14 Commits
Author SHA1 Message Date
Florian Wilde 5b54d7bc5f Ersteinrichtung schliessen: Geheimnis und eine Sperre statt zweier Schritte
Die Aktion ist die einzige Stelle der Anwendung, an der jemand ohne
Anmeldung schreiben darf. Zwei Dinge fehlten.

Erstens stand die Seite zwischen dem ersten Start und dem Anlegen des
Zugangs fuer jeden offen: Wer sie in diesem Fenster fand, wurde
Administrator einer Anwendung mit Gesundheits- und Finanzdaten. Das
Fenster ist kurz, aber Zufall ist keine Zugriffskontrolle. Jetzt muss
ERSTEINRICHTUNG_GEHEIMNIS aus der .env mit eingegeben werden; verglichen
wird ueber Hashes in gleichbleibender Zeit, und ein falscher Wert
antwortet mit derselben Mindestdauer wie das Anmeldeformular.

Fehlt der Wert, ist die Einrichtung gesperrt statt offen. Das ist
Absicht: Eine Installation, bei der die Zeile vergessen wurde, soll eine
Meldung zeigen und nicht einrichtbar sein.

Zweitens waren Pruefung und Anlegen zwei Schritte. Beide laufen jetzt in
einer Transaktion, und die Sperrzeile mit fester Id entscheidet - eine
zweite gleichzeitige Anfrage scheitert am Primaerschluessel, bevor ein
zweiter Administrator entsteht.

Die Seite liest die Sperrzeile mit: Lag der erste Zugang im Papierkorb,
stand Schritt 1 sonst wieder offen. Der Seed setzt sie ebenfalls.

Refs #38
2026-08-24 08:03:49 +02:00
Florian Wilde 6bd8f7e8a4 Schema: Zeitschritt fuer TOTP und Sperre fuer die Ersteinrichtung
Zwei Felder fuer zwei Luecken, in einer Migration:

benutzer.totpLetzterSchritt haelt das zuletzt akzeptierte TOTP-Fenster
fest. Ohne das gilt ein Code bis zu 90 Sekunden lang beliebig oft.

Die Tabelle ersteinrichtung hat genau eine Zeile mit fester Id. Das ist
kein Protokoll, sondern eine Sperre: Bisher entschied "gibt es schon
einen Benutzer?" und danach wurde angelegt - zwei Anfragen gleichzeitig
kamen beide durch. Jetzt entscheidet der Primaerschluessel.

Enthalten ist eine Datenmigration: Wo schon ein Zugang besteht, wird die
Sperrzeile gesetzt. Ohne sie stuende die Einrichtungsseite auf jedem
bestehenden System nach dem Update wieder offen.

Die DROP-INDEX-Zeilen zu den Trigramm-Indizes hat das Skript aus #36
wieder entfernt; "npm run db:pruefen" bestaetigt, dass beide stehen.

Refs #38
2026-08-24 08:03:32 +02:00
Florian Wilde 18709a8e49 Ein Jahr Kontobewegungen im Beispielfall
Der Demofall brachte Konten und Kontostaende mit, aber keine einzige
Buchung. Kassenbuch, Belegpflicht, Dauerzahlungen und die Erkennung
wiederkehrender Zahlungen liefen darin also leer - wer die Anwendung zum
ersten Mal ansah, musste erst eine CSV importieren.

Neu sind 107 Buchungen ueber zwoelf Monate, erzeugt aus einem Muster
statt einzeln abgetippt: Rente, Betriebsrente und Pflegekasse als
Einnahmen, Heimentgelt, Barbetrag, Sterbegeldbeitrag, Telefon und
Kontofuehrung monatlich, dazu Rundfunkbeitrag und Grundsteuer
vierteljaehrlich sowie eine Handvoll Einzelposten.

Was der Fall damit zeigt:
- Das Heimentgelt steht in drei Schreibweisen auf dem Auszug und wird
  trotzdem als eine monatliche Zahlung gefuehrt.
- Genau eine Buchung hat weder Quittung noch Begruendung. Eine, nicht
  zwanzig: Die Liste soll etwas zu zeigen haben und nicht rot leuchten.
- Die Sterbegeld-Lastschriften bleiben unzugeordnet, damit sich der
  Handgriff "zwoelf Zahlungen als belegt zuordnen" ausprobieren laesst.
  Der Beitrag steigt im Mai von 18,40 auf 19,80 - damit auch die
  Abweichungspruefung sichtbar wird.
- Der Kontostand zum 31.07. wird aus Anfangsstand und Buchungen
  gerechnet, nicht behauptet. Ein Beispielfall, der sich selbst
  widerspricht, waere schlimmer als einer ohne Buchungen.

