben` (ADMIN und REDAKTEUR, nicht
TECHNIKER) und dass man nicht an dem Lauf gearbeitet hat.

Als gearbeitet zaehlt: angelegt, einen Schritt gesetzt oder abgeschlossen. Eine
Zuweisung allein nicht — waere die Regel hier strenger, blockierte sie kleine
Teams ohne Gewinn.

Auch ein Administrator kann sich nicht selbst freigeben, und das ist der ganze
Sinn. Die Pruefung sitzt in `hatDaranGearbeitet` an einer Stelle, wie
`laufMussVeraenderbarSein`; die wichtigste Haelfte — der Ersteller — haelt
zusaetzlich ein CHECK in der Datenbank.

Zurueckweisen verlangt eine Begruendung, setzt den Lauf auf IN_ARBEIT und nimmt
eine erteilte Freigabe zurueck. Kein fuenfter LaufStatus: ein neuer Enum-Wert
haette jeden Codepfad betroffen, der heute vier Faelle kennt.

Sobald jemand abzuschliessen versucht und die Freigabe fehlt, bekommen die
Freigabeberechtigten eine Mail — ein anderer Empfaengerkreis als bei jeder
anderen Meldung, und ohne die, die gearbeitet haben. Die Aufforderung entsteht
ausserhalb der Transaktion: innerhalb wuerde sie mit dem Fehler zurueckgerollt,
und dann wartet ein Lauf auf etwas, von dem niemand weiss. Ein partieller
Unique-Index haelt sie bei mehreren Versuchen auf einmal.

Die Pflicht haengt an der Version, nicht an der Vorlage: eine veroeffentlichte
Version ist unveraenderlich, ein laufender Lauf behaelt also seine Regel. Beim
Bearbeiten und Duplizieren wandert sie mit — das war die unmittelbare Lehre aus
#039, wo die tiefe Kopie zwei Felder stillschweigend verworfen hatte.

1526 Vitest-Tests (vorher 1496), 115 E2E-Ablaeufe gruen. Klickprobe am gebauten
Stand mit elf Pruefungen; drei rote Punkte darin waren meine eigenen
Testfehler, einer davon lehrreich: ein reload() direkt nach einer Server Action
trifft den Router-Cache von Next und zeigt kurz den alten Stand.

Closes #40

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-10-24 01:14:04 +02:00

364 lines
19 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters
This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.
# Läufe abarbeiten
Ein Lauf ist eine Checkliste für einen konkreten Fall. Er wird vorbereitet, abgearbeitet,
abgeschlossen und irgendwann archiviert. Dieses Kapitel geht diesen Weg von vorn nach hinten
durch — am Schreibtisch und am Handy.
Ein Lauf hat vier Zustände:
| Zustand | Bedeutung |
|---|---|
| **offen** | vorbereitet und meist jemandem zugewiesen. Niemand arbeitet daran. |
| **in Arbeit** | jemand hat ihn begonnen. |
| **abgeschlossen** | fertig für jetzt. Notizen und Kommentare gehen weiter. |
| **archiviert** | schreibgeschützt, für immer. |
„Abgeschlossen“ und „archiviert“ sind bewusst zwei Dinge. Nach dem Abschluss lässt sich noch eine
Seriennummer berichtigen oder ein Kommentar nachtragen — das passiert oft. Erst das **Archivieren**
macht einen Lauf unveränderlich.
## Die Laufliste
![Die Laufliste mit Filtern und Fortschrittsbalken je Lauf](bilder/laeufe-liste-desktop.png)
Unter **Läufe** stehen alle offenen, laufenden und abgeschlossenen Läufe. Archivierte stehen hier
nicht — die findet das [Archiv](#im-archiv-suchen).
Gefiltert wird über die Zeile darüber: **Suche** (Titel, Ticket, Hostname oder Person), **Status**
und das Häkchen **nur meine**. Danach **Filtern**; **zurücksetzen** räumt alles weg. Der Filter
steht in der Adresse, ein Lesezeichen darauf funktioniert also.
Jede Zeile zeigt Titel, Status, gegebenenfalls „seit … fällig“, die Vorlage mit ihrer Version, das
Gerät, die Person und den Fortschritt. Es werden höchstens 200 Läufe gezeigt; fehlt deiner, such
nach Titel, Ticket, Hostname oder Person.
