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betreuungs-cockpit/tests
Florian Wilde cba2e49211 Anleitung: Jahresabschluss und was aussieht wie ein Konto
Zwei Fragen aus der Praxis, die die Anleitung nicht beantwortete.

## Der Jahresabschluss

Sie beschrieb, was in jedem Bericht steht, aber nicht die Reihenfolge und
nicht, was man vorher besorgen muss. Der neue Abschnitt beginnt deshalb
sechs Wochen vor dem Stichtag: Rueckkaufswerte und Bescheinigungen
brauchen Wochen, und wer erst am Stichtag daran denkt, geraet in Verzug.
Danach die Staende mit Quellenangabe, dann die Berichte in der
Reihenfolge, in der sie aufeinander aufbauen.

## Genossenschaftsanteile

Das Gericht fragt einen "Kontoauszug" an, den es nicht gibt: Ein
Geschaeftsguthaben ist kein Zahlungskonto, sondern eine Forderung gegen
die Genossenschaft. Es laufen keine Buchungen darueber, und ausgezahlt
wird erst nach Kuendigung der Mitgliedschaft.

Der Fall fuehrt zu einem stillen Fehler: Wer die Anteile als Konto
anlegt, kann die Bescheinigung nicht am Wert hinterlegen - genau das
Blatt, das das Gericht sehen will. Ein Saldostand traegt eine
Quellenangabe, aber kein Dokument; ein Wertstand am Vermoegensposten
schon. Deshalb steht im Text nicht nur, was zu tun ist, sondern warum -
sonst legt der naechste Leser es wieder als Konto an.

Dazu der Hinweis, dass "der Wert bleibt doch gleich" nicht traegt: Wird
eine Dividende dem Geschaeftsguthaben gutgeschrieben statt ausgezahlt,
waechst es. Genau deshalb fragt man jaehrlich nach, statt den
Vorjahreswert fortzuschreiben.

Eine Uebersicht behandelt die verwandten Faelle mit - Bausparvertrag,
Depot, Verbindlichkeit. Das Depot ist die Ausnahme: Dort laufen Umsaetze,
es gibt einen Auszug, es ist ein Konto. Versicherungen gehoeren an den
Vertrag, nicht ins Vermoegen.

Zehn Pruefungen in tests/anleitung.test.ts, gegen vier Mutationen
geprueft: als Konto geraten, Dividendenhinweis entfernt, Vorlauf
entfernt, Abschnitt entfernt - jede wird rot.

Refs #55
2026-09-02 22:52:41 +02:00
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2026-08-23 11:02:00 +02:00
2026-08-22 18:44:56 +02:00