Zwei Funde beim Bauen:

Der Unique-Index auf (kontoId, importReferenz) hat einen echten Fehler in
den Daten gefangen: Zwei Renten am Monatsersten ergaben dieselbe
Referenz. Genau dafuer ist er da.

"gGmbH" fehlte in der Rechtsformliste. Dadurch galten "Seniorenzentrum
St. Katharina" und "... gGmbH" als zwei Empfaenger - und die Gruppe
zerfiel ausgerechnet in dem Fachgebiet, in dem fast jeder Traeger eine
gGmbH ist. Ergaenzt, mit Test.

Geprueft: ein Einheitstest fuer die Rechtsform, vier End-to-End-Tests am
Beispielfall - Umfang und Zeitraum, Kontostand gegen Buchungssumme, die
erkannten Gruppen und das Kassenbuch.

Refs #22
2026-08-23 21:35:46 +02:00
Florian Wilde 848aaf1b9f Absenderanschrift in jedem Schreiben
Jeder erzeugte Brief ging bisher ohne Ruecksendeadresse hinaus: Im
Absenderblock stand nur der Name, in der Datumszeile fehlte der Ort. Bei
einer Versicherung oder Behoerde wirkt das unserioes und macht es der
Gegenstelle unnoetig schwer zu antworten.

Neu unter "Mein Konto" ein Feld fuer Strasse, PLZ und Ort. Ab da stehen
sie im Absenderblock jedes Schreibens, und die Datumszeile lautet
"Bayreuth, den 23.08.2026".

Die Anschrift haengt am Benutzer, nicht an der betreuten Person: Sie
gehoert zu mir und gilt fuer alle Akten.

Nicht die Logik fehlte, sondern die Datenquelle - absenderBlock() und
datumsZeile() konnten die Felder schon, briefkopfBauen() hat sie mit
einem Kommentar auf null gesetzt, weil es sie im Datenmodell nicht gab.

Aufbau:
- Drei Felder am Benutzer, Migration ueber den Wrapper aus #24. Das war
  sein erster echter Einsatz: erzeugte Datei ohne Handarbeit brauchbar,
  DROP-INDEX-Zeilen bereits heraus.
- Ein Absender-Typ statt eines blossen Namens, durchgereicht bis in den
  Serienlauf - der hat bisher {name} gebaut und haette die Anschrift
  sonst still verloren.
- Zwei Platzhalter fuer eigene Vorlagen: betreuer_anschrift,
  betreuer_ort.

Was fehlt, bleibt weg: Jede der drei Angaben ist einzeln freiwillig. Nur
ein Ort ergibt eine Datumszeile mit Ort und einen Absenderblock, der
weiterhin nur aus dem Namen besteht. Eine halb ausgefuellte Adresse
sieht nach Fehler aus, ein blosser Name nach Absicht.

Geprueft: sieben Einheitstests fuer den Absenderblock inklusive jeder
Teilbefuellung und der Gegenprobe, dass nie die Heimadresse der
betreuten Person im Absender landet; vier End-to-End-Tests vom leeren
Zustand ueber das Speichern bis zum fertigen Brief.

Refs #21
2026-08-23 20:29:17 +02:00
Florian Wilde e19300b33d Migrationskommentare zeigen auf die richtige Datei
Fuenf Migrationen verwiesen fuer die Herkunft der Trigramm-Indizes auf
prisma/sql/suche.sql. Diese Datei gibt es nicht; sie heisst
volltextsuche.sql. Der Hinweis steht genau dort, wo ihn jemand liest,
der die naechste Migration erzeugt - ein falscher Pfad schickt ihn ins
Leere.

Dazu ein Verweis auf das Werkzeug aus #24: "npm run db:migration" nimmt
die Zeilen inzwischen selbst heraus, die Kommentare rieten aber
weiterhin nur zum Nachsehen.

Geprueft, bevor die Dateien angefasst wurden: Prisma speichert zwar eine
Pruefsumme je Migration, "migrate deploy" verifiziert sie fuer bereits
angewendete Migrationen aber nicht. Nachgestellt mit genau der Lage, die
auch auf dem Server entsteht - Pruefsumme in der Datenbank weicht ab,
"migrate status" und "migrate deploy" bleiben zufrieden.