## Einen Lauf anlegen
Es gibt drei Wege, und der schnellste ist meist nicht dieser:
- **Am Gerät**: Aufkleber scannen, auf der Geräteseite eine Schnellstart-Kachel antippen. Der Lauf
entsteht und beginnt sofort, mit Gerät und Besitzer, ohne eine einzige Eingabe. Siehe
[Kapitel 03](03-qr-tags.md).
- **Aus der Übersicht**: der Block **Schnellstart** führt mit vorgewählter Vorlage in den Dialog.
Wählst du im Start-Dialog eine **Abteilung**, steht darunter, welche Abschnitte sie hinzunimmt — oder
dass Abschnitte nur für andere Abteilungen gelten und wegbleiben. Welche Abschnitte ein Lauf hat,
wird beim Start festgeschrieben und ändert sich danach nicht mehr, auch nicht, wenn jemand die
Abteilung des Laufs korrigiert.
- **Über den Knopf Lauf starten** in der Laufliste — der vollständige Weg, hier beschrieben.
![Der Start-Dialog mit Vorlage, Gerät, Person und den Angaben zum Lauf](bilder/lauf-starten-desktop.png)
Der Dialog fragt in der Reihenfolge, in der man denkt:
1. **Vorlage** — es stehen nur veröffentlichte Vorlagen zur Wahl, jeweils die zuletzt
veröffentlichte Fassung. Steht dort nichts, gibt es noch keine veröffentlichte Vorlage; ein
Entwurf ist noch niemandes Arbeitsanweisung.
2. **Gerät (optional)** — oder „kein Gerät“. Wählst du ein Gerät, wird sein Besitzer als Person
vorgeschlagen.
3. **Person (optional)** — jemand aus dem Verzeichnis, oder „keine Person aus dem Verzeichnis“.
4. **… oder Name als Freitext** — für ein Onboarding, bevor die Person im Verzeichnis steht. Eines
von beidem, nicht beides. Der Freitextname lässt sich später mit dem AD-Konto verknüpfen.
5. **Angaben zu diesem Lauf** — die Variablen der Vorlage. Ein Sternchen heißt Pflicht. Fragt die
Vorlage nach `upn`, `sam`, `mail` oder `hostname`, gibt es den Knopf **Namen aus den Regeln
vorschlagen**: er füllt leere Felder nach den Namensregeln des Hauses, ausgefüllte bleiben
stehen.
6. Aufgeklappt hinter **Titel, Ticket, Abteilung, Zuweisung und Fälligkeit** stehen die Beigaben.
Bleibt der **Titel** leer, bildet Laufzettel ihn aus Vorlage, Gerät oder Person und Datum. Die
**Abteilung** ist wichtiger, als sie aussieht: sie speist `{{ou}}` und `{{gruppen}}` in den
Befehlen dieses Laufs.
7. Im Modus Dienstleistung außerdem der **Kunde**.
**Lauf anlegen** legt ihn an und springt hinein. Er beginnt als **offen** — das ist die Zuweisung.
Gestartet wird er erst, wenn ihn jemand zur Bearbeitung öffnet.
Ein Lauf hängt für immer an der Version, mit der er gestartet wurde. Eine spätere Veröffentlichung
ändert ihn nicht, und den Wechsel auf eine neuere Version weist Laufzettel ausdrücklich ab. Für
eine neuere Fassung startest du einen neuen Lauf.
## Die Abarbeitungsansicht
![Ein Lauf in Arbeit mit Abschnitten, Schritten und Fortschrittsbalken](bilder/lauf-abarbeiten-desktop.png)
Oben stehen Titel, Vorlage mit Version, Gerät, Person und Ticket, darunter der Fortschrittsbalken
und die Knöpfe. Welcher Knopf da ist, hängt vom Zustand ab:
| Zustand | Knopf |
|---|---|
| offen | **Lauf beginnen** |
| in Arbeit | **Lauf abschließen** |
| abgeschlossen | **archivieren** |
| archiviert | **aus dem Archiv zurückholen** (nur Administrator) |
Daneben immer: der Umschalter **Kompakt** / **Ausführlich** und **Drucken**.
**Lauf beginnen** setzt den Lauf auf „in Arbeit“ und hält den Startzeitpunkt fest. Ein Lauf, den
jemand nur aufschlägt, hat noch nicht begonnen — sonst sähe die Liste nach Arbeit aus, die niemand
tut.