Refs #25
2026-08-23 19:30:46 +02:00
Florian Wilde 9e68d10787 Ansprechpartner am Vorgang hinterlegen
Ein namentlich adressiertes Schreiben landet bei der Person, die den
Vorgang kennt, statt in der Poststelle. Am Vorgang laesst sich jetzt ein
Kontakt aus dem Verzeichnis als Ansprechpartner benennen; die
Sachstandsanfrage redet ihn an, und sein Name steht ueber der Behoerde.

Die Sachstandsanfrage konnte das schon - sie bekam den Namen nur nie
uebergeben. entwurf.ts lud einen der verknuepften Kontakte und verwarf
ihn wieder. Wer angeredet wird, ist jetzt eine Entscheidung und kein
Zufall.

Aufbau:
- Migration: ansprechpartnerId am Vorgang (SetNull - ein Vorgang darf
  nicht daran haengen, dass es den Kontakt noch gibt) und anrede am
  Kontakt.
- Die Anrede als reine Funktion in kontakte/anrede.ts. Geraten wird nie:
  ohne hinterlegte Anrede wird mit vollem Namen angeredet. Ein leerer
  Name mit gesetzter Anrede faellt auf die allgemeine Anrede zurueck -
  "Sehr geehrte Frau ," darf nie herausgehen.
- Der Wechsel des Ansprechpartners steht mit NAMEN im Protokoll. Zwei
  cuids nebeneinander waeren protokolliert, aber nicht nachvollziehbar,
  und nachvollziehbar war die Anforderung.
- Der Ansprechpartner wird gegen die Akte geprueft, bevor er gespeichert
  wird - sein Name steht anschliessend im Briefkopf.

Nebenbei behoben: Der Schreiben-Editor verwarf die empfaengerAnschrift
aus dem Entwurf, sein State startete immer leer. Jetzt kommt die
Anschrift des Ansprechpartners im Formular an.

Geprueft: neun Einheitstests fuer die Anrede, fuenf End-to-End-Tests von
der Auswahl bis zum Protokolleintrag.

Refs #9
2026-08-23 16:31:10 +02:00
Florian Wilde f8d7752c27 Eigene Vorlagen fuer Anschreiben
Wer zum dritten Mal denselben Brief tippt, tippt ihn beim vierten Mal
falsch. Neu unter Einstellungen -> Schreibvorlagen: eigene Texte
hinterlegen, beim freien Schreiben auswaehlen, Platzhalter fuellen sich
aus den Daten, die ohnehin im System stehen.

Aufbau:
- Die Ersetzung als reine Funktionen in schreiben/platzhalter.ts. Drei
  Faelle, keiner davon still: Wert einsetzen, sichtbare Luecke
  [Aktenzeichen des Gerichts], unbekannter Platzhalter markiert. Ein
  Tippfehler in der Vorlage darf das Schreiben nicht verhindern - aber
  er muss ins Auge springen.
- Die Bestellungsabsatz-Warnung ist zweistufig: Der erste Speicherversuch
  ohne ihn kommt mit einer Rueckfrage zurueck, erst die Bestaetigung
  speichert. Ohne den Nachweis der Vertretungsmacht kommt keine Auskunft,
  und das faellt erst nach vier Wochen auf. Ein ausformulierter Absatz
  zaehlt so viel wie der Platzhalter, ein halber Nachweis ("Beschluss der
  Eigentuemerversammlung") nicht.
- Vier mitgelieferte Vorlagen bleiben Code und damit unveraenderlich;
  "Als Kopie uebernehmen" legt eine eigene Fassung an. Fuer Rueckkaufswert
  und Kuendigung fuehrt die Oberflaeche weiter zuerst zu den
  fallbezogenen Erzeugern - die rechnen Kuendigungstermine aus, was eine
  Vorlage nicht kann.
- Vorlagen haengen an der betreuten Person, nicht am Benutzer: Sie
  beziehen sich auf ihren Fall, liegen im Papierkorb wie alles andere und
  sind im Vollexport ihrer Akte enthalten.

Der Editor haelt Betreff und Text als eigenen State. Beim Wechsel der
Vorlage ueberlebte der alte Entwurf die Navigation, die Vorlage kam nie
im Textfeld an - ein key auf dem Editor setzt ihn neu auf. Gefunden hat
das erst der End-to-End-Test.

Geprueft: dreizehn Einheitstests fuer die Ersetzung, sechs
End-to-End-Tests fuer Warnung, Kopie, Aufloesung und Papierkorb.

Refs #7
2026-08-23 13:41:51 +02:00
Florian Wilde fa994350d6 Dauerzahlungen zu einem Vertrag gelten als belegt
Bei einer monatlichen Praemie gibt es keinen Beleg - es gibt einen
Vertrag, und der wird einmal abgeschlossen, nicht monatlich quittiert.
Bisher blieb nur ein Freitextfeld pro Buchung: zwoelfmal im Jahr
derselbe Satz, mal Anzahl der Vertraege.

Buchung.vertragId mit onDelete: SetNull. Der Belegzustand kennt jetzt
drei Faelle statt zwei, getrennt ausgewiesen - ein Vertrag belegt, eine
Begruendung erklaert nur; zusammengeworfen verliert die Belegquote ihre
Aussage gegenueber dem Rechtspfleger.

Dazu: automatische Zuordnung beim Import bei eindeutiger Gegenstelle,
Sammelzuordnung ueber die Gruppen aus Issue #3, und die Rechnungslegung
nennt den Vertrag samt Nummer statt "ohne Beleg".

Die Sicherung dagegen: Weicht der Betrag um mehr als ein Fuenftel vom
hinterlegten Beitrag ab, faellt die Anerkennung weg und die Buchung wird
als "Betrag pruefen" markiert. Sonst waere die Zuordnung eine Hintertuer.

Zur Toleranz - ein Entwurf und seine Korrektur: Zuerst verglich ich den
Betrag gegen alle ueblichen Zahlweisen, damit es auch passt, wenn die
Bank anders abbucht als der Vertrag es fuehrt. Der eigene Test hat das
widerlegt: Bei 42,50 monatlich liegen 420 innerhalb von 20 Prozent des
Jahresbetrags von 510 - ausgerechnet der Fall aus der Aufgabenstellung
waere durchgerutscht. Jetzt wird stur gegen den hinterlegten Beitrag
verglichen. Bucht die Bank anders ab, stimmen die Vertragsdaten nicht,
und das soll auffallen.

Behoben: Die Buchungsliste hatte eine eigene, fast gleiche Datenabfrage
neben der aus berichte/gemeinsam.ts. Nur eine von beiden wurde
nachgezogen, in der Liste stand weiter "Beleg fehlt". Beide benutzen
jetzt BUCHUNG_EINBEZUG und zuBuchungEingabe - das kann nicht halb
vergessen werden. Gefunden hat es der Browsertest.

Nebenbei: Die Roadmap trug noch "Aktuelle Fassung 1.1.2" - Nachwirkung
der parallelen Bearbeitung von #3 und #10. Nachgezogen wie zugesagt.

Geprueft: 23 neue Einheitstests, die Haelfte davon darauf gerichtet, dass
die Anerkennung auch wirklich wegfaellt. Fuenf End-to-End-Tests auf
beiden Geraeteprofilen. 560 Unit-Tests, 63 e2e, null Typfehler.

Refs #11
2026-08-23 09:00:46 +02:00
Florian Wilde aa0cc66292 Wiederkehrende Zahlungen aufspueren
Am Anfang einer Betreuung weiss niemand, welche Vertraege es gibt. Die
Antwort steht aber im Kontoauszug: Wer regelmaessig abbucht, hat einen
Vertrag. Neu unter Vermoegen & Kasse wird aus hunderten Buchungszeilen
eine Arbeitsliste.

Aufbau:
- Die Erkennung liegt als reine Funktionen in
  src/lib/finanzen/wiederkehrend.ts, ohne Datenbank. Nur so laesst sich
  jede Einordnung einzeln nachrechnen.
- Der Datenzugriff steht getrennt in wiederkehrend-laden.ts.
- Ein kleines Modell haelt fest, was bewusst KEIN Vertrag ist. Es haengt
  am normalisierten Empfaengernamen, nicht an Buchungen - nur so
  ueberlebt die Entscheidung den naechsten Import.