**Ausführlich** zeigt die Hilfetexte der Schritte, **Kompakt** blendet sie alle aus. Beim ersten
Mal sind sie der eigentliche Wert, beim dritten Mal stehen sie im Weg.
### Abschnitte
Die Schritte stecken in Abschnitten mit zweistelliger Nummer: `01 · Vorbereitung`. Die Nummer kommt
aus der Position und steht nirgends gespeichert. Ein Klick auf die Überschrift klappt den Abschnitt
zu oder auf; daneben steht „3 von 7“. Abschnitte, in denen nichts mehr zu tun ist, sind beim
Aufbau der Seite schon zu.
Enthält ein Abschnitt Befehlsschritte, gibt es **Alle Befehle als Skript kopieren** — einmal
kopieren statt achtmal.
### Einen Schritt erledigen
Unter jedem Schritt stehen drei Pillen:
- **erledigt** — getan.
- **nicht zutreffend** — trifft in diesem Fall nicht zu. Verlangt eine Begründung.
- **fehlgeschlagen** — hat nicht funktioniert. Verlangt eine Begründung.
„erledigt“ speichert mit einem Klick. Bei den anderen zwei erscheint erst das Feld **Begründung**,
dann der Knopf **Mit Begründung speichern**. Ohne Begründung steht im Archiv ein übersprungener
Schritt ohne Grund — und genau das macht ein Archiv wertlos.
Ein Klick auf die bereits gesetzte Pille nimmt die Angabe zurück; das Zurücknehmen braucht keine
Begründung.
**Jeder Schritt speichert einzeln.** Es gibt kein Gesamtformular und keinen Speichern-Knopf am
Ende: ein verlorener Klick soll nicht zwei Stunden Haken kosten.
Ein rotes Sternchen am Titel heißt **Pflichtschritt**. Ein Pflichtschritt muss erledigt oder
ausdrücklich als nicht zutreffend eingetragen sein, bevor sich der Lauf abschließen lässt.
### Werte erfassen
Je nach Schritt-Typ steht über den Pillen ein Eingabefeld — Text, Zahl, Auswahl oder Datum. Getippt
wird, dann **Wert speichern**. Das ist ein eigener Knopf und kein automatisches Speichern: ein halb
getippter Wert soll nicht in die Datenbank.
Eine Zahl außerhalb der erwarteten Grenzen wird **markiert, nicht abgewiesen** („Erwartet werden 8
bis 64 GB“). Ein Rechner mit 4 GB statt der erwarteten 8 ist ein Befund, den der Lauf festhalten
soll, kein Eingabefehler.
### Befehle kopieren
![Ein Befehlsschritt mit fertigem PowerShell-Befehl und dem Knopf zum Kopieren](bilder/lauf-befehlsschritt-desktop.png)
Ein Schritt vom Typ **Befehl** zeigt den fertigen Befehl in Monospace, mit allen Platzhaltern
eingesetzt. **Befehl kopieren** legt ihn in die Zwischenablage, der Knopf bestätigt kurz mit
„Kopiert.“. Der Text steht vollständig da, du kannst ihn also auch markieren.
Drei Hinweise können daneben stehen:
- **Ein Platzhalter ließ sich nicht einsetzen** — er steht als `{{name}}` im Befehl und muss vor
dem Ausführen von Hand ersetzt werden. Das ist eine Warnung und keine Sperre; vielleicht setzt du
den Wert selbst ein.
- **Ein Passwort** — enthält der Befehl `{{generiertes_passwort}}`, entsteht das Passwort bei jeder
Anzeige neu und wird **nirgends gespeichert**: nicht im Lauf, nicht im Kommentar, nicht im
Protokoll, nicht im Ausdruck. Wer es nicht sofort weiterreicht, hat es verloren. Sobald sich die
Seite neu aufbaut — auch nach dem Speichern eines Schritts — steht dort ein anderes.
- **Der Befehl ließ sich nicht sicher füllen** — dann gibt es keinen Kopier-Knopf, sondern eine
Fehlermeldung. Ein halb maskierter Befehl zum Kopieren wäre die gefährlichste aller Antworten.