Zwei Haltungen liegen der Erkennung zugrunde:

Im Zweifel getrennt lassen. Zusammengefasst wird nur das Unstrittige:
Gross- und Kleinschreibung, Satzzeichen, Umlaute, Rechtsform am Ende.
Keine Aehnlichkeitssuche - "Stadtwerke Bamberg" und "Stadtwerke
Bayreuth" trennen drei Zeichen und zwei Rechnungssteller. Zwei Zeilen zu
viel sind harmlos; eine falsche Gruppe verbirgt einen Vertrag.

Nichts behaupten, was nicht belegt ist. Statt "monatlich" steht dort
"6 Zahlungen, etwa monatlich". Schwankt der Betrag, wird die Spanne
genannt. Ohne erkennbaren Abstand wird nicht hochgerechnet, sondern
gezeigt, was geflossen ist.

Dazu eine zweite Liste fuer einzelne groessere Zahlungen: Die
Gruppierung braucht zwei Zahlungen, ein Jahresbeitrag erscheint bei
einem importierten Jahr aber nur einmal - und ausgerechnet
Versicherungen zahlt man oft jaehrlich.

Geprueft: 37 Einheitstests, die Haelfte davon in der Gegenrichtung, plus
vier End-to-End-Tests auf beiden Geraeteprofilen. Der Browsertest hat
zwei Fehler gefunden, die Typpruefung und Einheitstests durchgelassen
haben - darunter ein verlorener Backslash, der die Vorbelegung des
Beitrags stillschweigend verschluckte.

Nebenbei: .claude/ ins .gitignore. Dort legen parallel arbeitende
Agenten ihre Worktrees ab; ein "git add -A" haette einen kompletten
zweiten Checkout eingecheckt.

Refs #3
2026-08-23 02:42:26 +02:00
Florian Wilde c38c988c3c feat: Anmelden mit Passkey
Passkeys (WebAuthn/FIDO2) als zweiter Anmeldeweg - auf der Anmeldeseite
und bei der erneuten Bestaetigung vor sensiblen Aktionen. Verwaltet unter
"Mein Konto".

Der Passkey ERSETZT den zweiten Faktor, statt zu ihm hinzuzukommen. Das
ist tragbar, weil er zwei Faktoren in sich vereint: Besitz des Geraets
und dessen Entsperrung. Damit das keine Annahme bleibt, wird die
Nutzerverifikation angefordert (userVerification: 'required') und
serverseitig nachgeprueft - eine Antwort ohne sie wird abgewiesen.

TOTP muss vorher eingerichtet sein. Ein Passkey haengt an einem Geraet;
waere er der einzige Weg hinein, koennte ein verlorenes Handy die Akte
schliessen.

Aufbau:
- Die Pruefung laeuft vollstaendig im Credentials-Provider "passkey",
  nicht in der Server Action davor. Ein "war schon geprueft" ueber die
  Grenze zu reichen waere die Stelle, an der sich Anmeldungen faelschen
  lassen.
- Challenges liegen serverseitig und werden per DELETE genau einmal
  verbraucht - die Datenbank entscheidet, wer sie bekommt.
- Bereichskennung und Herkunft kommen aus AUTH_URL, nicht aus einer
  zweiten Konfigurationsquelle.
- Ohne https wird der Knopf gar nicht erst angeboten.
- Rate-Limiting, Kontosperre und Audit-Log gelten unveraendert; die
  Anmeldung nennt den verwendeten Passkey namentlich.

Zwei Anmerkungen zur Migration:
- "prisma migrate diff" wollte zusaetzlich die Trigramm-Indizes aus
  prisma/sql/suche.sql loeschen, die Prisma nicht kennt. Die Zeilen sind
  entfernt und im Migrationskopf vermerkt - ein DROP haette die unscharfe
  Suche stillgelegt, ohne dass etwas fehlgeschlagen waere.
- "prisma format" hat das Schema durchgaengig neu ausgerichtet. Ohne
  Whitespace betrachtet sind es 88 hinzugefuegte Zeilen und keine
  geloeschte.

Geprueft: 21 Einheitstests, drei End-to-End-Tests gegen Chromiums
virtuellen Authenticator (einrichten, anmelden, bestaetigen, entfernen,
Geraet ohne Verifikation abgewiesen), beide Geraeteprofile. 496 Tests,
null Typfehler, Produktionsbau steht.

Nebenbei: Die Zahlen im README waren veraltet (24 statt 33 Modelle, 46
statt 79 Seiten). Sie stehen jetzt mit dem Befehl daneben, mit dem man
sie nachzaehlt.
2026-08-22 18:44:56 +02:00
Florian Wilde 7780739a1a fix: Ersteinrichtung liess sich nicht abschliessen, Betreute nicht loeschen
Zwei Fehler, beide erst im Betrieb sichtbar.