### Einen ganzen Abschnitt überspringen
Am Ende jedes Abschnitts sitzt **Abschnitt trifft nicht zu**. Der Fall aus dem Alltag: im
Onboarding gibt es zwei Konto-Abschnitte, und je nach Kunde trifft einer gar nicht zu. Du gibst
eine Begründung ein und drückst **Abschnitt vermerken** — die Begründung steht danach an jedem
Schritt des Abschnitts. Achtzehn Haken einzeln mit derselben Begründung zu versehen macht niemand,
und wer es nicht macht, lässt sie weg.
### Kommentare
Zwei Orte, zwei Bedeutungen:
- **Kommentar zu diesem Schritt** — aufklappbar unter dem Schritt, für das, was genau dort
aufgefallen ist.
- **Kommentare zum Lauf** — der Kasten unten, für alles andere.
Beide fragen dasselbe: „Was sollte man später wissen?“ Dann **Kommentar hinzufügen**. Kommentare
werden mit Name und Zeitpunkt festgehalten und lassen sich nicht löschen.
### Zwei Techniker am selben Lauf
Hakt der Kollege einen Schritt ab, erscheint das bei dir **sofort** — ohne dass du etwas tun musst.
Dasselbe gilt für Kommentare, angehängte Fotos und einen geänderten Titel. Die Seite lädt sich nur
dann neu, wenn sich wirklich etwas geändert hat; an einem Feld, in das du gerade tippst, geht dabei
nichts verloren.
Ist die Lasche im Hintergrund, pausiert das. Holst du sie zurück, steht gleich der aktuelle Stand
da.
Bleibt die Seite doch einmal stehen, obwohl jemand anders arbeitet, aktualisiert sie sich spätestens
nach zehn Sekunden von selbst — das ist der eingebaute Rückfall. Dauert es dauerhaft so lange, liegt
es meist am Reverse Proxy; der Abschnitt „Die Seite aktualisiert sich nur langsam“ in
[Fehlerbehebung](08-fehlerbehebung.md) sagt, was zu tun ist.
Steht ein erzeugtes Passwort auf dem Bildschirm, lädt sie **nicht** von selbst neu — stattdessen
erscheint oben ein Streifen: „Jemand anderes hat an diesem Lauf etwas geändert. Beim Neuladen
entsteht ein neues Passwort.“ Du entscheidest mit **Neu laden**, wann es passt.
### Einen Freitextnamen später verknüpfen
Läuft ein Onboarding auf einen Freitextnamen, erscheint oben **„…“ mit einem AD-Konto verknüpfen**.
Zwei Wege: die Person aus der Liste wählen, oder — wenn das Konto gerade erst im Verzeichnis
entstanden und noch nicht abgeglichen ist — ihren **UPN** eintragen. Danach **Verknüpfen**. Ohne
das findet die Person in ihrer Historie später nichts wieder.
## Fotos und Dateien an einem Schritt
Manches lässt sich nicht abhaken, es muss gezeigt werden: das Typenschild, der Zustand bei der
Übergabe, die Rechnung. An jedem Schritt stehen dafür zwei Knöpfe:
- **Foto** öffnet am Handy direkt die Kamera. Am Rechner zeigt der Browser den Dateiwähler — dort
gibt es keine Kamera-App.
- **Datei** öffnet den Dateiwähler.
Abgeschickt wird **sofort nach der Wahl**, ohne zweiten Knopf. Ein Foto, das du gerade gemacht hast,
willst du nicht noch bestätigen.
Erlaubt sind **Bilder** (JPEG, PNG, WebP, HEIC) und **PDF**, höchstens 10 MB je Datei und 20 Dateien
je Lauf. Beide Grenzen lassen sich beim Betrieb ändern (`ANHANG_MAX_MB`, `ANHAENGE_JE_LAUF`). Eine zu
große Datei wird schon im Browser abgewiesen — am Handy im Mobilfunk ist das der Unterschied zwischen
einer Meldung und einer Minute Warten.
Bilder erscheinen als Miniatur, ein PDF als Zeile mit Namen. Ein Klick öffnet die Datei in einem
neuen Tab; ein PDF wird dabei heruntergeladen statt im Browser angezeigt.
**An einem archivierten Lauf kommt kein Anhang mehr dazu und keiner weg** — dieselbe Regel wie für
Schritte und Kommentare. Ansehen geht weiter: ein Foto vom Typenschild ist Teil des Belegs.