1. Schritt 3 der Ersteinrichtung meldete "Bitte pruefe die markierten
   Felder" - und markierte keines. Man kam dort nicht weiter.

   Das kurze Formular schickt neun Felder, das vollstaendige unter
   Stammdaten alle. Beide gehen durch dasselbe Schema, und die optionalen
   Felder waren zwar nullable, aber nicht optional: Ein Feld, das gar
   nicht abgeschickt wurde, ist undefined, nicht null. Beanstandet wurden
   also zwei Dutzend Felder, die auf dem Bildschirm nie standen.

   Damit das nicht wiederkommt, unterscheidet die Aktion jetzt zwischen
   Eingabefehler und Formular-Schema-Bruch: Beanstandet die Pruefung ein
   Feld, das nicht abgeschickt wurde, sagt sie das ausdruecklich und
   schreibt es ins Serverlog, statt es dem Nutzer als Eingabefehler
   unterzuschieben, den er nirgends finden kann.

2. Eine betreute Person liess sich nicht endgueltig loeschen. Postgres
   setzt beim Loeschen den Verweis im Audit-Log auf NULL, und genau
   dieses UPDATE hat der Unveraenderlichkeits-Trigger abgewiesen. Damit
   scheiterte auch das Leeren des Papierkorbs nach 30 Tagen.

   Der Trigger erlaubt jetzt genau eine Ausnahme: das Nullen der beiden
   Fremdschluessel. Jede andere Aenderung bleibt verboten, auch das
   Setzen eines Fremdschluessels auf einen anderen Wert. Der Nachweis
   bleibt vollstaendig - es verschwindet nur der Verweis auf einen
   Datensatz, den es nicht mehr gibt.

Geprueft: sieben neue Tests gegen die tatsaechlichen Formularinhalte, der
Ablauf einmal komplett im Browser bis zum Dashboard, und der Trigger
gegen eine laufende Datenbank - Loeschen gelingt, Faelschen scheitert.

Etappe: 8
Phase: Haertung
2026-08-22 14:36:18 +02:00
Florian Wilde 1234a57fa6 fix: Typisierung von oeffnen(), CSP im Entwicklungsmodus, Nonce-Abweichung
Drei Fehler, die sich beim Durchsehen der Typpruefung und der
Browserkonsole gezeigt haben.

1. oeffnen() lieferte Record<string, string | null>. Zusammen mit
   noUncheckedIndexedAccess wurde daraus bei jedem Zugriff
   string | null | undefined - und jede aufrufende Seite haette das
   wegkaesen muessen, obwohl die Felder immer da sind. Jetzt leitet ein
   Mapped Type die Klartextnamen aus VERSCHLUESSELTE_FELDER ab:
   oeffnen('Betreute', zeile).diagnosen ist sauber string | null.
   Das hat auf einen Schlag 17 Folgefehler in fremden Modulen erledigt.

2. Die CSP blockierte im Entwicklungsmodus die eigenen Skripte.
   'strict-dynamic' schaltet die Freigabe nach Herkunft ab, also auch
   'self' - und Hot-Reload und Fehleranzeige laden ohne Nonce. Man sah
   eine tote Seite statt der Fehlermeldung. Im Produktivbetrieb bleibt
   es bei Nonce plus 'strict-dynamic', im Entwicklungsmodus gilt die
   lockere Fassung.

3. Das Theme-Skript im Layout meldete bei jedem Seitenaufruf eine
   Hydrations-Abweichung: React gibt das nonce-Attribut absichtlich
   nicht an den Browser weiter, serverseitig steht es aber im HTML.
   suppressHydrationWarning am Skript selbst - das html-Element allein
   deckt das nicht ab.

Nebenbei: Algorithm.Argon2id ist ein const enum und laesst sich mit
isolatedModules nicht importieren. Die Angabe entfaellt, @node-rs/argon2
benutzt von sich aus Argon2id.

Die Anmeldeseite laedt jetzt ohne einen einzigen Konsolenfehler.

Etappe: 8
Phase: Haertung
2026-08-22 06:06:20 +02:00
Florian Wilde 22b3a9b9e9 feat: Stammdaten, Ersteinrichtung, Zweitfaktor und Protokollansicht
Damit ist Etappe 1 fachlich vollstaendig.