> **Für den Betrieb wichtig:** Die Dateien liegen im Dateisystem, in der Datenbank stehen nur ihre
> Namen und Größen. Eine Sicherung, die nur die Datenbank mitnimmt, verliert sie — siehe
> `docs/betrieb/sicherung.md`.
## Abschließen
**Lauf abschließen** geht nur, wenn kein Pflichtschritt mehr offen ist. Erledigt und „nicht
zutreffend“ zählen beide, **fehlgeschlagen nicht** — ein fehlgeschlagener Schritt ist entweder zu
beheben oder mit Begründung als nicht zutreffend einzutragen. Solange etwas offen ist, ist der
Knopf gesperrt und darunter steht, was fehlt.
Wird danach eine Änderung nachgetragen, die einen Pflichtschritt wieder offen lässt, nimmt sich der
Abschluss selbst zurück. Damit lügt „abgeschlossen“ nie.
## Vier-Augen-Freigabe
Manche Arbeiten soll nicht derselbe abschließen, der sie gemacht hat: ein Firewall-Rollout, ein
Restore-Test, das Löschen eines Kontos. Verlangt die Vorlage eine Freigabe, steht das oben am Lauf —
und **Lauf abschließen** wartet, bis jemand sie erteilt hat.
### Wer freigeben darf
Es braucht zweierlei, und beides zusammen:
1. das Recht **freigeben** — das haben `ADMIN` und `REDAKTEUR`, **nicht** `TECHNIKER`;
2. und man darf **nicht an dem Lauf gearbeitet** haben.
Als „gearbeitet“ zählt: ihn angelegt, einen Schritt gesetzt oder ihn abgeschlossen zu haben. Nur
**zugewiesen** zu sein zählt nicht — wer zugewiesen wurde und nichts getan hat, darf freigeben.
**Auch ein Administrator kann sich nicht selbst freigeben.** Das ist der ganze Sinn, und es ist eine
bewusste Härte: wer allein im Haus ist, kommt damit nicht weiter und braucht einen Zweiten mit dem
Recht. Dieselbe Regel hält auch die Datenbank fest, nicht nur die Anwendung.
### Freigeben oder zurückweisen
Oben am Lauf steht eine Karte mit einem Feld für die **Begründung** und zwei Knöpfen:
- **Freigeben** — die Begründung ist freiwillig. Danach lässt sich der Lauf abschließen.
- **Zurückweisen** — die Begründung ist **Pflicht**. Der Lauf geht zurück auf *in Arbeit*, ein
bereits erteilter Abschluss wird aufgehoben, und der Bearbeiter sieht die Begründung an derselben
Stelle. Ohne Begründung steht er vor derselben Frage wie vorher.
Eine Zurückweisung nimmt auch eine **erteilte** Freigabe zurück. Damit lässt sich ein Lauf, der
schon abgeschlossen war, in die Arbeit zurückholen — ohne `archivVerwalten`, solange er nicht
archiviert ist.
### Wer erfährt davon
Sobald jemand den Lauf abzuschließen versucht und die Freigabe fehlt, bekommen die
**Freigabeberechtigten** eine Mail — nicht der Zuständige, wie bei allen anderen Meldungen. Wer an
dem Lauf gearbeitet hat, bekommt sie nicht: er dürfte ohnehin nicht freigeben.
Das geht **einmal** hinaus, auch wenn jemand es mehrmals versucht. Nach einer Zurückweisung wird
nicht erneut gemahnt — der Zurückweisende weiß, dass er wartet.
### Einschalten
Das Häkchen steht im Editor beim **Veröffentlichen**: „Läufe dieser Version brauchen eine Freigabe
durch einen Zweiten“. Es gehört zur **Version**, nicht zur Vorlage — ein laufender Lauf kann seine
Regel also nicht unter den Füßen verlieren, und in der Versionsliste steht an jeder Fassung, ob sie
eine Freigabe verlangt.
Beim Bearbeiten wandert das Häkchen in den neuen Entwurf mit. Eine Vorlage, die eine Freigabe
verlangt, verliert sie also nicht durch eine Textkorrektur.
## Archivieren — das ist endgültig
**archivieren** fragt nach: „Nach dem Archivieren ändert sich an diesem Lauf nichts mehr — kein
Kommentar, keine Notiz, kein Schritt.“ Erst **Ja, archivieren** vollzieht es.