Ersteinrichtung in drei Schritten, bewusst ausserhalb des
Anwendungsrahmens: der setzt Benutzer, zweiten Faktor UND eine betreute
Person voraus - beim allerersten Start gibt es nichts davon. Die Aktion
fuer den ersten Zugang sperrt sich selbst, sobald ein Benutzer existiert.

Zweiter Faktor: Das Geheimnis wird zuerst nur abgelegt, ohne
totpAktiviertAm. Erst ein echter Code aus der App schaltet ihn scharf.
Wer sich beim Abtippen vertut oder die falsche App nimmt, wuerde sich
sonst dauerhaft aussperren. Erst danach gibt es die
Wiederherstellungscodes - einmal angezeigt, danach nur noch als Hash.

Betreuungsjahr (src/lib/stammdaten/betreuungsjahr.ts): laeuft ab dem Tag
der Bestellung, nicht ab dem Kalenderjahr. Schrittweise vorwaerts
gerechnet statt ueber eine Differenz, damit Schaltjahre und der
29. Februar von selbst stimmen. Daran haengen Jahresbericht,
Rechnungslegung und die Ausschlussfrist der Aufwandspauschale.

Aendert sich das Bestellungsdatum, werden die Pflichtfristen neu
abgeleitet - ueber einen dynamischen Import, damit die Stammdaten auch
dann speicherbar bleiben, wenn das Fristenmodul fehlt.

Protokollansicht zeigt je Eintrag die geaenderten Felder als alt -> neu.
Die Aenderungen liegen verschluesselt, weil dort Diagnosen und
Kontostaende stehen koennen.

Seed legt bewusst keine echten Personendaten an, nur den ersten Zugang.
Mit SEED_DEMO=true kommt ein vollstaendiger Beispielfall dazu - Erika
Musterfrau, COPD GOLD III, Pflegegrad 3, Heimeinzug Januar 2026,
leerstehendes Haus, zwei Versicherungen, laufender Antrag beim Bezirk
mit acht Nachforderungen. Nur ausserhalb der Produktion.

Docker Compose ohne Reverse Proxy - der ist auf dem Zielserver
vorhanden. Die Datenbank hat keine Portfreigabe und ist nur ueber das
interne Netz erreichbar; die Anwendung horcht auf 127.0.0.1.

Etappe: 1
Phase: Fundament
2026-08-22 02:16:22 +02:00
Florian Wilde 6c1915ab9c feat: Vollstaendiges Datenmodell als Prisma-Schema
Alle Fachentitaeten der Betreuung in einem Schema - bewusst komplett,
damit spaetere Etappen keine Migration am Fundament brauchen.

Kernentscheidungen:
- Geldbetraege durchgaengig als BigInt in Cent. Eine Rechnungslegung nach
  § 1865 BGB darf keine Rundungsfehler erben.
- Felder mit Suffix Verschluesselt tragen einen AES-256-GCM-Umschlag.
  Wo trotzdem gesucht werden muss (IBAN), steht ein HMAC-Blindindex daneben.
- Fristen und Stichtage sind @db.Date, nicht DateTime - sonst verschiebt
  die Zeitzone eine Frist um einen Tag.
- Frist.systemSchluessel macht die aus dem Bestellungsdatum abgeleiteten
  Pflichtfristen idempotent.
- Genehmigung.beschlussDokumentId ist die technische Voraussetzung dafuer,
  dass ein Vorgang ohne Beschluss nicht auf VOLLZOGEN gesetzt werden kann.
- DokumentVerknuepfung mit echten Fremdschluesseln statt loser Typ/ID-
  Spalte: eine Akte muss referenzsicher sein.
- Wertstand und Saldostand sind Historien - Werte werden nie ueberschrieben.

Dazu zwei SQL-Skripte, die Prisma nicht abbilden kann:
- volltextsuche.sql: tsvector-Trigger (deutsch) mit Gewichtung A/B/C,
  plus Trigram-Indizes fuer unscharfe Absendersuche.
- audit-schutz.sql: Trigger, die UPDATE und DELETE auf audit_log
  verweigern. Das Log ist Nachweis gegenueber Gericht und Miterben,
  also nur anhaengend - auch gegen psql.

Etappe: 1
Phase: Fundament
2026-08-22 01:36:36 +02:00