Danach ist der Lauf schreibgeschützt. Er zeigt für immer, was damals abgearbeitet wurde. Nur ein
**Administrator** holt ihn mit **aus dem Archiv zurückholen** auf „abgeschlossen“ zurück, und das
wird protokolliert.
Archiviere also erst, wenn wirklich alles drinsteht. Es gibt keinen Grund zur Eile: ein
abgeschlossener Lauf steht auch im Archiv und ist durchsuchbar.
## Drucken
**Drucken** öffnet einen hellen Beleg auf A4, ohne Navigation, zum Abheften. Im Browser dann
**Jetzt drucken**; wer ein PDF braucht, druckt in eine Datei.
![Die Druckansicht eines Laufs auf A4, hell und ohne Navigation](bilder/druckansicht-desktop.png)
Auf dem Blatt stehen Kopfdaten, alle Abschnitte mit Zustand, Wert und Notiz je Schritt und die
Kommentare. **Ein erzeugtes Passwort steht dort nie** — an seiner Stelle steht
`[Passwort – nicht gespeichert]`, und erzeugt wird auch keines. Auf einem Blatt, das jemand
abheftet, darf keines stehen.
Von der Person stehen nur Name, UPN und Abteilung auf dem Beleg. Ein Ausdruck liegt herum, wird
kopiert und weitergegeben; was darauf steht, ist aus der Hand gegeben.
## Im Archiv suchen
![Das Archiv mit Suchfeld, Filtern und Fundstellen im Treffer](bilder/archiv-desktop.png)
Das **Archiv** durchsucht abgeschlossene und archivierte Läufe — ihren Titel, die Notizen und Werte
der Schritte und die Kommentare. Es zeigt zu jedem Treffer die Fundstelle mit dem Text drumherum:
Wer im Archiv sucht, will nicht wissen, *dass* etwas passt, sondern *wo*.
Der **Suchbegriff** braucht mindestens zwei Zeichen; ohne Begriff wird nur gefiltert. Hinter
**Weitere Filter** stehen Person, Abteilung, Gerät, Bearbeiter, Kunde und der Zeitraum
(**abgelegt ab** / **abgelegt bis**). Als Ablage gilt der Zeitpunkt der Archivierung, sonst der des
Abschlusses, sonst der des Anlegens — danach ist auch sortiert. Mit dem Häkchen **auch offene und
laufende Läufe** kommen die noch nicht fertigen dazu.
Gezeigt werden höchstens 100 Treffer; steht das dabei, holt ein engerer Zeitraum oder ein genauerer
Begriff die übrigen hervor.
## Am Handy
Die Abarbeitungsansicht ist für das Handy gemacht, weil dort gearbeitet wird: neben dem
aufgeschraubten Rechner, im Serverraum, vor dem Drucker.
![Ein Lauf am Handy, ein Abschnitt aufgeklappt](bilder/lauf-abarbeiten-handy.png)
Was du wissen solltest:
- **Es gibt nie horizontales Scrollen.** Alles steht untereinander, auch bei 390 Pixeln Breite.
Knöpfe und Pillen sind 44 Pixel hoch und mit dem Daumen zu treffen.
- **Schalte auf Kompakt.** Ohne die Hilfetexte passen dreimal so viele Schritte auf den Schirm.
- **Klapp erledigte Abschnitte zu.** Fertige Abschnitte sind beim Öffnen des Laufs schon zu; beim
Nachtragen einer Notiz bleibt ein selbst aufgeklappter Abschnitt offen, auch wenn dazwischen
gespeichert wird.
- **Jeder Klick speichert sofort.** Bei wackligem WLAN ist das der Unterschied zwischen „ein Haken
fehlt“ und „zwei Stunden fehlen“. Bleibt eine Pille nach dem Tippen ungesetzt, war die
Verbindung weg — tippe sie noch einmal.
- **Befehle kopieren** funktioniert auch am Handy, ist dort aber selten nützlich: den
PowerShell-Befehl führst du ohnehin an einem Rechner aus. Nimm dafür den Weg über die
Übersicht am Schreibtisch oder schicke dir den Lauf per Link.
- **Der Einstieg ist der Aufkleber.** Scannen, Geräteseite, „Starten“ — dazu
[Kapitel 03](03-qr-tags.md).